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tanya
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Beitrag Do, 25.März.04, 17:25      Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Hallo zusammen
Ich lese schon einige Zeit die Beiträge in diesem Forum. Einiges kommt mir bekannt vor, anderes gar nicht.
Bei mir hat sich folgende Eigenheit herauskristallisiert. Ich hatte vor ca. 4 Jahren ziemlich starke und regelmässige Panikattacken. War aber nie arbeitsunfähig und habe nur mal ganz kurz ein Medi genommen, was mir aber nicht speziell was gebracht hat. Da ein Auslöser von Panikattacken bei mir eben unter anderem eine Einnahme von Medikamenten ist, d.h. sogar bei Spirulina-Presslingen kann ich eine Attacke entwickeln, habe ich die Medis schnell abgesetzt. Sobald ich eine Wirkung im Körper oder auf der Zunge spüre bekomme ich Panik. Da ich gerne schwanger würde hat mir die Frauenärztin Folsäuretabletten verschrieben. Obwohl ich die erste Hälfte völlig unvorbelastet genommen hatte, bekam ich eine richtig schlimme Panikattacke. In der Folge musste ich mit 6teln beginnen, mittlerweile kann ich eine Halbe nehmen, aber nur während des Essens.

In Behandlung war ich auch nur ganz kurz beim Hausarzt in Verhaltenstherapie.
Die Panikattacken besserten sich nach einigen Monaten und ich lernte, dass ich es überlebe. Richtige Panikattacken habe ich nur noch selten, 1 mal alle 5 Monate eine ca. aus einem Erschöpfungsgefühl heraus. Ich lebe gut damit und habe keine Probleme im Alltag.

Begleitet ist meine Eigenheit halt auch von diversen Ängsten vor Krankheit, habe Herzstechen, Angst vor Nierenversagen (Amoniakgeschmack im Mund) Tod, Ersticken (manchmal muss ich richtig angestengt atmen, ich habe sonst das Gefühl es hört einfach auf) und, nun kommt es: das schlimmste, was mich auch im täglichen Leben etwas einschränkt:

Blutdruckmessen

Da während der Panikattacken mein Blutdruck (der untere über 100)immer hoch war und Leute darüber erschrocken sind, hat sich hier bei mir ein Problem abgezeichnet. Ich bin sicher normalerweise einen normalen Blutdruck zu haben, nur sobald sich jemand mit einem Gerät nähert, wenn ich nur schon daran denke, bekomme ich Herzrasen, kalten Schweiss und Schwindel. Ich bin schon lange nicht mehr beim Arzt gewesen aus diesem Grund. Klar gibt es Messmethoden z.B. Langzeitmesung etc. die das aufdecken würden, aber das ist ja nicht nötig.

Zudem habe ich absolut gar kein Vertrauen in die heutige Medizin, also misstraue ich auch Ärzten.

Kennt das jemand von Euch? Vor allem das mit dem Blutdruck?
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Beitrag So, 28.März.04, 23:02      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Tanya,

dieses Problem habe ich auch. Als die Panikattacken bei mir begannen hatte ich auch immer erhöhten Blutdruck, meine Ärztin damals machte mich wahnsinnig, verschrieb mir sogar Betablocker. Es dauerte viel zu lange, bis ich herausbekam, daß die Symptome die ich alle hatte von Angstzuständen und Panikattacken herrührten. Eine Untersuchung beim Kardiologen und eine Langzeitblutdruckmessung haben ergeben, daß ich einen vollkommen normalen Blutdruck habe, nur beim Arzt ist er immer zu hoch.

Ich habe auch noch kein "Patentrezept" gefunden, wie ich in der Praxis einen normalen Blutdruck haben kann... Allerdings weiß ich ja inzwischen, daß mein Blutdruck ok ist und der Kardiologe hat mich vollkommen beruhigt. Ich habe zwar heute auch noch Angst, wenn ich zum Blutdruckmessen gehe, aber mein Arzt hat sich jetzt angewöhnt, mir keine Werte mehr zu sagen. Er sagt dann halt nur, daß der Blutdruck völlig normal ist oder aber ein wenig erhöht, aber keine Werte mehr. Denn um ehrlich zu sein, daran hängt man sich ja auf: Oh Gott, ich hab 170/100 usw..."

