Cannabis Entzug

Dieser Bereich dient zum Austausch über Entzug, Entwöhnung und Therapie von substanzbezogenen Abhängigkeiten (wie Alkohol, Heroin, Psychedelische Drogen, Kokain, Nikotin, Cannabis, Zucker,..)
Benutzeravatar

jubu
Forums-Insider
Forums-Insider
männlich/male, 24
Beiträge: 220

Beitrag Sa., 14.02.2009, 13:03

Findet ihr es richtig eigentlich jeden gleich mit "willst du aufhören ?" oder "hörst du auf" oder "willst du überhaupt aufhören" zu bombardieren.


bitte bei thc.. wen mich wer fragen würde am we 5 bier trinken oder paar joints würde ich ihn zu den joints raten.
das kiffen illegal ist, ist so und so schwachsinn, die meisten leute die hier sagen "hör damit auf" gehen sicher jeden tag ihren kaffee trinken ohne dem sie garnicht auf könnten.. wo ist da der unterschied.. es ist legal ? bitte.. das ist wirklich kein grund, was legal ist und was nicht wird bei uns von alten kriegsveteranen und zauseln beschlossen die der heutigen zeit lange hinerher sind.

kiffen ist genauso gefährlich wie kaffe/alk/nikotin wenn nicht sogar weniger, manchen leuten bekommt es nicht etwas davon zu konsumieren (von allesn sachen, manche reagieren auf koffein sehr negativ wie ich. mir wird übel davon), der merheit geht es aber damit gut und wer das als lebensqualität sieht, der soll das tun.

sicher bei härteren drogen gehen gewisse rechnungen nicht auf.. heroin kann z.b nie zu einer "lebensqualität" führen aufgrund eines körperlichen entzugs und chronischen geldsorgen aber eine leichte droge wie kiffen zum entspannen paar mal die woche kann das sehrwohl weil man auch auf sie verzichten könnte wenn sie mal nicht da ist und das reicht.


wir menschen wollen rauschmittel wir brauchen sie, JEDER benutzt eines..ob es achterbahn oder heroin oder einkaufen ist JEDER berauscht sich mit etwas, solange der rausch das restliche leben nicht beieinträchtigt ist alles ok, tut er das aber nennt man das sucht und das ist schlecht.. der rest ist gewonheit wie pinkeln am morgen.

lg

Werbung

Benutzeravatar

Tante Käthe
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 58
Beiträge: 1293

Beitrag Sa., 14.02.2009, 14:39

Hi maybe,
maybe hat geschrieben: Die ersten Jahre bin ich arbeiten gegangen, hab sogar noch studiert nebenher. Aber irgendwann… so nach 10 Jahren Dauerkonsum war ende, sprich ich kam auf der Arbeit nicht mehr klar, öfter Stellenwechsel und schließlich lange arbeitslos… War psychisch einfach zu sehr am ende…

