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Widow hat geschrieben:
Ich habe das nicht verstanden
mio hat geschrieben:Neben diesem "Bindungsaspekt" wird bei Frauen sicher auch die "zeitliche Begrenzung" durch die Biologie mit rein spielen, zumindest beobachte ich dies bei vielen Frauen, stärker auf alle Fälle als bei Männern, und diese damit dann den ein oder anderen "Kompromiss" eingehen lassen bzw. die Bereitschaft zu "Zweckgemeinschaften" erhöhen.
Ich beobachte bei vielen Frauen (in meinem Umfeld) dass das "Ticken der biologischen Uhr" durchaus einen Einfluss auf die Entstehung eines Kinderwunsches hat. Viele Frauen meint nicht alle Frauen und erst recht nicht Dich.
Ich hoffe ich konnte Deine Sorge ich würde eventuell von Dir sprechen hiermit entkräften.
Da Du das Wörtchen "neben" verwendet hast, musste ich davon ausgehen, dass Du auch Deine Bindungserlebnisse und ihre Wirkung auf Deinen Kinderwunsch ("neben" denen, also an deren Seite Du bei "vielen Frauen [...] auch" XY beobachtet hast) verallgemeinerst.
Das kannst Du meinetwegen tun, doch abgesehen davon, dass Du das offenbar gar nicht gemeint (aber leider geschrieben ...) hast: Dann musst Du mit individuellem Widerspruch rechnen. Ich habe ihn vorhin angemeldet.
Broken Wing hat geschrieben:@ Nico: Gesagt hat es kaum jemand, gemeint aber. .
Hui dann ist die Glaskugel die bei widow vermutet wurde also bei dir versteckt ?
Jetzt warte ich ja nur darauf dass du mir erklärst dass ich alles was ich schreibe ja gaaanz anders meine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich
nein, wovon Du "ausgehst" obliegt allein Dir. Ich zwinge Dich da zu nichts. Und ich bin weit davon entfernt Dir - oder wem auch immer - einen Kinderwunsch zu unterstellen. Mir ging es um die Frage woher ein Kinderwunsch kommt meiner Meinung nach und wie ich das in meinem Umfeld erlebe. Und da sehe ich eben die unterschiedlichsten Motive deren "bindende" Glieder für mich einerseits ein "Beziehungswunsch" (Bindungs-/Abhängigkeitsverlangen) ist, andererseits die Biologie.
Aus ersterem - so "fehlgeleitet" - entstehen meiner Meinung nach schädliche und missbräuchliche Eltern-Kind Beziehungen. Nicht die "Elternschaft" als solche beglückt, sondern das Kind soll die Eltern beglücken. Platt gesagt. Also deren unzureichend befriedigte, unreflektierte "Bindungswünsche" - die dadurch wahlweise überzogen sein oder negiert werden können - befriedigen. In beiden Fällen existiert keine "echte" (freie, auf Gegenseitigkeit ausgelegte) Bindung zum Kind sondern das Kind erhält die Aufgabe für die Bindung zu sorgen.
Biologisch hingegen sind Menschen darauf ausgelegt die Art zu erhalten und in "sozialen Verbänden" zu leben. Weshalb ein Kinderwunsch für meine Begriffe eben immer sowohl "egoistisch" ist, als auch "dem Ganzen" dient.
Was individuell in der Eltern-Kind Beziehung daraus gemacht wird obliegt zu Anfang hauptsächlich den Eltern. Später sowohl den Eltern als auch dem Kind, nämlich dann, wenn es kein Kind mehr ist sondern selbst erwachsen.
mio hat geschrieben:
Was individuell in der Eltern-Kind Beziehung daraus gemacht wird obliegt zu Anfang hauptsächlich den Eltern. Später sowohl den Eltern als auch dem Kind, nämlich dann, wenn es kein Kind mehr ist sondern selbst erwachsen.
Öha, wenn du dem Kind da erst Gestaltungsmöglichkeiten gewährst wenn es erwachsen ist, wird das ziemlich sicher ordentlich in die Hose gehen.
Überhaupt scheinst du mir eine begnadete Theoretikerin zu sein.
Bist du vielleicht Pädagogin ?
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich
ein Kind ist von den Eltern "abhängig". Das ist ein Fakt. Seine "Gestaltungsmöglichkeiten" sind also eingeschränkt, so sie ihm nicht "gewährt" werden von den Eltern. Ob ich persönlich meinem Kind Gestaltungsmöglichkeiten einräumen würde oder nicht ist fern ab davon , aber, so es Dich beruhigt: Ich würde.
