Ex gibt dem Hund wichtige Medikamente nicht

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SilberAhorn
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Ex gibt dem Hund wichtige Medikamente nicht

Beitrag Di., 19.05.2020, 04:24

Liebes Forum,

Ich brauche Eure hilfe!
Meine Ex und ich haben "gemeinsames Sorgerecht" über unseren Hund.

Hintergrund:
Wir waren 5 Jahre ein Paar, bevor wir uns getrennt hatten. Wir haben uns einfach auseinandergelebt - wie man so schön sagt, daher gab es keinen Stress und wir verstehen uns eigentlich ganz gut ohne beste Freunde zu sein.
"Unser" Hund kam die letzten 2 Jahre unserer Beziehung in's Leben. Ein wundervoller Golden Retriever den wir beide unsterblich lieb haben.
Da der Hund genetisch leider schon früh Arthritis bekam, haben wir sie auf Spezialfutter umgestellt, um die Krankheit weitesmöglich in den Bann-, bzw hinauszuschieben. Das Futter ist sehr teuer, doch habe ich seit Jahren dieses Futter bezahlt, auch die 6 Jahre seit der Trennung.
Seit ungefähr 18 Monaten, wurde uns geraten, neben dem Futter, dem Hund eine zusätzliche "Vitamin-Tablette" zu geben. Keine Medizin, sondern ein herbales Produkt für Arthritis geplagte Hunde.
Dies kam, als der Hund anfing während des laufens/rennens laut (hörbar!) in den Gelenken zu "klicken".
Die Tabletten haben Wunder bewirkt und nach etwa 4 Wochen war das geräusch verschwunden. Auch dieses Extra bezahle ich gerne.

Das Problem:
Seit Herbst gibt meine Ex dem Hund diese Tabletten nicht!
Nicht, dass sie offen gegen die Behandlung ist, sondern sie behauptet stur, dass sie dem Hund die Tabletten gibt!
Allerdings ist das nicht richtig, da ich die Tabletten selber kaufe und sie vorbeibringe und dabei sehe, wie von den 60 Tabletten (für 2 Monate), am Ende der Zeit immer noch 50 übrig sind!
Auch hat das "Klicken" wieder angefangen, was mir so sehr weh tut, wenn man weiss, wie einfach es war dies abzustellen.
Leider habe ich nicht die Möglichkeit den Hund über Wochen bei mir zu halten, um sie zu therapieren.

Frage:
Jedesmal, wenn ich die Tabletten anspreche, wird sie aggresiv und behaupted sie tut alles wie vorgeschrieben. Warum?
Warum stört sie es nicht, das ihr allerliebstes wieder hörbar schmerzhafte Probleme hat?
Wir hatten so viel Glück, dass der Hund auf die Therapie ansprach - wieso nicht weitermachen?
Ist es so schwer sich einmal am Tag daran zu erinnern einem Tier 2 Tabletten zu geben?

Mich macht das wahnsinnig, da ich nicht viel dagegen tun kann, ich aber gleichzeitig auch weiss, wie viel ihr das Tier bedeuted.
Was kann ich tun? Wie soll ich das Thema mit ihr angehen?

Vielen Dank im vorraus.
Zuletzt geändert von Pauline am Di., 19.05.2020, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Lindera
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Beitrag Di., 19.05.2020, 11:53

Ich würde ihr klar machen, dass es für den Hund kein lebenswertes Leben mehr ist, wenn er sich nur unter Schmerzen bewegen kann und es, wenn die Therapie mit den Tabletten keinen Erfolg (mehr) zeigt, an der Zeit ist, eine ganz andere Entscheidung zu treffen.....
Dann wirst du ja sehen, ob die Tabletten wieder gegeben werden, oder nicht.
Wenn ich richtig gerechnet habe, ist der Hund nun ca. 8 Jahre alt. Das ist für einen Retriever schon "Senior".
Alles Gute, Lindera

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SilberAhorn
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Beitrag Di., 19.05.2020, 12:00

Ja, sie ist schon 8 und Senior.
Es ist, als ob sie das Klicken gar nicht hören kann/will!
Ich verstehe das gar nicht. An das Füttern und regelmässig Wasser geben/nachfüllen denkt sie ja auch jederzeit.
Ich habe ihr die Tabletten auch direkt neben das Futter gelegt, damit sie diese täglich sieht.
Das letzte mal als ich den Nachschub brachte waren von der letzten Packung nur etwa 10 von 60 verbraucht worden...
Was geht in ihr vor, dass sie das nicht registriert und so "bewusst" ignoriert?

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Beitrag Di., 19.05.2020, 12:07

Lindera hat geschrieben:
Di., 19.05.2020, 11:53
Dann wirst du ja sehen, ob die Tabletten wieder gegeben werden, oder nicht.
...Leider kann so ein Gespräch mit ihr gar nicht stattfinden! Die Idee, dass der Hund krank ist (oder werden kann) - oder sogar einmal sterben wird - ist absolut tabu und wird beim ersten Ansatz (fast schon hysterisch) abgewiesen. Das letztere reicht von anschreien "ich tue was ich kann!!" zu auflegen bis hin zur 'Drohung', dass ich den Hund nicht besuchen darf! ..total irrational!

Wie geht man das an???

