Narzisstische Mutter

Körperliche und seelische Gewalt ebenso wie die verschiedenen Formen von Gewalt (wie etwa der Gewalt gegen sich selbst (SvV) oder Missbrauchserfahrungen) sind in diesem Forumsbereich das Thema.
Benutzeravatar

Ginger73
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 46
Beiträge: 8
Wohnort: Germany
Status: Offline

Re: narzisstische Mutter. Was tun auf Dauer?

Beitrag Fr., 14.02.2020, 01:32

Hallo Sylke,

obwohl es so spät ist, habe ich mich hier gerade noch angemeldet, weil ich mich in deiner Geschichte so sehr wiederfinde. Und auf irgendeine Art und Weise hat mich das beruhigt und mir gut getan, dass auch andere solche Erfahrungen mit ihrer Mutter machen. Im Freundeskreis habe ich eher einigermaßen gesunde Mutter-Kind-Beziehungen. Zwar gibt es dort sicherlich auch verständnisvolle Freunde aber so richtig nachvollziehen kann es halt doch keiner.

Ich bin 46, meine Mutter 76, mein Vater ist auch schon verstorben und auch bei mir gibt es einen Bruder, der der Goldjunge ist bzw. der von den Verhaltensweisen meiner Mutter zwar genauso gekränkt und genervt ist, sie aber nicht konfrontiert. Es gibt übrigens ein Buch zu dieser Thematik: Susan Forward, "Wenn Mütter nicht lieben", vielleicht ist das ja auch etwas für dich.

Auch ich unterstelle meiner Mutter übrigens eine NPS, zwar bin ich keine Psychologin, aber doch in einem ähnlichen Bereich tätig, unterrichte u. a. psychologische Themen und hatte Psychologie als Nebenfach im Studium und habe eine therapeutische Zusatzausbildung. Ich traue mir die Diagnose ungeniert zu. Bei mir gab es zusätzlich Gewalt im Elternhaus von beiden Seiten aus, mein Vater war leider bipolar und verrückterweise trage ich ihm nichts so sehr nach wie meiner Mutter, da ich sie dabei als bewusster und böswilliger erlebte. Ich wurde von ihr eigentlich verbal immer nur runtergemacht, sollte bloß kein Selbstbewusstsein entwickeln und Schläge gab es zuhauf. Ist bis heute aber alles meine "blühende Phantasie", wenn ich sie damit konfrontiere, ich sei immer schon überempfindlich gewesen, ich drehe ihr die Worte im Mund rum etc. Sie fragt mich seit ich denken kann nichts Persönliches, stellt sich immer so dar, als sei sie die beste Mutter gewesen und ich die Rabentochter. Auch ich kenne das, dass sie mich vor ihren Freunden schlecht macht etc. Ich habe seit November wieder einen Kontaktabbruch eingeleitet.

Vor einem halben Jahr habe ich mich von meinem Partner getrennt, der, was mir im Nachhinein erst klar geworden ist, meiner Mutter wahnsinnig ähnlich ist. Keinerlei Empathie, meine Bedürfnisse gab es gar nicht und verbale Entgleisungen, die ich hier gar nicht wiederholen mag.

Das Verrückte an allem ist, dass ich auf der einen Seite genau weiß, dass mir beide Kontakte nicht gut tun, ich aber immer wieder in Zweifel gerate, ob ich nicht doch zu rigoros war, mit meinen Grenzen ziehen, ich nicht doch Schuld haben könnte. Kognitiv ist mir auch klar, dass meine Partnerwahl natürlich mit meiner Geschichte zusammen hängt, ich meine diesen Mann so geliebt zu haben wie noch niemanden zuvor. Ich stehe hier also bei meiner Mutter und bei meinem Ex immer wieder zwischen den Gefühlen von alles richtig entschieden zu haben, Zweifeln, Hoffnung, Wut und Trauer. Und es gibt eine endlose Sehnsucht danach, dass die beiden Einsicht zeigen, sich entschuldigen und doch noch alles gut wird. Eine ganz naive kindliche Hoffnung.

Trotz Therapie habe ich das bisher nicht komplett aufgearbeitet bekommen, kognitiv ist mir alles klar, aber ich kreise immer noch viel zu sehr um meine Mutter und meinen Ex anstatt nur bei mir und meinen Grenzen zu bleiben. Ich habe vor einigen Wochen angefangen zu meditieren, was mir tatsächlich richtig gut hilft und ich glaube, damit auf Dauer die richtige Einstellung entwickeln zu können.

@chrysokoll: Bei dir würde mich sehr interessieren, wie du es geschafft hast, zu akzeptieren, dass es nie so wird wie man es sich erhofft. Wie bist du an den Schmerz herangekommen und wie hast du ihn integriert bekommen? An den Schmerz ran komme ich gut, aber ich werde dann eher von Trauer überschwemmt und bin weit von Vergebung entfernt.