Im Gegensatz zu deinem Sohn hab ich zwar nur 3 Jahre später das Kiffen angefangen; aber ich war da wohl insgesamt schon in einer stabileren Situation irgendwie; denn ich hatte bereits meine Ausbildung abgeschlossen, hatte seit 1 Jahr eine eigene Wohnung, stand also schon auf eigenen Füßen sozusagen, hatte gelernt Verantwortung für mich zu übernehmen und ohne Unterstützung von außen zurecht zu kommen. Das war bei ihm anders oder?
lg maybe
Ich sag es mal ganz vorsichtig: Vielleicht hattet Ihr anfänglich verschiedene Gründe, um zu Kiffen, mmh keine Ahnung, aber in Mitleidenschaft hat Dich das Kiffen ja letztlich auch gezogen.
Ja, Du warst bereits selbständig und hast die Verantwortung für Dich allein übernommen und bist ohne Unterstützung im Leben gewesen. DAs ist bei meinem Sohn anders. Wenn Du magst, kannst ja mal in meinem Thread lesen.
Er hat sich jedenfalls seine komplette Jugend genommen und alles zerstört, was er angefangen hatte, sich aufzubauen. Auch er hatte eine Wohnung, eine tolle Ausbildung, ein Auto etc. Alles weg. Gut, am Ende ist alles regulierbar und wenn er dann eben den normalen WEg ohne Drogen beschreiten würde, dann könnte man einen Aufbau starten, aber er tut halt nix dafür, weder am Aufbau zu arbeiten,noch am Drogenkonsum (das ist natürlich nur eine Vermutung von mir), denn er/sein WEsen/sein Verhalten etc. ist gleichbleibend und hin und wieder entdeckt man schon etwas.
Er geht seiner Arbeit nach, macht zur Überbrückung ein FSJ, damit er nicht auf der Strasse hängt und das macht ihm Spass, aber der Biss fehlt, er kümmert sich quasi um nix, lässt alles dahin schleifen.
Man kan ihn versuchen zu motivieren etc, alles für die Katz. Ich lasse ihn jetzt gewähren, solange unser Haus drogenfrei ist, soll er machen, wenn er meint. Fakt ist, er kann/soll und will nicht ewig hier bleiben, mit 23 Jahren könnte man auch mal so langsam in die Selbständigkeit - die er mithin schon einmal hatte - gehen. Es ist schon mächtig was los, manchmal.

Find Deine Einstellung zur Kifferei im Übrigen gut.

LG Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
(Albert Einstein)

Benutzeravatar

maybe
Forums-Insider
Forums-Insider
weiblich/female, 47
Beiträge: 152

Beitrag Sa., 14.02.2009, 15:47

Hallo Käthe,

natürlich hat mich das Kiffen in Mitleidenschaft gezogen! (ist ja aus meinem post hervor gegangen. Von wegen Probleme auf der Arbeit, arbeitslos, psychisch am ende usw.)

Nur bei mir ging das nicht ganz so schnell wie bei deinem Sohn. Und insofern auch nicht ganz so drastisch wie bei ihm; also ich hab meine Wohnung immer behalten und war auch sonst nie auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen. Wie gesagt, die ersten 10 Jahre lief so nach außen hin (Arbeit, Studium, Finanzen) alles im normalen Rahmen bei mir. Und ich dachte halt, das hat evtl. damit zu tun, dass ich mit 21, als ich anfing, schon ein stück weiter im Leben voran gekommen war im gegensatz zu deinem Sohn. Hat er seine Ausbildung abgeschlossen oder litt die auch unter seinem Konsum und er brach sie ab (so hatte ich’s bisher verstanden)? Und hatte er die Wohnung schon, bevor er zu kiffen anfing?
Er hat sich jedenfalls seine komplette Jugend genommen und alles zerstört, was er angefangen hatte, sich aufzubauen.
So sah es bei mir jedenfalls nicht aus. Den Hauptteil meiner Jugend hatte ich mit 21 eigentlich hinter mir und in den ersten 2 bis 3 Jahren des Kiffens war ich auch noch soweit ganz normal unterwegs (also bin weg gegangen abends, hatte Freunde etc.). Ich hab auch jahrelang in meinem Beruf gearbeitet und hab das Abi nachgeholt.

Ich meine: Wie schlimm sich das Kiffen bei jemand auswirkt, ist stark abhängig davon, in welchem Alter der Konsum anfängt. Bzw. in welcher Entwicklungsstufe. Und ich dachte einfach, ich war da schon ein Stück weiter als dein Sohn und entsprechend ging bei mir erstmal alles gut. Hätte ich mit 30 aufgehört zu kiffen, also nach fast 10 Jahren Konsum, wär’s wahrscheinlich nie so den Bach runter gegangen mit mir, wie es dann schließlich ging.

Aber worauf zielte dein Frage an sweety:
mich würde mal interessieren, ob Du dabei Arbeiten gegangen bist und wie Du zurecht kamst.
eigentlich ab? Dachte es ging dir dabei um den Vergleich mit der Situation deines Sohnes? Lag ich aber vielleicht auch falsch.

