Therapeutin beendet plötzlich Therapie - was tun?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.

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Cedy
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Therapeutin beendet plötzlich Therapie - was tun?

Beitrag Fr., 03.07.2020, 21:28

Liebes Forum, ich bin neu hier und recht verzweifelt.

Mehrere Therapien mit teils großen Abständen dazwischen, davon eine sehr negative Erfahrung mit emotionaler Machtausübung, die aufgearbeitet werden musste. Es geht bei mir um ein schweres Bindungsthema aus der Kindheit.

Letzte Therapie vor gut zwei Jahren. Es war gefühlt ein tragfähiges therapeutisches Verhältnis, mir wurde damals empfohlen weiterzumachen. Somit nahm ich aktuell Kontakt zu der Therapeutin von damals auf und befand mich in den "Probesitzungen". Aufgrund ihres Zeitmangels sehr verstreute Stunden, wirklich Arbeiten an einem Thema war für mich nicht möglich. Dazu kam, dass ich in einer privaten Sache seit Monaten gestresst war und das auch in der Therapie sagte, weil mir der Fokus auf Therapie schwer fiel. Darauf wurde aber nicht eingegangen von ihr.

Vorletzte Einheit ging sie kurz auf die Formalitäten zum Neuantrag ein und nun das Drama aus der letzten Stunde: Völlig unvermittelt eröffnete sie mir, dass sie sich doch nicht für die geeignete Person hält, um mit mir zu arbeiten. Ich könne ja das Verfahren wechseln oder zu jemand anderem gehen. Ich bin völlig schockiert. Für mich war sie die richtige Person, es stand außer Frage und ich kenne sie ja nicht erst seit kurzem. Woher kommt ihr Sinneswandel? Angeblich habe ich keine Fortschritte gemacht, das hat aber auch sie beurteilt, bzw. ich wurde kurz vor Stundenende fast in die Ecke gedrängt, meine Therapieerfolge zu berichten. Habe da natürlich so schnell nicht viel heraus gebracht.

Habe dann die Folgestunde aus Verzweiflung abgesagt. Einen Brief geschrieben, weiß nicht, ob der angekommen ist. Sie will unbedingt, dass ich mit ihr noch an den Optionen zu wechseln arbeite. Habe fast den Eindruck, sie möchte von mir die Absolution für ihre Entscheidung. Ich wurde gar nicht gefragt was ich möchte. Für mich ist mit meiner persönlichen Problemlage gerade so viel Vertrauen den Bach herunter, da wir uns schon lang kannten, sitze nur noch da und weine. Und natürlich sind da Fragen ohne Ende, Selbstvorwürfe, weil ich zwischendurch nicht so motiviert war, etc.

Mir schwirrt der Kopf, ich weiß nicht, was ich tun kann.

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candle.
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Beitrag Fr., 03.07.2020, 21:45

Hallo,

Leider muß man mit solchen Enttäuschungen leben.

An deiner Stelle würde ich wohl nicht mehr zu dieser Therapeutin gehen und mir einen neuen suchen.
Auch Vertrauen wird sich dort sicher wieder bilden! Nur Mut!

LG candle
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~~~
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Beitrag Fr., 03.07.2020, 21:52

Hi!

Ja, das ist schon etwas unprofessionell, dass sie erst den Antrag auf Therapie schreiben möchte und dann so plötzlich doch die Therapie nicht machen möchte.

Die Therapie machst du ja für dich ganz allein. Nicht für sie.
Du musst da nicht irgendwas abliefern.
Natürlich sollte man Ziele formulieren und es sollte irgendwann voran gehen...
Aber solltest du Fortschritte in den zeitlich weit auseinander liegenden "Probestunden" machen oder wie meinte sie das?

Natürlich sollte man sich bewusst machen, was man erreicht hat wo man will...


Ich glaube ich würde es nicht einfach so stehen lassen. Ich meine, du kennst sie ja schon länger.
Ich würde ihr das sagen, was das bei dir ausgelöst hat und ob sie dir ihre Beweggründe noch mal genauer erkären kann.
Weil so ist es ja nun wirklich ein blödes Ende.

So wie du es schilderst finde ich auf jeden Fall, dass du im Recht bist.
Das Vorgehen der Therapeutin ist einfach zu krass und zu wechselhaft.

Allerdings wird sie eben ihre Gründe haben, welche das nun auch genau sein mögen... und deshalb ist eine Zusammemarbeit dann eben nicht möglich.
Aber in deinem Interesse solltest du versuchen das zu akzeptieren, aber es eben auch für dich zu einsm guten Ende zu bringen. Also ein abschließendes Gespräch.

