Spätfolgen nach jahrzehntelangem Drogenkonsum

Dieser Bereich dient zum Austausch über Entzug, Entwöhnung und Therapie von substanzbezogenen Abhängigkeiten (wie Alkohol, Heroin, Psychedelische Drogen, Kokain, Nikotin, Cannabis, Zucker,..)
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rainyday
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Beiträge: 290

Beitrag So., 10.02.2008, 19:21

Verläßt man ihn dann deshalb nach 4 Jahren wieder, und "sucht" wieder jemand Neuen ?? Bei dem dann wieder unter Umständen dinge und Umstände, die für einen selbst sehr wichtig wären, nicht passen und/oder nicht stimmen????
Ich fände es nicht schlimm, wenn es Dinge gibt an denen man arbeiten muss. Es ist halt im realen Leben nicht von vornherein alles so perfekt wie im Märchen. Wichtig ist aber, dass der Partner ebenso bereit ist, an einer Beziehung zu arbeiten. Und wenn ich merke, dass ich die einzige bin, die ihre Energie in die Beziehung investiert und der andere lässt alles so laufen wie immer, dann würde mir irgendwann die Kraft ausgehen und ich würde mich zurückziehen.

In deinem Umfeld scheint es ja viele Frauen zu geben deren Männer eher mit der Arbeit verheiratet sind als mit ihnen. Ich würde nie dauerhaft einen Job annehmen der mir keine Zeit zum Leben mehr lässt. Und ich würde auch nicht mit so einem Mann leben wollen.

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Tante Käthe
[nicht mehr wegzudenken]
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Beiträge: 1293

Beitrag Mo., 11.02.2008, 06:45

Hi tonglino,

wenn ich so die Beiträge von Dir lese, dann kann ich dir nur raten:

Er kümmert sich um sich dann kümmere Du Dich um Dich!!!

er sagt immer, das wäre normal, das wäre bei anderen leuten, die einer geregelten arbeit nachgehen, auch nicht anders.
Sicher ist das bei anderen Leuten auch manchmal so, aber nicht die Regel. Entweder sie verdienen mega viel Geld und machen dafür vielleicht lange Urlaube und dann schau Dir die "Ehen" an, die sind doch überwiegend zerrüttet und nur noch Zweckgemeinschaften.

Ich bin z. B. Normalbürger und mein Mann auch: Wir arbeiten beide mindestens 40 Stunden in der Woche, haben Haus und Garten sowie 2 inzwischen erwachsene Kinder. Wir führen ein ganz normales Leben, wir lieben uns wir streiten uns auch mal (das gehört dazu), aber es ist nicht so, dass der eine oder andere nur noch für die Arbeit das ist - also Quatsch, was Dir Dein Partner versucht einzutrichtern.

Un die Geschichte mit den Blumen:
Das gibts schon in Kindeszeiten: Mit Geld lassen sich keine Freundschaften erkaufen und mit teuren Blumen eben keine Liebe und kein Verständnis.

Schmeiß Dein Leben nicht einfach so weg und bemüh Dich mal um Dich selbst, hör mal in Dich rein und tu das, was Dir Dein Inneres sagt, einfach für Dich.

Kein Mensch im Leben hat die "Aufopferungsaufgabe für den Partner/-in". Sondern es sollte ein gemeinsames Leben sein.

LG Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
(Albert Einstein)

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Thread-EröffnerIn
tonglino
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Beiträge: 9

Beitrag Mo., 11.02.2008, 18:21

Danke, Käthe!

Ich hatte nie eine normale Beziehung. Ich weiß nicht, wie eine normale Beziehung ist.

Wann kommt Ihr denn jeweils beide heim? Wieviel Zeit habt Ihr dann am Tag für einander? Und wie nutzt Ihr diese? Auch gemeinsam?? Sicher habt Ihr auch die Wochenenden gemeinsam.

Bei uns ist das nicht so, das WE wird meistens durch gearbeitet. Er arbeitet im Umzugsgewerbe, und die Leute ziehen nunmal vornehmlich am WE um.

Ich habe mir mal überlegt, ich mache mal eine Liste, wann er überhaupt mal da ist, und ob er dann für mich da ist, oder was er dann macht, wo also dann sein Interesse liegt, wenn er mal frei hat/hätte. Und ich mache mir mal eine Liste, wann ich anfange, unzufrieden zu werden, und warum.

