Wut auf Therapeutin - voreilige Diagnose

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Wut auf Therapeutin - voreilige Diagnose

Beitrag Di., 14.07.2020, 21:33

Liebe Forums Mitglieder!

Seit ein paar Tagen verspüre ich eine furchtbare Wut gegenüber meiner Thera und weiß nicht wirklich wohin damit. Ich muss jetzt leider etwas ausholen:

Ich bin zu ihr gekommen kurz nachdem mich eine Frau, für die ich enorme Gefühle hatte (war echt so die große Liebe) aus dem Nichts plötzlich ohne Erklärung fallen lassen hat und meinte ich hätte sie verraten. Mir ging es dann erstmal echt nicht gut, weil ich sie ständig sehen musste und ich an meinem studienort sonst auch kaum wen kannte, das war im 1. Studienjahr. Ich hatte davor keine Klinik Aufenthalte, keine Therapie, nix, lediglich adhs wurde als Kind diagnostiziert und ich bin aufgrund familiären Problemen mit 15 ins Internat. Ich habe dort aber super mich eingelebt, ein 1er Abi hingelegt, viele langjährige Freunde und ja einfach ne gute Zeit gehabt. So viel zu meiner Vorgeschichte.

Besagte Therapeutin hat nach den 4 probesitzungen zu mir gesagt sie würde jetzt die Diagnose Borderline stellen. Zwar sagte sie, das würde eig nicht passen, aber wenn sie jetzt nur ne Anpassungsstörung oder ne leichte Depression diagnostiziert dann würde die Kasse nur paar stunden genehmigen. Das Problem war, dass ich zu diesem Zeitpunkt von Borderline keine Ahnung hatte und außerdem es mir halt echt madig ging,also protestierte ich nicht.

Ich habe dann angefangen, jeden erdenklichen Artikel im Internet und was ich sonst so finden konnte durchzulesen. Und das hat mich so verunsichert. Zwar hatte sie gesagt die Diagnose passt net und auf den Rechnungen steht bis heute die Anpassungsstörung, aber trotzdem laufe ich halt mit dem Stempel Borderline rum. Das hat dazu geführt, dass ich echt an mir gezweifelt habe und leider auch tatsächlich Symptome übernommen habe, da ich irgendwann überzeugt war diese Störung zu haben, da sie in meiner akte steht. Gibt es mal Streit mit irgendwem, denke ich sofort,, tja, bist halt doch ein Borderliner"-selbst wenn meine beste Freundin sagt, dass ich absolut nicht schuld bin. Selbsterfüllende Prophezeiung eben das ganze ....

Besonders erschwert wird mir das ganze, da ich selbst Psychologie studiere. Und dann mache ich Praktika, werde in den Himmel gelobt für meine Leistungen und fühle mich trotzdem wie so der Wolf im schafspelz, weil die Fachleute beim Mittagessen vom neusten schwierigen Borderline Patienten berichten. Auch in den Vorlesungen wird der Eindruck vermittelt, Borderline ist so ungefähr die schlimmste Diagnose des icd 10. Ein Dozent hat zu uns gesagt, dass diese Diagnose wirklich nur dann gestellt wird, wenn eine deutliche Beeinträchtigung vorliegt, weil es ein absoluter Hammer ist. Er hat explizit gesagt, einer Person, die zb studiert und ihr Leben im Griff hat, würde kein kompetenter Psychologe diese Diagnose geben, weil diese von vielen fachpersonen immernoch als unheilbar und synonym für schwierig gesehrn wird.

Ich habe einfach Angst, dass mir diese sch*** Diagnose meine berufliche Laufbahn versaut. Ich weiß, dass ich richtig bin in diesem Beruf und ich bin wie gesagt auch in den Praktika sehr erfolgreich! Aber die Diagnose steht schwarz auf weiß in meiner akte. Außerdem ist wie gesagt nicht zu unterschätzen, wie fertig mich das selber macht.

Ich weiß jetzt nur nicht was ich tun soll. Bisher hat mich das alles nicht so gestört. Der Schlüsselmoment war wirklich die Vorlesung und das Statement des Dozenten letzte Woche. Aber wenn ich jetzt zu der Therapeutin hingehe und sage, dass ich echt sauer bin, kann das wieder als plötzliches abwerten und somit Borderline verhalten gedeutet werden. Eigentlich kann man nur verlieren. Genauso, wenn ich die Therapie abbreche, das kommt bestimmt auch bei der Krankenkasse nicht gut an. Aber ich habe einfach keine Lust mehr auf diese Frau und vorsllem darauf mich durch eine Krankheit stigmstisieren zu lassen, die ich nicht habe. Was würdet ihr tun? Ich würde es gerne ansprechen, weiß aber nicht wie. Ist es legitim, einen Brief zu schreiben? Eigentlich etwas feige oder nicht? Ich möchte halt möglichst diese Diagnose nicht auch noch durch mein Verhalten unterstreichen....