Jedenfalls liebe Grüße

maybe

Benutzeravatar

Jimbo
sporadischer Gast
sporadischer Gast
männlich/male, 30
Beiträge: 18

Beitrag Sa., 14.02.2009, 16:04

jubu hat geschrieben:bitte bei thc.. wen mich wer fragen würde am we 5 bier trinken oder paar joints würde ich ihn zu den joints raten.
Und ich würde ihn raten sich für das Geld lieber einen guten Film im Kino anzusehen und danach ne Pizza essen zu gehen. Währe doch sicher auch eine gute und bessere Alternative, oder?

Aber es ist immer wieder sehr amüsant zu sehen, wie die Dauerkiffer plötzlich ihren Arsch von der Couch bekommen, wenn es um ihr THC geht. Da werden sie plötzlich munter und schmeissen mit ihren Belehrungen und schwachsinnigen Vergleichen um sich.

Eigentlich ist das sogar noch besser als Kino ...
You think it could go on like this forever? Living like this with no consequences? There are always consequences!!!

Werbung

Benutzeravatar

jubu
Forums-Insider
Forums-Insider
männlich/male, 24
Beiträge: 220

Beitrag Sa., 14.02.2009, 17:02

hehe ich vergleiche garnichts, hier gehts einfach nur um wirkung von rauschsubstanzen , kiffen ist softer und ungefährlicher als alkohol punkt, es gibt kein argument dagegen. alkohol macht körperlich abhängig,gewalttätig,unkontroliert.. kiffen macht wenndann plump und dumm.. aber wer das manchmal will, warum nicht.

und ich HASSE kiffen, ich hab das letzte mal vor 10 jahren gekifft soweit ich mich richtig erinnere.. also schmier dir dein "kiffer couch" gegrunze sonstwohin, ich bin kein kiffer . ich seh kiffen objektiv in vergleich mit alkohol als außenstehender, sicher hab ich aber auch erfahrungen auch wenns länger her ist, außerdem müssen kiffer nicht faul sein, viele sind es sowieso deswegen aber stehen sie auch auf diese chillige droge, ich selber finde sie kacke.
ich selber bin 3monate ohne etwas und war vorher auf heroin/koks


ps: und ob sich fettfressen besser als kiffen ist ? also ich währe lieber kiffer als fett.. ganz ehrlich, weil du sagst "lieber eine pizza essen gehen"... alleine DER vergleich ist ja hammer, sagst du einen heroinsüchtigen der den nächsten schuss braucht auch "he junge kauf dir lieber eine pizza oder ein kebab".. ich mein.. buä , was für kackvergleich.

und ich sagte, wenn wer schon rauschsubstanzen nutzen WILL und sich nicht davon abbringen lässt und was anderes tun will.. wie ich z.b sport statt drogen jetzt, DANN ist kiffen eine gute wahl, die droge ist sanft und zieht bei den meisten bei gelegentlichen gebrauch KEINERLEI negative effekte. Ich sage nirgends kiffen ist geil *g*. Das wichtigste aber ist, wenn eine droge sich auf die person negativ auswirkt ist sie nicht die richtige für denjenigen bzw sollte der überhaupt die finger allgemein von drogen lassen und halt lieber das kebab essen gehen.

Benutzeravatar

Tante Käthe
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 58
Beiträge: 1293

Beitrag Sa., 14.02.2009, 18:23

Hi maybe,

also meinem Sohn wurde fristlos gekündigt, weil er zu oft unentschuldigt gefehlt hat. Mmh, da war wohl die Motivation voll im Eimer. Dann kamen völlig absurde Lügen dazu, sie sollten für ihn logisch als Rechtfertigungsgrund dienen, was nicht klappte. Mein Sohn hat bereits gekifft, als er die Wohnung mietete. Dies war eine Notwendigkeit, da er 80 km von uns entfernt die Ausbildung aufnahm und das tägliche Fahren mit dem Auto - nur Landstrasse - auf Dauer eine Katastrophe war. Er war damals total happy über seine Eigenständigkeit und wir hofften, dass es ihm vielleicht hilft und die Augen öffnet, aber ne, es ging bergab im freien Fall. Dort kamen neue "Freunde" und neue Drogen hinzu, er brauchte dann halt etwas, was ihn wieder aufputschte (denke ich mir), Amphetamine. Was eventuell noch im Spiel war oder ist, keine Ahnung. Ich weiß nur, dass er mal Benzos genommen hat - ca. 1 Woche. Da glaube ich ihm sogar, dass er nicht wirklich wusste, was er da schluckt. Hatte er von einer Freundin, die Krankenschwester ist bekommen, weil er immer nicht schlafen konnte. Er hat sie dann auf einmal, warum auch immer, völlig wahllos und unkontrolliert genommen, sodass ihm eine Woche fast fehlte und er Tage brauchte, um sich wieder normal, ohne motorische Störungen zu bewegen.
Tja, ansonsten weiß ich auch nicht.