Laß Deinen Blutdruck vom Kardiologen untersuchen und wenn der Dich beruhigt, dann versuch Dir einfach immer zu sagen, daß alles ok ist. Es ist nicht schlimm, wenn der Blutdruck ab und an erhöht ist, wichtig ist nur, daß er auch wieder auf normalen Level sinkt und nicht ständig zu hoch ist...

Du schreibst ja, sobald Du eine Wirkung der Medis bemerkst, bekommst Du eine Panikattacke, wenn ich das richtig verstanden habe. Hast Du Dir jemals überlegt, in eine Therapie zu gehen? Vielleicht könnte es Dir helfen herauszufinden, weshalb Du die Panik ab und an hast?

Ich hoffe, ich habe Dir ein wenig geholfen.

Viele Grüße
Sternchen

_________________
LG,
Sternchen
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tanya
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Beitrag Mi, 31.März.04, 15:55      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Salut Sternchen

Vielen Dank für Deinen Bericht.
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Incah
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Beitrag Mi, 31.März.04, 16:29      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

also mir fällt da nur mein Opa ein, der hat eine Tabelle, wo er jeden Tag morgens und abends den Blutdruck misst und einträgt.
Er hat da auch so ein Gerät dazu, und ich messe total gern meinen Blutdruck, weil ich immer eine so schön niedrigen Puls habe, während alle anderen einen recht hohen haben... grinsend

Vielleicht könntest du auch so eine Liste führen, und natürlich zuhause, und selber den Blutdruck messen. Wenn du zum Arzt gehst, könntest du ja die Liste mitnehmen und somit vorweisen dass dein Blutdruck ok ist
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variolars
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Beitrag Mi, 31.März.04, 17:13      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Ich kenne das noch von meiner Zivi-Zeit Smile
Wir hatten einige Patienten, deren Blutdruck, wenn der Arzt gemessen hat, recht hoch war.
Das gibts sehr häufig.
Da durfte dann immer Zivi Lars messen gehen. Ich wirkte wohl nicht so auf die Patienten wie die Götter ind weiss.

Das Problem sollte deinem Hausarzt aber nicht neu sein.
Selbst mein Blutdruck is beim Hausarzt höher wie normal.
Die Idee mit dem selber Blutdruckmessen finde ich gut.

_________________
Liebe Grüsse
Lars
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Nes22
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Beitrag Fr, 02.Apr.04, 21:21      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Ich glaube, dass es "normal" ist, wenn der Blutdruck beim Arzt erhöht ist, denn man ist doch immer etwas aufgeregt (ich zumindest) Ich messe immer daheim und sag dem Arzt dann den Wert.

Mein Problem ist vielmehr meine große Angst vor schweren Erkrankungen. Kaum zwickt es irgendwo, befürchte ich immer das Schlimmste. Lese dann auch in Medizinbüchern und grüble, grüble,..... Ich steigere mich immer mehr hinein und meine Beschwerden werden immer schlimmer. Ich muss dann sofort zu einem Arzt und mich gründlich untersuchen lassen. Wenn sich herausstellt, dass körperlich alles in Ordnung ist, bin ich erstmal beruhigt, aber so ganz traue ich dem Arzt dann auch nicht und grüble weiter. Mein Therapeut sagt, ich muss mich irgendwie ablenken, darf nicht so extrem auf meinen Körper hören,...
Aber so ganz schaffe ich das nie. Könnt ihr mir helfen?
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Incah
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Beitrag Mi, 14.Apr.04, 16:44      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

sofort das Lesen in Medizinbüchern lassen! Tu die Bücher alle weg, verschenke sie oder was auch immer.
Ich bin nicht hypochondrisch veranlagt aber als ich so ein bisschen in den Büchern meine Exfreundes gelesen hab, hatte ich plötzlich auch das Gefühl dass sich mindestens 8 schwere Krankheiten in meinem Körper vereinigen...man hat sofort die ganzen Symptome, und das kann man sich richtig gut einbilden (ok, ich kann mir auch einbilden dass mir schlecht ist bis ich kotzen gehen muss...)

