Mit Worten von Partnerin sehr verletzt - wie damit umgehen?

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RoboCat
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Mit Worten von Partnerin sehr verletzt - wie damit umgehen?

Beitrag Di., 28.01.2020, 11:49

Ich bin von meiner Partnerin vor einigen Tagen mit Worten sehr verletzt worden. Bis heute komme ich nicht darauf klar und bin immer wieder wütend, dass sie mir das angetan hat.

Dem Ganzen ging ein Streit voraus. Nachdem ich erklärt habe, dass mich ihre Worte extrem verletzt haben, hat sie sich auch irgendwann aufrichtig bei mir entschuldigt. Ich versuche mir das zu vergegenwärtigen, doch trotzdem werde ich immer wieder sehr wütend und traurig. Wahrschenlich sieht sie das Ganze gar nicht so wild wie ich und denkt auch nicht mehr darüber nach.

Ich hingegen fühle mich nach wie vor sehr verletzt und suche einen Weg, wie ich damit umgehen kann. Mir fällt es schwer zu sagen, dass sie es vielleicht nicht so gemeint habe. Leider ist sie eine Person, die wunde Punkte von Menschen sehr gut kennt und dann genau dort hinein sticht, wenn sie sich bedrängt fühlt. Letzteres tat sie, wegen einer Nichtigkeit, aus meiner Sicht.

Ich fragte, ob ich mit zu einer Unternehmung kommen könne, die sie aber alleine machen wollte. Ihre Ablehung hat mich in dem Moment richtig gekränkt. Ich war an dem Tag sowieso schon nicht gut drauf, was aber mit ihr gar nichts zu tun hatte. Ich bin dann emotional geworden und habe auch ziemlich geweint, dann nahmen die Dinge ihren Lauf.

Man könne mich gar nicht irgendwo hin mitnehmen, da ich andere Menschen hassen würde und sich diese in meiner Gegenwart nicht wohlfühlen würden. Das sei so, weil ich nicht herzlich und offen genug wäre. Das würde man auch an meiner Köperhaltung ablesen können.

Ich kenne hier bisher wenig bis keine Leute in der Stadt, in der sie lebt und in der ich mich auch immer häufiger aufhalte (ich lebe quasi teilzeit bei ihr). Wir kennen uns schon viele Jahre, haben auch mal zusammen gelebt. In dieser Zeit war ich auch in Therapie, wovon sie weiß. Ich glaube, dass ich mich dadurch sehr verändert habe und wahrscheinlich bin ich früher wirklich nicht sonderlich nett rübergekommen. Das ist aber lange her, inzwischen bin ich selbstständig und das würde ja gar nicht funktionieren, wenn ich (noch) so wäre, wie sie es mir andichtet.

Ich habe einige wenige gute (!) Freunde, die ziemlich verteilt in Deutschland wohnen. Sie hat hier vor Ort einen sehr großen Freundes und Bekanntenkreis, was mich zugegebenermaßen manchmal etwas einschüchtert. Ich mag es gar nicht mich auf mehr als 2 Leute gleichzeitig zu konzentrieren. Und dann kenne ich diese Menschen auch nicht besonders gut. Ich habe den Verdacht, dass sie mit denen über meine "komische Art" gesprochen hat, denn sie hat sich auch von zwei Personen bestätigen lassen dass ich "komisch sei". Ich bin total gehemmt in der Gegenwart dieser Personen, weil ich denke, dass sie mich schlichtweg ertragen, weil sie meine Freundin halt mögen.

Mir ist manchmal nicht klar, was von mir erwartet wird und ich bekomme darauf auch keine richtige Antwort von ihr: Soll ich mich jetzt auch mit diesen Leuten anfreunden? Warum soll ich Zeit mit diesen Leuten verbringen, wenn sie mir doch eigentlich "fremd bleiben sollen", denn es sind ja ihre Freunde, die ich ihr auch nicht ausspannen will oder so was. Zumal ich die Leute auch relativ uninteressant finde. Nicht unsympathisch, aber sie interessieren mich auch nicht weiter.

Einerseits denke ich, dass sie da von Sachen quatscht, die gar nicht mehr aktuell sind und ich deshalb gut sein lassen sollte. Andererseits bin ich derart irritiert, dass ich sogar darüber nachdenke die Beziehung zu beenden.