Ich denke mir oft, dass es auf die individuelle Psyche ankommt und warum man kifft, aus Lust einfach mal in Gesellschaft am Wochenende oder um Probleme zu verdrängen und ob man es dann irgendwie zur Gewohnheit werden lässt.
Mein Sohn hat derzeit eigentlich keine sozialen Kontakte - außer die Arbeit - hat auf nix Bock und plätschert, wenn er nicht arbeitet, nonstop im Netz - Onlinespiel, seine eigene Welt, wo er sich so darstellt, wie er sein mag, naja.
maybe hat geschrieben:Aber worauf zielte dein Frage an sweety:

Zitat:
mich würde mal interessieren, ob Du dabei Arbeiten gegangen bist und wie Du zurecht kamst.

eigentlich ab? Dachte es ging dir dabei um den Vergleich mit der Situation deines Sohnes? Lag ich aber vielleicht auch falsch.
Ne, Vergleiche will ich nicht ziehen und ziehe ich auch nicht. Diese Frage war nur interessenhalber. Es scheint ja in der Tat viele Menschen zu geben, die regelmäßig Kiffen, aber eben keine Probleme mit den Auswirkungen haben scheinen oder evtl. auch nur behaupten, keine zu haben....
Einen anderen Grund hatte diese Frage nicht, ist nur eben reines Interesse.
Ich selbst habe einmal versucht, mit meinem Mann gemeinsam, zu kiffen, war aber schon zu behämmert, mir diesen Joint so richtig zu bauen. Wollte wissen, was daran so toll ist, warum das mein Sohn macht. Gleiches war der Grund auch bei meinem Mann. Wir haben dann auf die Wirkung gewartet und waren entäuscht, hatten nur das Gefühl, einen recht trockenen Mund zu haben Das war ein Test und wir müssen es nicht wieder haben, da red ich lieber nicht mit
maybe hat geschrieben:natürlich hat mich das Kiffen in Mitleidenschaft gezogen! (ist ja aus meinem post hervor gegangen. Von wegen Probleme auf der Arbeit, arbeitslos, psychisch am ende usw.)
Wie ist es jetzt bei Dir, gibt es noch einen weiteren Aufwärtstrend, außer dem Kiffen den Kampf, schon erfolgreich, angesagt zu haben?

Tschaui Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
(Albert Einstein)

Benutzeravatar

sweety65
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 43
Beiträge: 22

Beitrag Sa., 14.02.2009, 23:14

Was heißt eigentlich, dein Körper streikt mittlerweile beim Haschisch rauchen?
ich habe es ein paar mal versucht und bin immer gescheitert.
Was glaubst du, waren die Gründe, dass du da gescheitert bist? Und war das vor deinem "Sinneswandel" durch das Tantra? Wie lang machst du das mit dem Tantra jetzt schon?


hallo, ich denke, der grund war zuviel druck von aussen und ich stand nicht wirklich hinter dieser entscheidung, habe es mehr zum gefallen anderer getan, es war schrecklich, hatte das gefühl mir fliegt der kopf weg. war also nicht von langer dauer, ausserdem waren meine lebensumstände nicht so optimal, ein mann der mich betrog auch finanziell, ein riesen geschäft, alle verantwortung bei mir, naja dann habe ich eben weiter geraucht.

