Grosse Angst vor Creutzfelt Jakob Krankheit (CJK)

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.

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kslijng
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Grosse Angst vor Creutzfelt Jakob Krankheit (CJK)

Beitrag So., 13.10.2019, 20:19

Guten Tag

Ich habe sehr grosse und auch übertriebene Angst betreffend CJK (Variant CJK) Ich habe ganze Literaturen und alle Fallberichte gelesen und mich umfassend über monate über die Krankheit befasst... jede Form der Krankheit und alle Beschwerden und Symptome die vorkommen können... Ich habe so dermassen Angst das ich meinen geliebten Job verloren habe.
Habe glaub auch psychogene Myoklonien entwickelt..

Ich bin am 26.04.1998 geboren. Ist da das Risiko noch gross sich mit kontramierten Fleisch zu infizieren?
Ich hatte 1998 im Mai eine OP wegen einer Magenpförtnerenge. Ich hatte nun Angst das Catgut verwendet wurde (Wurde Verboten ab 2001) Gemäss Spital Winterthur ist dies ausgeschlossen, da Catgut nicht mehr verwendet wurde. Nun habe ich Angst das ich allenfalls durch OP Besteck infiziert wurde. Gemäss Internet gab es in der Schweiz noch nie einen Fall in der Schweiz, DE, AT und LI von Vcjk. Die meisten Fälle über 170 war in Grossbritanien und die anderen 50 Menschen waren hauptsächlich in Frankreich und anderen Länder vereinzelt. Ein paar Neurologen der Schweiz meinten, jedoch es gab Fälle. in der Schweiz, jedoch wurden die nicht öffentlich bekannt gegeben. Das kann nicht sein oder? Gemäss ofizieller Internet Seiten gab es in der Schweiz noch nie einen Bestätigten Variant CJD Fall. Muss ich mir sorgen machen? War noch nie in Grossbritanien. Nur 2010 in Niederlande 2 Wochen und da gab es glaub auch 3 Fälle. Ich habe als Kind auch Wurst und so gegessen. Ich habe seit Monaten (3-4 Monaten) manchmal so ein Kopf zucken nach Rechts aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich mir das einbilde..Auch würde es nicht passen zum Verlauf.

Habe oft Herzklopfen und Magen Darmprobleme sowie Durchschlaf Probleme. Bei der neuen Variante hat man anscheinend am Anfang, neben den psychischen Beschwerden häufig distal betonte Schmerzen und Dysästhesien die müssen jedoch anhaltend sein richtig? Ich habe am Unterarm einen Tag starke Schmerzen gehabt ohne Grund am nächsten Tag und die Wochen darauf war immer mal sporadisch ein kurzer Schmerz da im Unteram jedoch immer nur bei einzelnen Muskeln im. Unterarm... Danach hatte ich auch leichte Beinschmerzen wie Muskelkater (Hatte ich auch als Kind viel) das ist nicht stark manchmal geht es weg und manchmal ist es schlimmer... Habe Tinitus der auch nicht mehr weg geht. Hatte im Juni, Juli, August und September MRI Kopf mit DWI und Flair....

Man hat nichts gefunden ausser leicht erweiterte Perivaskulärräume dirs hat jedoch fast jeder...

Muss ich mit trotzdem sorgen machen. Habe nur Angst weil viel bei der Variante beschrieben wird das es sehr häufig am Anfang zu prestierenden Schmerzhaften Dysasthesien kommt. Was genau ist damit gemeint? Ich habe auch das Gefühl das ich so leicht Dement bin. Ich weiss nicht mehr was ich am Montag gegessen habe. Ich weiss nur meistens die letzten 2- 3 Tage auswendig danach muss ich studieren. Ich habe mir mal zum testen 3 Nomen aufgeschrieben die ich immer noch weiss... Also es ist irgendwie nicht bei allem und wenn ich mich beobachte, dann vergesse ich noch mehr. und achte extrem auf alles was ich vergesse und denke Wochenlang darüber nach warum ich das vergessen habe.....


Candykills
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Beitrag So., 13.10.2019, 21:51

Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass du daran erkrankt bist, ist mehr als gering. Also, wie du selbst sagst: wahnhaft.
Probier's vielleicht mal mit ner Therapie....wegen Hypochondrie oder was auch immer dahinter steckt.
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Emily_Erdbeer
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Beitrag Mo., 14.10.2019, 07:39

Egal was wir dir hier schreiben werden, es wird dir leider garnicht helfen.
Es ist normal alltägliche Dinge wie das Mittagessen nach 3 Tagen zu vergessen, weil nicht relevant.

Wärst du vor drei Tagen auf nem Geburtstag gewesen, wüsstest du es noch, weil ein besonderer Anlass. Emotionen beeinflussen dein Erinnerungsvermögen. Alltägliche Routine sorgt dafür, das Dinge eben nicht nachhaltig gespeichert werden. Wozu auch?

Logisch vergisst du 3 Nomen nicht, die du dir aktiv gemerkt hast. Hilft dir das jetzt?

Das du nicht krank bist können dir hier auch alle sagen. Hilft dir das?

Also, das was helfen könnte, schrieb dir Candy bereits.

Manche Dinge sind nicht real nur weil wir sie für real halten. Hilft dir aber vermutlich in deiner Verzweiflung auch nicht weiter.


theweirdeffekt
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Beitrag Mo., 14.10.2019, 08:02

Lass dich ärztlich durchchecken und wenn da nix ist, dann vertraue ihnen und investiere die Energie in Psychotherapie.