Es war einfach alles extrem verletztend für mich, gerade die Sache mit der "Körpersprache". Darauf angesprochen, wann es denn eine solche Situation gegeben habe, wann es zum letzten Mal vorkam, konnte sie nichts antworten. Auch nicht auf meine Frage, was ich denn anders machen könnte, bzw was genau ich denn falsch machen würde. Es blieb leider alles sehr oberflächlich und detaillos.

Ich weiß auch nicht... so was sagt man doch nicht einfach mal eben so? Manchmal denke ich, dass sie mich in Wahrheit hasst. Sie ist auch selbst nicht ganz ohne, hat eine schwierige Kindheit hinter sich mit schlagendem Vater, verrückter Mutter und noch verrückterer älterer Schwester. Außer ihrem Job funktioniert eigentlich gar nichts in ihrem Leben. Sie macht sich auch keine Gedanken um ihre Zukunft, das in ihren Augen vertane Zeit, weil man das sowieso nicht beeinflussen kann.

Dann gibt es wieder momente, wo es alles mit uns sehr harmonisch ist. Irgendwo ist auch eine große Liebe da, von beiden Seiten aus. Das macht das ganze nicht weniger anstrengend.
:axt:

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Malia
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Beitrag Di., 28.01.2020, 12:51

Vielleicht seid ihr euch zu nah gekommen und könnt aufgrund eurer Biografien nur auf diese Weise wieder einen passenden Abstand herstellen.
Wunderbar ist das Lächeln, das zum Kummer sagt:
"Du wirst mich nicht besiegen."
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RoboCat
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Beitrag Di., 28.01.2020, 16:42

Hallo Malia,
so habe ich das noch nicht betrachtet. Das ist ein interessanter Denkansatz.
:axt:


Candykills
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Beitrag Di., 28.01.2020, 18:03

Es sind ihre Freunde und da kann es durchaus sein, dass sie mit denen auch über dich spricht. Wie das halt so in einer Freundschaft ist, man tauscht sich über die eigenen Beziehungen aus, was vielleicht nicht so gut läuft oder schön ist. Naja, aber sicher auch über die guten Sachen.
Ich finde das auch nciht sehr nett von deiner Freundin, was sie dir da an den Kopf geworfen hat. Es kann aber gut sein, dass dies der Vergangenheit angehört und sie einfach hilflos und wütend war und dann sowas Altes herauskramte.

Ich fände es nicht komisch, wenn du dich auch mit ihren Freunden locker anfreundest. Nur wenn sie dich nicht interessieren, dann ist das halt so. Muss ja auch nicht. Aber ich fände es auch nicht falsch, deswegen spannst du ihr noch lang niemanden aus.
Ein Leben ohne Katze ist möglich...aber sinnlos.

„Aber ich wusste von Anfang an, dass die Arbeit mit Schizophrenen bedeutete, das Rätsel zu studieren, ein Mensch zu sein und seinen Verstand verlieren zu können". (Christopher Bollas)

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wind of change
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Beitrag Di., 28.01.2020, 18:13

Vielleicht wünscht sie sich ein bisschen mehr Unabhängigkeit, dass du dir quasi deinen eigenen Freundeskreis aufbaust und nicht "dort mit drin hängst". Ist sicher schwer in ner neuen Stadt sich was eigenes aufzubauen, bin so gesehen grad in der gleichen Situation ::?

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RoboCat
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Beitrag Mi., 29.01.2020, 15:53

Tja. Keine Ahnung was sie eigentlich will. Manchmal wird von mir regelrecht erwartet, dass ich gemeinsame Unternehmungen mitmache. Dann möchte ich mal (!) von mir aus und werde abgewiesen. Das ist schon schizophren, finde ich.

Komme mir total bescheuert vor. Die Sache nagt noch immer sehr an mir. Dass ich mir anhören musste, andere würden sich unwohl in meiner Gegenwart fühlen und man mir ansehe, dass ich alle Menschen hasse.

Das Ding ist, ich habe halt eine ziemlich beschissene Schulzeit gehabt hinsichtlich Mobbing und Co und davon ist sicher auch was hängegeblieben. Aber ich weiß sehr sicher, dass mich die Therapie sehr verändert hat. Und das war auch was, woran wir gezielt gearbeitet haben (ich solle ruhig glauben, dass es Menschen gibt, die mich wirklich mögen etc).