Noch einmal zu dir Sylke: ich hoffe nicht, dass du es so empfindest, dass ich hier dein Thema mit meiner Geschichte sprengen möchte. Mir hat es heute gut getan zu lesen, dass es andere Menschen mit ähnlichen Geschichten und Kämpfen gibt und hoffe, dass es dir ebenso geht, wenn du meine Geschichte liest. Außerdem habe ich das Gefühl, dass du dich genau in demselben Dilemma befindest zwischen Schuldgefühlen, Hoffnung, Wut und Trauer.

Viele Grüße an alle!
Ginger73

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Sylke47
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 47
Beiträge: 23
Wohnort: Waiblingen
Status: Offline

Beitrag Fr., 14.02.2020, 07:54

@Ginger73: Danke auch für Deinen Beitrag. Nein, Du sprengst doch nicht mein Thema. Tut mir auch gut, Deine Geschichte zu lesen, da ich darin auch so vieles in mir erkenne, was Dich betrifft oder die Erzählung der Verhaltensweisen Deiner Mutter.
Auch was die Trennung Deines Partners anbelangt. Meiner war auch borderliner und ich bin froh, es geschafft zu haben, dass ich für immer von ihm losgekommen bin u all seinem Betteln und Inszenieren von Dramen standgehalten habe. Ich glaube einfach, Zeit heilt alle Wunden, aber anfangs ist es halt hart u benötigt Zeit.
Wichtig ist, dass man das ganze Konstrukt erkennt. Ich hatte auch einige Partner mit krankhaften Persönlichkeitsstörungen.
Habe auch einen Beruf, indem ich in Seminaren schon unterschiedliche Persönlichkeitsstörungen gelehert bekommen habe, da ich mit solchen Kunden meines Berufes teilweise zu tun habe, obwohl ich keine Psychologin/Therapeutin bin.
Mein jetztiger Partner, mit dem ich seit ca. 4 Jahre zusammen bin ist wirklich herzlich, liebevoll, super Charakter, empathisch, fürsorglich, voller Liebe, passt alles. Somit habe ich das Muster durchbrochen, nur psych. kranke Partner kennenzulernen.

Für Dich ist es jetzt natürlich doppelt schwierig mit Trennung des Partners und der Mutter.
Hat Deine Mutter auch immer versucht, hinter Deinem Rücken Dich beim Partner oder Freunden schlecht zu machen?
Meine hat das immer versucht u meinen jetztigen Partner hatte ich nur 3x in 4 Jahren zu meiner Mutter mitgenommen und ihm alles erzählt wie sie ist. Denn vor mir sagt sie nichts. Das würde sie tun, wenn ich auf dem kurz auf dem WC wäre oder sonstige Gelegenheit mit ihm hätte. Aber mein Freund hält zu mir u lässt sich nicht manipulieren. Hatte ihm ja von Anfang an alles erzählt über meine Mutter.
Eigentlich hätte ich mit meinem Bruder ein gutes Verhältnis, aber auch da habe ich mich entfernt, weil er seit Vater`s Tod nicht nur an Mutter`s Rockzipfel hängt, sondern ihr auch alles verpetzt hat, was ich ihm über sie gesagt habe u nichts für sich behalten kann. Meine Mutter hat regelrecht einen Keil zwischen uns getrieben, daher habe ich auch den Kontakt zu ihm abgebrochen. Im Prinzip habe ich jetzt keine Familie u Verwandtschaft mehr, dafür gute Freunde/Freundeskreis/Beruf.

Falls Sie mir am Sonntag per whatsapp nicht zum Geburtstag gratuliert, fällt es mir umso leichter, nicht an Ostern, Muttertag, Geburtstag u Weihnachten zu kommen.

Aber Deine Zweifel kenne ich zu gut, man denkt dann selbst, ob man zu hart war, zu sensibel oder doch falsch handelt usw. Aber ich denke mit viel Abstand kann man das dann besser erkennen, dass es das Richtig ist, was man tut.
Natürlich weiß ich nicht, ob mein Bruder emotional abhängig von ihr ist, Mitleid hat, ihm ohne Mutti langweilig ist oder ihm das fette Erbe zu wichtig ist u daher an ihrem Rockzipfel hängt. Oder alles zusammen.
Freunde hat er keine, nur eine von ihm unterdrückte Partnerin, die im Rollstuhl sitzt u schwer krank ist und über den Job jammert er täglich, ändert aber auch nichts.
Und es ist bequem täglich bei Mutti 2x zu essen. Mutti liebt es ja ihn zu bekochen.

