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Beitrag So, 13.Aug.06, 13:24      Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

sehr hilfreiche Webseite *lob*

Kann man Borderliner sein, ohne Schwarz-Weiß-Denken - das ja eigentlich charakteristisch sein sollte? Ich habe den Fragebogen auf der Webseite ausgefüllt - das erste Mal dass ich das überhaupt wahrheitsgemäß gemacht habe. Die kritischen Fragen habe ich, wo ich unsicher war, eher wenig ausgeprägt bewertet und trotzdem folgendes Ergebnis erhalten:

:
Erfüllte Borderline-Indikatoren gemäß DSM IV*: 5
Festgestellte Nebenmerkmale gemäß DSM IV*: 2
Festgestellte Borderline-Zusatzindikatoren*: 1


Ich war vor 5 Jahren bereits 6 oder 8 Sitzungen aufgrund starker Depressionen, Gewaltausbrüchen und Depersonalisationsproblemen bei einem Gestalttherapeuten, habe dann aber abgebrochen. Die Schwarz/Weiß-Sicht hatte ich damals auf jeden Fall, aber das hat sich mittlerweile sehr geändert, denke ich. Was los war hat er mir damals nie richtig gesagt, er meinte ich erfülle einige, aber nicht alle Merkmale für Borderline, allerdings hatte ich auch nicht genug Vertrauen alles zu erzählen.
Ich habe ein bisschen die Neigung zur Selbstaufgabe in Beziehungen, aber eine starke Bindung um jeden Preis an eine einzige Person oder Hassliebe habe ich bei mir in den letzten Jahren nicht festgestellt (ich bin 25). Allein sein kann ich aber auch nicht.

Der Fragebogen sagt ja nun doch was aus... Ein gewisses Problem ist, dass ich wirklich Jahre brauche, mich zu einem Therapeuten durchzuringen, und sehr unzuverlässig bin was das Erledigen solcher (eigentlich dringender) Angelegenheiten angeht. Kann also sein dass ich wieder ne Weile garnichts tue...

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LG
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Philipp1982
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Beitrag Sa, 26.Aug.06, 21:07      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

also auf Psychodeutsch heisst das Disziplin. Damit ist es bei dir nicht so weit her. Ich kann dir empfehlen Kuenstler zu werden. Dafuer wird man auch bezahlt.

Gruss
Philipp

_________________
Wir rennen vor dem Leben weg. (Erich Fromm)
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Annemarie
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Beitrag Sa, 26.Aug.06, 21:28      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Philipp1982,

ich frage mich gerade, ob Du wirklich fade_to_gray antworten wolltest gruebel ?

Fällt Dir auf, daß Du eine Frage beantwortet hast, die er überhaupt nicht gestellt hat? Dafür bist Du aber umso konsequenter auf KEINE seiner eigentlichen Fragen (Sorgen) hier eingegangen.

Weiters frage ich mich, warum Du überhaupt antwortest, wenn Du das eigentliche Thema peripher an Dir verbeigehen läßt verwirrt

Mußt mir hier nicht antworten ... ist ja auch off-topic. Vielleicht kannst Du aber selbst darüber nachdenken, worauf Du wirklich eingehen willst und wo Du (für mich unnötige) Kommentare lieber weglassen könntest ... ?

Liebe Grüße,
Annemarie

_________________
Liebe ist das Fundament des Lebens

Zuletzt bearbeitet von Annemarie am Sa, 26.Aug.06, 22:16, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag Sa, 26.Aug.06, 22:12      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Danke Annemarie, aber der Beitrag von Phillip geht bei mir sowieso links rein und rechts raus. Don't feed the trolls... Cool

@thema: Mit Disziplin hat das eher wenig zu tun, das ist vermutlich was anderes. Ich verdräng solche Sachen meistens so gut es geht, und es muss echt ne Menge passieren - äußere Zwänge wie innere - (im Extremfall wird mir manchmal auch körperlich total übel), bis ichs dann doch anpacke. Wenn ich mal angefangen habe, gehts dann meistens leicht von der Hand, und ich bin total erleichtert. Ist sicher auch theraphiebedürftig.
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Really_sad
Helferlein
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Beitrag Sa, 26.Aug.06, 23:05      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

fade_to_gray :
Danke Annemarie, aber der Beitrag von Phillip geht bei mir sowieso links rein und rechts raus. Don't feed the trolls... Cool

@thema: Mit Disziplin hat das eher wenig zu tun, das ist vermutlich was anderes. Ich verdräng solche Sachen meistens so gut es geht, und es muss echt ne Menge passieren - äußere Zwänge wie innere - (im Extremfall wird mir manchmal auch körperlich total übel), bis ichs dann doch anpacke. Wenn ich mal angefangen habe, gehts dann meistens leicht von der Hand, und ich bin total erleichtert. Ist sicher auch theraphiebedürftig.