Ja und dann muss ich mir so eine sch... anhören und fühle mich ernsthaft jetzt um Jahre zurück geworfen.
Ich glaube es gibt keinen Menschen, der mch so sehr verletzen kann wie meine Freundin. Ich denke dass sie es nicht gewollt hat. Aber als sie zB gestern Abend fragte, was denn los sei, als ich die Decke anstarrend auf der Couch lag, da konnte ich gar nichts sagen. Es ist fast als ob ich Angst hätte, dass es zu einem neuen Konflikt dieser Art kommt. Ich weiß nicht, ob ich das gerade ertragen könnte.

Ich weiß nicht. Sie hat manchmal eine riesige Aggression in sich. Davor habe ich wirklich Angst, auch wenn es da nie in eine körperliche Richtung geht. Ich wäre ihr allerdings auch überlegen, hoffentlich ist das nicht der Grund.
:axt:

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Farideh
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Beitrag Mi., 29.01.2020, 18:05

Hallo Robo Cat,

ich kann gut verstehen, daß Du Dich sehr verletzt fühlst.

Und von dieser Verletzung abgesehen, scheint es noch andere Probleme bei Euch zu geben.

Du schreibst:
" Mir ist manchmal nicht klar, was von mir erwartet wird und ich bekomme darauf auch keine richtige Antwort von ihr: Soll ich mich jetzt auch mit diesen Leuten anfreunden? Warum soll ich Zeit mit diesen Leuten verbringen, wenn sie mir doch eigentlich "fremd bleiben sollen", denn es sind ja ihre Freunde, die ich ihr auch nicht ausspannen will oder so was. Zumal ich die Leute auch relativ uninteressant finde. Nicht unsympathisch, aber sie interessieren mich auch nicht weiter. „
Ich habe es so verstanden, daß Du auch diesen Punkt nicht klären konntest.

Und daß Du Dir – wie Du schreibst – total bescheuert vorkommst, das finde ich auch nicht hilfreich. Und sehr belastend.

Gibt es vielleicht eine neutrale Stelle – z. B. ein Paarberatungsstelle -, an die ihr Euch wenden könnt, um in Ruhe zu klären, was Ihr von einander erwartet und wie Ihr die Zeit miteinander verbringt?

Alles Gute
Farideh

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RoboCat
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Beitrag Mi., 29.01.2020, 19:06

Hallo Farideh,

das ist ein guter Vorschlag mit der Paarberatungsstelle! Ich würde so was sofort machen, sie eher weniger. Ich muss gestehen, ich mag es ihr nicht mal unter normalen Umständen vorschlagen. Und aktuell ist sie beruflich sehr eingespannt, zusätzlich wird ihre Mum immer anstrengender ( weil älter und eigen und so).

Aber alleine hingehen würde es wohl auch nicht bringen. Habe schon überlegt mal wieder eins, zwei Stunden bei meiner Therapeutin zu nehmen. Die weiß zumindest noch, was da so grundsätzlich Sache ist, da muss ich nicht viel erklären. Ach, ich weiß auch nicht.

Aber ich danke dir und allen die sich den quatshc durchlesen für ihre Aufmerksamkeit!!! :anonym:
:axt:

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lisbeth
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Beitrag Mi., 29.01.2020, 19:19

RoboCat hat geschrieben:
Mi., 29.01.2020, 15:53
Tja. Keine Ahnung was sie eigentlich will. Manchmal wird von mir regelrecht erwartet, dass ich gemeinsame Unternehmungen mitmache. Dann möchte ich mal (!) von mir aus und werde abgewiesen. Das ist schon schizophren, finde ich.
Ich finde, ihr treibt euch da gegenseitig ganz schön in die Enge.
Sie lässt dir nicht den Raum, mal *nicht* bei Gruppenaktivitäten dabei zu sein (was dein gutes Recht ist) und nimmt das persönlich. Und du nimmst es persönlich, wenn sie mal alleine mit ihren Freunden was machen will.
Wie wäre es mit Akzeptanz für die andere, dass sie anders ist als man selbst, dass sie andere Bedürfnisse hat? Wenn sich eure Bedürfnisse überschneiden, dann ist das schön, und dann kann man sich drüber freuen. Aber die andere zu zwingen, dass sie meine Bedürfnisse erfüllen *muss*, das ist Gewalt. Es gibt das sogenannte "Gestaltgebet" von Fritz Perls dem Begründer der Gestalttherapie. Der hat das ganz gut und griffig zusammengefasse. Einfach mal googeln, falls es dich interessiert...