Jetzt will sie auch noch, dass ich zu nem psychiater latsche, weil ich momentan oft müde aussehe, da Prüfungsstress. Darauf hab ich auch keine Lust...

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, durch ratschläge oder auch einfach nur eure Gedanken dazu! :)

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lisbeth
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Beitrag Di., 14.07.2020, 21:52

Dafür dass du vom Fach bist, steckst du aber ganz schön tief in (Ab)Wertungen und Vorurteilen. Hoffe mal sehr, dass dir in deiner künftigen Karriere keine BL-Patienten über den Weg laufen, weil die dann wahrscheinlich wirklich nix zu lachen haben werden.

Es gibt BL-Patienten die in langjährigen, stabilen Beziehungen leben.
Es gibt BL-Patienten, die ihr Studium auf die Reihe bekommen und die beruflich fest im Sattel sitzen.
Es gibt BL-Patienten, die ihr Drama eher nach innen richten als nach außen.
Es gibt BL-Patienten, für die ist die Klinik nicht zum 2. Zuhause geworden.

Von jemandem mit 1er Abi und mit beiden Beinen im Psychologie-Studium würde ich schon etwas mehr Recherche erwarten als die Wiederholung aller gängigen Klischees. Es darf auch selbstständig gedacht werden. Auch die Postulate von Ärzten, Profs und Dozenten kann man ruhig mal hinterfragen, vor allem wenn man vermeintlich selbst davon betroffen ist. Auch im 1. Semester kann man sich mal über die Diagnose informieren und der Therapeutin dazu Fragen stellen.

Wenn du findest, dass die Therapeutin die falsche Diagnose gestellt hat oder zu voreilig, dann suche mit ihr das Gespräch und diskutiere mit ihr drüber. Und zwar nicht wutschnaubend sondern sachlich und fundiert. Das Handwerkszeug dazu solltest du ja eigentlich haben. Diagnosen sind nicht in Stein gemeißelt sondern können auch verändert und angepasst werden. Solltest du eigentlich auch wissen.

So wütend und impulsiv wie du hier vom Leder ziehst, frage ich mich eher, ob an den Einschätzungen deiner Therapeutin vielleicht nicht doch etwas dran sein mag? ;-)
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.

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Beitrag Di., 14.07.2020, 21:59

Hi!


An was denkst du denn, wo genau dir das beruflich Schaden könnte .... die Diagnose...?

Ok, wenn du verbeamtet werden willst, kann es tatsächlich sein, dass du das generell aufgrund der Therapie nicht kannst.
Dienst am der Waffe kannst du unter Umständen auch vergessen. u. ä.


In der Privatwirtschaft interessieren deine Diagnose niemanden.


Ansonsten: Ist deine Therapeutin wirklich so unreflektiert und dämlich, dass sie dich aufgrund einer Diagnose diskriminiert und stigmatsiert?
Was willst du dann da?


Und was denkst du denn? Erfüllst du die Diagnosekriterien oder nicht?
Ist ja nur ne Überschrift für die Therapie, die die ungefähre Richtung angibt.
Wenn du dich da gar nicht wiederfindest, macht die Therapie ja auch keinen Sinn.

Und bei Antrag- und Diagnosestellen "übertreiben" Therapeuten auch manchmal, damit der Antrag durch geht.
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:02

@lisbeth entschuldige, das kam glaub ich falsch rüber. Ich finde ebenfalls, dass es ne Frechheit ist, Borderliner so abzustempeln. Ich habe diese Patienten während meiner Praktika auch positiv erlebt, zb sind das echt ehrliche und oft sehr kreative Menschen. Ich habe da auch mich immer ziemlich zurück gehalten, wenn mal wieder geschimpft wurde. Leider ist es aber tatsächlich so, dass diese Diagnose echt keine harmlose Sache ist und eben negativ gesehen wird, deshalb sollte sie sorgfältig gestellt werden. Dass sich da auch an der Haltung in Fachkreisen was ändern muss, ist davon unberührt.
Und impulsiv würde ich meine Nachricht nun wirklich nicht nennen, schließlich nervt mich das Thema schon ne Woche und ich musste es jetzt nunmal los werden. Du scheinst dich gerade im ehrlich zu sein eher persönlich angegriffen zu haben, das wollte ich jedenfalls nicht!

