Gemeinsames Sorgerecht - Exfrau meines Freundes nervt

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sadsongs
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Gemeinsames Sorgerecht - Exfrau meines Freundes nervt

Beitrag Mo., 03.06.2019, 22:01

Hallo zusammen,

ich bin seit über zwei Jahren von meinem Mann getrennt.

Mit meinem Jobwechsel Anfang des Jahres habe ich mich in meinen Arbeitskollegen verliebt - und er sich in mich. Wir sind jetzt also zusammen, soweit passt das wirklich gut, auch unser gemeinsamer Urlaub war wirklich sehr schön.

Im Leben meines Partners gibt es noch einen 14 jährigen Sohn. Wir verstehen uns auch sehr gut - zumindest, was man für den Zeitraum darunter verstehen kann.

Das Besuchsrecht ist aber nicht wirklich geregelt und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass im Grunde die Exfrau bestimmt, wann das Kind beim Vater ist und wann nicht.

Im Klartext heißt das, dass sich im Prinzip das Besuchsrecht größtenteils nach ihren Wünschen richtet und sie auch spät am Abend anruft und teilweise Vater und den Sohn wegen Kleinigkeiten tyrannisiert (z. B. wegen dem Kauf eines Kleidungsstücks).

Mein Partner ist davon oft sehr genervt, ich kann allerdings nicht wirklich beurteilen, ob er vielmals seinen Ärger schluckt oder das doch nicht so sehr als Grund sieht, ein Fass aufzumachen.....

Ich selbst habe erwachsene Kinder, und ich weiß auch, dass das vielleicht nicht so einfach ist mit dem gemeinsamen Sorgerecht.

Andererseits ist mir mein neuer Partner aber auch wichtig und ich merke, dass mich dieses Theater wütend macht und zur Belastung wird. Die Beziehung ist aber eben auch noch sehr frisch und ich weiß nicht so richtig, wie ich mich verhalten kann.
Zuletzt geändert von Tristezza am Di., 04.06.2019, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Betreffzeile "Ich bin seine zweite" präzisiert. Bitte aussagefähige Betreffzeilen wählen.

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candle.
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Beitrag Mo., 03.06.2019, 22:11

sadsongs hat geschrieben:
Mo., 03.06.2019, 22:01
Andererseits ist mir mein neuer Partner aber auch wichtig und ich merke, dass mich dieses Theater wütend macht und zur Belastung wird. Die Beziehung ist aber eben auch noch sehr frisch und ich weiß nicht so richtig, wie ich mich verhalten kann.
Wenn der Junge eh schon 14 ist, würde ich mich da eher raushalten, weil es einfach absehbar ist, dass das "Theater" ja nicht mehr so lange dauern kann, dann wird der junge Mann wohl seine eigenen Entscheidungen treffen.

Und wenn du dich einmischt, macht es vielleicht noch mehr Unstimmigkeiten, weil du dich irgendwo ja auch gegen ihn stellst, wenn ihm vor Augen gehalten wird, dass er nicht recht durchsetzungsfähig ist.

LG candle
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Pianolullaby
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Beitrag Mo., 03.06.2019, 22:55

Dem Kind gegenüber würde ich sicherlich nichts erwähnen.
Deinem Partner würde ich tatsächlich sagen, dass Du merkst, dass dich das zweifeln lässt,
und Du gerne mit ihm das anschauen würdest.
Klar geht es Dich prinzipiell nichts an, aber es belastet ja auch,
und somit finde ich, dass sich das in einem Gespräch vllt gut klären lässt.
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theweirdeffekt
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Beitrag Di., 04.06.2019, 05:39

Denk ich auch. Der Ton macht die Musik. Vielleicht auch einfach mal fragen wies ihm mit der Situation so geht und dass du bemerkt hast, dass die Ex da ziemlich genaue Vorstellungen hat etc. Ich würd ihm, wie candle auch schon gesagt hat, auf keinen Fall das Gefühl geben, dass er sich nicht durchsetzen kann.

Alles Gute
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Sinarellas
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Beitrag Di., 04.06.2019, 08:49

Ich würde mal zu einem gemeinsamen Zwiegespräch bitten, einfach mal über die Situation bei ihm und dir sprechen. Ausschließlich Kommunikation mit ihm wird zum Erfolg führen.
Gemeinsames Sorgerecht bei getrennten Eltern ist eine unglaublich komplizierte Sache. Da solltest du dich wirklich raushalten, aber der Impakt den du erlebst, den solltest du mitteilen. Was macht was mit dir und wie gehts dir mit konkreter Situation xyz?
Manchmal dauert es eine lange Zeit, bis sich das getrennte Eltern sein irgendwie einspielt und da muss man manchmal unheimlich viel aushalten, weil der Expartner noch nicht so weit ist.
Beispiel:
Eltern 10 Jahre zusammen, die letzten 2 Jahre liefs schon nicht gut, er entscheidet sich sich zu trennen. Dann ist das für den Partner ein totaler Schock, meistens. Er hatte ja schon 2 Jahre Vorlauf und Sie erst ab dem Moment der Trennung. Somit braucht der getrennte Partner mindestens noch die Zeit, wo sich der andere bereits begonnen hat zu lösen.
Dann braucht immer einer der Elternteile ein besonders dickes Fell, eines das emotionale Anfeidnungen usw. aushält. Das kann Wochen, Monate usw. dauern, aber mit Beständigkeit und ganz zaghaftem passivem lenken in die Richtung die man selbst will, so kann es gelingen, dass man in der Zukunft zurecht kommt.
Der neue Partner ist da nunmal hinten dran gestellt. Das ist gut und richtig so, denn das Wohl des Kindes ist wichtig und dazu gehört eben auch, dass die Eltern irgendwie mit einander klar kommen.

Gib dem ganzen mehr Zeit, mehr Verständnis und versuche dich auch in die Mutter reinzuversetzen.
Es ist schrecklich zu sehen, wenn das eigene Kind plötzlich andere Klamotten hat oder Geschenke usw. das ist ein Kontrollverlust für die Mutter die jahrelang sich gekümmert hat und plötzlich kümmert sich vll jemand anderes mit? Egal ob es so ist oder nicht, es ist der Verlust von Kontrolle und damit kann kein Mensch auf Anhieb gut umgehen...
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Lindera
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Beitrag Di., 04.06.2019, 21:57

Hallo,
ich habe meinen Partner damals kennengelernt, als ich so alt war wie Du. Seine Tochter war damals 12 und lebte bei ihm. Es war unheimlich schwierig für mich, denn die Tochter hatte mich von Anfang an nicht akzeptiert. Also war ich diejenige, mit dem 14-tägigen Besuchsrecht, immer dann, wenn sie bei Muttern war.
In die Erziehung habe ich mich nie eingemischt, auch zaghafte "Freundschaftsangebote" wie z.B. einen Kuchen zum Geburtstag backen blieben ohne nachhaltigen Erfolg. Nun ja....
Jetzt ist Tochter schon 20 und lebt nun in ihrer eigenen Wohnung. Die Berührungspunkte mit ihr und der "Ex" sind auf Null geschrumpft. Mein Freund und ich leben nun unsere Beziehung quasi "ohne Anhang".
Was ich dir damit sagen möchte....sitz es aus, halt dich raus.....die Zeit geht unheimlich schnell vorbei.
Grüsse, Lindera