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Auf ein Neues!

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Thread-EröffnerIn
Monali
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Auf ein Neues!

Beitrag Di., 16.07.2019, 12:36

Da meine Vorstellung durch das fehlerhafte Update der System-Software verschwunden war, poste ich auf ein Neues:

Hallo,
als nicht mehr junge, aber beileibe nicht alte Frau, lebe ich mit meinem Mann in ländlicher Gegend.
Mein Interesse gilt den Menschen: Warum sind wir so wie wir sind und handeln so, wie wir es tun? Auf diese spannenden Fragen liefert die Psychologie Antworten.

In einer Gesprächstherapie, die etwas ein Jahr dauerte und die ich machte, um mit einer schweren Erkrankung besser umgehen zu lernen, habe ich viel über mich und mein Umfeld erfahren.

An diesem Forum gefällt mir die Vielseitigkeit der Themen und die Hilfsbereitschaft der User auf die Fragen und Probleme der MitschreiberInnen einzugehen. Im Großen und Ganzen scheint hier ein wertschätzendes Miteinander zu herrschen, was auch mein Bestreben sein wird.

;) Wollt Ihr mich in Eurer Mitte aufnehmen?
Gruß Monali
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.
Johann Wolfgang von Goethe

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Leo-01
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Beitrag Mi., 24.07.2019, 10:37

Hallo Monali,

herzlich willkommen hier im Forum.

Dein "Auf ein Neues!" hatte mich zunächst annehmen lassen, daß Du hier im Forum schon mal warst, dann abgetaucht bist und jetzt wieder auftauchst. Daß dem nicht so ist, wurde dann ja im Vorstellungstext deutlich.

Bemerkenswert finde ich, daß Du, genauso wie ich, ein vertieftes Interesse am "Menschen an sich" hast. << Warum handeln wir so wie wir es tun? >> ist ja eher eine tiefen-psychologische denn eine philosophische Fragestellung.

Du erwähntest eine eigene schwere Erkrankung, womit ich als positiv denkend sofort assoziiere, daß solche Lebensschatten manchmal notwendig sind, um das wahre Licht (das, was man wirklich zutiefst im eigenen Inneren will) erst zu erkennen.

Ihr wohnt also in ländlicher Gegend. Und damit lebt ihr das, was immer die NATUR des/im Menschen ausmachte: "ein Teil der Natur seiend - und in dieser lebend". Wie weit .. aber ... hat die Menschheit sich davon entfernt, die dem ländlichen Bereich entflieht, um in Großstädten zuhauf + gestapelt zu leben. In Betonwüsten. Teilweise in zig Etagen übereinander gestapelt! Ich frage mich, ob dieser Zustand nicht auch dafür mit-verantwortlich ist, daß es so viele "neurotische", unzufriedene Menschen gibt.

Bist Du Dir dieser Deiner Wohn-Exklusivität bewußt?

LG - Leo



*** Der Ruf des Lebens an uns wird niemals enden (H. Hesse)
*** Ich betrachte mein Leben als einen l e b e n s l a n g e n, unvollendeten Entwicklungs-Prozess (gemäß d. Individuation / C.G. Jung).
*** Nichts ist so wie es scheint zu sein! (Leo)

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Thread-EröffnerIn
Monali
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Beitrag Do., 25.07.2019, 10:32

Hallo Leo,

danke für deine freundlichen Willkommensgrüße und das detaillierte Eingehen auf meinen Beitrag. Ich war bereits fast auf dem Absprung, um dieses Forum wieder zu verlassen, habe mich jetzt jedoch entschlossen, noch etwas zu bleiben und mich erneut umzuschauen.

Um zu verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie es tun, halte ich es für wichtig, zuerst bei sich selber zu schauen. Wie wir unsere Mitmenschen beurteilen, hat meiner Meinung nach, mehr mit uns selbst zu tun (mit unseren Erfahrungen und unserer persönlichen Geschichte), als mit dem, den wir möglicherweise in eine Schublade stecken, in die er gar nicht hineingehört.
Manchmal ist uns unser Gegenüber ähnlicher als es uns lieb ist und wie Goethe es einst formulierte: „Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.“
In dem Sinne verstehe ich auch einen Beitrag von dir, den ich gestern in einem Thread gelesen habe: „Wo der Schmerz ist – ist der Weg!“ Da ging es um Worte, die dich beim Lesen triggern und dir zeigen, woran du in dir zu arbeiten hast.

Meine Erkrankung, die mich seit über 30 Jahren begleitet, als positiven Lebensschatten zu begreifen, fällt mir jedoch schwer. Eine tiefere Botschaft habe ich in all den Jahren nicht erkennen können. Gelernt habe ich, damit zu leben, nicht daran zu verzweifeln und das Beste aus dem zu machen, was ich noch kann.

Unser Leben im Grünen genießen wir und können es uns nicht anders vorstellen. Ist uns nach Trubel zumute, bleibt uns die Möglichkeit, ihn in der Nähe liegenden Großstadt zu finden.
Ein Privileg ist sicher, dass wir die Wahl haben, dort leben zu können, wo wir uns wohlfühlen. Das ist nicht jedem gegeben.

Liebe Grüße,
Monali
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.
Johann Wolfgang von Goethe