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1. Verlängerung VT aufgrund der Schwere der Störung ablehnbar?

Spezielle Fragen zur Lage in Deutschland
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Sadako
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Re: 1. Verlängerung VT aufgrund der Schwere der Störung ablehnbar?

Beitrag Sa., 06.02.2021, 20:54

Kaugummi hat geschrieben:
Sa., 06.02.2021, 13:47

Ganz ehrlich, wenn ich das Studium nicht schaffe, bringe ich mich wahrscheinlich um.
Wenn ich es abschließe habe ich ja meinen Abschluss und kann den entsprechenden Job antreten.
Dieser Leistungsgedanke und die Motivation beruflich etwas zu erreichen sind tatsächlich meine einzigen Gründe, nicht einfach aufzugeben.
Das mag dich kurzfristig halten. Langfristig ist es eine entsetzliche Falle und wenn diese Tretmühle dich „ausspuckt” bist du vielleicht sehr unglücklich, wieviele Jahre, wie viel Lebensenergie du an dieses Phantom vergeudet hast. Arbeit und Erfolg sind toll, solange man damit nicht andere Sachen kompensieren muss.
Ich hab das durch und es war und ist extrem schmerzhaft.

Was die Weiterbewilligung der Therapie angeht. Meine Therapeutin hat mir damals bei der Umwandlung von Kurzzeit in Langzeittherapie gesagt, dass sie meine Situation etwas tiefstapelt, weil sie mit den Diagnosen das Risiko läuft, dass wegen schlechter Prognose keine Bewilligung gegeben wird.
Sie ( und ich auch ) war überzeugt, dass die Therapie Sinn macht und erfolgversprechend ist und sie hat das Gutachten so geschrieben, dass es gute Erfolgschancen gibt. Es liegt vielleicht auch ein bisschen an der Motivation des Therapeuten...
(Ich rede jetzt nicht von Märchen und Fabeln als Gutachten aber es gibt einfach Möglichkeiten einen Sachverhalt so oder so darzustellen.
Denkbar wäre, dass dein Therapeut selbst denkt, dass du in einer Klinik mehr Entwicklungschancen hast.
Andererseits sollten solche Entscheidung transparent, in gegenseitigem Respekt und auf Augenhöhe getroffen werden.

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Kaugummi
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Beitrag Sa., 06.02.2021, 21:21

Ich weiß schon, dass es nicht ideal ist, seinen gesamten Lebenssinn nur in Leistung zu suchen. (Die ich dann ja nicht mal abrufen kann.) Aber ich habe nunmal nichts anderes im Leben.

Es tut mir Leid, wenn ich trotzig rüber komme. Ich weiß selbst, dass ich manchmal so sein kann. In diesem Fall ist es aber nunmal wirklich komplizierter, als "mal eben 3 Monate aussteigen für den Rest des Lebens".
Unter anderem riskiere ich eine hohe Verschuldung (250.000€) dadurch. Ich meine es also ernst, wenn ich sage, dass Klinik aus guten Gründen keine wirkliche Option ist.
Außerdem würde ich da wahrscheinlich eh wieder bestens klar kommen, weil ich mich ja nicht mit meinen eigentlichen Problemen auseinander setzten muss (die nunmal im Alltag bestehen).

Ich denke im übrigen schon, dass mein Therapeut sehr ehrlich und transparent ist. Ich hatte ihn auch schonmal auf einen Klinikaufenthalt angesprochen. Er sagte, er denkt schon, dass ich mit den richtigen Rahmenbedingungen davon profitieren könnte. Aber dazu braucht es eben auch meine Bereitschaft.

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Sinarellas
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Beitrag Sa., 06.02.2021, 23:41

Mei nun wechsel doch mal die Perspektive.

Die KK soll einen heiden Geld bezahlen für eine Langzeittherapie, aus erfahrung mti deiner Diagnose sieht sie bei deiner Erkrankung keine ausreichenden Heilungschancen. Dann lehnt sie die ambulante Therapie ab und sagt, geh stationär. Du sagst nö is nich so und der therapeut auch, also ab zum Gutachter. Was da drinnensteht kannst du eigentlcih dem Therapeuten überlassen, das ist seltsam zum Gegenlesen, oder nur als info? Er muss bestimmte Dinge so oder so formulieren, damit er das durchkrigt was er will. Du bist nicht die erste mit Gutachten.

Wenn dann der Gutachter aber sagt. Öhm ne stationär bitte, dann tu das.

Wenn du eine schwere Lungenkrankheit hättest würdest du auch nicht sagen: Och das geht schon easy peasy ambulant, mein Heiloraktiker hat mir das gesagt. Oder?
Ja etwas cras formuleirt, ich will dich nur drauf sensibilisieren, dass psychische Erkrankungen (was auch immer du hast) kein Kinkerlitzchen sind. Manchmal braucht es eben zur Heilung einen stationären Aufenthalt.

Warte ab was der Gutachter sagt und scharr dann weiter mit den Hufen.

Vielleicht braucht es nicht nur deine Bereitschaft, sondern dein leidensdruck muss erst noch viel höher sein ;)
..:..

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Shukria
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Beitrag So., 07.02.2021, 06:52

Warte das Ergebnis doch erstmal ab, du machst dich ja nur verrückt 🤪.

Auch bei einem negativ bescheidenen Gutachten kann man in Widerspruch gehen.

Und ich glaube erst wenn sich alle Wege für ambulant wirklich zerschlagen haben wirst du andere Lösungen sehen können.

Also Abwarten, Tee trinken und 4wochen bis zur Verkündung entspannen oder in deinem Fall vielleicht lernen.

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Kaugummi
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Beitrag So., 07.02.2021, 14:57

Ja, mehr als abwarten und Tee trinken (und lernen, wenn ich es denn auf die Reihe kriegen würde) kann ich wohl wirklich nicht machen.
Ich tendiere nur dazu solche Dinge sehr zu zerdenken.
Fand es übrigens sehr interessant den Bericht an den Gutachter gegen zu lesen. Ich verstehe mich selbst wirklich kaum und da mal eine Perspektive von außen zu haben war schon bereichernd. (Auch, wenn mein Therapeut selbst meint, er kommt irgendwie auch noch nicht so dahinter, was eigentlich genau los ist.)

Ich hoffe einfach, dass es jetzt schnell und problemlos weiter geht.