Aus: "Ich bin Viele"

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie, Bipolaren Störungen ('Manisch-Depressives Krankheitsbild'), Wahrnehmungsstörungen wie zB. Dissoziationen, MPS, Grenzbereichen wie Borderline, etc.
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Candykills
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Aus: "Ich bin Viele"

Beitrag Di., 02.08.2022, 20:08

„Ich bin Viele“ heute, 2.8.22 um 22:15 Uhr auf ZDF.
Dokumentation/Reportage über eine Frau mit Dissoziativer Identitätsstörung/Multipler Perönlichkeitsstörung
🦄

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Sydney-b
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Beitrag Di., 02.08.2022, 21:52

Ich habe die Doku extra angesehen.
Gerne hätte ich gewusst, wie sie vor ihrer Diagnose klar kam, weil sie ja gearbeitet hat.

Ich kenne Vierjährige.
Die vierjährige Sabrina kam mir im Film stark entwicklungsverzögert vor.
Vom Verhalten her meine ich.

Wie war die Sendung für dich, als Betroffener?

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candle.
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Beitrag Di., 02.08.2022, 21:54

9 Pfleger? Also ich fand die Doku sowas von unrealistisch?!

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Sydney-b
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Beitrag Di., 02.08.2022, 22:21

Die 9 Pfleger fand ich auch bemerkenswert.
Ich habe oft Probleme, Physiotherapie verschrieben zu bekommen und zahle deshalb meistens selber.
Was ich halt nicht verstehe, dass Sabrina plötzlich rund um die Uhr Pflege benötigt.
Als sie noch berufstätig war, musste sie ja auch pünktlich zum Unterricht erscheinen, Frühstück machen und dergleichen...

Deshalb fände ich es interessant, was andere Betroffene dazu schreiben.

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Candykills
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Beitrag Di., 02.08.2022, 22:21

Für mich stellt diese Sabrina eher einen extremen bis sehr extremen Fall dar. Und ich habe schon einige andere Betroffene auch in Kliniken kennen gelernt, die noch andere oder stärkere Symptomatik als ich hatten.
Aber was ich auch über die Jahre gelernt habe: man kann sich nicht vergleichen untereinander, weil jedes DIS System total verschieden ist.

Ich finde es sehr heftig, dass sie quasi rund um die Uhr Betreuung braucht und anscheinend auch nach vielen, vielen Jahren Therapie überhaupt kein bisschen Kontrolle über ihr System erlangt hat.

In meinen schlimmsten Zeiten hatte ich auch am Rucksack etwas hängen, wo Kontaktdaten drauf standen, weil ich auch wild gewechselt habe zwischen den Anteilen. Ich habe aber „nur“ 3 kleine Anteile (4, 8, 12) und wirklich gefährlich war das eigentlich dann nur wenn der jüngste Anteil irgendwo draußen nach vorne kam.
Insgesamt bin ich aber selten wild wechselnd draußen rum gelaufen, weil die Anteile auch teilweise sehr, sehr ängstlich sind und andere und fremde Menschen auch einfach scheuen.

Also kam es oft daheim oder vor wenigen vertrauten Menschen zu Wechseln in Kind-Anteile.
Und den Wechsel zwischen erwachsenen Anteilen bemerkt - glaube ich - ein Mensch, der davon nicht weiß, nicht als solchen Wechsel.
Da werfen dann eher Unstimmigkeiten beim Gegenüber Fragen und Irritationen auf: gestern hast du mir das völlig anders erzählt oder letztens hattest du eine völlig konträre Meinung oder ich dachte du stehst auf Punk, jetzt erzählst du mir, du hörst nur Rock…

Inzwischen habe ich viel, viel weniger Wechsel, davon ab habe ich auch nicht so viele Anteile.
Ich würde meine DIS heute eher als „stille“ DIS bezeichnen, wobei der Begriff wohl von mir stammt und ich damit nur sagen will, dass es sich viel mehr innerlich abspielt als äußerlich und für andere noch sichtbar.

Zu dem, dass sie arbeiten ging früher: ja, es ist erstaunlich, was vor so einer Dekompensation (so war es bei mir zumindest) teilweise möglich ist.
Da sind dann hauptsächlich funktionierende Anteile vorne, die zwar meist von den „dunklen, destruktiven“ Anteilen belagert werden, aber sich irgendwie durchwurschteln. Oft aber unter Zuhilfenahme von Tabletten, Alkohol, Drogen.

Ich glaube es ist eher selten, dass es völlig reibungslos bis zur Dekompensation des Systems läuft. Bei mir lief es bis dahin auf jeden Fall absolut nicht reibungslos.

Puh, das wurde jetzt lange.
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Sydney-b
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Beitrag Di., 02.08.2022, 22:30

Danke, Candy!
So wie du das beschreibst, kann ich das viel besser nachvollziehen.
Es bleibt die Frage, warum plötzlich die meiste Zeit ihre Kinderanteile vorne sind und Betreuung brauchen.
Als ob irgendwas in der Therapie schiefgelaufen wäre?

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Candykills
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Beitrag Di., 02.08.2022, 22:52

In meinen Augen ist da was schief gelaufen, aber die Doku war kurz und man weiß ja im Grunde fast nichts über den therapeutischen Verlauf. Also war sie in stationärer traumatherapeutischer Behandlung zusätzlich, wo man ja ganz gezielt daran arbeiten kann, dass die Anteile sich kennen lernen und vielleicht langsam sogar ein Bewusstsein sich übereinander entwickelt.

Bei mir ist es auch bis heute so, dass ich Zeit verlier, wenn jemand anderes vorne ist, aber es fällt mir kaum noch auf, weil ich nicht drauf achte (schaue nicht mehr bewusst viel auf die Uhr, um mir Wechseln bewusst zu werden) und es manchmal auch nicht mehrere Stunden oder gar Tage sind, sondern nur eine kurze Zeitspanne, in der vielleicht ein Wechsel nötig ist. Oder ein Anteil getriggert wurde.

Ich weiß nicht, warum sie nach abgeschlossenen Therapien in so einem Zustand lebt. Ich denke aus dramaturgischen Gründen wurde ein Augenmerk auch auf die Kind-Anteile geworfen.

Das größte Problem (einer jeden DIS so würde ich behaupten) sind letztendlich aber die Täteranteile, dadrüber kam ja gar nix.
Das ist ein sehr heftiges und schon in meinen Augen auch noch viel intimeres Thema, als kleine Anteile.
Anscheinend hat sie das ja im Griff, ich meine das wurde kurz angeschnitten.
Und das war auch bei mir Thema, da wurde dran gearbeitet, viel mehr als an den kleinen Anteilen.
Man muss für sich herausfinden: sind diese Anteile potentiell gefährlich, wenn sie uns selbst schon so grausam behandeln.
Das ist alles sehr schwierig und belastend.
Können die eigenen täterloyalen Anteile sowas tun, wie es der Täter tat?
In meinen Augen mit das zentralste Thema in der Behandlung und Therapie der DIS.

Ich hab inzwischen zwei Kinder und war aber zu dem Zeitpunkt schon an so einem therapeutischen Punkt, dass ich sicher sein konnte, dass nix passiert. Aber ich hatte wirklich viele Jahre Angst.
🦄

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Sinarellas
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 07:28

Candykills hat geschrieben: Di., 02.08.2022, 22:21 Für mich stellt diese Sabrina eher einen extremen bis sehr extremen Fall dar.
...
Ich finde es sehr heftig, dass sie quasi rund um die Uhr Betreuung braucht und anscheinend auch nach vielen, vielen Jahren Therapie überhaupt kein bisschen Kontrolle über ihr System erlangt hat.
Ich hatte das Gefühl, dass der Fokus auf Innenkommunikation und innere Zusammenarbeit völlig verfehlt oder ignoriert wurde bis zu dieser Doku. ganz im Gegenteil, die dissoziativen Barrieren wurden gestärkt und anstatt Kontakt zu Alltasanteilen herzustellen, wenn 4 Jahre Sabrina da ist, wird mit 4JahresSabrina Schule gemacht und geübt. Das alles verstärkt die Barrieren meiner Meinung nach und ist das Gegenteil von Übernahme von Verantwortung.

Für mich ist sie authentisch, auch weil Anteile bei mir angetickt wurden, als sie sichtbar vor der Kamera waren.

Umgekehrt ist das relativ typisch: Betroffene ist hochfunktional im Leben unterwegs, übt Job und Co. aus, aber hat immer wieder Einbrüche, Probleme und kann sie nicht zuordnen. Irgendwann bricht das Kartenhaus völlig zusammen, ob mit oder ohne Therapie und die dissoziativen Barrieren halten nicht mehr unter der Last stand.
Das ist wirklich sehr typisch.

Ich meine man muss sich das mal vorstellen: Im Alltag begegnet mir ein Trigger A zum Beispiel Geruch von X und Kinds-Anteil Z kommt raus, weil rausgetickt, ich bin weg und dann sind da zwar ein Haufen Helfer, aber kein Mensch schafft es mich als Alltags-Anteil wieder zurückzuholen und dann bleibt das über Stunden oder Tage?
Warum wurden nicht die Auslöser genau definiert, warum kein zurückholen des Alltags-Anteils, warum wurden keine Skills gefunden, die den wieder zurückholen können? Im Gegenteil, es wird gestärkt, der Anteil und ständig gefördert da zu bleiben.

Ich würde den Zustand wie er da gezeigt wurde, zu Beginn der Therapie erwarten, völliges Chaos, desolater Zustand.

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es so, dass wenn mein Gegenüber einen Anteil besonders stärkt, Stunden mit ihm kommuniziert und in der Gegenwart verankert, bleibt dieses Nervensystem aka Anteil "da". Ich brauche dann klare Ansagen, wo ich bin, wer ich bin, bestimmte Gerüche oder Handlungen verstärken das "zurückkommen".

Es nutzt keinem was, wenn die Anteile so separiert bleiben. Sie tut mir leid, weil sie in einem übertherapeutischen Konstrukt ist und so nicht zur Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung und Stabilisierung kommt.

Das Ziel sollte sein: Weniger dissoziieren und nicht mehr.
..:..

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Candykills
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 08:53

Sinarellas hat geschrieben: Mi., 03.08.2022, 07:28

Ich hatte das Gefühl, dass der Fokus auf Innenkommunikation und innere Zusammenarbeit völlig verfehlt oder ignoriert wurde bis zu dieser Doku. ganz im Gegenteil, die dissoziativen Barrieren wurden gestärkt
Ich meine man muss sich das mal vorstellen: Im Alltag begegnet mir ein Trigger A zum Beispiel Geruch von X und Kinds-Anteil Z kommt raus, weil rausgetickt, ich bin weg und dann sind da zwar ein Haufen Helfer, aber kein Mensch schafft es mich als Alltags-Anteil wieder zurückzuholen und dann bleibt das über Stunden oder Tage?
Warum wurden nicht die Auslöser genau definiert, warum kein zurückholen des Alltags-Anteils, warum wurden keine Skills gefunden, die den wieder zurückholen können? Im Gegenteil, es wird gestärkt, der Anteil und ständig gefördert da zu bleiben.
Ich würde den Zustand wie er da gezeigt wurde, zu Beginn der Therapie erwarten, völliges Chaos, desolater Zustand.
Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es so, dass wenn mein Gegenüber einen Anteil besonders stärkt, Stunden mit ihm kommuniziert und in der Gegenwart verankert, bleibt dieses Nervensystem aka Anteil "da". Ich brauche dann klare Ansagen, wo ich bin, wer ich bin, bestimmte Gerüche oder Handlungen verstärken das "zurückkommen".
Kann ich dir nur 100% zustimmen. Mich hat das noch lange heute Nacht beschäftigt, ob sie wirklich an eine komplett unfähige Therapeutin geraten ist oder ob da vielleicht sogar ein sekundärer Krankheitsgewinn vorliegt.
Vielleicht hat sie auch zu viele Baustellen zusätzlich mit den dissoziativen Lähmungen und Krämpfen. Aber es kam für mich so rüber, dass sie auch derzeit keine Therapie mehr macht und man sie in diesem Ist-Zustand belässt, aber ihr mega viele Helfer zur Seite stellt.
Und man hat das Verlangen an ihr zu rütteln und zu sagen, dass das SO nicht bleiben muss.
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candle.
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 11:51

Naja, es ist eben für das Fernsehen gemacht und da weiß man eben auch nie wieviel inszeniert wurde. Ich denke auch nicht, dass es in dieser Doku um Heilung ging, sondern einfach nur um die Bekanntmachung, dass es das gibt um "Hemmungen im Umgang mit solchen Menschen" abzubauen.

Ich fand das Thema "Freundschaft" beklemmend, ich könnte das wohl nicht bei dieser "gezeigten Form".

Und Fachleute haben mir auch viel zu wenig gesagt.

Aber das ist eben so: Es soll eine breite Masse interessieren.

Ach ja, wegen dem Studium: Ich kann es mir nicht vorstellen, dass man sich dann durch das Studium schleppt. Und sauer stieß mir der Gedanke auf, dass vielleicht die "Täter" das mitfinanziert und den Weg geebnet haben. Aber das steht dann wieder völlig im Widerspruch dazu, dass das Sozialamt für die Frau aufkommt.

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Beitrag Mi., 03.08.2022, 12:07

candle. hat geschrieben: Mi., 03.08.2022, 11:51

Ach ja, wegen dem Studium: Ich kann es mir nicht vorstellen, dass man sich dann durch das Studium schleppt.
Eh, ich habe auch trotz DIS und Schizophrenie einen Studienabschluss. Man ist ja deshalb nicht gleich dumm und die meisten Menschen mit DIS haben mindestens gute Ausbildungen, häufiger Studienabschluss.
Zugegeben: bei Schizophrenie sieht das etwas anders aus.

Also nur weil du es dir nicht vorstellen kannst, geht es trotzdem.
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Sydney-b
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 12:15

Wie meinst du das mit: Dass die Täter das Studium mitfinanziert haben und den Weg geebnet haben?
Wäre ja eigentlich gut, wenn die Täter für das Studium aufkommen würden.

Aber Sabrina ist wohl mit 19 Jahren weg von den Tätern....

Ich merke zunehmend, dass die Sendung mich mehr verstört hat, als ich jemals gedacht hätte.
Die Frau lebt für mich in kompletter Gefangenschaft und Abhängigkeit.

Ich sah da nur eine Förderung, um in der DIS zu bleiben und zu verharren.
Zu viel gutgemeinte Förderung in die komplett falsche Richtung.
Wie ein Versuchskaninchen für eine neue Art der Behandlungsmethoden.

Was macht so ein Mensch, wenn plötzlich irgendjemand vom Amt/Träger bestimmt, dass nun das notwendige Geld fehlt, um sie weiterhin mit 9 Pflegern zu umsorgen?
Solche Entscheidungen kommen öfters vor, als man denkt.

Aber, naja, ist nur meine Denke.
Bin schließlich keine Koryphäe in dem Gebiet.

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LovisTochter
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 12:47

Sydney-b hat geschrieben: Mi., 03.08.2022, 12:15 Was macht so ein Mensch, wenn plötzlich irgendjemand vom Amt/Träger bestimmt, dass nun das notwendige Geld fehlt, um sie weiterhin mit 9 Pflegern zu umsorgen?
Solche Entscheidungen kommen öfters vor, als man denkt.
Genau das ist auch meine Denke und der Grund, warum ich die Doku nicht so prall fand.
Mir ist da zu viel verharren in extremen Defiziten und als die ehemalige Therapeutin davon sprach, dass ja ein gutes und lebenswertes Leben für die Sabrinas etabliert wurde, ist mir ganz anders geworden.

Natürlich finde ich es gut, dass sie momentan die benötigten Hilfen hat! Allerdings fehlen mir die Aspekte: Weiterentwicklung, Selbständigkeit, Co-Bewußtsein und Innenkommunikation;
komplett.
Ich empfinde es schon fast als unterlassene Hilfeleistung, dass ihr so gar nicht dabei geholfen wird, sich wieder im Hier und Heute zu orientieren und "Klein" ja eine sehr präsente Rolle in ihrem Leben zu spielen scheint.

Keine Ahnung, aber meine Therapieziele sind definitiv andere. Meine Therapeutin legt sehr großen Wert darauf, mich zu stärken und somit Dissoziationen "verzichtbarer" zu machen.
Was mich auch wundert ist, dass ja in ihrer Therapie scheinbar auch kein Fokus auf Innenkommunikation und die Entwicklung von Co-Bewusstsein gelegt wurde. Auch das ist hier komplett anders.
Für mich wäre diese Art zu Leben alles andere als der Status quo, den ich für erstrebenwert empfinde, aber das kann und darf natürlich nur jede*r für sich selbst entscheiden. Mir wäre das so nix.
Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde)

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candle.
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 12:57

Könnte man klären, ob wir hier überhaupt diskutieren darf? Sonst könnten wir einen neuen Thread eröffnen.

candle
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Beitrag Mi., 03.08.2022, 13:30

candle. hat geschrieben: Mi., 03.08.2022, 12:57 Könnte man klären, ob wir hier überhaupt diskutieren darf? Sonst könnten wir einen neuen Thread eröffnen.

candle
Hab die Moderatorin Pauline angeschrieben, sie wird einen Thread erstellen und die Diskussion darin auslagern. Ich denke bis dahin kann hier normal sich dazu ausgetauscht werden.
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