habe einige jahre im ausland gelebt, dort habe ich auch nicht gekifft, bin dann vierteljährlich nach deutschland ausgereist und der erste weg war nach holland, selbst da hat mich diese sucht nicht in ruhe gelassen, obwohl ich dort abstand dazu hatte, immer 3 monate und trotzdem war die sucht da....

tantra, ich massiere seit über einem jahr, meine ausbildungen habe ich dann letzten herbst begonnen und das wirkt sehr nach, weil ich auch jeden tag damit zutuen habe, tantra ist ein fluss von positiven energien, da musst du präsent sein und sehr achtsam, auch mit dir selbst, sonst kannst du es nicht geben, ich habe gelernt mich von aussen zu betrachten und ich sah eine starke frau, die eigentlich mit beiden beinen auf dem boden steht, beruflich zumindest, privat durch die kifferei ein häufchen elend, mir wurde es dann übel, musste mich dann oft ganz schnell hinlegen, weil mein kreislauf zusammen brach, ich war total down, mochte mich nicht mehr im spiegel ansehen, keine konzentration mehr und so ist es dazu gekommen, dass ich es nicht mehr vertrage, es ging mir körperlich nicht mehr gut und auch seelisch nicht.

jetzt nach meinem nun 4ten tag fühle ich mich gut, ich habe zwar auch schweissausbrüche und emotionale ausbrüche, wenig schlaf und wenig apettit, aber es fühlt sich gut an, nicht mehr zu konsumieren, habe das gefühl, als wären die ganzen jahre gehirnwäsche gewesen.
ich bleibe dabei, ich rauche nicht weiter, meine augen sind klarer, meine ränder verschwinden und wie gesagt, ich fühle langsam wieder etwas an emotionen, die fast verschollen waren.

maybe, ich finde es klasse das du mir zu diesem thema geschrieben hast und das du mich damit aufbaust, wir haben ungefähr die gleiche anzahl an jahren damit verbracht uns das leben zu versauen:)

liebe grüsse anita
Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert....

Benutzeravatar

maybe
Forums-Insider
Forums-Insider
weiblich/female, 47
Beiträge: 152

Beitrag So., 15.02.2009, 11:24

@Käthe
Ich denke mir oft, dass es auf die individuelle Psyche ankommt und warum man kifft, aus Lust einfach mal in Gesellschaft am Wochenende oder um Probleme zu verdrängen und ob man es dann irgendwie zur Gewohnheit werden lässt.
Klar kommt es neben dem Einstiegsalter auch auf die individuelle Psyche an. Irgendwas liegt da psychisch sicher im Argen, wenn man das Kiffen zu einer Sucht werden lässt. Weißt oder ahnst du, was da bei deinem Sohn dahinter steckt? Hast du eine Vermutung?

Was euren einmaligen Kiff-Versuch angeht: Die Wirkung tritt oft nicht beim ersten Konsum ein. Wenn man wirklich was spüren will, muss man das dann noch so 2 oder 3 mal wiederholen. Aber ich denke, die Erfahrung selbstmachen ist ja auch gar nicht unbedingt so notwendig. Es ist jedenfalls ein Rausch, der einen aus der normalen Realität kickt, wie jeder Rausch halt…
Wie ist es jetzt bei Dir, gibt es noch einen weiteren Aufwärtstrend, außer dem Kiffen den Kampf, schon erfolgreich, angesagt zu haben?
Es geht halt insgesamt ganz allmählich aufwärts. Bin zwar immer noch arbeitslos (warte die ganze Zeit bis mein Kurantrag durch ist, bevor ich da was starte). Was aber vor allem besser geworden ist, sind meine verdammten depressiven Phasen, das ist mindestens um 70% besser geworden. Und ich bin nicht mehr ganz so leicht angreifbar von außen; kann besser mit schwierigen Leuten und Situationen umgehen. (mach ja auch noch eine Psychotherapie jetzt). Ist immer noch problematisch, aber eindeutig besser als vorher. Danke der Nachfrage

@sweety

Da scheint das jetzt ja echt eine bessere Ausgangsbasis zum Aufhören zu sein als bei deinen vorherigen Versuchen! Das lässt doch hoffen!

