Depression oder Burnout?

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Biene45
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Depression oder Burnout?

Beitrag Sa., 05.07.2014, 19:04

Hallo ihr da draussen.....

also mir geht es zur Zeit ziemlich schlecht, psychisch wie körperlich.
es fällt einfach alles über mir zusammen, alles negative (und das ist ziemlich viel) kommt hoch.
dazu zählen, um nur einen kleinen Teil davon zu nennen. lieblose gewalttätige Kindheit, gewalttätige erste Ehe (nur knapp überlebt) Tod eines Kindes (voriges Jahr) Tod eines Elternteils (heuer).
und jetzt bin ich soweit das ich sagen muss: ich kann nicht mehr und bin am Ende.
ich hab einfach keine Kraft mehr für nichts, deshalb bin ich auch ständig krank.... liege dann auch gleich mal im Krankenhaus. Dazu bin ich dauernd müde schwindelig, lustlos freudlos. Kann mich zu nichts aufraffen weil ich einfach zu erschöpft bin, ja selbst die geringsten Hausarbeiten bleiben liegen weil einfach nichts geht. Dazu kommt das ich ein Frustesser bin, und darum habe ich mir schon 10 kg raufgefuttert. Mal wieder. Wenns mir gut geht hab ich das im nu herunten aber in den letzten zehn Jahren ging das an die sechs sieben mal so. immer wenn es mir schlecht ging raufgefuttert dann wieder abtrainiert. Ich denke das einfach alles zuviel für mich war - mein ganzes Leben überhaupt.
Zur Zeit bin ich mal wieder im Krankenstand (wegen Krankheit), und wenn ich dran denk wieder arbeiten gehen zu müssen wird's mir noch schlechter und mein Zustand noch schlimmer.
kurz ich weis einfach nicht wie es weitergehen soll und kann? auch beruflich.

wie handhabt ihr das privat wie beruflich?
erster Weg, zum Hausarzt oder wohin?

LG BIENE

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Sillux
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Beitrag Sa., 05.07.2014, 20:50

Hi Biene 45

Ogott! Es tut mir so leid das zu hören. Du hast schon echt schlimme Sachen in deinem Leben erleben müssen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel der Mensch ertragen kann ohne zu zerbrechen, und du wirst daran NICHT zerbrechen, denn erinner dich daran wie schwer du es gehabt hast und trotzdem sehr viel in deinem Leben erreicht hast.

Liebe Biene du darfst dich jetzt nicht aufgeben denn wenn du dich selbst aufgibst
und in Hoffnungslosigkeit versinkst
beraubst du dich deiner Lebensgrundlage.

Darf ich dich fragen ob du in Behandlung bist oder warst oder womöglich vor hast. Hast du denn irgendwelche Diagnosen bezüglich deiner psychischen Verfassung?

Ich hoffe ich kann Dir mit meinen Zeilen ein
wenig Mut machen. Mut machen
weiterzukämpfen, Mut machen der
Hoffnungslosigkeit die Zähne zu zeigen .

Ich wünsche Dir, dass Du wieder Kraft
schöpfst und neue Wege findest um
Deinem Leben wieder etwas Schönes
abzugewinnen.
Du schaffst das.

Sillux

In der Krise beweist sich der Charakter.

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Biene45
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Beitrag Sa., 05.07.2014, 21:08

Hallo..
danke für deine nette aufbauende Antwort. Nein ich bin (noch) nicht in Behandlung.
Sollte ich aber wegen der vielen Traumata die ich schon hinter mir habe wie mir die Psychologin vom Kriseninterventionsteam bescheinigt hat.
Bisher scheute ich das jedoch, auch aus schlechten Erfahrungen von früher. Da versuchte ich es einmal mit einer Therapie, wurde aber von der Therapeutin enttäuscht und brach ab.
Ich selbst bin jetzt so weit das ich mir wohl professionelle Hilfe suchen muss, weil es so nicht weiter gehen kann. Die Hoffnung nicht aufgeben, schwer wenn man das schon soo sehr hat wie ich.

LG

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Sillux
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Beitrag Sa., 05.07.2014, 21:25

Hi

Du schreibst doch selber das es so nicht weitergehn kann, folglich glaub ich nicht das du aufgegeben hast.
Es wäre in deinem Fall wichtig dich umgehend in Behandlung zu geben damit (und das ist nicht zu unterschätzen) du dir alles mal von der Seele reden kannst.
Natürlich kannst du dich deinem Gegenüber nur öffnen wenn du ihm/ihr vertraust.

Mein ehemaliger Psychologe nahm meine Probleme nicht ernst und machte sich sogar darüber lustig und ich wechselte. Das zeigt nur das man solange suchen sollte bis man jemanden geeigneten gefunden hat. Und das hab ich und DU wirst es auch. Basta.