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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:08

~~~ hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 21:59
was denkst du denn? Erfüllst du die Diagnosekriterien oder nicht?
Ist ja nur ne Überschrift für die Therapie, die die ungefähre Richtung angibt.
Wenn du dich da gar nicht wiederfindest, macht die Therapie ja auch keinen Sinn.

Und bei Antrag- und Diagnosestellen "übertreiben" Therapeuten auch manchmal, damit der Antrag durch geht.

Nein, ich erfülle die Kriterien nicht. Das sagt wie gesagt auch meine Therapeutin explizit immer wieder! Sie wollte nur die Krankenkasse betrügen bzw mehr Stunden rausschlagen. Und Sorge mache ich mir, weil ich eben auch mal ne Approbation anstrebe. Verbeamtung intersiert mich zum Glück nicht, da wäre es noch fataler, das stimmt!
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:11

dein Beitrag wirkte auch auf mich sehr wütend und impulsiv.

Wenn du Psychologie studierst, dann hast du dir doch sicher vor der Therapie Gedanken über die mögliche Diagnose gemacht, hast vielleicht schon selbst diagnostiziert.
Und dann bist du doch auch nicht auf irgendwelche Artikel aus dem Internet angewiesen und ganz überrascht was da steht.

Du kennst dann sicher auch das Verfahren, die Antragstellung. Was hast du dir da vorgestellt?
Und warum soll dir das die berufliche Laufbahn zerstören?

Ich verstehe auch nicht ganz warum die Therapeutin will dass du zu einem Psychiater "latschst" - wegen müde aussehen??

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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:11

lisbeth hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 21:52
Dafür dass du vom Fach bist, steckst du aber ganz schön tief in (Ab)Wertungen und Vorurteilen. Hoffe mal sehr, dass dir in deiner künftigen Karriere keine BL-Patienten über den Weg laufen, weil die dann wahrscheinlich wirklich nix zu lachen haben werden.
.............
So wütend und impulsiv wie du hier vom Leder ziehst, frage ich mich eher, ob an den Einschätzungen deiner Therapeutin vielleicht nicht doch etwas dran sein mag? ;-)
Und um ehrlich zu sein bist du derjenige, der hier sehr schnell gerade wertend wird... Jedenfalls geht's mir nicht darum zu erörtern ob ich das jetzt habe oder nicht, meine Thera sagt wie gesagt selbst ich habe es nicht. Trotzdem ja ich verstehe, dass es falsch rüberkam grade. War wie gesagt anders gemeint. Ich seh halt immer beide Seiten, die Patienten, mit denen man gute sowie schlechte Erfahrungen macht, aber auf der anderen Seite natürlich auch die fachmeinungen, und die sind leider weitgehend sehr negativ....
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:14

Pinkheart hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:08
Nein, ich erfülle die Kriterien nicht. Das sagt wie gesagt auch meine Therapeutin explizit immer wieder! Sie wollte nur die Krankenkasse betrügen bzw mehr Stunden rausschlagen. Und Sorge mache ich mir, weil ich eben auch mal ne Approbation anstrebe. Verbeamtung intersiert mich zum Glück nicht, da wäre es noch fataler, das stimmt!

Ok. Strange. Also dass sie dann nicht deine Probleme etwas akzentuiert hat... also schwere Depression o. ä. .. und irgendwas, was mit dir zu tun hat.

Kenn ich mit dee Approbation nicht so aus. Willst du psychol. Psychoth. werden?
Weiß nicht in wie weit, dass zum Problem wird.

Aber eigentlich solltest du die Dinge mit deiner Therapeutin klären.
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:17

chrysokoll hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:11
dein Beitrag wirkte auch auf mich sehr wütend und impulsiv.

Danke für die Rückmeldung! Ich glaube das war, weil es mich wirklich belastet das Thema seit ner Woche.

Man muss dazu sagen, dass ich da gerade erst angefangen hatte. Ich hatte da noch absolut keine ahnung, auch keine praktischen Erfahrungen und hab mich einfach nur auf sie verlassen. Jetzt würde das anders laufen. Das war ein bisschen naiv klar, aber ist halt td ihr Job keine falschen Diagnosen zu stellen und nicht meiner oder?

Und ja eben, das mit dem psychiater ist auch schon wieder strange. Sie sagt halt, ich wirke niedergeschlagen. Also dazu kann ich sagen, dass zwei meiner Kommilitonen gestern heulend angerufen haben, da zu viele Prüfungen. Unser Studium ist hart, klar bin ich da in der Prüfungsphase nicht so entspannt wie nach 2 Wochen Strandurlaub :D