Es ist nicht verkehrt, mal zu fragen: Ich würde gerne mitkommen bzw. Ich wünsche mir, dass du mitkommst. Überhaupt nicht. Aber eine ehrliche Frage ist offen, das heißt die andere muss auch die Möglichkeit haben, nein zu sagen. Und diese Möglichkeit sehe ich hier bei euch nicht, ihr nehmt euch da gegenseitig ganz schön in den Schwitzkasten. Dass es dann früher oder später zu Aggressionsausbrüchen kommt, wundert mich nicht so sehr.
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.

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Farideh
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Beitrag Mi., 29.01.2020, 19:56

Hallo Robo Cat,

Du schreibst:
" Aber alleine hingehen würde es wohl auch nicht bringen. Habe schon überlegt mal wieder eins, zwei Stunden bei meiner Therapeutin zu nehmen. Die weiß zumindest noch, was da so grundsätzlich Sache ist, da muss ich nicht viel erklären. Ach, ich weiß auch nicht.
Die meisten Menschen gehen allein zu einer Paarberatungsstelle (wurde mir gesagt) und nach einiger Zeit kommt der Partner hinzu, weil er „da mal ein paar Sachen richtigstellen muß….“ Und dann geht es mit Gesprächen zu Dritt weiter…

Die Idee mit Deiner Therapeutin Kontakt aufzunehmen und mit ihr zu reden, finde ich auch gut.

Was sich genau hinter Deinem „Ach, ich weiß auch nicht.“ steckt, das wäre vielleicht interessant für Dich zu erforschen. Welche Grenzen hast Du und möchtest Du mal sehen, was dahinter steckt? Oder lieber nicht? Mir hat das Gucken hinter der Grenze oft geholfen, auch wenn es nicht immer angenehm war. Aber unangenehme Situationen gibt es auch vor der Grenze. Natürlich sind wir alle verschieden.

Wichtig finde ich, daß Du etwas tust, hinter dem Du stehst.

Und gut finde ich, daß Du hier geschrieben hast. Jedenfalls finde ich den Austausch mit Unbeteiligten in der Regel besser als dieses Im – Kopf – kreisen.

Alles Gute
Farideh

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Beitrag Do., 30.01.2020, 17:05

Farideh hat geschrieben:
Mi., 29.01.2020, 19:56

Und gut finde ich, daß Du hier geschrieben hast. Jedenfalls finde ich den Austausch mit Unbeteiligten in der Regel besser als dieses Im – Kopf – kreisen.
Danke!!!

Ja, du hast Recht, es ist nicht gut sich für sich alleine mit solchen Dingen zu beschäftigen. Ich kann darüber derzeit aber auch mit niemandem reden, denn das würde ein Telefonat voraussetzen und dazu habe ich keine Lust. Hier vor Ort habe ich niemanden, den ich einweihen könnte.

Und selbst wenn es so wäre, tät ich es eher nicht. Mir ist das alles irgendwie, hm, peinlich. In solch ein Licht gestellt worden zu sein, so nach dem Motto, ich bin der komplette Freak, der sich von allen Menschen abkapselt (und diese hasst). Mir ist schon irgendwo klar, dass Leute die mich näher kennen dem etwas entgegensetzen würden. Aber es bleibt eben die Angst, dass es eine stille Zustimmung geben könnte zu dem Statement.

Eigentlich ist das ganze auch ziemlich lächerlich. Ich bin eine erwachsene Frau und lasse mich von solch einem Mumpitz derart herunterziehen. Aber ja, so ist es nun mal und ich fühle mich auch heute noch um Jahre zurückgeworfen.