Wie geht es dir denn im Moment?

MfG Sillux

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viciente
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Beitrag So., 06.07.2014, 07:58

hallo biene,

.. schau mal hier: viewtopic.php?t=12810#p215579 .. und da: http://www.psyonline.at/contents/595/ps ... nkenschein ; achtung - krankengeldzahlung in einem stück max. ein jahr. lg.

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opossum
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Beitrag Di., 08.07.2014, 15:04

Hi Biene,

Mir hat es sehr geholfen, eine "Intensiv-Therapie" zu machen, um erst mal wieder ein bißchen stabiler zu werden - also wirklich acht Wochen am Stück in einer Tagesklinik mit verschiedensten Therapie-Formen.
Was sich da bewegt, das kann in einer "normalen" Therapie mit einer oder zwei Sitzungen in der Woche kaum geschehen. Und man wird dort wirklich rundum versorgt und betreut.

Vielleicht gibt es ja sowas auch in deiner Nähe?

Aber der erste Schritt ist sicher mal, mit dem Hausarzt zu sprechen und die Möglichkeiten abzuklären.

Das mit dem Frustessen kenne ich nur allzu gut...
Aber da hab ich auch gelernt, dass es immer nur ein Symptom ist und dass ich mich zuerst mit den Ursachen auseinandersetzen muss, bevor ich anfangen kann, abzunehmen.
Ich muss lernen, mit Stress und Frust anders umzugehen, muss Alternativen zum Essen finden.
Dabei hat die Therapie sehr geholfen und ich fange jetzt tatsächlich an, langsam abzunehmen, obwohl mein Leben momentan auch alles andere als leicht ist...

Also: such weiter und schau dich um - Du wirst sicher den richtigen Therapeuten / Therapeutin finden!

Ich wünsche Dir alles Liebe und dass Du gute Wege für die Zukunft findest!

lg
opossum

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Biene45
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Beitrag Fr., 11.07.2014, 08:55

Hallo zusammen

also einen neuen Beitrag kann ich nicht reinstellen sondern muss hier anhängen!

Es ist nun soweit Diagnose: Depression, und Cipralex bekommen dazu ein laaanger Krankenstand sowie spätere Reha (würde gern nach Gars weil man hier nur gutes liest)

Wie erklärt ihr eurem Chef das ihr länger ausfällt? Und was wenn er nach einer Diagnose fragt????

Und wie geht euer Partner/in damit um? Verständnis ja/nein?

Mein Mann hat null Verständnis, sagt nur man solle sich nicht reinsteigern sondern abschließen. Dabei weis er von meinem gewalttätigen ersten Mann.....dazu meint er nur: den hast du dir e selbst ausgesucht. Und zur gewalttätigen Kindheit meint er ich soll nich dauernd dran denken sondern endlich mal abschließen. Es ist nicht so das ich dauernd dran denke, aber wenn ich hinkomme dann komme ich wie nach einer Gehirnwäsche zurück zu meinem Mann. das macht so viel mit mir - allein die Umgebung. er glaubt das geht so leicht, vergessen abschließen. aber genau das geht nicht. Immerhin prägte das mein ganzes gesamtes Leben bisher. Mein jetziger Mann versteht das nun halt gar nicht, glaubt dann die Fehler bei sich suchen zu müssen ob ich nicht glücklich bei ihm wäre weil ich solche Schwierigkeiten mit meiner Vergangenheit habe. Dabei hat das eine doch mit dem anderen null zu tun. überhaupt nichts. ich liebe ihn und bin glücklich bei ihm, aber mich belastet das was alles war nun mal extremst. Mittlerweile reagiere ich körperlich sehr stark, bin ständig krank, und wenn ich mich aufrege bekomme ich lauter rote Flecken am ganzen Körper

ich würd mich freuen noch ein paar Antworten von euch zu bekommen, dafür danke schon mal

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manly
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Beitrag Do., 23.10.2014, 10:19

hallo allezusammen

ich bin neu hier, und mich würde eure Meinung zu meinem Problem interessieren.
ich bin 37 und koch von beruf.
arbeite die meiste zeit nur in Saison und zeitverträgen, wo natürlich viele stunden zusammenkommen.

