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chrisrudi
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Beitrag Do, 28.Jul.05, 15:59    Titel: Kann ich nach psychischer Klinik gekündigt werden? Antworten mit ZitatNach oben

Hi!

Aus einigen psychischen Gründen würde ich gerne in eine Klinik gehen. Möglicherweise, also wenn möglich, als tagesklinik. Jedoch weiß ich, dass bei den meisten Kliniken in Ö es so ist, dass ein Turnus zwischen ein bis zwei Monaten dauert. Das würde für mich aber bedeuten, dass ich ein bis zwei Monate in Krankenstand wäre, da ich arbeiten gehe.

Jetzt hab ich mich mal bei der AK erkundigt, ob ich während oder nach dem Krankenstand gekündigt werden könnte. Vor allem müßte ich ja meinem Arbeitgeber sagen (?) in welchem KH und welcher Abteilung ich da bin und dann wüßten die über meine psychischen Probleme bescheid.

Und jetzt wollte ich einfach mal wissen, wer schon mal für ein bis zwei Monate in einer Klinik war, eigentlich arbeiten geht, somit in Krankenstand diese lange Zeit war und danach k e i n e Probleme mit dem Arbeitgeber hatte.

Vor allem, wie es mit Personen aussieht, die verantwortungsvolle Berufe (Managmentbereich,...). Denn von mir wird in der Arbeit sehr viel verantwortung und verantwortungsvolles arbeiten verlangt. genauso, wie ich immer 100% leistung erbringen muss. und anhand meiner probleme würde es nach meinem leistungsprofil dann so aussehen, als könnte ich die leistung nicht mehr erbringen und bin daher fehl am platz. und ich hab einfach totale angst davor, gekündigt oder versetzt zu werden, sollte ich mich zu einer klinik entschliessen.... und ich brauch aber diesen job. erstens macht er mir spaß, wzeitens gefällt mir mein team und drittens ernähre ich mit meinem gehalt zwei personen. also diese zweite person ist von meinem geld insofern abhängig, als das diese arbeitslos ist und keinen job findet. aber ich merke mehr und mehr, wie eine klinik vielleicht doch helfen könnte.

hoffe mir kann da irgendwer seine erfahrungen weitergeben.

lg
chrisrudi
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vilareal
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Beitrag Fr, 29.Jul.05, 14:19    Titel: Re: Kann ich nach psychischer Klinik gekündigt werden? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Chrisrudi!

Du suchst zwar jemanden der keine Problem hatte. Sorry, kenne ich nicht. Ich habe diesbezüglich persönlich Erfahrung gemacht und auch das "Schicksal" anderer mitverfolgt:

Gerade bei Positionen mit überdurchschnittlich viel Verantwortung besteht seitens der Arbeitgeber keinerlei Toleranz gegenüber psychischen Problemen. Verständnis ja, sogar viel Mitleidsbekundung. Dann Kündigung. Bei mir und mir bekannten Fällen mit monatelanger Dienstfreistellung bei vollen Bezügen um nur den "Gestörten" ja sofort loszuwerden. Sobald dein Arbeitgeber die Wahrheit erfährt würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Kündigung rechnen.

Ich glaube aber nicht(!), dass du das Krankenhaus angeben musst. vielleicht kannst du einen neutrale Bestätigung auftreiben. Das weiss ich aber nicht.

lg,
v.
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Femme-Fatale
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Beitrag Do, 15.Sep.05, 10:36    Titel: Re: Kann ich nach psychischer Klinik gekündigt werden? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

ich mische mich mal hier ein, da ich auch so ein Problem habe.
Habe jetzt die Möglichkeit einer Therapie (Tagesklinik) und bin aber bei meinem Job sogar noch in der Probezeit. nun muss ich abwägen, was wichtiger ist... nach der heutigen Situation wohl der Job, aber ich möchte ja auch irgendwann mal "beschwerdefrei" sein... *grübelvormichhin* was mach ich nur?

LG
Femme-Fatale
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paikea
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Wohnort Deutschland
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Beitrag Do, 15.Sep.05, 13:56    Titel: Re: Kann ich nach psychischer Klinik gekündigt werden? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

mit dem Arbeitsrecht in Österreich kenne ich mich nicht aus, da ich aus Deutschland komme. Aber ich denke nicht, daß es sich sooo sehr voneinander unterscheidet.
Ich selbst würde -wenn es irgendwie geht- die Probezeit wenigstens abwarten.
Ansonsten gibt es hier zumindest manchmal Ärzte, die Verständnis für das Problem haben, dem Arbeitgeber eine Krankmeldung aus einer psychosomatischen oder psychiatrischen Klinik vorzulegen. Dann ist es Verhandlungssache, zu bitten, daß sie einen für die Zeit krankschreiben, obwohl man stationär in einer Klinik ist. So bekäme der ARbeitgeber eine Krankmeldung von einem "normalen" Allgemeinarzt oder ähnlichem.
Es gibt auch die Möglichkeit, ein völlig normales Krankenhaus zu suchen, was halt neben der Unfallchirurgie, Gynäkologie, Orthopädie usw. eben auch Psychiatrie oder Psychosomatische Stationen hat. Dann stände auf einer Krankschreibung lediglich der Name des Krankenhause, aber nicht die Station drauf. So habe ich es gemacht grinsend Der Grund war offiziell für meinen Arbeitgeber eine chronische Schmerzstörung. Das ist sehr praktisch als Grund, weil da jeder Verständnis für hat, daß man daran etwas machen muß. Außerdem ist es ja chronisch zwinkernd.. was auch einen möglicherweise notwenigen 2.,3., 4. oder sonstigen Klinikaufenthalt nachvollziehbar macht.
Was ich wirklich habe würde ich auf der Arbeit nicht erzählen und dazu ist man auch arbeitsrechtlich nicht verpflichtet.
Ansonsten kann wohl jeder selbst am Besten einschätzen, wie der Arbeitgeber drauf ist und was man günstigster Weise sagen sollte.
Bei mir war es einigermaßen okay. Hatte es mir schlimmer vorgestellt, bzgl. der Reaktionen meiner Mitarbeiter und meines Chefs.

Viele Grüsse,
Paikea
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