Ich bin unschlüssig, ob ich "das Fass" später noch mal aufmachen soll, wenn sie heim kommt. Es ist sehr schwierig irgendetwas über meine Gefühlswelt mitzuteilen, da sie alles als Aufforderung sieht, mir helfen zu müssen und sie das auch sauer macht. Dabei betone ich in letzter Zeit sogar, dass das gar nicht meine Absicht ist und ich auch nicht wüsste, wie man mir helfen sollte. Das müsste ich wohl schon selber.
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Beitrag Do., 30.01.2020, 17:08

wind of change hat geschrieben:
Di., 28.01.2020, 18:13
Vielleicht wünscht sie sich ein bisschen mehr Unabhängigkeit, dass du dir quasi deinen eigenen Freundeskreis aufbaust und nicht "dort mit drin hängst".
Zum Teil ja, zum anderen Teil wünscht sie sich, dass wir mehr gemeinsame Freunde hätten. Wenn ich mich dann aber mit jemandem anfreunde, der "zu ihr gehört" ist das auch nicht richtig und wird mir vorgehalten. So geschehen mit einem ehemaligen Kollegen von ihr, mit dem sie nichts weiter mehr zu tun hat, ich hingegen schon, wegen gemeinsamen Interessen. Es kommt mir vor, als ob ich ihr den irgendwie ausgespannt hätte, dabei war das ja gar nicht meine Absicht. Immerhin war es ja "ihr Kollege" nicht meiner, den ich eben nur zufällig und durch sie kennenlernte. Wenn sie nicht wäre, würden wir uns gar nicht kennen, so waren auch schon mal ihre Worte in einem Streit. Ja, ist richtig, aber soll ich mich jetzt vielleicht schuldig fühlen, und wenn ja wofür??
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Beitrag Do., 30.01.2020, 17:11

Candykills hat geschrieben:
Di., 28.01.2020, 18:03
Es sind ihre Freunde und da kann es durchaus sein, dass sie mit denen auch über dich spricht. Wie das halt so in einer Freundschaft ist
Ja, das ist wohl so und ich mache das auch, kann ich mich nicht rausnehmen. Aber ernsthaft, es macht mich fuchsteufelswild zu wissen, dass sie über mich redet. Ich war früher auch nicht so ganz ohne, muss ich gestehen, habe mir einiges geleistet, bis hin zu subtilen Selbstmorddrohungen (da war ich betrunken). Wenn ich darüber nachdenke, dass das vermutlich noch andere Leute wissen, wird mir schlecht. Und das wäre ja nur der Gipfel, ganz zu schweigen von den vielen Kleinigkeiten, die sicher auch sehr negativ sind.
:axt:


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Beitrag Do., 30.01.2020, 17:49

Natürlich ist das wahnsinnig unangenehm. Ich kann mich da sehr gut reinversetzen, weil ich ähnliches in einer anderen Konstellation auch schon erlebt habe und es mir schwer fiel den Leuten noch in die Augen zu schauen, gerade, weil ich nicht wusste, was sie über mich wissen und wie sie mich dadurch sehen.

Aber vielleicht könntest du das auch einfach mal bei deiner Freundin ansprechen, dass du dir solche Gedanken machst.
Ich kann halt verstehen, wenn du aus diesem Grund den Kontakt mit ihren Freunden vermeiden würdest, ich würde es genauso tun in der Situation. Auf der anderen Seite muss sie auch die Möglichkeit haben mit irgendwem über die Beziehung zu sprechen. In meinen Augen bringt es da nur das anzusprechen. Vielleicht wissen die ja fast gar nichts über dich?
Ich fände zum Beispiel komischn, wenn sie mit ALLEN ihren Freunden über dich spräche. Ich tue sowas nur entweder anonym im Internet oder mit dem besten Freund. Andere würde ich in engere Beziehungen überhaupt nicht mit reinziehen.
Vielleicht spricht sie auch nur mit ihrer besten Freundin über die Beziehung?
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Beitrag Do., 30.01.2020, 18:02

Candykills hat geschrieben:
Do., 30.01.2020, 17:49
Vielleicht wissen die ja fast gar nichts über dich?
Ich habe sie das tatsächlich schon gefragt und da war ihre Antwort, da wisse niemand etwas. Aber ich kann ihr das nicht recht glauben, denn ich hätte mit SIcherheit jemanden zum darüber reden wollen gesucht - zumal sie ja so viele Kontakte hat, das wäre also möglich, denke ich.

Ach irgendwo denk ich mir auch: Schei... doch drauf. Dann wissen die eben was auch immer, stehe ich drüber. Jeder hat seine Leichen im Keller und wer weiß, was das bei anderen Leuten noch so sein kann.
:axt: