Trauer holt alte Trauer hoch..

Hier können Sie sich über Belastungen durch eigene oder fremde schwere Erkrankungen, aber auch den Umgang mit Tod und Trauer austauschen.
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Engelsteam1988
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Trauer holt alte Trauer hoch..

Beitrag Sa., 01.08.2026, 08:10

Huhu ihr lieben,

Ich war schon mal vor langer Zeit hier in diesem forum mit anderem Namen . Damals hat mir hier der Austausch gut getan.
Deshalb hier wieder angemeldet.

Mein Opa ist vor einer Woche verstorben.
Er hatte wirklich ein langes, gutes Leben. Ist nun mit 98 Jahren friedlich eingeschlafen.
Aber vom Gefühl her tut es trotzdem sehr weh..

Und seitdem träume ich auch von früheren Verlusten. Menschen die verstorben sind oder anderen Verlusten.

Am Tag schaffe ich es mittlerweile mich abzulenken. Aber gegen Abend kommt dann Übelkeit hoch und mit ihr starke Gefühle. Nachts halt teilweise dann diese Träume von Verlust und morgens durcheinander oder halt nachts, wenn ich verweint wach werde.

Gerade nicht so einfach.
Dabei stehen im Alltag sonst jetzt ganz andere Dinge noch an wofür ich Kraft benötige. Aber das ist noch mal ein anderes Thema.. Da muss ich auch schauen, was ich emotional schaffe in diesem Monat, notfalls was für mich anders um organisieren oder verschieben, wenn es geht.

Kennt ihr das auch, nach so einem Trauerfall durcheinander zu sein und das alte Verluste sich wieder bemerkbar machen?

:-)

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Beitrag Sa., 01.08.2026, 18:40

Hallo Engelsteam,

auch wenn Dein Opa ein langes und erfülltes Leben hatte, bricht für Dich eine wichtige Säule weg, und Dein Schmerz ist real und sehr verständlich. Um direkt auf Deine Frage zu antworten, ich kenne das selbst sehr gut, dass ein neuer Verlust alten Schmerz berührt und tiefe Wunden wieder aufreißt, auch dann, wenn man dachte, man hätte sie längst verarbeitet. Es ist so, als ob die aktuelle Trauer eine Tür öffnet, hinter der sich die alten Verluste noch einmal bemerkbar machen.

Es ist völlig normal, dass Dein Körper mit Übelkeit und Trauer reagiert, wenn abends die Ablenkung wegbricht. Die Psyche arbeitet nachts auf Hochtouren, und es melden sich Gefühle, die beachtet werden wollen. Trauer braucht viel Zeit und Kraft und diese Zeit solltest Du Dir auch nehmen, um Deinen Schmerz verarbeiten und wieder inneren Frieden finden zu können.

Auch wenn jetzt viele alltägliche Dinge anstehen, verlange in dieser Zeit nicht von Dir, wie gewohnt zu funktionieren. Es ist ein guter Ansatz, Dinge umzuorganisieren oder zu verschieben und es ist in Ordnung, wenn der Alltag gerade nur auf Sparflamme läuft und Du Dir zwischen all den Erledigungen immer wieder bewusst Zeit für Deine Trauer nimmst.

Ich wünsche Dir viel Kraft.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis

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