Ich würde mich parallel schon nach jemandem neuen umsehen.

So würde ich es machen.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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Montana
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Beitrag Fr., 03.07.2020, 22:38

Klingt für mich auch am ehesten danach, dass ihr eine besondere Problematik an der Situation bewusst geworden ist, und sie deshalb nicht mehr will. Möglicherweise das Ergebnis von Supervision. Wenn du die Nerven dafür hast, dann könntest du das gezielt erfragen. Natürlich ist das nicht deine Aufgabe, aber für dich wäre das im Ergebnis vielleicht erleichternd. Denn bei einer Sache bin ich mir sicher: du hast daran keinen Anteil. Du hast keinen Fehler gemacht. Sie hätte von vornherein ablehnen können und hat das nicht gemacht. Jetzt auf den Therapiefortschritten rumzureiten ist total obsolet, denn was solltest du darauf denn antworten? Bei der Frage kann man nur verlieren, denn du müsstest ihre Erwartungen genau kennen und den Bereich zwischen Alles-ist-ganz-toll-und-gar-keine-Therapie-nötig und In-der-bisherigen-Zeit-zu-wenig-Fortschritte-gemacht treffen, UM eine Therapie zu bekommen. Über reale Tatsachen könntet ihr dann gar nicht mehr sprechen, weil du ständig Angst haben müsstest, "aussortiert" zu werden. Sie müsste um dieses Dilemma wissen, und das verstärkt bei mir ganz deutlich das Empfinden von Ungerechtigkeit, das ich bei deiner Schilderung habe. Du beschreibst es treffend als "in die Ecke gedrängt". Möchte man es mit einem Wort beschreiben, dann hieße es Nötigung. Natürlich hätte sie dir einfach eine Hausaufgabe mitgeben können a la "Bitte helfen Sie mir dabei, den Antrag gut zu begründen. Folgende Punkte sind dabei wichtig: x, y und z. Schaffen Sie es, bis zum nächsten Termin dazu etwas mitzubringen?" Sowas hab ich für eine Verlängerung auch schon gemacht. Ist doch kein Ding für einen Therapeuten, eigentlich, da mit offenen Karten zu spielen.


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Cedy
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Beitrag Fr., 03.07.2020, 22:55

Danke Euch. Montana, ja, an Ergebnisse von Supervision dachte ich auch schon... 😏 Und ungerecht fühlte es sich in der Stunde an.
Richtig, ich wäre durchaus in der Lage Ziele zu formulieren im Rahmen einer Hausaufgabe. Bei 10 Minuten vor Stundenende nachdem mir kurz davor eröffnet wurde, sie will nicht mehr, war es einfach rum. Daher schrieb ich es fühlt sich an als wolle sie bei mir noch im Rahmen eines Gesprächs Einsicht für ihre alleinige Entscheidung. Da mir Ähnliches in der erwähnten schlecht gelaufenen Therapie passierte, ebenfalls unter dem Deckmantel es sei zu meinem Besten, tut es umso mehr weh. Und man hat doch als Patient auch so ein Bauchgefühl, dass solche Aussagen gerade vorgeschoben sind. In jedem Fall lassen die Begebenheiten mein Vertrauen in Therapeuten gerade gegen 0 gehen 😏. Ich werde sehen ob sie auf meinen Brief reagiert, da habe ich es ähnlich formuliert.

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Drachenherz
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 04:15

Hallo Cody,

in ähnlicher Weise ist mir das auch passiert. Mein Therapeut hat von heute auf morgen in einer schwierigen Phase die Therapie abgebrochen.

Mein Tipp: Such dir jmd neuen und versuche nicht, deine Therapeutin umzustimmen. Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig geschädigt und du wirst sonst immer wieder die Angst vor einem erneuten Abbruch haben.

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chrysokoll
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 13:21

ich würde auf jeden Fall versuchen dort noch eine Stunde zur Aussprache hinzugehen.
Einfach um klarer zu sehen was da wie gelaufen ist.
Denn ich verstehe sehr gut dass man da erst einmal perplex und nicht mehr aufnahmefähig ist.

Eine Therapie kann dort so und so nicht mehr laufen denke ich. Das Vertrauensverhältnis ist weg, ich hätte da immer Angst rausgeworfen zu werden. So ein Damoklesschwert geht nicht in einer Therapie, wo man sich anvertrauen soll.

Aber es schien auch komisch zu laufen, weit verstreute Stunden, irgendwie kein ernsthafter Anfang, Stress anderswo.
Das würde ich auf alle Fälle noch klären

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Noenergetik
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 14:56

Hallo Cedy, würde Dir auch empfehlen da loszulassen, bringt ja nichts. Wie viele hier schreiben, das Vertrauensverhältnis ist hinüber.

Klar, hätte sie gerne noch Einsicht für ihr Fehlverhalten, damit es ihr besser geht.
Es liegt an ihr, nicht an Dir.
Ich persönlich hätte




hätte auch kein Interesse mehr an einer Abschiedsstunde.
Aber das musst Du für Dich selbst rausfinden, ob Du das noch möchtest.

Ein gutes Ende kann m.E. auch sein, einfach kein Ende (Abschlussgespräch) zu haben, auch das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

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münchnerkindl
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 15:04

Cedy hat geschrieben:
Fr., 03.07.2020, 21:28
Aufgrund ihres Zeitmangels sehr verstreute Stunden, wirklich Arbeiten an einem Thema war für mich nicht möglich. Dazu kam, dass ich in einer privaten Sache seit Monaten gestresst war und das auch in der Therapie sagte, weil mir der Fokus auf Therapie schwer fiel. Darauf wurde aber nicht eingegangen von ihr.

Vorletzte Einheit ging sie kurz auf die Formalitäten zum Neuantrag ein und nun das Drama aus der letzten Stunde: Völlig unvermittelt eröffnete sie mir, dass sie sich doch nicht für die geeignete Person hält, um mit mir zu arbeiten. Ich könne ja das Verfahren wechseln oder zu jemand anderem gehen.


Da war doch schon vor dem Hammer den sie gebracht hat meiner Meinung nach der Wurm drin.

Das hört sich für mich so an als hätte sie von Anfang an nicht so richtig Bock drauf gehabt und hat dich ewig hingehalten um dich dann auf recht unschöne Weise abzufertigen.

Sei froh dass das bei dir so abgelaufen ist, ich kenne mittlerweile schon zwei Leute (Traumafolgestörung) denen angebliche Traumatherapeuten die Therapie per elektronischen Medien beendet haben.

Ich würde eine sehr deutlichen Brief schreiben darüber wie unangemessen ihr Verhalten war (wenn es nur darum geht dass sie findet dass du wechseln solltest hätte sie das schon früher vorschlagen müssen, mit dir den Therapiefortschritt besprechen und dann den Wechsel unterstützen müssen) und dann da keinen weiteren Termin ausmachen. Der Frau weitere 80 Euro auf krankenkassenkosten in die Tasche scheffeln nur damit du weiter veräppelt werden kannst, das muss nicht sein.

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chrysokoll
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 15:11

wobei ich da trotzdem auch ein Stück weit den Patienten mit in der Verantwortung sehe.
Ich meine damit ausdrücklich nicht SCHULD !

Wenn die Therapeutin über weite Strecken keine Zeit hat, nur verstreut Stunden stattfinden, dann wäre Nachfragen schon angebracht. Überlegen und klar aussprechen wie es denn weiter geht.

Gleichzeitig sagt Cedy selber dass der Fokus auf Therapie schwer fiel.

Hier wäre es schon wichtig einfach selber zu hinterfragen ob das jetzt mit Therapie überhaupt geht, überhaupt was bringt, ob die verstreuten Stunden nicht ganz recht waren.

Egal wie, jetzt würde ich nur noch zum Abschlussgespräch hingehen, weil ich finde es tut einem selber gut das abzuschliessen und klar zu kriegen.

Und dann selbstkritisch reflektieren ob jetzt überhaupt Zeit und Energie für eine Therapie da ist.
Falls ja: Eine suchen

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Noenergetik
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 15:18

Stimmt schon, die Frage ist nur ob cedy dazu in der Lage wäre, machen ja viele Leute auch Therapie um zu sowas erstmal fähig zu werden
( Für sich selbst einstehen etc.)

Ich sehe hier in dem Fall die Verantwortung zumindest bei 98 , 99 bei der Therapeutin.

Klar, Abschlussgespräch wenn man das für sich selbst braucht, klar.
Ich wüsste für mich nicht warum.

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münchnerkindl
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 17:05

chrysokoll hat geschrieben:
Sa., 04.07.2020, 15:11

Wenn die Therapeutin über weite Strecken keine Zeit hat, nur verstreut Stunden stattfinden, dann wäre Nachfragen schon angebracht. Überlegen und klar aussprechen wie es denn weiter geht.


Das können aber viele Leute krankheitsbedingt nicht. Deswegen ist da ein Psychotherapeut absolut in der Pflicht dafür zu sorgen dass das Setting konstruktiv ist, nicht der Klient.

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chrysokoll
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 18:42

Ich sehe da trotzdem bei einem erwachsenen Menschen auch ein Stück weit Eigenverantwortung.
Also hinzuschauen, zu hinterfragen.
Und ja klar, das können viele Gesunde schon nicht, erst recht nicht viele die in Therapie gehen.
Aber es lohnt sich, sich da ranzutasten, eben damit sowas nicht so einfach passiert

Und auch um klarer zu kriegen was da jetzt eigentlich gelaufen ist würde ich ein Abschlussgespräch suchen.
Immerhin handelt es sich um eine Therapeutin bei der schon Therapie gemacht wurde, die gut lief.´
Cedy war sicherlich vom Verlauf der letzten Stunde überrascht, überrollt, tief getroffen.
Ich mein das ausdrücklich nicht als Vorwurf, aber in so einer Lage nimmt man nicht alles wahr, nicht alles ganz wahr, es lohnt sich denke ich das nochmal auszusprechen, auch damit es nicht ewig nachhängt in der nächsten Therapie


Candykills
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Beitrag Sa., 04.07.2020, 18:55

So ein unvorbereiteter Rauswurf muss sehr schlimm sein, ich kann es nur erahnen und habe es selbst zum Glück nie erleben müssen.
Schwer dir etwas zu raten. Letztendlich wirst du die Entscheidung der Therapeutin akzeptieren müssen, ob da ein Abschlussgespräch bei hilft, ich weiß es nicht. Aber ich sehe es auch so, dass das Vertrauensverhältnis nachhaltig geschädigt ist. Du wirst dich - selbst wenn sie sich urplötzlich entscheiden würde die Therapie doch fortzuführen - nie mehr richtig fallen lassen können, weil immer die Angst im Nacken säße, dass sie das noch einmal abzieht.

Auf der anderen Seite finde ich, dass man das gegenüber der Therapeutin schon klar benennen sollte, was so ein Verhalten bewirkt. Völlig gleich, ob eine Supervision ihre Meinung geändert hat oder sie einfach launisch war. Ihr sollte bewusst gemacht werden, dass man Patienten, die eh schon traumatisiert und unsicher sind, nicht so behandelt. Deswegen würde ich wahrscheinlich zu einem Abschlussgespräch gehen, aber völlig fern der Erwartung, dass sich ihre Meinung nochmal ändern könnte. Es nützt höchstens dem nächsten Patienten vielleicht was, in dem sie nicht mehr voreilige Versprechungen macht oder solche Entscheidungen nochmal gründlich überdenkt, bevor sie einen Patienten so vor den Kopf stößt.
"...that love, unlike matter or energy, was in endless supply in the universe. A germ which grows from nothingness, which cannot be eradicated even from the darkest of hearts..." (x-Files, Milagro)


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Cedy
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:32

Danke Euch, so viele konstruktive Beiträge. Bisher trotz Brief und meinen Anrufen auf Mailbox nichts von der Thera. Stehe nach wie vor neben mir. Natürlich habe ich Eigenverantwortung, auch was das Bearbeiten der Kernthemen anbelangt. Es fiel durch diese Riesenabstände einfach sehr schwer. Professionell wäre ein kleiner Hinweis gewesen: "Frau xy, Sie sind gerade mit vielem beschäftigt, ich höre mir das gerne an, aber ich weise Sie darauf hin, dass ich in x Wochen für Ihren Antrag das und das benötige." so in der Art.
Nach wie vor hadere ich bezüglich eines abschließenden Gesprächs. Habe Angst als Häuflein Elend da zu sitzen. Meine Vorerfahrung ist, dass sich der Therapeut als fehlerfrei sieht. Ggf. hole ich mir noch den Rat der Kammer ein, möchte noch mit jemandem direkt dazu telefonieren und dann entscheiden. Hinsichtlich des Sich-Fallen-Lassens ist es rum, falls sie sich zu Fortführen entscheidet, das stimmt.. Mein Eindruck war, sie suchte in dem letzten Gespräch die ganze Zeit nach einer Art positiven Bestätigung durch mich. War mir nicht mehr moeglich, nachdem ich wie vom Donner gerührt war. Ja, ich war sicher niemand, der regelmäßig Lobeslieder anstimmte, aber ich bin am Ball geblieben und habe mitgearbeitet. 😏