Mutter meiner Tochter beschuldigt mich des Missbrauchs

Alle Themen, die in keines der Partnerschafts-Foren passen, bei denen es aber in weitestem Sinne um Beziehungen, soziale Kontakte usw. geht, Adoption, Pflege usw.
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Aditi
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Beitrag So., 19.09.2010, 12:54

Jenny Doe hat geschrieben:Denn unschuldigen und hilflosen Kindern zu helfen und für deren Leid zu sensibilisieren, daran ist nichts auszusetzen. Das müsste etwas mehr differenziert werden, von dir. Nur so als kleiner Tipp von mir.
ein guter tip, wie ich meine, jenny doe

aditi

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Rezna
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Beitrag So., 19.09.2010, 12:55

Ja, eine nähere Erläuterung wäre wirklich gut. Ich kann mir die eigentliche Ursache zwar denken, aber sie kommt hier nicht so offen rüber.

Auch wenn deine Tochter nicht von DIR missbraucht wurde, so heisst das nicht, dass sie NICHT missbraucht wird/wurde. Zum Einen weißt du selber, daß der Mißbrauch mit dem Mißbrauch nicht nur dich zum Opfer gemacht hat, sondern auch sie - insofern IST sie ein Mißbrauchsopfer, wenn auch nicht ein solches.
Und da sind wir bei einer Frage die mir immer wieder hoch kam: Was würdest du tun, wenn du bemerken würdest, dass deine Tochter sexuell Mißbraucht wird? Wärest du nicht dankbar, wenn die Menschen in ihrem Umfeld dafür sensibel sind und das SOFORT beenden können, WEIL sie eben hin sehen? Sexueller Mißbrauch kann ja nicht nur durch Väter passieren, auch durch Mütter, Onkel, Tanten, Großeltern, Nachbarn... die Liste ist erschreckend lang.

Für dich freue ich mich, daß du Kontakt zu deiner Tochter haben kannst, und dieser unbefangen ist.
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Rib-eye
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Beitrag So., 19.09.2010, 13:01

Ich empfinde es als befreiend, wenn ich diesem Aufklärungswahn etwas entgegenzusetzen habe.
Soeben fielen im ZDF bei Peter Hahne im Interview mit Stephanie zu Guttenberg folgende (z.T. unbewiesene) Sätze:

- Jedes 5. Mädchen u. jeder 10. Junge werden bei uns sexuell missbraucht.
- Es sind oft Babys, die missbraucht wurden.
- Die Kinder müssen früh darüber aufgeklärt werden.
- Es muss eine breite Aufklärungskampagne her.
- Die Polizei ist auch international chonisch unterbesetzt.
- Es dauert 1 einhalb Minuten und dann ist man im Internet auf den einschlägigen Seiten.
- Endlich beginnen, aktiv werden.
- Während wir hier darüber reden, macht derjenige es die ganze Zeit.
- Es geht um eine Bewusstseinsschärfung.
- Wir alle müssen gemeinsam tätig werden.

Nicht, dass mich jemand falsch versteht - ich verurteile einen tatsächlich erfolgten sexuellen Missbrauch ebenso, wie jeder andere Mensch, der Kinder vor diesen Ungeheuerlichkeiten schützen will.

Wohin allerdings diese "Wachsamkeit" und "Aufklärungskampagne" führen kann, haben die Wormser Missbrauchsprozesse anschaulich gezeigt.

Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz in „Worms III“ begann sein Urteil mit dem Satz „Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben“ und erklärte: „Bei allen Angeklagten, für die ein langer Leidensweg zu Ende geht, haben wir uns zu entschuldigen.“

Die Prozesse hatten verheerende Wirkung auf Kinder und Angeklagte: Eine Angeklagte, die siebzigjährige Großmutter, starb in Untersuchungshaft, andere verbrachten bis zu 21 Monate in Haft. Mehrere Ehen zerbrachen, die Existenzen mancher Angeklagter und ihrer Familien wurden zum Teil durch die hohen Anwaltskosten völlig zerstört. Die Kinder wuchsen währenddessen größtenteils in Heimen auf und kehrten erst nach und nach zu ihren Eltern zurück. Ein Junge, der an Diabetes erkrankt war, starb nach seiner Entlassung aus dem Heim. Sechs Kinder – es waren diejenigen, die im Kinderheim „Spatzennest“ in Ramsen untergebracht waren, darunter die aus dem Scheidungskonflikt, der die Verfahren ausgelöst hatte – kehrten überhaupt nicht zurück, da sie völlig von ihren Eltern entfremdet waren. Dem Heimleiter wurde seinerzeit vorgeworfen, die Kinder bewusst gegen die Eltern aufzustacheln. Die meisten dieser Kinder glauben bis zum heutigen Tag, dass ihre Eltern sie sexuell missbraucht haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Prozesse
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Eremit
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Beitrag So., 19.09.2010, 13:11

Stephanie zu Guttenberg spekuliert unter Umständen auf ein politisches Amt. Charity-Aktionen und ähnliche Dinge können für sowas ein gutes Sprungbrett sein. Würde mich zumindest nicht überraschen, wenn sie in der Politik in den nächsten Jahren Fuß fassen will. Ähnliches war schon bei vielen anderen Politikerin bzw. Möchtegern-Politikern zu beobachten. Der Kampf gegen Missbrauch ist ein ebenso gutes Werkzeug zum Angeln von Stimmen wie der Kampf für Abrüstung oder der Kampf gegen die Erderwärmung etc...

Ich gehe auch mal stark davon aus, daß ihr Buch die üblichen Schwachstellen haben wird:

1.) Missbrauch von Jungen.
2.) Missbrauch durch Frauen.
3.) Die Kinder- und Jugendprostitution von Knaben und männlichen Jugendlichen.
4.) Die fehlenden Institutionen für missbrauchte Jungen, männliche Jugendliche und Männer.

Das sind Aspekte, die in so gut wie jedem Buch über das Thema fehlen. Sollten diese Themen nicht ebenso im Buch aufscheinen wie all die anderen angesprochenen Dinge, fände ich den Titel "Schaut nicht weg" ganz schön unpassend.

Aber eigentlich gehört das doch in den "Missbrauch mit dem Missbrauch"-Thread. Dieser Thread hier ist Dein ganz persönlicher, Rib-eye. Da geht es nicht um Stephanie zu Guttenberg, sondern um Dich und Deine Probleme.

An was ich Dich erinnern möchte: Denke auch an die Zukunft. Denke daran, was sein wird, wenn Deine Tochter erwachsen ist. Dann wird sich die Mutter Deiner Tochter mit ganz schön vielen Vorwürfen konfrontiert sehen, denn das ist die logische Konsequenz. All diese Dinge könnten am Ende Dich und Deine Tochter erst recht zusammenschweißen. Ab einem gewissen Punkt kann es nur noch besser werden, auch, wenn es bis dahin eben noch dauern wird...

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Rib-eye
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Beitrag So., 19.09.2010, 13:26

Arta hat geschrieben:Ja, eine nähere Erläuterung wäre wirklich gut. Ich kann mir die eigentliche Ursache zwar denken, aber sie kommt hier nicht so offen rüber.
Ich hoffe, mit meinem letzten Beitrag genug erläutert zu haben.
Arta hat geschrieben:Auch wenn deine Tochter nicht von DIR missbraucht wurde, so heisst das nicht, dass sie NICHT missbraucht wird/wurde. Zum Einen weißt du selber, daß der Mißbrauch mit dem Mißbrauch nicht nur dich zum Opfer gemacht hat, sondern auch sie - insofern IST sie ein Mißbrauchsopfer, wenn auch nicht ein solches.
Zum letzten Mal - ich bin mir zu 100 % sicher, dass meiner Tochter keinerlei sexueller Missbrauch angetan wurde.
Sie ist dennoch durchaus ein Missbrauchsopfer - denn meine Tochter wird tatsächlich missbraucht, nur weder von mir, noch sexuell.
Arta hat geschrieben:Und da sind wir bei einer Frage die mir immer wieder hoch kam: Was würdest du tun, wenn du bemerken würdest, dass deine Tochter sexuell Mißbraucht wird?
Ich würde wohl zur Eisenstange greifen und dem Täter einen Besuch abstatten.
Aber im Ernst, die Frage ist falsch gestellt. Kein Mensch hat "bemerkt", dass meine Tochter missbraucht wurde.
Nähere Erläuterungen kann ich leider im Hinblick auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht machen.
Grundvoraussetzung bei einem solchem Verdacht ist es, Emotionen aus dem Spiel lassen und sich sachlich, auf wissenschaftlicher Basis damit auseinanderzusetzen und eben nicht dem allgemeinen, oberflächlichen Verfolgungswahn zu folgen.
Arta hat geschrieben: Für dich freue ich mich, daß du Kontakt zu deiner Tochter haben kannst, und dieser unbefangen ist.
Ja, danke ! Wie es mich erst freut ! Leider getrübt durch die massive Zeit-und Persönlichkeitseinschränkung.
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Rib-eye
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Beitrag So., 19.09.2010, 13:42