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:20

was soll denn dann ein Psychiater machen?
Eine Diagnose stellen oder Medikamente verschreiben oder was genau hat sie gesagt?
Das kannst du ja spätestens in der nächsten Stunde erfragen

Es gibt ja Gründe weshalb du für dich eine Therapie möchtest und sicher hast du dir auch Gedanken über eine Diagnose gemacht, oder?

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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:26

chrysokoll hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:20
was soll denn dann ein Psychiater machen?
Eine Diagnose stellen oder Medikamente verschreiben oder was genau hat sie gesagt?
Das kannst du ja spätestens in der nächsten Stunde erfragen
Ja sie meint eben Medikamente wären nötig während der Prüfungszeit. Als Argument kam, weil ich grade zb nicht abends mit Freunden weggehen will. Ich trinke halt nicht während ich lerne und dann finde ich in Bars rumhängen iwi nicht so lustig....
Ja wegen der Trennung damals. Jetzt brauch ich die aber eig nicht mehr, kann aber nicht abbrechen, weil die Krankenkasse sonst die Kosten zurückfordern kann meines Wissens nach....
Zuletzt geändert von Pauline am Mi., 15.07.2020, 05:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:29

du kannst eine Therapie jederzeit abbrechen und da fordert gar niemand irgendwas zurück.

Wie viele Stunden hattest du denn schon, bist du noch in den probatorischen Stunden oder wie viele Stunden wurden beantragt und genehmigt?

Und selbstverständlich entscheidest nur du selber ob du Medikamente nehmen möchtest - aber es lohnt sich im Rahmen einer Therapie schon sich anzuhören was ein Therapeut meint und sagt und wenn man da so ganz anderer Ansicht ist bringt die Zusammenarbeit eher nichts.
Du könntest dir auch jemand anders suchen, eine Zweitmeinung einholen etc.

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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:32

Pinkheart hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:26
Jetzt brauch ich die aber eig nicht mehr, kann aber nicht abbrechen, weil die Krankenkasse sonst die Kosten zurückfordern kann meines Wissens nach....
Nein, das stimmt nicht. Die Krankenkasse genehmigt eine MAXIMALE Anzahl an Stunden.
Wenn du die nicht nehmen willst, ist das deine Sache.

Einzige negative Konsequenz... in den nä 2 Jahren kann es schwierig sein wieder eine Therapie genehmigt zu bekommen.

Zahlen musst du gar nichts, wenn du gesetztlich versichert bist und abbrichst.
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:35

chrysokoll hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:29
du kannst eine Therapie jederzeit abbrechen und da fordert gar niemand irgendwas zurück.

Wie viele Stunden hattest du denn schon, bist du noch in den probatorischen Stunden oder wie viele Stunden wurden beantragt und genehmigt?
Sie hat 50 Sitzungen beantragt. Sie meinte, wenn sie den Antrag wegen irgendeinem anpassungsproblem stellt, bekommt sie nur 10 oder so und sie hat gerne back-up Stunden.
Da hast du schon recht. Ich glaube ich wäre da auch offener, wenn eben nicht schon diese Borderline diagnose in der akte stehen würde. Gehe ich zum psychiater, stellt der entweder noch eine Diagnose oder er verläßt sich auf die Thera und unterstreicht das Borderline. Das ist eigentlich mein Hauptproblem, Angst vor Problemen durch die krankenakte.
Zuletzt geändert von Pauline am Mi., 15.07.2020, 05:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Di., 14.07.2020, 22:37

~~~ hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:32
Pinkheart hat geschrieben:
Di., 14.07.2020, 22:26
Jetzt brauch ich die aber eig nicht mehr, kann aber nicht abbrechen, weil die Krankenkasse sonst die Kosten zurückfordern kann meines Wissens nach....
Nein, das stimmt nicht. Die Krankenkasse genehmigt eine MAXIMALE Anzahl an Stunden.
Wenn du die nicht nehmen willst, ist das deine Sache.

Ich bin privat versichert plus über Beihilfe (Beamtenkind). Ist das da vielleicht anders? Ich habe leider nichts im Netz dazu gefunden. Ach ja und ich bin Deutsche und lebe aber in Österreich, die Versicherung ist aber deutsch