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SabZero
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Beitrag So, 15.Aug.04, 12:26      Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!
Ich leide seit ein paar Monaten unter Panikattacken. In letzter Zeit habe ich gelernt, besser damit umzugehen und seitdem kamen sie auch nur etwa einmal die Woche. Wegen einer Blasenentzündung muß ich seit Donnerstag Antibiotika nehmen. Seitdem habe ich ständig taube Beine (und Arme) und hatte jeden Tag mehrere Panikattacken, die viel schlimmer waren, als die in den letzten Wochen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotoka und Panikattacken? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt?

LG, SabZero

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Beitrag So, 15.Aug.04, 12:58      Re: Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

hallo!

ich kann mir nicht wirklich vorstellen dass antibiotika panik aus lösen können , also das mittel direkt.
ich weiß es aber nicht!

aber mir fällt dazu etwas anderes ein:
ich bekomm auf jeden fall leichter und auch schlimmere panik , wenn ich krank bin. dann hat die panik ein leichtes
spiel mit mir.
und noch ne frage:
hast du vorher den beipack zettel und die nebenwirkungen gelesen?
das kann auch zu panik führen.
man liest den beipack , schluckt die tablette und bildet sich natrürlich ein , nebenwirkungen zu spüren bzw beobachtet
seinen körper ganz genau und registriert jede "abweichung".
zumindest bilde ich mir auch sämtliche nebenwirkungen ein.
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SabZero
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Beitrag So, 15.Aug.04, 13:32      Re: Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

:
hast du vorher den beipack zettel und die nebenwirkungen gelesen?

Ja da hast du recht, das hab ich gemacht. Und es stand auch als "Selten" drin: Taubheitsgefühl, Angstgefühl etc.
Meine ersten Panikattacken hatte ich während einer Bronchitis, wegen der ich damals auch Antibiotika nehmen mußte. Vielleicht "erinnert" das Antibiotika ja meinen Körper an diese Zeit? Ich hatte auch Angst vor möglichen Überempfindlichkeitsreaktionen (obwohl ich gegen nichts allergisch bin) und schlimmen Nebenwirkungen. Wenn ich das so schreibe, komm ich mir schon wieder total dumm vor, dass ich davor Angst habe, denn wenn man das alles so liest, merk ich auch, dass ich mir die Angst selbst gemacht habe...

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Beitrag So, 15.Aug.04, 19:03      Re: Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

hey!

ja das kann schon sein , wenn du die erste panikattacke während einer
bronchitis hattest. dein kopf verbindet dann beide sachen miteinander.
ich kenn fälle da hatte derjenige während der ersten attacke eine fernbedienung vom tv in der hand und die angst kam dann immer wieder in verbindung damit auf.
bei mir wars ein supermarkt - jedes mal panik wenn ich mit vielen leuten zusammen bin kommt meine panik.

machst du wg der panik eine therapie?

aber beipackzettel sind eh tückisch - am besten man liest sie garnicht.
hab letzens ne neue pille bekommen , nebenwirkungen gelesen und bekam prompt kopfschmerzen und schwindel......

lg
stella
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Beitrag Mo, 16.Aug.04, 19:00      Re: Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Stella!

Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass das Antibiotika mich quasi daran erinnert. Es ist nur schlimm, weil ich die letzten Wochen echt Fortschritte mit meiner Panik gemacht habe und jetzt war es echt wieder 4 Tage hintereinander sehr schlimm.

Ich werde im September eine Therapie anfangen (endlich).
Hoffe mal, das mir das hilft irgendwann wieder ohne Angst leben zu können.

Machst du eine Therapie und wie sind deine Erfahrungen damit?

Ich versuche nichts zu meiden und bewusst gerade die Dinge zu tun, die mir Angst machen. Leider bin ich auch nicht jeden Tag stark genug um das durchzustehen, aber ich denk mal, dass mir das weiterhilft.

LG, Sab

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Beitrag Di, 17.Aug.04, 16:25      Re: Panikattacken wegen Antibiotika? Antworten mit ZitatNach oben

hallo!

das ist aber ganz normal - auch wenn es 4 wochen gut ging , zwischendurch hat man immer mal einen einbruch.
wenn du dir das so vorstellst:
der heilungsverlauf ist keine grad linie die von unten nach oben geht. es ist eine "wellenlinie" - die ab und an mal wieder nach unten ausschlägt.
mir gehts auch ganz gut und manchmal - zack. da kommt dann wieder mal ne attacke .

ich finds aber richtig gut , dass du nicht vermeidest sondern versuchst alles zu machen. denn das ist der richtige weg. jede konfrontation hilft. und jede vermeidung bestätigt nur die panik.
weiter so!
genau das wird man dir auch in der therapie sagen.

ich hab zum ersten mal vor etwas mehr als 1.5 jahren panik gehabt - und das auch noch während meiner abi-klausur. richtig gut , ne?
und dan ging das schleichend weiter bis ich nicht mehr aus dem haus gegangen bin.
dann hab ich eine verhaltenstherapie angefangen , da hab ich jetzt ungefähr 35 stunden schon durch und es geht mir sehr viel besser. die panik ist zwar noch da aber halb so schlimm wie früher und ich kann sie auch besser kontrollieren. insgesamt hat mir die therapie gut geholfen und ich denke dass es irgendwann weg ist. meine therapeutin ist allerdings dazu noch recht analytisch , wir haben dann auch auslöser gefunden - denn diese "störung" ist ja immer ein zeichen dafür dass irgendwas in deinem verhalten , deinem leben nicht stimmt. irgendwelche andauernden stressfaktoren , nicht verarbeitete probleme usw. die dich (unterbewusst) belasten.
zuerst hab ich eben gelernt was ich mache wenn die panik kommt , wie ich damit umgehen soll.
auch entspannungstechniken uswwurden mir gezeigt und ich musste best. situationen immer wieder üben.
und gerade jetzt gehts bisschen ans eingemachte.
ist zt nicht schön , aber mir wird einiges klarer.

was für ne therapieform willst du im september anfangen?

ganz lieben gruß ,
stella
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