Eremit hat geschrieben: Aber eigentlich gehört das doch in den "Missbrauch mit dem Missbrauch"-Thread. Dieser Thread hier ist Dein ganz persönlicher, Rib-eye. Da geht es nicht um Stephanie zu Guttenberg, sondern um Dich und Deine Probleme.
Stimmt. Danke für den Hinweis, ich hatte den anderen Thread schon ganz vergessen.
Eremit hat geschrieben: An was ich Dich erinnern möchte: Denke auch an die Zukunft. Denke daran, was sein wird, wenn Deine Tochter erwachsen ist. Dann wird sich die Mutter Deiner Tochter mit ganz schön vielen Vorwürfen konfrontiert sehen, denn das ist die logische Konsequenz. All diese Dinge könnten am Ende Dich und Deine Tochter erst recht zusammenschweißen. Ab einem gewissen Punkt kann es nur noch besser werden, auch, wenn es bis dahin eben noch dauern wird...
Tja, das kann ich nur hoffen.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass meine Tochter derart von ihrer Mutter beinflusst wird, dass sie eines Tages selbst an meiner Unschuld zweifelt oder gar von einem (tatsächlich nie stattgefundenem) Missbrauch überzeugt ist.
Am besten wäre es natürlich, wenn dieser ganze Albtraum möglichst bald beendet wird, und auch die Mutter das nicht länger thematisiert.
Aufgrund der gestörten Persönlichkeit der Mutter ist das jedoch eher unwarscheinlich.
Da sollte ich mir nichts vormachen und Realist sein.
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Beitrag So., 19.09.2010, 13:49

Rib-eye hat geschrieben:Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass meine Tochter derart von ihrer Mutter beinflusst wird, dass sie eines Tages selbst an meiner Unschuld zweifelt oder gar von einem (tatsächlich nie stattgefundenem) Missbrauch überzeugt ist.
...was dann natürlich bedeuten würde, daß Deine Tochter die Persönlichkeitsstörung ihrer Mutter geerbt hätte. Wäre natürlich traurig, wenn es dazu kommen würde...
Rib-eye hat geschrieben:Am besten wäre es natürlich, wenn dieser ganze Albtraum möglichst bald beendet wird, und auch die Mutter das nicht länger thematisiert.
Aufgrund der gestörten Persönlichkeit der Mutter ist das jedoch eher unwarscheinlich.
Da sollte ich mir nichts vormachen und Realist sein.
Das stimmt allerdings. Wer einmal in Verdacht gerät, wird diesen nie wieder los. Auch nicht nach einem Freispruch.

Wenn ich solche Dinge lese, bin ich heilfroh, kein Kind in die Welt gesetzt zu haben und nichts mit Kindern zu tun zu haben. Wirklich froh.

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Rib-eye
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Beitrag So., 19.09.2010, 14:36

Eremit hat geschrieben: Wenn ich solche Dinge lese, bin ich heilfroh, kein Kind in die Welt gesetzt zu haben und nichts mit Kindern zu tun zu haben. Wirklich froh.
Das kann ich glücklicherweise nicht bestätigen.
Ich habe es - trotz allem - nicht eine Sekunde bereut, diesem Kind das Leben geschenkt zu haben.
Ich war bis zur Geburt meiner Tochter nicht gerade besonders verantwortungsbewusst, das hat sich dann radikal geändert.
Zudem ist es so, dass sich dann ganz automatisch ein ganz anderes Weltbild eröffnet, man mehr über Ethik nachdenkt und selbst mit dieser Verantwortung wächst.
Man reflektiert auch viel mehr seine eigene Kindheit und versucht, die Fehler der eigenen Eltern nicht zu wiederholen, um das eigene Kind so behütet und selbstbewusst wie möglich aufwachsen zu lassen.