eigentlich fingen die ersten massiven Probleme letztes jahr am ende der Sommersaison an.
ich würde immer müder und gleichzeitig immer unruhiger, speciel in meiner Freizeit war ich sehr unruhig.
in der arbeit hab ich dann immer wieder gut funktioniert.
als die Saison dann zu ende war hatte ich plötzlich panikattacken und es ging nichts mehr.
bin über einen Monat zuhause gelegen und war einfach nur ko.
keine freunde getroffen, keine Hobbys nichts.
war natürlich bei der hausärtzin, die meinte ich bin einfach nur erschöpft.
das hab ich dann auch so hingenommen und nach einigen Wochen ging es dann wieder.
hab mich wieder hochgerafft konnte mich auch wieder für die arbeit begeistern und ging auf Wintersaison.
wobei ich sagen muss das ich mir einen für meine Verhältnisse gemütlichen Job ausgesucht habe.
hatte eine schöne zeit dort und mitte mai ging es wieder zurück nach wien.
habe 2 Wochen pausiert und wieder zu arbeiten angefangen-
diesmal nur Teilzeit.
aber ende juli ging gar nichts mehr. wurde wieder immer müder, plötzlich kam auch Benommenheit und schwankschwindel dazu, ausserdem konnt ich kaum mehr essen.
und die panikattacken kamen auch wieder.
ubahn fahren war der Horror, wagte mich kaum mehr aus dem haus

mittlerweile sind 3 Monate vergangen, es geht mir wesentlich besser, war auch eine Zeitlang am land bei meinen Eltern und konnte mich dort erholen.
war sogar im Krankenhaus aber organisch wurde nichts gefunden.
es gab den verdacht auf neuroborreliose.
befund krieg ich erst.

zumindest sitz ich jetzt arbeitslos schon einige zeit zuhause und habe 1000 Fragezeichen im kopf.
mein ganzes Selbstbewusstsein ist im arsch.
ich weiß nicht wirklich ob ich gleich wieder einen Job suchen soll und so den sprung wieder ins leben schaff oder mal länger pause machen soll?
für einen Termin beim Therapeuten muss man in wien leider Monate warten.

danke schon mal für eure tipps


Eremit
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Beitrag Do., 23.10.2014, 13:38

manly hat geschrieben:ich weiß nicht wirklich ob ich gleich wieder einen Job suchen soll und so den sprung wieder ins leben schaff oder mal länger pause machen soll?
Hattest Du schon einen Termin bei einem Psychiater, und wenn ja, was hat dieser gesagt? Wenn nein, kann ich nur empfehlen, einen solchen aufzusuchen...

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manly
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Beitrag Do., 23.10.2014, 15:00

nein auf den muss ich noch warten, darum hätt ich mich über tips, Meinungen und vorschläge von hier gefreut.


Eremit
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Beitrag Do., 23.10.2014, 15:44

Laß es Dir gut gehen, vermeide Stress, warte auf das Ergebnis des Befunds ab, laß auch die Schilddrüsenwerte überprüfen. Können körperliche Symptome ausgeschlossen werden, ist es ein Job für einen Psychiater und/oder Psychotherapeuten. Solche Dinge dauern ihre Zeit, insofern: Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.

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manly
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Beitrag Fr., 31.10.2014, 18:20

hallo ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
war heute beim Psychiater der mich realtiv schnell abgeschoben hat
"sie haben Depressionen, hier ein Rezept und in 8 Wochen wieder kommen, danke tschüss"
das Problem ich fühle mich nicht wirklich depressiv.
ich hatte im September ziemlich heftig Symptome (siehe oben)
im Moment hab ich sowas wie ein morgentief wo ich auch nervös und unruhig bin und auch viel grüble.
ausserdem nicht geminderten apetit.
wobei wenn ich zuhause bei mutti bin der sehr gut
gegen nachmittag bessert sich meine Stimmung, und am abend bin eigentlich richtig gut drauf.
hatte jetzt nie Gedanken das mein leben schlecht ist.
allerdings denk ich viel über Veränderung nach, beruflich und wohnlich.
bin seit 20 jahren im gastgewerbe und hab schön langsam keinen bock mehr drauf, zuviele schlechte Erfahrungen.
weiß aber auch nicht wirklich was sonst.

was meint ihr, ist das eine Depression und soll ich die pillen nehmen?

hätte keine eine Psychotherapie aber warte zeit bei kassa 3 Monate :(

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PeterS.
Helferlein
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Beiträge: 115

Beitrag Sa., 20.02.2016, 08:12

ich habe nach einer langen Beziehung das gleiche und einem teilweisen Stressigen Job wo ich mir den Streß oft selber mache und ich veruche da raus zu kommen und es ist sehr schwierig, helfen tun mir die Neroli Tropfen zum Riechen die sehr gut sind

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SchlupsAn
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Beitrag Do., 28.04.2016, 15:34

Das Leben scheint ungerecht, wenn ich nur die ersten zeilen lese... Weshalb frage ich mich da. Weshalb ist Glück, Gesundheit, Wohlstand etc so ungleich verteilt?

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