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Tante Käthe
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weiblich/female, 58
Beiträge: 1293

Beitrag Mo., 11.02.2008, 21:42

Hi tonglino,

ich habe das Glück der flexiblen Arbeitszeit, sprich unter Berücksichtigung des Dienstbetriebes ist es mir möglich, ab 6 Uhr den Dienst zu beginnen. Ich arbeite 41 Std. die Woche und habe darüber hinaus die Möglichkeit, Überstunden in gewissem Maß anzuhäufen und diese dann, wenn es die Arbeit erlaubt, abzubummeln. Da ich mir täglich vornehme, lieber eher anzufangen (was ich mache u. somit 6 Uhr) könnte ich auch zu einer christlichen Zeit am Nachmittag die Segel streichen. Leider klappt das nicht so recht. Im Schnitt arbeite ich 10 Stunden täglich, außer Freitag, der ist mir heilig. Mein Mann arbeitet bis 16 Uhr wenn er Normaldienst hat und wenn er Schichten hat, dann arbeitet er entweder von 16 - 0 Uhr wie diese Woche oder von 3 - 12 Uhr (das ist aber sehr schlecht, da ist er total kaputt, weil eben die Nacht so jäh ihr Ende findet). Wir haben ein Häuschen mit 800 m2 Grundstück, also immer etwas zu tun. Unsere Kinder sind quasi erwachsen und selbständig. Daher gehen wir auch gern jeder seiner Hobbys nach. Wichtig sind uns Sachen wie z. B. nach der Arbeit erst einmal kaffee trinken und dann quatschen oder eben auch mal anschweigen, je nach Laune. Dann wird getan, was getan werden muss. So plätschert die Zeit dahin. Wir unternehmen auch an den Wochenenden mal was, aber übertreiben es nicht. Bei mir ist es so, dass ich sehr gern lese und z. Zt. fast täglich Nordic Walking betreibe - der Winterspeck muss weg -.

Uns geht es gut, das weiß ich, aber ich kenne auch viele Familien, in denen beide Partner arbeiten und nicht das Glück der Kontinuität haben und trotzdem ihren Konsenz gefunden haben.

Arbeiten wir manchmal am WE, aber das geht alles. Gut wir sind seit 23 Jahren verheiratet und haben uns uneingeschränkt eingespielt, das ist sicher etwas anders.

Wenn ich z. B. meinen Bruder sehe, da ists auch etwas schwieriger. Er ist selbständig, hat eine kleine Firma und daher einen Vollzeitjob, teilweise endlos. Seine Lebensgefährtin arbeitet rollende Schichten, es ist schwierig, aber sie arrangieren sich miteinander. Sie müssen erst noch richtig lernen, miteinander zu spielen, da gibt es doch öfter Reibungspunkte, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Allerdings gehören immer zwei dazu und nicht nur eine(r)!!
So würde ich das bei Euch auch sehen. Sicher, in einem Umzugsunternehmen wird oftmals am Wochenende umgezogen, aber auch damit kann man umgehen und leben lernen, wenn man es will. Aber das kannst Du sicher nicht richten, dass muss von Seiten Deines Partners kommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Du Dich damit auseinandersetzen würdest, postitiv, wenn Du sehen könntest, dass da der Wille ist.

Ich kann Dir nur raten, warte nicht zu lange. Vielleicht ist es ja eine gute Idee, diesen Plan aufzustellen. Aber vielleicht versuchst Du einfach mal, wenn Du die Kraft dazu haben solltest, ihm einen Plan, der sachte an die Sache ran geht, vorzustellen, der beinhaltet, wann z. B. mal Zeit für Euch ist, sei es "nur" die gemeinsame Mahlzeit oder der gemeinsame Einkauf etc. Das man nicht pausenlos alles gemeinsam machen soll und will ist Dir ja sicher klar und das wirst Du auch nicht fordern, denke ich. Einfach nur ein bischen gebraucht und beachtet werden und das kontinuierlich, das ist Balsam für die Seele.

Ich wünsch Dir einerseits Ausdauer aber andererseits solltest Du an Dich denken.

Liebe Grüße Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
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