Weg mit den Büchern, und weg mit allen anderen Informationen darüber.

Hör auf deinen Körper, wo es ihm gut geht. Wenn du z.B. da liegst, versuche herauszufinden wo sich dein Körper wohl fühlt und nichts weh tut. Aber frag dich nicht wo es nicht weh tut (das Gehirn kennt keine Verneinung, es "hört" nur weh tun und konzentriert sich sofort wieder auf die Weh-tuenden Sachen), sondern wo es dir gut geht,du dich wohl fühlst,etc.

Mehr kann ich leider auch nicht raten
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tanya
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Beitrag Do, 29.Apr.04, 16:54      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Vielen Dank für Eure Zuschriften

an Incah: Ich habe effektiv eine Zeit so ein Gerät zu Hause gehabt und täglich mehrmals gemessen (könnt Ihr Euch ja vorstellen). War auch absolut o.k. mit der Zeit (74 auf 120 oder so). Nur sobald sich ein Arzt nähert.... schwupp Puls 110 und 109 / ?. Das Gerät hat schlapp gemacht und mein Freund wollte nicht dass ich mir ein neues zutue. Er findet das krank, ständig Puls- und Blutdruckmessen. Da ich finde dass er irgendwo recht hat habe ich es gelassen.
Das mit den Medizinbüchern war genau mein Fall. Ich habe zu der Zeit der Panikattacken auf einer Krankenversicherung in der Risikoprüfung gearbeitet. Sagt Dir das Pschyrembel etwas? Ich hatte es auf dem Bildschirm und las in jeder freien Minute alle möglichen Krankheiten und Symptome durch.

Eigentlich geht es mir mehr darum mitzuteilen und andere zu hören die das gleiche erleben, wie tipps zu erhalten. Mir geht es grundsätzlich gut,
bis auf die kleine Angststörung.

Grüsse
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Incah
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Beitrag Fr, 30.Apr.04, 15:38      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

naja, wenn du es dabei belassen kannst 1x pro Tag Blutdruck und Puls zu messen, dann würd ich mir schon wieder so ein Gerät zulegen, eine Liste führen wo du jeden Tag die Werte aufschreibst und die zum Arzt mitnimmst.
Würde es dir was helfen, wenn du in der Arztpraxis selber den Blutdruck messen könntest, also im Warteraum, wo der Arzt noch weit weg ist?

einen Pschyrembel (natürlich weiss ich was das ist) sollte man nicht lesen, da muss man ja durchdrehen...ich hoffe du hast inzwischen einen anderen job!

Es tut einfach gut, zu hören dass man nicht alleine ist, ich kenne das schon.
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tanya
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Beitrag Mi, 19.Mai.04, 16:26      Re: Panik vor Blutdruckmessen Antworten mit ZitatNach oben

Incah

Ja zum Glück habe ich einen anderen Job.

Das mit dem Blutdruckgerät lasse ich lieber. Ich überlege wieder daran herum wenn das mit dem Arzt wieder aktuell werden sollte. Aber ich gehe eigentlich praktisch nie zum Arzt. Alle zwei Jahre zur Gynäkologin und sie weiss Bescheid.

Ich traue eben Ärzten gar nicht, bin mit unserer heutigen Medizin absolut nicht einverstanden.

Würde mich falls nötig jedoch in Behandlung begeben. Bin aber glücklicherweise gesund.

Grüsse und Ohren steif...
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