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Beitrag So., 19.09.2010, 15:01

Rib-eye hat geschrieben:Ich war bis zur Geburt meiner Tochter nicht gerade besonders verantwortungsbewusst, das hat sich dann radikal geändert.
Zudem ist es so, dass sich dann ganz automatisch ein ganz anderes Weltbild eröffnet, man mehr über Ethik nachdenkt und selbst mit dieser Verantwortung wächst.
Man reflektiert auch viel mehr seine eigene Kindheit und versucht, die Fehler der eigenen Eltern nicht zu wiederholen, um das eigene Kind so behütet und selbstbewusst wie möglich aufwachsen zu lassen.
Idealerweise finden solche Entwicklungen aber vorher statt, bzw. sind nicht an Elternschaft gebunden...

Man muß halt auch, ausgehend von den Prognosen, daran denken, was auf die eigenen Kinder so alles zukommt aufgrund gewisser Entwicklungen. Aber das will ich hier nicht breittreten, dafür gibt es einen eigenen Thread.

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Tigerkind
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Beitrag So., 19.09.2010, 22:15

Hallo lingaroni !

Zu behaupten ich verliere jede Verhältnismäßgikeit wenn ich Rib-Eye viel Glück wünsche, da fragt sich wer hier die Verhältnismäßikeit verliert.

Auf dieses evtl.von Dir da möchte ich auch nicht näher drauf eingehen.Ich glaube Rib-Eye ! Und ich glaube dass was er jetzt braucht, sind Menschen die ihm glauben und ihn unterstützen können. Mir fällt da leider nur ein, die Öffentlichkeit einzuschalten, vielleicht noch Organisationen dazuzuholen, die Opfern von Gewalt helfen.Hast Du an sowas schon mal gedacht Rib-Eye ?

Denn es gibt hier in der Tat 2 Opfer von Gewalt, nämlich Rib-Eye und sein Kind !
Diese beiden sind Opfer von einer der gräulichsten Form des psychischen Mißbrauchs!

Ich denke Rib-Eye, irgendeinen Sinn wird es schon haben, das Du dass alles erleiden mußt, auch wenn Du ihn jetzt noch nicht sehen kannst.Ich glaube aber es wird alles gut ausgehen bei Dir, sagt mir mein Gefühl irgendwie.Drücke Dir auf jeden Fall weiterhin die Daumen.

Liebe Grüße

Tigerkind
Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.

-George Orwell-


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Beitrag So., 19.09.2010, 22:25

Tigerkind hat geschrieben:Auf dieses evtl.von Dir da möchte ich auch nicht näher drauf eingehen.Ich glaube Rib-Eye !
Auch unser Rechtssystem ist eigentlich so konzipiert, daß es heißt: Im Zweifel für den Angeklagten. Warum sollte dieses Prinzip im Bereich sexueller Straftaten ausgehebelt werden?
Tigerkind hat geschrieben:Mir fällt da leider nur ein, die Öffentlichkeit einzuschalten, vielleicht noch Organisationen dazuzuholen, die Opfern von Gewalt helfen.Hast Du an sowas schon mal gedacht Rib-Eye ?
Habe ich auch schon vorgeschlagen, hat er aber sicher schon in diversen anderen Foren gelesen.
Tigerkind hat geschrieben:Denn es gibt hier in der Tat 2 Opfer von Gewalt, nämlich Rib-Eye und sein Kind !
Diese beiden sind Opfer von einer der gräulichsten Form des psychischen Mißbrauchs!
Man darf aber auch nicht auf die Mutter vergessen. Mal ehrlich: Wenn die Tochter erst mal alt genug ist, und es offenkundig ist, was da mit ihr gemacht wurde, glaube ich nicht, daß das keine Konsequenzen haben wird! Weder für die Mutter, noch für das System!

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Rib-eye
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Beitrag Mo., 20.09.2010, 10:28

Tigerkind hat geschrieben:Mir fällt da leider nur ein, die Öffentlichkeit einzuschalten, vielleicht noch Organisationen dazuzuholen, die Opfern von Gewalt helfen.Hast Du an sowas schon mal gedacht Rib-Eye ?
Der Rat eines anderen Vaters, der auch durch diese Hölle gehen musste und sogar erst in 2. Instanz freigesprochen wurde, war: keine Presse - die schlachten dich ab. Von diversen Organisationen erwarte ich ebenfalls nicht viel, die meisten sind doch auf der Seite der Mütter. Auch das ist eine Folge des Verfolgungswahns, der momentan wieder einmal in der Presse (siehe Frau von zu Guttenberg) geschürt wird.
Die parteiliche "Beratungsstelle", bei der meine Tochter wohl 1x pro Woche (seit ca. 5 Wochen) "beobachtet" wird, verweigert mir die Auskunft zu meiner Tochter, da ich ja nicht sorgeberechtigt bin. Ich solle doch die Mutter dazu befragen ...
Was man z.B. vom "Weißen Ring" erwarten kann, ist hier nachzulesen:
http://www.alteck.de/verbrecher.cfm?