Und nein, ich bin keine Pädagogin. Therorie und Praxis sind übrigens nicht nur widersprüchliche Konstrukte sondern haben auch so ihre "Schnittstellen".
Wenn Du ein guter Vater bist, Deine Frau eine gute Mutter. Das Verhältnis zwischen Dir und Deinen Kindern so, dass es sich positiv für alle beteiligten gestaltet, dann ist doch alles wunderbar in Ordnung. Es gibt aber auch andere Konstellationen. In der Praxis.
Nein nein so einfach ist das Ganze nicht.
Meine Frau ist nicht die Mutter meines Sohnes.
Ich habe ihn ab seinem 4. Lebensjahr alleine aufgezogen, die Erziehung lag somit immer alleine in meiner Hand. Aber auch das kann ganz gut funktionieren.
Ein Kind ist in vielem von den Eltern abhängig, allerdings spricht es nicht für die Eltern wenn sie das das Kind spüren lassen.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich
Nico hat geschrieben:
Ein Kind ist in vielem von den Eltern abhängig, allerdings spricht es nicht für die Eltern wenn sie das das Kind spüren lassen.
da bin ich vollkommen Deiner Meinung, aber das ändert leider nichts daran, dass das trotzdem vorkommt. Umgekehrt ist es genauso schlimm dem Kind das Gefühl zu vermitteln die Eltern wären von ihm abhängig. Beides ungesunde Beziehungskonstellationen.
Aha. Beides trifft zu, beides soll man dem Kind aber nicht spüren lassen. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Bitte was soll das Kind sonst fühlen?
Es fängt ja schon bei den Spielsachen an. Ich würde ihm zB 0 Kuschelbären geben. 1 Bär ist ein Rauptier und damit kuschelt man nicht. Besser ich führe es in die Natur zu denen, da kann es dann live sehen, in was für eine schöne Welt es da hineingeboren wurde.
Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast du es hinter dir. [Nico Semsrott]
Entschuldige, wenn ich hier so dazwischenfunke und die Frage ist natürlich indiskret. Aber ich wage es trotzdem: was ist eigentlich Dein Interesse an dem Thema Eltern-Kind-Erziehung ? Ich selbst muß mich als mißbrauchtes Kind eher nolens als volens damit auseinandersetzen - aber was treibt Dich an ? Du hast ja hier im thread mehrfach bekundet, überzeugt Kinderlos bleiben zu wollen, was für mich durchaus legitim ist, ohne daß es dafür einer Begründung bedürfte.
mio hat geschrieben:nein, wovon Du "ausgehst" obliegt allein Dir. Ich zwinge Dich da zu nichts.
Zweifelsohne "zwingst" Du mich zu nichts, doch Du schreibst hier. Und was Du schreibst, ist das, von dem ich ausgehe. Wenn Du die Präposition "neben" verwendest, stellst Du einem X ein Y zur Seite. Da nehm ich Dich dann beim Wort, soll heißen: Davon muss ich dann ausgehen ...
Widow hat geschrieben:Da nehm ich Dich dann beim Wort, soll heißen: Davon muss ich dann ausgehen ...
das tut mir leid. Vielleicht wäre es besser, so Du meine Beiträge zukünftig nicht mehr liest?
Mir ist der Gedanke Dich zu etwas - ohne es zu wollen - zu "zwingen" nämlich ersthaft unangenehm (zu viel ungesunde "Bindung") und ich befürchte, dass ich Deinen strengen Kommunikationsanforderungen diesbezüglich auch in Zukunft nicht werde gerecht werden können.
Es wäre also durchaus zu unser beider Vorteil, so Du da gut für Dich selbst sorgst und meine missverständlichen Beiträge einfach ignorierst.
mio, glaube mir: Ich werde nicht davon ablassen, bei sprachlicher Schluderei nachzufragen.
Ich glaube auch nicht, dass das für Dich von Vorteil wäre, wenn ich davon abließe. (Das mit dem "so" und dem "wenn" habe ich schon einmal erklärt; sollte ich es wiederholen? )
Da bin ich genauso paternalistisch - wenn auch auf völlig anderem Gebiet - wie Du. Obschon ich mir im Gegensatz zu Dir nicht anmaße, Dir zu raten, was für Dich gut oder gar besser wäre (zum Beispiel die Sache mit der Igno-Funktion, die Du offenbar genauestens kennst; ich bin ja immer neugierig: Erklär mir das doch mal, danke!).