Mein Plan ist jetzt, erstmal gar keinen Kontakt zu haben und falls sie sich nicht meldet, hat es sich für immer erledigt und wenn sie sich meldet nur an wichtigen Festtagen zu kommen. Wenn sie wieder anfängt, dann lasse ich sie stehen u gehe.

Benutzeravatar

chrysokoll
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 45
Beiträge: 822
Wohnort: Bayern
Status: Offline

Beitrag Fr., 14.02.2020, 12:22

Ginger73 hat geschrieben:
Fr., 14.02.2020, 01:32

@chrysokoll: Bei dir würde mich sehr interessieren, wie du es geschafft hast, zu akzeptieren, dass es nie so wird wie man es sich erhofft. Wie bist du an den Schmerz herangekommen und wie hast du ihn integriert bekommen? An den Schmerz ran komme ich gut, aber ich werde dann eher von Trauer überschwemmt und bin weit von Vergebung entfernt.
danke für deine Nachfrage.
Ich musste das alles mühsam und in jahrelanger Therapie lernen und auch hart an mir selber arbeiten, immer wieder üben, immer wieder Rückschläge.
Aber jetzt ist es gut so, wir haben sehr sehr losen Kontakt, ich ziehe eisern meine Grenzen.

Geholfen hat mir wirklich Abstand und immer klar reagieren. Sofort gehen wenn sie anfängt, nicht auf die Sticheleien eingehen.
Meine Mutter hat keinen Funken Selbstkritik, sie ist niemand der etwas einsieht, aber sie merkt sehr genau bei wem sie was machen kann und bei wem nicht.

Ich hab übrigens auch einen Bruder der das Goldstück ist!

Geholfen hat mir auch dass ich eine Tochter habe, bei der ich das wirklich anders machen wollte, was mir gelungen ist (hoffe ich)

Benutzeravatar

chrysokoll
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 45
Beiträge: 822
Wohnort: Bayern
Status: Offline

Beitrag Fr., 14.02.2020, 12:29

und Sylke, mir fällt auf dass du immer noch hoffst und immer noch nur reagierst.
Wenn sie nicht gratuliert DANN machst du dies und das.

Für mich war es wichtig die Entscheidungen klar zu treffen und nicht mehr von ihr abhängig zu machen und von ihrem Verhalten.
Wenn DU keinen Kontakt willst dann lass es, unabhängig davon wie sie sich grad verhält.

Und mir hilft es auch auf ihre hingehauenen Sätze anders zu reagieren.
Meine hat das auch drauf, ich würde ja gar nicht merken wenn sie stirbt.
Ich sag da drauf: "Stimmt. Aber noch lebst du ja."
Damit ist für sie der Wind aus den Segeln

Benutzeravatar

Ginger73
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 46
Beiträge: 8
Wohnort: Germany
Status: Offline

Beitrag Fr., 14.02.2020, 18:24

Hallo Sylke,

schön, dass du einen passenden Partner und gesunde Beziehung gefunden hast. Ich bin gerade ganz stolz, dass ich trotz der Rückgewinnungsversuche und Manipulationen meines Ex standhaft bleibe, auch wenn zwischendurch Zweifel kommen, bin ich nicht eingeknickt. Er versucht es immer wieder, mich zu Treffen zu überreden und wenn ich aber standhaft bleibe, kommen sofort wieder verbale Angriffe der übelsten Sorte. "Ob ich wüsste, dass mich alle für gestört halten, dass ich krank im Kopf wäre und nicht verzeihen könne, dass jeder Mann das früher oder später in mir entdecken werde, niemand mich je ehren und schätzen werde, er mittlerweile verstehe, warum meine Eltern mich früher geschlagen haben, weil ich ja für niemanden auszuhalten sei" und so weiter und so fort.... Das war schon hart alles, aber wie gesagt, glücklicherweise bleibe ich standhaft und weiß, dass so niemand mit mir umgehen darf.

Ich hatte vor mittlerweile 20 Jahren eine 7-jährige Beziehung, die gut funktioniert hat und mein damaliger Freund konnte es kaum aushalten, wie meine Mutter mit mir umgegangen ist. Dummerweise habe ich mir nach diesem Freund nur noch emotional unzugängliche Männer gesucht, anscheinend muss ich da noch etwas aufarbeiten.