Alles Gute
Kopf hoch... Sonst kannst du die Sterne nicht sehen


ballpoint
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Beitrag Mo., 14.10.2019, 13:49

Mannomann: psychogene Myoklonien, distal betonte Schmerzen, Dysästhesien, MRI Kopf mit DWI und Flair, Perivaskulärräume, Dementie....

Da denke ich: wie kann dieser 18-jährige Experte seine eigene Krankheit Creutzfeldt-Jakob falsch buchstabieren? Und von 'kontramierten Fleisch' sprechen?

Die Antwort wäre: weil bei Phobien das Objekt der Ängste unbewusst eigentlich unwichtig ist. Hast du deine Spinnenphobie überwunden, holst du dir womöglich eine andere Angst aus der www.angstliste.de

Du leidest. Und der Leidensdruck ist viel zu schwer für einen jungen Menschen um ihn alleine zu tragen. Suche dir Hilfe. Wenn du so gut Krankheit googeln kannst, dann wirst du auch Sachverständige finden die dir helfen können.


Vor 10 Jahren hat dein Vorgänger Worriedsick Ähnliches geschrieben. Da war die Sache ja noch aktuell. Hoffentlich liest du Englisch. Manche Antworten sind blöd, andere aber vernünftig oder gar weise:

http://www.aboutbfs.com/forums/viewtopi ... =2&t=13378
caute


LauraSchultze
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Beitrag So., 22.12.2019, 13:35

Hallo liebe Community,

Das ist mein 1. Beitrag. Vielleicht hat jemanden ein paar aufmunternde Worte oder einen Ratschlag für mich.

Ich bin 20 und seit 10 Jahren in Behandlung aufgrund von Änsgten, Zwängen und Paranoia.
Ich hatte schon immer Angst vor Krankheiten, doch die letzte Zeit war sehr schwierig für mich. Ich habe in der Therapie gelernt mit Ängsten und Zwängen umzugehen, jedoch bin ich mit meinem Latein am Ende. Vielleicht war jemand in einer ähnlichen Situation.
Es hat damit begonnen dass ich Probleme mit dem Lesen von Sätzen hatte und meine Merkfähigkeit nachgelassen hat. Eines meiner Beine ist schwerer geworden und ich hatte das Gefühl als würde ich es mitschleppen. Ich musste mich immer im Spiegel beim gehen beobachten um ja Gewissheit zu haben das ich "normal" gehe. Meine Gedanken wurden ungeordnet und ich konnte mich nicht auf nichts konzentrieren. Es waren einfach zu viele.
Ich muss zugeben dass ich so bescheuert war und nach meinen Symptomen gegoogelt habe. Ich bin auf vCJK gestoßen, also der neuen Form von Creutzfeldt Jakob die auch junge Menschen betrifft. Ich wurde immer ängstlicher und aus der Angst wurden Panikattacken die ich nicht mehr kontrollieren konnte. In solchen Fällen habe ich Xanor 0,5 mg von meinem Psychiater verschrieben bekommen. Es hat meine Angst für ein paar Stunden reduziert, jedoch wurde der Bedarf es zu nehmen von Tag zu Tag stärker und ich nahm es eine Woche durchgehen. Ich weiß das Benzos abhängig machen und das wollte ich vermeiden. Nachdem ich sie plötzlich abgesetzt hatte habe ich Muskelkrämpfe bekommen, starke Angstzustände, Übelkeit, ich habe geschwitzt und gezittert. Ich bin zu meiner Hausärztin gegangen und habe meinen Verdacht geäußert. Sie hat mich daraufhin neurologisch untersucht und meinte ich sei bis auf eine taube Wange unauffällig und ich sollte mir keine Sorgen machen. Dies beruhigte mich für 10 Minuten. Es gab jedoch Tage wo es mir besser ging und ich auch wieder kommunikativer wurde. Am Donnerstag habe ich einen Nachhilfestunde gegeben und habe mittendrin eine Panikattacke bekommen, konnte mich an das gelesene kaum erinnern und meine Gedanken waren irgendwo. Ich bin aus Angst in die Notaufnahme gefahren. Der Diensthabende Neurologe meinte es könnte von dem Absetzen des Xanors kommen. Nach zwei weiteren Tagen sind die Körperlichen Symptome zurückgegangen. Jetzt habe ich nur mehr unkoordinierte Bewegungen und teilweises Muskelzucken. Psychisch bzw kognitiv habe ich komplett abgebaut und ziehe mich zurück. Ich bin müde, kann mich kaum an gestern erinnern und es scheint als hätte ich mich von meinen Gefühlen abgespalten. Ich habe kein Interesse and sozialen Kontakten mehr, am meiner Familie, Lernen, Hobbies und Vereinsaktivtäten. Meine Gedanken sind zerfahren und ungeordnet.
Nach Weihnachten habe ich einen Kontrolltermin bei meinem Psychiater.
Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich oder einen Ratschlag.

Vielen Dank.

Laura

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Pauline
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Beitrag So., 22.12.2019, 15:55

Themen zusammengelegt.
Bitte erst in der Suchfunktion nach gleichen Themen suchen, bevor ein neuer Thread eröffnet wird.

Pauline


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Beitrag So., 22.12.2019, 16:14

Psychotherapie. Das klingt stark nach Hypochondrie und das kann man behandeln.
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Federchen
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Beitrag Mo., 23.12.2019, 20:59

Verrückt.. jetzt, wo ich euch hier so lese, sehe ich meine eigene Hypochondrie umso deutlicher.

Bin seit bald zwei Jahren in Therapie und die Hypochondrie war nie das Hauptthema... und doch hat sie sich gelegt, weil ich nun mehr oder weniger weiß, wie sie zustande kam. :)

Also auch von mir der Rat: Bitte macht Therapie.