Ja, die emotionalen Ausbrüche in der ersten Zeit kenne ich auch… man vermisst halt erstmal das "weichgespült sein" und muss mit diesem neuen Zustand erst mal lernen umzugehen… Oder wie du schreibst: sich wieder an Emotionen gewöhnen. Das kann eine zeitlang dauern.. aber es wird besser, keine Frage!
da musst du präsent sein und sehr achtsam, auch mit dir selbst
Klar, da steht einem eine Sucht, die einem die Sinne vernebelt, natürlich im Weg…

Interessant, was du von deinen körperlichen Reaktionen schreibst… wie sich durch dein "neues Denken" auch dein Körper einschaltet und dir dabei ja eigentlich zur Hilfe kommt, so als Warnsignal …
wir haben ungefähr die gleiche anzahl an jahren damit verbracht uns das leben zu versauen:)
Ja schon blöd, wie lang man als erwachsene Frau so ein Sch*** mit macht… Aber manchmal muss die Zeit einfach erst reif sein, um endlich den Schritt zum Aufhören zu gehen.

Wünsch dir ganz ganz viel Erfolg beim weitern Durchhalten!

lg
maybe

Benutzeravatar

Tante Käthe
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 58
Beiträge: 1293

Beitrag So., 15.02.2009, 15:36

maybe hat geschrieben:Weißt oder ahnst du, was da bei deinem Sohn dahinter steckt? Hast du eine Vermutung?
Nein, da hab ich keine Ahnung. Er ist ganz normal aufgewachsen, war ein glückliches normales Kind.
Als er mit 14 Jahren bei der Kur war, wurde im Abschlussbericht (den habe ich bekommen durch Zufall, weil seine Kinderarztin in Rente ging), den bekam als er 18 war, gelesen, dass psychologisch festgestellt wurde, dass er narzisstische Neigungen habe, welche sich NOCH im normalen Bereich befinden. Ob es damit zusammenhängt letztlich weiß ich nicht. Ich bekam das an die Hand als er schon feste mit Kiffen beschäftigt war und auch immer mal wieder die Schule geschwenzt hatte.... ich dachte mir dann halt, warum sagt man einer Mutter nicht: Hey pass auf, er ist in Ordnung, aber neigt dazu... Dem kannst Du so und so entgegenwirken.

Ansonsten finde ich keinen Grund, wir sind eine ganz normale Familie, er hatte eine prima Kindheit, problemlos und einfach alles normal. Mmh, aber ich suchte nicht mehr nach Gründen, auch nicht mehr nach Schuld, auch das musste ich erst lernen.
maybe hat geschrieben:Was euren einmaligen Kiff-Versuch angeht: Die Wirkung tritt oft nicht beim ersten Konsum ein. Wenn man wirklich was spüren will, muss man das dann noch so 2 oder 3 mal wiederholen. Aber ich denke, die Erfahrung selbstmachen ist ja auch gar nicht unbedingt so notwendig.
Ne, auf nen nochmaligen Versuch habe ich keine Lust, den wirds nicht geben
maybe hat geschrieben:Es geht halt insgesamt ganz allmählich aufwärts. Bin zwar immer noch arbeitslos (warte die ganze Zeit bis mein Kurantrag durch ist, bevor ich da was starte). Was aber vor allem besser geworden ist, sind meine verdammten depressiven Phasen, das ist mindestens um 70% besser geworden. Und ich bin nicht mehr ganz so leicht angreifbar von außen; kann besser mit schwierigen Leuten und Situationen umgehen. (mach ja auch noch eine Psychotherapie jetzt). Ist immer noch problematisch, aber eindeutig besser als vorher. Danke der Nachfrage
Na ich wünsch Dir jedenfalls Durchhaltevermögen, einen stetigen Aufwärtstrend und viel Glück bei Deiner weiteren Planung.