Und oh ja, ich kenne das von meiner Mutter, dass sie versucht hat mich schlecht zu machen, eigentlich bei allem und jedem. Sie hat es aber noch nicht mal groß hinter dem Rücken versucht, schon als Kind, wenn ich bei Freunden zu Besuch war und sie mich abholte und Eltern zu ihr sagten, was für ein nettes Kind ich sei, kamen Kommentare, wie: "Da müssten sie sie mal zu Hause erleben, ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll." Oder mein Vater, der regelmäßig cholerische Anfälle bekam und alles um sich warf, wie gesagt, er war bipolar, da erzählte meine Mutter im Nachhinein Leuten, dass ich es absichtlich provoziert hätte, dass mein Vater so ausrastet. Zu mir sagte sie dann gerne, wenn wir uns vor ihm einsperren mussten: "Hast du es wieder geschafft!" So übel, da war ich vielleicht 5 Jahre alt. Während ich das schreibe, merke ich da doch eine gehörige Wut in mir. Ich war Schuld an allem. Wenn mein Vater mal "normal" war, muss ich aber sagen, dass ich zumindest in kurzen Momenten von seiner Seite aus so etwas wie Liebe für mich gespürt habe, wir haben auch manchmal miteinander gekuschelt. Wenn meine Mutter das sah, gab es eisige Blicke und ich wurde tagelang mit Ignoranz bestraft. Sie schien da eifersüchtig. :kopfschuettel:

Eine schöne Manipulation meiner Mutter ist auch immer, dass sie gerne erzählt, was irgendwelche anderen Töchter Tolles für ihre Mutter machen, Sätze wie (Namen frei erfunden): "Ach die Sabine, die kommt jeden Tag zu ihrer Mutter und geht mit ihr mit dem Rollstuhl spazieren, die ist so lieb." Oder: "Die Tanja, die hat ihrer Mutter zum Geburtstag eine ganz tolle Reise geschenkt, die sie mit ihr zusammen macht, das ist so ein liebes Mädchen." Subtext ist natürlich klar: "Guck mal, was andere Töchter alles super machen, im Vergleich zu dir." Ja Mutter, danke, Botschaft verstanden! Meine Reaktion darauf ist immer: "Oh ja, die Frau Meier oder Schmidt, ist auch eine ganz liebe Mutter, kann ich verstehen, dass die Tochter das gerne macht."

Bei mir gibt es außer Bruder und Mutter auch keine Familie mehr. Und meinem Bruder ist auch einfach nicht richtig über den Weg zu trauen. Auf der einen Seite ist er angenervt, meine Mutter lästert bei ihm über mich, bei mir über ihn. Ich bin ihm gegenüber dann immer loyal gewesen und habe ihn verteidigt, von meinem Bruder kann ich das andersherum leider nicht erwarten. Er wählt immer den Weg des geringsten Widerstandes. Manchmal trauere ich darüber sehr, da kommen immer mal wieder diese kindlichen Anteile, die sich so sehr eine harmonische Familie gewünscht hätten.

Ich befürchte übrigens auch, dass meine Mutter mich enterben wird bzw. es schon gemacht hat. Muss ich einfach drüber stehen und mich nicht mehr von ärgern lassen, wobei es mich zeitweise wahnsinnig gemacht hat, weil ich schon als Kind die einzige Person war, die unser Haus geputzt und aufgeräumt hat. Hinzu kommt bei mir noch, dass meine Mutter wirklich ein Messie ist, das Haus komplett verkommen und vermüllen lässt.

Teil 2 folgt, war zu lang...

Benutzeravatar

Ginger73
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 46
Beiträge: 8
Wohnort: Germany
Status: Offline

Beitrag Fr., 14.02.2020, 18:26

Teil2: Gerade während ich schreibe, muss ich mich fast kaputt lachen, ich denke gerade selbst, das hört sich alles komplett unglaubwürdig an, Mutter Narzisstin, Gewalt, Messie, Vater bipolar, Ex-Partner keine Ahnung, was für eine Störung, aber ich schwöre hier hoch und heilig, ich übertreibe nicht, es ist so. :lol: Oh Mann! Und darauf bin ich manchmal echt stolz, dass ich trotz aller Umstände es geschafft habe, zu studieren, wollten meine Eltern nicht, einen Beruf und gute Freunde habe. Ich habe immer gekämpft, hatte jahrelang ganz schlimme Panikattacken und habe es geschafft, diesen immer wieder zu trotzen und mich Situationen auszusetzen, die mir große Angst gemacht haben.

Und aktuell habe ich das Gefühl, dass ich noch mal einen Quantensprung der Persönlichkeitsentwicklung durchmache, provoziert durch diese letzte Beziehung. Ich arbeite an meinem Selbstwert und meiner Selbstliebe und schaue mir ganz bewusst meine Schattenthemen an. Und die Meditation hilft mir so sehr dabei, mehr bei mir zu bleiben, viel ruhiger zu werden und mich von meinen Ängsten nicht mehr übermannen zu lassen.