Das laufende Ermittlungsverfahren bindet mir zudem momentan die Hände.
Solange das nicht abgeschlossen ist, kann ich nicht viel tun.
Erschwerend kommt hinzu, dass es am Gericht einen Richterwechsel geben wird = weitere Zeitverzögerung.
Je nach Verfahrensstand erwäge ich aber trotz dem gegenteiligem Rat den Schritt in die Öffentlichkeit.
Wer weiß, vielleicht schreibe ich eines Tages mal ein Buch darüber, aber wer will so etwas schon lesen ? Solche Hexenverfolgungsbücher mit dem Titel "Schaut nicht weg" stoßen auf weit mehr Resonanz in breiten Bevölkerungsschichten.
Tigerkind hat geschrieben:Ich glaube aber es wird alles gut ausgehen bei Dir, sagt mir mein Gefühl irgendwie.Drücke Dir auf jeden Fall weiterhin die Daumen.
Danke !
Das sagt mir mein Gefühl auch - irgenwie.
Woher sollte ich sonst Kraft schöpfen ?
Das schlimmste ist der Zeitfaktor - ich habe das Gefühl, in Zeitlupe zu leben, um mich herum die Zeit jedoch rasend schnell vorbei hastet. Jeder neue Tag ohne greifbare Ergebnisse verstärkt dieses Gefühl noch.
Ich erinnerte mich gestern an die glückliche, unbeschwerte Zeit, die ich Ende Juli mit meiner Tochter am Meer verbrachte. Es kommt mir so vor, als läge diese Zeit weit in der Vergangenheit, dabei sind seitdem kaum 2 Monate vergangen.

Rib-eye
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Beitrag Mo., 20.09.2010, 13:00

Rib-eye hat geschrieben:Der Rat eines anderen Vaters, der auch durch diese Hölle gehen musste und sogar erst in 2. Instanz freigesprochen wurde, war: keine Presse - die schlachten dich ab. Von diversen Organisationen erwarte ich ebenfalls nicht viel, die meisten sind doch auf der Seite der Mütter.
Ich gehe auch eher von Väterrechtsorganisationen und -Vereinen aus. Die Presse wäre höchstens die letzte Anlaufstelle, wenn alles vorbei ist. Wenn überhaupt.

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Rib-eye
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Beitrag Do., 04.11.2010, 15:03

Hallo,

es ist (nicht) viel geschehen seit meinem letzten Besuch hier.
Nachdem die Mutter nur noch dem Umgang mit einer Begleitperson (ein gemeinsamer Bekannter sowie meine Mutter) zugestimmt hatte, durfte meine Tochter seit Anfang September 7 Mal ihren Papa sehen.
Nachdem die Ex ohne mein Wissen eine schriftliche Erklärung meiner Mutter (ständige Aufsicht bei den Umgängen) erpresste (keine Unterschrift = keine Herausgabe des Kindes) greift sie nun wieder massiv in die Rechte aller Beteiligten ein. Sie fordert nun in erpresserischer Weise, dass auch meine Mutter über die Hintergründe informiert wird, sonst gewährt sie nur noch Umgang in Begleitung unseres gemeinsamen Bekannten (der entsprechend des Willens der Ex informiert ist), dessen Zeit jedoch sehr begrenzt ist und einen ganztägigen Umgang unmöglich macht.
Die unverschämte erpresserische Handlungsweise der Ex stellt erneut eine Kindeswohlgefährdung und einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechte meiner Tochter, ihrer Oma und auch in meine Persönlichkeitsrechte dar.
Fakt ist: der richterliche Beschluss zum Umgang vom April wird von der liebenden Mutter seit etwa 7 Monaten sanktionslos (!) ignoriert.
Beim Familiengericht liegt seit über 2 Monaten mein Antrag auf Durchsetzung dieses Beschlusses mittels Zwangsgeld unbearbeitet.

Insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt, an dem meine 66-jährige Mutter fast täglich für 3 Wochen die Betreuung meiner Nichte gewährleistet und zudem gestern auch noch die Schwiegermutter meiner Schwester verstorben ist, werde ich meine Familie auch weiterhin nicht mit den Falschbeschuldigungen belasten. Ich werde nicht zulassen, dass die Ex mit ihren Wahnvorstellungen weitere Menschen seelisch beschädigt. Sie hat bereits mehr als genug Schaden angerichtet.

Rib-eye

Nachtrag:
Das polizeiliche Ermittlungsverfahren steht endlich kurz vor dem Abschluss.
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Rib-eye
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Beitrag Mo., 17.01.2011, 18:14

Hallo, liebe Foristen !

Euch Allen wünsche ich noch ein gutes neues Jahr !

Für mich hat das neue Jahr zunächst vor allem eines gebracht - das Ende dieses grauenvollen Alptraumes.
Der Kampf um meine Tochter geht jedoch weiter ...
Kurz zum Stand der Dinge:
Am 22. Dezember fand die Gerichtsverhandlung statt.
Gleich zu Beginn thematisierte ich die Empfehlung der neuen anwesenden Jugendamt-Mitarbeiterin zur weiteren Beobachtung meiner Tochter bei der „Beratungsstelle“.
Die Verfahrenspflegerin bestätigte auch, dass es bereits im September dort ein Abschlussgespräch gegeben hatte und es keinen Grund für erneute Beobachtungen gibt.
Die Richterin sagte dann sehr deutlich, dass sie nach einem Arztbesuch ohne diagnostizierte Krankheit ja schließlich auch nicht noch 5 weitere Ärzte besuchen würde, um unbedingt doch noch eine Krankheit diagnostiziert zu bekommen …
Sie folgte auch den Erklärungen meiner Anwältin über die angeblichen Aussagen meiner Tochter, die höchstwahrscheinlich auf die häufigen Suggestivbefragungen zurückzuführen sind. Leider hatte die Richterin nicht (wie angekündigt) die Strafakte beigezogen, immerhin aber die Erklärung dazu von meiner Anwältin gelesen und selbst auch die Suggestivbefragungen während der Aussage meiner Tochter bei der Polizei stark kritisiert.
Das war also bereits die zweite Richterin, die die Missbrauchsbeschuldigungen vom Tisch fegte !!

Ein Gespräch mit meiner Ex Anfang Januar war sehr anstrengend, denn sie offenbarte nun ein neues Problem - sie könne unmöglich mit meinen Ansichten über sie so leben und hat große Probleme damit, was nun auch meine Familie über sie denkt. Sie sprach mehrfach wieder von „einem schlechten Energiefeld“, aufgrund meiner Ansichten über sie (sie glaubt, das ich glaube, dass sie sich alle Aussagen unserer Tochter nur ausgedacht habe). Sie will, dass die Richterin erneut über den Umfang des Umgangs entscheidet, damit sie „aus der Verantwortung herauskommt“, erklärte sich aber dann doch zu weiteren Gesprächen mit der Familienpsychologin bereit. Als ich ihr sagte, sie könne sich auch schon mal auf Übernachtungen meiner Tochter bei mir einstellen, meinte sie, dass das meine Tochter entscheiden müsse und ich „endlich lernen müsste, die Entscheidungen meiner Tochter zu akzeptieren“.

Sie verfügt aufgrund ihres psychischen Zustands nicht nur über keinerlei Unrechtsbewusstsein, sie ist auch nicht gewillt, Verantwortung sowohl gegenüber den Missbrauchsbeschuldigungen, als auch gegenüber einer einvernehmlichen Umgangsregelung zu übernehmen. Sie ist tatsächlich der Meinung, dass unsere Tochter als 4-jähriges Kind selbst über den Umfang des Umgangs einschließlich Übernachtungen entscheiden sollte …

Seit letzter Woche habe ich es endlich schriftlich: die Staatsanwaltschaft hat die Strafsache eingestellt und somit sind 6 Monate seit der Strafanzeige vergangen. 6 Monate, in denen ich meine Tochter nur in Begleitung sehen konnte.

Nun heißt es wieder: endlose, ergebnislose Diskussionen mit der liebenden Mutter und weitere Gerichtsverhandlungen, um endlich für meine Tochter wieder als gleichberechtigter Elternteil da sein zu können.

Ich kenne nun endlich auch die Motive der Falschbeschuldigungen der liebenden Mutter: Co-Abhängigkeit von ihrem Kind und sicher noch gepaart mit einer HPS.

Rib-eye
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