LG Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
(Albert Einstein)

Benutzeravatar

Jimbo
sporadischer Gast
sporadischer Gast
männlich/male, 30
Beiträge: 18

Beitrag Mo., 16.02.2009, 14:16

@jubu

Jaja, die Mär der friedlichen Kiffer … da hab ich auch lange dran geglaubt, bis mir 2 Kiffer das Leben zur Hölle gemacht haben.

Und komm mir nicht mit „Kackvergleichen“. Jemand der Kaffee mit Rauschmitteln gleichstellt und eine Pizza gleich als „fettfressen“ bezeichnet, sollte lieber die Schnauze halten!!
You think it could go on like this forever? Living like this with no consequences? There are always consequences!!!

Benutzeravatar

sweety65
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 43
Beiträge: 22

Beitrag Mi., 18.02.2009, 23:03

ich halte durch und ehrlich gesagt vermisse ich es äusserst selten, wenn solche situationen kommen, denke ich klasse, wieviel dreck hättest du dir in der zeit wieder rein gezogen...
mein apettit ist wieder da, es geht mir gut und meine kollegen wundern sich über meine gute laune und meine redseeligkeit

ich lese zur zeit das buch: endllich nichtraucher von allen carr, ich glaube das auch das etwas gebracht hat, die art von denken überzeugt auch wenn man auf canabis verzichten möchte.
kann es jedem nur empfehlen.......

lg anita
Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert....

Benutzeravatar

Tante Käthe
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 58
Beiträge: 1293

Beitrag Mi., 18.02.2009, 23:44

sweety65 hat geschrieben:mein apettit ist wieder da, es geht mir gut und meine kollegen wundern sich über meine gute laune und meine redseeligkeit
oh erste Erfolge stellen sich ein gut so.
sweety65 hat geschrieben:endllich nichtraucher von allen carr, ich glaube das auch das etwas gebracht hat, die art von denken überzeugt auch wenn man auf canabis verzichten möchte.
Mmh, kenn ich, hab ich vor 9 Jahren gelesen und einen guten Start hingelegt, der aber nicht ewig andauerte. Aber es ist auf jeden Fall interessant zu lesen und ich kenne auch zwei Personen, die es (damals mein Buch, also zwischen 8 u. 9 Jahre her) gelesen und bis heute geschafft haben. Also ich wünsch Dir viel viel Glück, aber Du bist ja schon auf dem richtigen Weg.

Tschaui und gute Nacht Käthe
Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
(Albert Einstein)

Benutzeravatar

sweety65
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 43
Beiträge: 22

Beitrag Do., 19.02.2009, 08:53

ich danke dir, es tut gut ein lob zu bekommen, baut auf
ich wünsche allen schöne fastelovend... allaf **

gruss anita
Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert....

Benutzeravatar

sherry
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 50
Beiträge: 5

Beitrag Di., 24.02.2009, 10:54

hmm - macht mir nicht den Eindruck als würdest du aufhören wollen. Die Idee erst einmal dem Tabak ade zu sagen halte ich allerdings für eine gute. Wie sagt schon der Kiffer Volksmund "Rauche pur - meide das gefährliche Nikotin" *zwinker*.

Als Nichtraucher wird es dir langsam ekelig überhaupt etwas durch die Lunge zu ziehen.
Als jemand der aber kiffen will bekommst du an diesem Punkt Probleme. Gras und Shit schmecken nicht ohne Tabak und brennen auch schlecht. Was nun? Pur rauchen oder Kekse backen?
Ich denke mal an diesem Punkt hast du eine Chance. Entweder machst du weiter wie bisher und rauchst beides zusammen oder du hörst ganz auf und entspannst dich lieber anders und bringst deine Seele in Harmonie. Denn eigentlich liegt alles in dir. Drogen sind nur ein Schubs von außen. Man kann sehr gut auf diesen Schubs verzichten. Sie aktivieren eigentlich nur was sowieso in dir ist. Aber diese erkaufte Lebenslust musst du bezahlen. Nichts ist umsonst. Du bezahlst sie mit Geld, Gesundheit, Schläfrigkeit, Lethargie... Entscheide selbst ob dir der Preis zu hoch ist. Mach dir doch einfach einen Zettel und schreibe darauf welchen Preis du für deine Kifferei bezahlst.