@chrysokoll: Wie sah denn diese harte Arbeit an dir aus? Welche Therapieform hast du gemacht? Hast du dich auch mit Meditation o.ä. beschäftigt? Und zu den Sätzen deiner Mutter, du würdest ja nicht merken, wenn sie stirbt, das ist natürlich auch Manipulation und der Versuch, dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Merkst du da gar keinen Ärger mehr in dir?

Mannomann, Mütter, die können einem das Leben echt zur Hölle machen! :evil:

Liebe Grüße!
Ginger

Benutzeravatar

chrysokoll
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 45
Beiträge: 822
Wohnort: Bayern
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 14:19

Ginger73 hat geschrieben:
Fr., 14.02.2020, 18:26

@chrysokoll: Wie sah denn diese harte Arbeit an dir aus? Welche Therapieform hast du gemacht? Hast du dich auch mit Meditation o.ä. beschäftigt? Und zu den Sätzen deiner Mutter, du würdest ja nicht merken, wenn sie stirbt, das ist natürlich auch Manipulation und der Versuch, dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Merkst du da gar keinen Ärger mehr in dir?

Mannomann, Mütter, die können einem das Leben echt zur Hölle machen! :evil:

Liebe Grüße!
Ginger
Unsere Mütter scheinen sich wirklich sehr ähnlich zu sein.
Die harte Arbeit an und in mir dauerte viele Jahre, einfach war das nicht, mit Hilfe von Therapien, einmal Verhaltenstherapie und einmal tiefenpsychologisch.
Wobei es da glaube ich auf die Therapieform nicht so ankommt.

Motivation war auch immer meine Tochter, bei der ich es wirklich anders machen wollte.

Mit Meditation hab ich mich nicht beschäftigt, das liegt mir einfach nicht, aber das ist sicher individuell unterschiedlich.
Heute hab ich keinen Ärger mehr in mir oder so gut wie keinen mehr.
Wenn sie mich ärgert, nervt, zieh ich mich noch weiter zurück.
Gut ist dass ich das Gefühl habe ich hab die Fäden des Kontakts in der Hand.

Und ich hab mir da einen eigenen Kommunikationsstil angewöhnt und lasse sie auflaufen.

Sagt sie ich würde nicht merken wenn sie tot ist sag ich "ja das stimmt"
Sie sagt auch immer ähnliche Sätze wie von dir geschilder, etwa dass die Sabine jeden Tag ihre Mutter besucht.
Ich sag dann nur "oh das ist ja schön von Sabine"
Nichts weiter, nicht drauf eingehen, keinen Satz.

Sagt sie ich hätte ja nie Zeit für sie dann verkneif ich mir zu erklären wie viel ich arbeite oder dass ich wegblieb weil sie so fies zu mir ist sondern sag wieder nur "ja du hast recht"

Oder wenn sie erklärt die Nachbarstochter hätte ja sooo einen guten Job (und mir damit natürlich reindrücken will was für eine Versagerin ich bin) sag ich "das freut mich für die Birgit"

Es ist nicht leicht, aber damit geht es tatsächlich!


Coriolan
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
anderes/other, 80
Beiträge: 552
Wohnort: Deutschland
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 14:29

chrysokoll hat geschrieben:
Sa., 15.02.2020, 14:19
Und ich hab mir da einen eigenen Kommunikationsstil angewöhnt und lasse sie auflaufen.

Sagt sie ich würde nicht merken wenn sie tot ist sag ich "ja das stimmt"
Sie sagt auch immer ähnliche Sätze wie von dir geschilder, etwa dass die Sabine jeden Tag ihre Mutter besucht.
Ich sag dann nur "oh das ist ja schön von Sabine"
Nichts weiter, nicht drauf eingehen, keinen Satz.

Sagt sie ich hätte ja nie Zeit für sie dann verkneif ich mir zu erklären wie viel ich arbeite oder dass ich wegblieb weil sie so fies zu mir ist sondern sag wieder nur "ja du hast recht"

Oder wenn sie erklärt die Nachbarstochter hätte ja sooo einen guten Job (und mir damit natürlich reindrücken will was für eine Versagerin ich bin) sag ich "das freut mich für die Birgit"

Es ist nicht leicht, aber damit geht es tatsächlich!
Es ist schlimm, wenn man so behandelt wird. Ich möchte das absolut nicht ins Lächerliche ziehen.

Aber als ich mir das grad bildlich vorstellte, (wie deine Mutter anfängt, zu sticheln und du ihr so den Wind aus den Segeln nimmst) musste ich einfach lachen! Danke dafür!
Behinderung/Erkrankung ist eine Erklärung für Vieles, aber keine Entschuldigung für Alles.


mio
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 44
Beiträge: 10878
Wohnort: Norddeutschland
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 18:04

chrysokoll hat geschrieben:
Sa., 15.02.2020, 14:19
Nichts weiter, nicht drauf eingehen, keinen Satz.
Dem kann ich mich nur anschließen: Die implizite Botschaft konsequent ignorieren, dann geht es. Nicht nur mit "narzisstischen Müttern", sondern mit "Narzissten" generell.

Meine Tante ist so eine "Hardcorevertreterin" und meint zB. dauernd über mein "Äußeres" urteilen zu können. Früher tat sie das durch so "versteckte Beleidigungen", heute tut sie es durch "versteckte Komplimente/Jammereien". Letztlich will sie aber vor allem eines: Das Verhältnis zwischen sich und mir "dominieren". Nur dass wir gar kein "Verhältnis" haben. :anonym:

Vor nicht all zu langer Zeit "beneidete" sie mich mal um meine Frisur (ich hatte die Haare einfach nur streng nach hinten gedirndelt, also von Frisur kann eigentlich gar keine Rede sein, vor allem nicht wenn man das mit ihrer stets penibel und ängstlich begutachteten und dauernd betonten und wöchentlich ondulierten Schauerwelle vergleicht) und sagte: "Ach, sowas würde ich auch gerne tragen können..." Klar erwartete sie von mir, dass ich ihr sage wie schön und gut im Vergleich IHRE Frisur doch immer so wäre...habe ich aber nicht. Statt dessen habe ich ihr zugestimmt: Stimmt, es kann halt nicht jeder alles tragen.

DER Blick war GOLD wert. :lol: Ich glaube die sagt nie wieder sowas zu mir. :anonym:

Benutzeravatar

chrysokoll
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 45
Beiträge: 822
Wohnort: Bayern
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 18:33

danke!
Es tut mir gut zu hören dass auch andere dann so kommunizieren (müssen).
Mit meiner Mutter ist das die einzige Möglichkeit.

Wenn sie richtige Fiesheiten rauslässt (und das tut sie laufend) und ich sie z.B. frage warum sie das macht oder dass mich das kränkt sagt sie "ja man wird doch wohl noch mal was sagen dürfen"
Also völlig sinnfrei da zu sagen wie es ankommt

Daher bleib ich eisern bei "ja das stimmt" "ja, da hast du recht" etc.

Sie kommentiert auch sehr gerne mein Aussehen, sagt dass ich in dem Kleid echt fett aussehe oder wenn ich Farbe trage wie ein Papagei aussehe. Und wenn ich dunkel trage kommt "du schaust aus wie der Tod"

Meine Antwort, auch wenn es schwer fällt bleibt bei "ja das stimmt"
Und dabei setzte ich dann einen Blick auf wie das ansonsten nur unsere Therapeuten können, so wissend-neutral-interessiert *ggg

Dann schüttelt sie sich wie ein Hund den ein paar Wassertropfen getroffen haben.
ja, ist dann auch von meiner Seite aus fiese Kommunikation, aber anders geht es nicht.

Manchmal kommt sie an mit "man" könne sowas doch nicht tragen oder nicht so rumlaufen
Da sag ich dann auch schon mal "stimmt. In deinem Alter würd ich das nicht mehr anziehen"


mio
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 44
Beiträge: 10878
Wohnort: Norddeutschland
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 19:01

chrysokoll hat geschrieben:
Sa., 15.02.2020, 18:33
Also völlig sinnfrei da zu sagen wie es ankommt
Ja, das ist völlig sinnfrei. Es WIRD einfach eh nicht verstanden, da FEHLT einfach was, so traurig das im Grunde ist.

Meine Mutter ist kein ganz so "heftiger Fall", aber auch ihr fehlt da die ein oder andere Fähigkeit, nur dass sie sich im Grunde wirklich bemüht. Können tut sie trotzdem nicht, leider. Ich steh da jedes Mal wieder davor und fragen mich: What? Nicht Dein Ernst dass Du das jetzt nicht verstehst. Aber sie versteht es wirklich nicht, auch ganz OHNE es böswillig zu wollen. Sie hat es einfach nie gelernt und jetzt ist es zu spät.

Was sie lernen kann sind "Vorschriften", die müssen aber echt GANZ GANZ klar und eindeutig formuliert sein. Sobald was "Situationsangepasst" werden muss scheitert sie kläglich weil sie den "Zusammenhang" nicht versteht. Sie kapiert das einfach wirklich nicht.

Ich hatte vor Jahren mal einen fiesen Streit mit ihr weil sie immer ohne anzuklopfen oder "Guten Morgen" zu sagen wie selbstverständlich in meiner Wohnung in mein Schlafzimmer gekommen ist (da hatte sie am Abend vorher einen Wäscheständer geparkt mit meiner Wäsche von der SIE meinte, dass die JETZT gewaschen werden muss...) wenn sie zu Besuch war um "die Wäsche zu kontrollieren" und mir wie "nebenbei" mitzuteilen dass ich doch jetzt mal aufzustehen hätte und mir da echt die Hutschnur geplatzt ist. Ich habe ihr dann gesagt wie ICH mir das so vorstelle: Also anklopfen, guten Morgen sagen, mir sagen wie spät es ist oder mich fragen wann ich aufstehe...und eben nicht: Ohne Ankündigung und Wort reinkommen, an der Wäsche rumfummeln und mich ankacken ob ich nicht mal endlich aufstehen will...

DAS hat (nachdem sie 4 Wochen geschmollt hat und sich nicht mehr bei mir gemeldet) dann auch sehr gut funktioniert. Bis es irgendwann mal eine "unklare" Situation gab. Sie hatte geklopft und auch "Guten Morgen" gesagt (also ALLES RICHTIG gemacht), ich habe sie aber nicht gehört und bin erst aufgewacht als sie das "Programm" schon abgespult hatte und hab sie einfach nur "verdattert" angesehen, weil ich noch im Halbschlaf war. Weder habe ich etwas gesagt noch war ich böse oder so... Und da fing sie dann - irgendwie völlig irre - an wie so ein kleines Kind regelrecht hysterisch auf und ab zu "hüpfen" (sie ist nicht wirklich gehüpft, aber es hatte was davon so vom Habitus her) und zu sagen: "Ich hab aber angeklopft! Ich hab aber "Guten Morgen" gesagt..." DAS war gruselig, also so wirklich wirklich gruselig.

Es gab noch öfter mal solche Situationen und immer wenn ich dann sage: Hey, alles gut. Ich habe doch GAR NICHTS gesagt! habe ich das Gefühl dass sie auch das dann gar nicht versteht. Wie so ein "Film" in dem sie dann steckt: "Ich habe geklopft", "Ich habe Guten Morgen gesagt..." ...ähm, ja? HAB ich das GERADE bestritten?

Es ist echt nicht leicht zu verstehen, aber ich glaube, es ist einfach eine Unfähigkeit. Und zwar so eine fundamentale, dass mir die Leute teils sogar leid tun. Zumindest mag ich mir nicht vorstellen wie es sein muss so zu SEIN. Ewig unverstanden...sozusagen...und gefangen darin.

SCHÖN kann das nicht sein, aber für mich ist es halt auch nicht schön mich damit dann auseinanderzusetzen wenn eh nix dabei rum kommt an "Fortschritt".

Also ist es einfach wie es ist und Abstand macht das was ist - zumindest für mich - besser erträglich.

Benutzeravatar

Ginger73
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 46
Beiträge: 8
Wohnort: Germany
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 19:26

Haha, chrysokoll, "Man wird doch wohl noch mal was sagen dürfen", kenne ich wortwörtlich auch. Vorzugsweise aber kommt: "Man weiß ja gar nicht mehr, was man noch sagen darf, du bist immer so empfindlich." Mit diesen Sticheleien komme ich eigentlich schon länger ziemlich gut zurecht, ich finde das manchmal sogar wirklich witzig.

Eine Anekdote teile ich jetzt noch: Meine Cousine hatte geheiratet, ich war nicht auf der Hochzeit aber meine Mutter. Diese erzählte mir danach, Namen mal wieder frei erfunden: "Die Maria sieht aus wie du, habe ich zu ihr auch gesagt, du bist wie unsere Ginger, oben nix aber nen dicken Hintern." Meine Antwort war: "Da wird die Maria sich aber sehr gefreut haben über das Kompliment." Das ist manchmal so absurd, dass ich mich echt kaputt lachen muss.

Das einzige, was mich bis heute bekloppt macht, ist die Tatsache, dass die Freunde meiner Mutter und unsere alten Nachbarn, meiner Mutter wirklich glauben. Die denken, meine Mutter sei ein herzensguter Mensch und sie wäre mit mir als Tochter unglaublich schlimm dran. Deswegen kann ich bei meiner Mutter leider nicht sagen, dass sie es nicht kann, sie kann es sehr wohl bei anderen Leuten, nur leider bei mir nicht.

Ein schönes Wochenende euch!
Ginger


mio
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 44
Beiträge: 10878
Wohnort: Norddeutschland
Status: Offline

Beitrag Sa., 15.02.2020, 21:22

Ginger73 hat geschrieben:
Sa., 15.02.2020, 19:26
Deswegen kann ich bei meiner Mutter leider nicht sagen, dass sie es nicht kann, sie kann es sehr wohl bei anderen Leuten, nur leider bei mir nicht.
Na ja, "können" würde ich das jetzt nicht nennen, weil das "können" das ich meine eben echte Einfühlung und auch so was wie ein Gewissen beinhaltet. Und das können die halt nicht.