Hallo fade_to_grey,

mir geht es genauso wie dir..ich leide auch seit Jahren unter Panikattacken, aber bisher konnte ich mich noch nicht dazu überwinden einen Psychologen aufzusuchen. Wenn ich eine Panikattacke habe, dann schwöre ich mir selbst sofort am nächsten Tag um 08 Uhr einen Therapeuten aufzusuchen, aber wenn es mir dann wieder besser geht dann ist es wieder vorbei mit dem Vorsatz...ist wohl ein Teufelskreislauf.

Zu deiner Frage: ob du wirklich an BL leidest kann nur ein Psychologe feststellen- ich halte nicht viel von diesen Selbsttests, weil man dort eigentlich nie ehrlich zu sich selber ist ( meine Erfahrung). Einige typische BL-Symptome hat jeder gesunde Mensch. BL ist auf jeden Fall eine schreckliche Erkrankung- ich kenne jemanden mit BL und ich muss wirklich sagen, dass es scheußlich ist, vor allem weil es keine große Heilungschance gibt---du bist sozusagen dein Leben lang auf psychologische Hilfe angewiesen und das ist doch kein Leben mehr!

Ich wünsch dir vom Herzen, dass du nicht an dieser Krankheit leidest...

Alles Gute vom Herzen...
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Beitrag So, 27.Aug.06, 4:03      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

:
mir geht es genauso wie dir..ich leide auch seit Jahren unter Panikattacken, aber bisher konnte ich mich noch nicht dazu überwinden einen Psychologen aufzusuchen. Wenn ich eine Panikattacke habe, dann schwöre ich mir selbst sofort am nächsten Tag um 08 Uhr einen Therapeuten aufzusuchen, aber wenn es mir dann wieder besser geht dann ist es wieder vorbei mit dem Vorsatz...ist wohl ein Teufelskreislauf.


Hey, ich hab nen Termin! Endlich! Smile

:
Zu deiner Frage: ob du wirklich an BL leidest kann nur ein Psychologe feststellen- ich halte nicht viel von diesen Selbsttests, weil man dort eigentlich nie ehrlich zu sich selber ist ( meine Erfahrung).


Hmm, ich denk ich bin das schon.

:
Einige typische BL-Symptome hat jeder gesunde Mensch.


Klar, aber nicht so extrem, und die Häufung machts..

:
BL ist auf jeden Fall eine schreckliche Erkrankung- ich kenne jemanden mit BL und ich muss wirklich sagen, dass es scheußlich ist, vor allem weil es keine große Heilungschance gibt---du bist sozusagen dein Leben lang auf psychologische Hilfe angewiesen und das ist doch kein Leben mehr!

Ich wünsch dir vom Herzen, dass du nicht an dieser Krankheit leidest...

Alles Gute vom Herzen...


Hmm, also das finde ich wenig hilfreich, trotz der guten Wünsche . 1. Das ist keine Erkrankung sondern ein therapiebedürftiges Persönlichkeitsbild, das halt nun einen Namen hat. Es ist nichts was man hat, sondern was man ist. 2. Hat das ganze nicht nur Nachteile, auch wenn die natürlich gravierend sind. 3. Ist es durchaus möglich, "zu leben". Mit oder ohne Hilfe. Ich habe nicht den Eindruck, mein Leben sei nicht lebenswert.
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Toughy
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Beitrag So, 27.Aug.06, 8:47      Re: Borderline ohne Schwarz/Weiß-Sicht? Antworten mit ZitatNach oben

Hi fade_to_gray,

passender Nick Wink

Wozu brauchst Du eine Diagnose? Es macht auf mich den Anschein, dass Du Deine Probleme im Einzelnen gut (er-)kennst. Dort kann (und muss) man ansetzen - ganz gleich, unter welche Diagnose diese einzelnen Probleme subsumiert werden.

Im Übrigen ist BL von der "Ich hab sonst keine Ahnung, in welche Kategorie ich den Patienten stecken soll"-Diagnose zum differenzierteren Störungsbild geworden. Soll heißen: Es gibt nicht den BL-er; es gibt verschiedene Formen von Borderline. Und das wiederum kann heißen, dass Du in das "klassische" Bild eines Borderliners nicht hineinpasst, das Du möglicherweise noch hast, nach ICD-10 aber dennoch einer bist.
Vielleicht findest Du Dich eher in der Diagnose der "emotional instabilen Persönlichkeitsstörung" wieder. Kannst ja mal schauen.
Bleibt dennoch die Frage, wozu das so wichtig ist Wink


Alles Gute,
Toughy

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