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Beitrag Di., 19.05.2020, 12:09

Falls es zum Szenario "Hörer auflegen" kommt, nimmt sie meine Anrufe für Wochen nicht entgegen!

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Lindera
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Beitrag Di., 19.05.2020, 12:30

Ich denke, du hast die Antwort auf die Frage, warum deine Ex so reagiert schon selbst gegeben. Es könnte sein, dass sie einfach ausblendet, dass der Hund ein "Problem" hat. Keine Tabletten - kein Problem.

Ich fürchte, bei so einem Fall von Realitätsverweigerung kannst Du nicht viel machen. Ausser, dafür zu sorgen, dass der Hund nicht unnötig leiden muss.

Vielleicht bringt es ja was, Deinen Ex mal zum Tierarzt mit zu nehmen. Da hört sie es von Jemand Anderem, als von Dir.

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Beitrag Di., 19.05.2020, 12:37

Danke Lindera.
Es ist sehr schmerzlich diesen Realitätsverlust zu beobachten bzw. mitzuerleben...
Es macht mich beides, sowohl wütend als auch enorm traurig.
Es weckt mich mittlerweile schon nachts auf...
Da muss ich wohl mit anschauen, wie der Zug gegen diese Wand rollt - völlig unnötigerweise...

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Beitrag Di., 19.05.2020, 14:07

Ich hoffte jemand hat hier Erfahrungen, wie man am besten an so eine Person herankommt?

Danke.

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candle.
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Beitrag Mi., 20.05.2020, 08:20

Warum kümmerst du dich nicht um den Hund?

LG candle
Now I know how the bunny runs! Bild

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Beitrag Mi., 20.05.2020, 09:21

Während unserer Scheidung haben wir entschieden, dass der Hund besser bei ihr aufgehoben ist als bei mir. Sie ist Lehrerin und mittlerweile Mutter von 2 Kindern. Grundsätzlich, geht’s dem Hund dort besser als bei mir (=Etagenwohnung, Überstunden, etc).
Seit 6 Jahren ist der Hund bei ihr - mit den monatlichen Ausflügen zu mir. Sie würde dem nicht zustimmen, da sie den Grund nicht akzeptiert.

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SilberAhorn
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Beitrag Do., 21.05.2020, 03:02

SilberAhorn hat geschrieben:
Di., 19.05.2020, 14:07
Ich hoffte jemand hat hier Erfahrungen, wie man am besten an so eine Person herankommt?
Niemand?

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Scars
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Beitrag Do., 21.05.2020, 08:32

Ausser sie deutlich mit ihrem wenig fürsorglichen Verhalten und der Sachlage zu konfrontieren, dass der Hund ohne Behandlung sehr wahrscheinlich früher stirbt, kannst du denke ich nichts machen. Ich kenne das aus meiner Familie "vernüftig" miteinander reden geht nur mit Personen, wo noch Vernunft vorhanden ist...
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münchnerkindl
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Beitrag Di., 23.06.2020, 09:40

SilberAhorn hat geschrieben:
Di., 19.05.2020, 14:07
Ich hoffte jemand hat hier Erfahrungen, wie man am besten an so eine Person herankommt?
Niemand?
[/quote]



Lass sie in Zukunft in Ruhe.






Naja, sie ist seit Jahren die alleinige Halterin des Hundes. Ich finde, dass die Betreuung des Hundes ihr überlassen werden sollte, so lange nix passiert was echte Vernachlässigung oder Quälen ist. Wenn es jetzt ein fremder Hund wäre, dann wäre die Nichtgabe von sowas ja auch kein grundsätzliches Problem.

Und ganz ehrlich? Ich glaub nicht an die Wirkung eines natürlichen Vitaminpräparats bei so einer entzündlichen Krankheit wenn der Hund ausgewogen ernährt wird.

Ich denke du solltest dich da zurückziehen und ggf auch von der Ex. Es ist nicht mehr dein Hund und evtl ist die Ex auch genervt davon, dass du nun Jahre nach der Trennung immer noch so präsent in ihrem Leben bist.

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SilberAhorn
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Beitrag Di., 23.06.2020, 12:39

Danke kindl.
Wenn die Umstände so wären wie du sie beschreibst, hätte ich sie schon lange in Ruhe gelassen.
Ich betreue /lebe mit den Hund im Schnitt eine Woche pro Monat.
Das findet sie auch gut, weil es ihr ein wenig 'ruhe' gibt und auch weil sie möchte, dass der Hund mit mir in Kontakt bleibt. Im Gegenzug helfe ich ihr mit Kosten für special futter und den Tabletten. Es ist 'unser' Hund.
Ich habe 'Vitamin'tabletten geschrieben, es sind allerdings Gelenkmineralien, die wir einmal ausprobiert haben und auf die der Hund (nur 2/3 von 10 Hunden spricht auf diese an) toll angesprochen hat.
Das letztere hat sie auch so erlebt, weshalb es mir ein Rätsel ist wie sie sich demgegenüber verhällt.

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neuro33
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Beitrag So., 28.06.2020, 00:02

Wenn sie dem Hund bewusst die benötigten Medikamente nicht verabreicht, ist das letzen Endes Tierquälerei und damit ein strafbares Delikt. Mache ihr das klar, wenn das nicht hilft, dann hilft nur mehr der Weg zur Polizei.