Was sie können ist beobachten: Was muss ich tun, damit andere so reagieren wie ich das will? Also manipulieren.

Deinen Mutter will ja gar nicht dass Du Dich gut fühlst, warum sollte sie das auch wollen? Immerhin bist Du die lebende Reinkarnation ihrer schlechten Anteile. Der lebende Beweis dafür, dass SIE schlecht ist und das muss doch BEKÄMPFT werden, in Dir. ;-) Damit tut sie DIR doch nur etwas Gutes! Sie bewahrt Dich doch nur vor all dem Übel das andere über Dich denken (vor allem was sie über sich selbst denkt und auf Dich drauf projiziert).

Diese "Äußerlichkeiten" Nummer kenne ich von meiner Mutter auch: Also an ANDEREN kann ich so kurze Kleider ja gut sehen, DA gefällt mir das. Aber an Dir, an Dir kann ich das nicht sehen. Dir STEHT das einfach nicht, diese Beine...

Ist gut Mutter, ich mag meine Beine. Wenn Du ein Problem damit hast dann schau halt weg. (Mutter beleidigt weg geh, sich "unverstanden" und zu Recht vor den Kopf gestoßen fühlend. Mio denkt sich :stupid: )

Benutzeravatar

Ginger73
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 46
Beiträge: 8
Wohnort: Germany
Status: Offline

Beitrag So., 16.02.2020, 00:35

Hallo Mio,

du hast ja auch wirklich "schöne" Muttergeschichten zu bieten. Gibt ja viel mehr von der Sorte als gedacht. :kopfschuettel:

Ich komme jetzt mal zurück zu Sylkes Ursprungsfrage, wie geht man damit auf Dauer um? Ja, auf der einen Seite dieses nicht an sich ran lassen, mit diversen Kommunikationsstrategien den Wind aus den Segeln nehmen aber ich glaube auch, zumindest für mich, das mag bei jedem anders sein, sich mit sich selbst und diesen Kränkungen auf welcher Ebene auch immer auseinandersetzen, bis man für sich wirklich auch fühlt, dass man sich selbst wirklich tief in sich drin in Ordnung findet und auch, die Trauer zulassen, dass man leider keine gesunde Mutterbindung bekommen hat.

Ich arbeite daran noch sehr, mir hilft dabei vor allem halt das Meditieren und ich merke, dass ich dadurch dann einfach einen natürlichen Abstand von meiner Mutter bekomme und nicht mehr bewusst "Taktiken" anwende, sondern wirklich bei mir bleibe.

Weiß nicht, wie ich das besser in Worte fassen soll. Ist auf jeden Fall noch ein längerer Weg bei mir.

Gute Nacht!
Ginger


mio
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 44
Beiträge: 10878
Wohnort: Norddeutschland
Status: Offline

Beitrag So., 16.02.2020, 00:48

Ginger73 hat geschrieben:
So., 16.02.2020, 00:35
Gibt ja viel mehr von der Sorte als gedacht. :kopfschuettel:
Ja, definitiv. Und es hat halt auch "Geschichte". Leider.

Für meine Begriffe - um auch noch mal auf den Ausgangspunkt zurückzukommen - macht es auch Sinn sich mal die Zusammenhänge anzusehen.

Diese Mütter wurden ja auch nicht "böse geboren" - was nicht meint, dass man sich das gefallen lassen sollte oder so - sondern sie haben auch "Geschichte". Es gibt auch hier Zusammenhänge. Und wenn man selbst so weit ist, dass man das "persönliche" loslassen kann, weil man weiss, dass es halt nix persönliches ist, dann hat man einfach auch ein bisschen mehr Abstand, und ABSTAND ist was das angeht meiner Meinung nach das A und O.

Meine Mutter wurde selbst so erzogen, sogar noch wesentlich schädlicher als ich, vermute ich mal nachdem was sie so erzählt hat. Mein Vater hingegen hat etwas völlig anderes erlebt und war da auch nie "einverstanden" mit dem was sie da so propagierte. Und na ja, immerhin wusste meine Mutter noch instinktiv dass er es "richtiger" macht, auch wenn sie das allein - er ist früh verstorben - nicht aufrecht erhalten konnte, weil halt nur "Theorie" und nicht "gelebte Praxis".

Es ist schwierig, denn so ganz "richtig" kann man es im "Nachhinein" wohl nicht mehr machen, der Zeitslot ist ein Stück weit zu und je näher man dran ist desto schwieriger wird es. Liegt wohl in der "Natur der Sache".

Nehmen was ist, das ist wohl das einzige was geht. Und den Abstand wahren, den man individuell braucht.