Ich selbst war irgendwann an dem Punkt an dem ich fühlte daß mir Drogen (ich habe nie harte Drogen genommen) nichts mehr zu geben haben.
Einfach so. Ich habe einfach aufgehört. Von heute auf morgen. Ich fand es uninteressant und langweilig. Ich bin lieber raus gerannt und habe mir die Welt mit meinen klaren Augen betrachtet. Und DAS war ein Trip! Ich merkte wie viel ich in meinem lethargischen Rausch verpasst hatte! Psychedelische Drogen können einem unbestreitbar etwas geben aber das ist winzig im Gegensatz zu dem wie vielfältig und lebensfreudig ich selbst bin. Dazu kommt - was du an Drogenerfahrung hast das hast du - das kann dir eh niemand mehr nehmen. Ständig nachzufeuern fördert nur die Verblödung. Open your mind.

Benutzeravatar

cinnamon
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 38
Beiträge: 10

Beitrag Sa., 28.02.2009, 00:48

@jimbo und jubu-
Ich fände es sehr schön, wenn der Respekt wieder Einzug halten könnten (siehe auch Nettiquette). Ein Forum ist doch schließlich dazu da, Meinungen auszutauschen. Und jede Meinung hat ihre Berechtigung und kann durch sinnvolle Argumente vielleicht geändert werden, nicht aber durch beleidigende Affronts.
Zum Thema:
Ich bin selbst (inzwischen) Gelegenheits-Kifferin, nachdem ich nun über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren intensiven Cannabis-Konsum betrieben habe. Und genau das war mein Ziel. Cannabis als Genussmittel konsumieren zu können, selbst die Kontrolle zu haben und mich nicht vom Cannabis kontrollieren zu lassen.
Fast jede Droge (mit einigen Ausnahmen) kann, wie Jubu meiner Meinung nach richtigerweise festgestellt hat, die Lebensqualität steigern. Für den Moment. Und so, wie jemand sein Feierabend-Bierchen genießt oder mal am Wochenende ein paar Gläser Wein trinkt, kann jemand auch mal zum Joint greifen um so die ersehnte Entspannung zu finden.
Gefährlich sind in meinen Augen zwei Komponenten:
1. Ein zu frühes Einstiegsalter
Jugendliche sind noch nicht in der Lage, die Konsequenzen ihres Konsums in voller Bandbreite zu realisieren. Ferner sind sie tatsächlich psychisch noch nicht voll ausgereift. So entwickelt sich eine Eigenschaft wie z.B. die Kritikfähigkeit erst im spätpubertären Alter, und diese wird durch frühzeitigen, regelmäßigen Cannabiskonsum erheblich eingeschränkt. Ferner sind Jugendliche sowie erst noch auf der Suche nach ihrem Weg und Cannabis schafft nicht gerade Klarheit.
2. die Motivation des Konsums
Geht es um die gelegentliche Entspannung, um die Steigerung eines grundsätzlich sowieso guten Zustandes, ist alles soweit in Butter. Ist das Motiv für den Konsum aber Verdrängung, Realitätsangst und -flucht, Filter für zu heftiges Gefühlsaufkommen, besteht die Gefahr der Sucht.
Viele Dauerkonsumenten können augenscheinlich ein intaktes Leben führen. Welche Erlebnisse, Gefühle, welche Teile der Realität genau verdrängt werden wissen nur sie selbst.
Grundsätzlich ist es so, dass schon seit Menschengedenken Drogen gebraucht werden, in jeder Kultur, in jedem Teil dieser Erde. Der Wunsch nach Erweiterung des Bewusstseins ist m.E. ein menschlicher Urinstinkt.
Warum übrigens fressen Tiere in Afrika vergorene Früchte um danach wie betrunken durch die Wüste zu taumeln?
Es grüßt herzlichst
Cinnamon
Wer selbst nicht brennt, kann kein Feuer entfachen.

Werbung

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag