Selbstsüchtige Eltern
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Broken Wing
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@ Mio: Das ging nicht. Er war in dieser Ambulanz als Psychiater tätig. Ich bin also nur zu ihm gegangen, um monatlich eine Viertelstunde zu haben, die mir allerdings wichtig war. Ohne Meds ging das nicht.
Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast du es hinter dir. [Nico Semsrott]
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Wenn ich mir Länder ansehe, in denen Kinderreichtum wichtig ist.
Das sind Länder, in denen Frauen u. U. unterdrückt werden und das wirtschaftliche Auskommen mager ist etc.
Geschweige denn, dass die überhaupt wissen was eine psychische Erkrankung ist. Vielleicht entwickeln die auch gar keine psychische Erkrankung, weil dafür einfach "kein Platz" ist? Oder die Großfamilie so etwas auffängt?
Wenn ich mir vorstelle, dass es für das Kinderkriegen so eine "perfekte Grundvoraussetzung" geben müsse....dann gäbe es vielleicht gar keine Vermehrung mehr.
Also, wenn ich Angst vor dem Leben habe, dann möchte ich evtl. auch kein Leben schenken. Ist dann auch gut so.
Aber eine Verallgemeinerung, dass Eltern selbstsüchtig sind, wenn sie Kinder in die Welt setzen?
Woraus wird denn diese Selbstsucht gespeist? Als Eltern geben wir in der Hauptsache und nehmen nicht!
Wir sind für die Kinder da, aber die müssen nicht für uns da sein!
Das sind Länder, in denen Frauen u. U. unterdrückt werden und das wirtschaftliche Auskommen mager ist etc.
Geschweige denn, dass die überhaupt wissen was eine psychische Erkrankung ist. Vielleicht entwickeln die auch gar keine psychische Erkrankung, weil dafür einfach "kein Platz" ist? Oder die Großfamilie so etwas auffängt?
Wenn ich mir vorstelle, dass es für das Kinderkriegen so eine "perfekte Grundvoraussetzung" geben müsse....dann gäbe es vielleicht gar keine Vermehrung mehr.
Also, wenn ich Angst vor dem Leben habe, dann möchte ich evtl. auch kein Leben schenken. Ist dann auch gut so.
Aber eine Verallgemeinerung, dass Eltern selbstsüchtig sind, wenn sie Kinder in die Welt setzen?
Woraus wird denn diese Selbstsucht gespeist? Als Eltern geben wir in der Hauptsache und nehmen nicht!
Wir sind für die Kinder da, aber die müssen nicht für uns da sein!
naja, aber den Kinderwunsch, den erfüllt man doch zunächst mal sich selbst.
Ja, den Kinderwunsch haben viele für sich selbst. Macht wohl auch Sinn.
Aber dass dann in einer Selbstsucht die Kinder übersehen werden, das kenne ich eben nicht.
Aber dass dann in einer Selbstsucht die Kinder übersehen werden, das kenne ich eben nicht.
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das ist ja schön. Bei mir war es auch mal anders, nur ist es mir, wenn überhaupt, immer erst später aufgefallen.
Wie kannst du so sicher sein?
Wie kannst du so sicher sein?
Hallo Solage,
Meine Mutter wollte im Grunde eine Mischung "aus einer Puppe" und "sich selbst". Hätte mein Vater dies zugelassen, dann hätte sie mich dazu auch sicher gemacht. So ging ihr Wunsch leider nicht auf... Aber sie sagt bis heute (und zwar ohne jedes Bewusstsein dafür, was sie da eigentlich sagt), dass ich eigentlich gar nicht ihr Kind sein kann, weil ich ja so anders bin als sie und mir komisch komisch andere Dinge wünsche und vom Leben möchte als sie. Und wüsste sie es nicht zu 100% besser, dann würde sie das wohl ernsthaft annehmen.
Lieben Gruss,
mio
also ich kenne das, oft ist das den Eltern ja noch nicht einmal "bewusst" - was es umso "schwieriger" macht.Solage hat geschrieben:Aber dass dann in einer Selbstsucht die Kinder übersehen werden, das kenne ich eben nicht.
Meine Mutter wollte im Grunde eine Mischung "aus einer Puppe" und "sich selbst". Hätte mein Vater dies zugelassen, dann hätte sie mich dazu auch sicher gemacht. So ging ihr Wunsch leider nicht auf... Aber sie sagt bis heute (und zwar ohne jedes Bewusstsein dafür, was sie da eigentlich sagt), dass ich eigentlich gar nicht ihr Kind sein kann, weil ich ja so anders bin als sie und mir komisch komisch andere Dinge wünsche und vom Leben möchte als sie. Und wüsste sie es nicht zu 100% besser, dann würde sie das wohl ernsthaft annehmen.
Lieben Gruss,
mio
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@ Solage: Die Verallgemeinerung geschieht zurecht.
1. Das Kind hat nicht um seine Existenz gebeten. Ursächlich für es waren demnach eigene Bedürfnisse, die zu seinem Wohlle im Leben beitragen können. Allerdings ist es auf diese angewiesen und wurde von den Eltern in diese Lage gebracht.
2. Es geht nicht um Kinder. Die könnte man derzeit auch haben, ohne selbst welche zu erzeugen und täte obendrein wirklich etwas Gutes für Kinder.
3. "keine Vermehrung" ist kein Argument.
@ Feenstaub: Weiß nicht, was dir für "rein rational" ausreicht. Ich mag Kinder, könnte mir auch gut helfende Hände im Haushalt vorstellen und leicht zu gewinnende Anerkennung.
1. Das Kind hat nicht um seine Existenz gebeten. Ursächlich für es waren demnach eigene Bedürfnisse, die zu seinem Wohlle im Leben beitragen können. Allerdings ist es auf diese angewiesen und wurde von den Eltern in diese Lage gebracht.
2. Es geht nicht um Kinder. Die könnte man derzeit auch haben, ohne selbst welche zu erzeugen und täte obendrein wirklich etwas Gutes für Kinder.
3. "keine Vermehrung" ist kein Argument.
@ Feenstaub: Weiß nicht, was dir für "rein rational" ausreicht. Ich mag Kinder, könnte mir auch gut helfende Hände im Haushalt vorstellen und leicht zu gewinnende Anerkennung.
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meine Kinder helfen selten im Haushalt.
Und mit der Anerkennung ist auch manchmal genau andersrum
Was ich meinte: ich hatte mehrmals den dringenden wunsch, schwanger zu werden. So wie ein körperliches und tief emotionales Bedürfnis. Habe dem halt nur einmal nachgegeben, ansonsten hat die Vernunft gesiegt.
Und mit der Anerkennung ist auch manchmal genau andersrum
Was ich meinte: ich hatte mehrmals den dringenden wunsch, schwanger zu werden. So wie ein körperliches und tief emotionales Bedürfnis. Habe dem halt nur einmal nachgegeben, ansonsten hat die Vernunft gesiegt.
Das Kind hat nicht um seine Existenz gebeten. Ursächlich für es waren demnach eigene Bedürfnisse, die zu seinem Wohlle im Leben beitragen können. Allerdings ist es auf diese angewiesen und wurde von den Eltern in diese Lage gebracht.
Ich denke gerade über diesen ersten Punkt nach. Und bin etwas verwirrt. Das Kind hat nicht um seine Existenz gebeten. Das ist wohl wahr. Aber andererseits hat das Kind ja nicht existiert. Und somit konnte es nichts Wollen, oder auch nicht nicht Wollen. Erst durch seine Existenz (was durch seine (Er) Zeugung geschah) konnte es sein existieren wollen oder auch nicht.
Oder kurz gesagt: Es gab Niemanden den man hätte Fragen können.
Die einzige Lösung aus dem Dilemma wäre, niemals mehr ein Kind zeugen. Nie mehr (!), von Niemanden.
Andererseits, sind wir ja alle auch Kinder von Eltern. Und wir beschweren uns ja auch nicht darüber, nicht gefragt worden zu sein?. Können also damit leben. Was wiederum hieße, doch Kinder zu zeugen, weil die Mehrheit kommt mit der eigenen ungefragten Existenz doch klar. Oder?
Zuletzt geändert von redred am Sa., 26.12.2015, 23:36, insgesamt 2-mal geändert.
Ob Dir eine Katze, die Dir über den Weg läuft, Unglück bringt oder nicht, hängt davon ab, ob du ein Mensch bist oder eine Maus!
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@ Solage: Doch, die Kinder werden sehr wohl übersehen. Es geht ja letztendlich nicht nur um Kinder, sondern auch um Erwachsene.
Nehmen wir als Leidensquelle nur mal die Gewalt mit Todesfolge. Ich rede nicht so gern herum.
http://diepresse.com/home/science/falsi ... e/index.do
Sowas zu ignorieren geht eben nicht rational, sondern mit evolutionären Mechanismen. Die anderen Leidensquellen, die noch mehr ignoriert werden, wenn nicht einmal Mord und Totschlag viel wiegen, sind gar nicht mit eingeschlossen.
Bei alledem braucht mir niemand mit Kinder- oder Menschenliebe zu kommen und sich zu wundern, wenn ich in ihm mehr den Affen als den Menschen sehe. Dafür kann er nichts, nur wenn jemand anfängt, auf seine Menschenwürde zu pochen, wirds schräg.
Nehmen wir als Leidensquelle nur mal die Gewalt mit Todesfolge. Ich rede nicht so gern herum.
http://diepresse.com/home/science/falsi ... e/index.do
Sowas zu ignorieren geht eben nicht rational, sondern mit evolutionären Mechanismen. Die anderen Leidensquellen, die noch mehr ignoriert werden, wenn nicht einmal Mord und Totschlag viel wiegen, sind gar nicht mit eingeschlossen.
Bei alledem braucht mir niemand mit Kinder- oder Menschenliebe zu kommen und sich zu wundern, wenn ich in ihm mehr den Affen als den Menschen sehe. Dafür kann er nichts, nur wenn jemand anfängt, auf seine Menschenwürde zu pochen, wirds schräg.
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Ich war halt im Umgang zu meinen Kindern so, wohl auch aufgrund meiner Kindheitserfahrungen.
Meine Eltern haben mich als kleines Kind öfter alleine gelassen und auch übersehen etc.
Eine sehr auf sich bezogene Mutter und einen schwachen Vater gehabt und dadurch gelernt ihre Stimmungen auszugleichen. Ich habe ein gutes Gespür für Menschen entwickelt. Notwendigerweise.
Ich habe genau das mit meinen Kindern nicht gemacht, weil ich den Schmerz dieser Angst kenne und ich habe mich da wo es nötig war zurückgenommen. Ihre Grenzen respektiert. Das hat bei mir niemand getan.
Hätte ich nicht diese Ressourcen entwickeln müssen, kämen sie meinen Kindern auch nicht zugute.
Hat alles zwei Seiten.
Bis jetzt klappt es ganz gut und die Kinder sind fröhlich, lebendig und nicht beschwert.
Naja, im Haushalt helfen die auch nicht immer und selten freiwillig. Da war ich in der Erziehung wohl zu gewährend. Tja, gibt Schlimmeres.
Meine Eltern haben mich als kleines Kind öfter alleine gelassen und auch übersehen etc.
Eine sehr auf sich bezogene Mutter und einen schwachen Vater gehabt und dadurch gelernt ihre Stimmungen auszugleichen. Ich habe ein gutes Gespür für Menschen entwickelt. Notwendigerweise.
Ich habe genau das mit meinen Kindern nicht gemacht, weil ich den Schmerz dieser Angst kenne und ich habe mich da wo es nötig war zurückgenommen. Ihre Grenzen respektiert. Das hat bei mir niemand getan.
Hätte ich nicht diese Ressourcen entwickeln müssen, kämen sie meinen Kindern auch nicht zugute.
Hat alles zwei Seiten.
Bis jetzt klappt es ganz gut und die Kinder sind fröhlich, lebendig und nicht beschwert.
Naja, im Haushalt helfen die auch nicht immer und selten freiwillig. Da war ich in der Erziehung wohl zu gewährend. Tja, gibt Schlimmeres.
@ redred: man kann doch weiter Kinder zeugen und zugeben, dass es ein selbstsüchtiger Grund ist
Hallo mio,
Was Du da schreibst über Deine Mutter und ihre Aussagen zu Dir ... hm. Ich gestehe, daß ich mit den Mitteilungen Freuds über den Penisneid-Komplex so meine Schwierigkeiten hatte. Ich hab das erst mal gelesen, aha, Freud sagt das, Freud ist Autorität ... aber so recht glauben konnte ich es nicht ... aber inzwischen glaube ich es. Eine - von mehreren - Möglichkeiten ist es, daß dieses wohlgemerkt latente Minderwertigkeitsgefühl, das bei einer - von mehreren Möglichkeiten - der Verarbeitung dieses Komplexes erwachsen kann, das Kind / die Kinder an die Stelle des Penis treten, das Minderwertigkeitsgefühl kompensieren.
Ich habe aber manchmal so den Verdacht, daß da noch mehr dahinter stecken könnte, als diese Kompensation. Das geht so in die Richtung des "deligierten Kindes", dem die unerfüllten Wünsche und Sehnsüchte der Eltern aufokroiert werden. "Unser Kind soll es einmal besser haben!" - bekannt aus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration.
Das kann aber auch auf einer tieferen Ebene so sein: das Kind wird vielleicht wirklich in manchen Fällen zu einer Art Filiale der Mutter, einem Objekt, das als Teil des eigenen Körpers, des eigenen Selbst reklamiert wird. Manchmal, wenn ich so bei warmem Wetter die jungen Mütter hier sehe, wie sie ihre Kinderwägen durch die Stadt schieben, ihren Habitus, ihre Mimik ... ja, es kommt mir echt so vor, als ob sie ihren Schwanz durch die Gegend schieben. Denn nicht anders schieben die Junx an der Kiesgrube ihren Schwanz vor sich her.
Manchmal spekuliere ich auch selbst darüber, ob der Mißbrauch durch meine Mutter nicht irgendwie in diese Richtung interpretiert werden könnte: ich war ja "ihr Schwanz" gewesen ... ?
Nehmen wir mal an, diese Spekulationen oder Vermutungen wären richtig - aus der Sicht des Kindes wären das schlicht: aggressive Inanspruchnahmen, Grenzüberschreitungen der Mutter gegenüber dem Kind, gegen welche sich das Kind nicht wehr en kann, ausgeliefert ist. Die klassische Introjektionslage.
Diese Gedankengänge sind nicht zuende gedacht, unfertig - und natürlich: sehr subjektiv.
Gruß
Möbius
Was Du da schreibst über Deine Mutter und ihre Aussagen zu Dir ... hm. Ich gestehe, daß ich mit den Mitteilungen Freuds über den Penisneid-Komplex so meine Schwierigkeiten hatte. Ich hab das erst mal gelesen, aha, Freud sagt das, Freud ist Autorität ... aber so recht glauben konnte ich es nicht ... aber inzwischen glaube ich es. Eine - von mehreren - Möglichkeiten ist es, daß dieses wohlgemerkt latente Minderwertigkeitsgefühl, das bei einer - von mehreren Möglichkeiten - der Verarbeitung dieses Komplexes erwachsen kann, das Kind / die Kinder an die Stelle des Penis treten, das Minderwertigkeitsgefühl kompensieren.
Ich habe aber manchmal so den Verdacht, daß da noch mehr dahinter stecken könnte, als diese Kompensation. Das geht so in die Richtung des "deligierten Kindes", dem die unerfüllten Wünsche und Sehnsüchte der Eltern aufokroiert werden. "Unser Kind soll es einmal besser haben!" - bekannt aus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration.
Das kann aber auch auf einer tieferen Ebene so sein: das Kind wird vielleicht wirklich in manchen Fällen zu einer Art Filiale der Mutter, einem Objekt, das als Teil des eigenen Körpers, des eigenen Selbst reklamiert wird. Manchmal, wenn ich so bei warmem Wetter die jungen Mütter hier sehe, wie sie ihre Kinderwägen durch die Stadt schieben, ihren Habitus, ihre Mimik ... ja, es kommt mir echt so vor, als ob sie ihren Schwanz durch die Gegend schieben. Denn nicht anders schieben die Junx an der Kiesgrube ihren Schwanz vor sich her.
Manchmal spekuliere ich auch selbst darüber, ob der Mißbrauch durch meine Mutter nicht irgendwie in diese Richtung interpretiert werden könnte: ich war ja "ihr Schwanz" gewesen ... ?
Nehmen wir mal an, diese Spekulationen oder Vermutungen wären richtig - aus der Sicht des Kindes wären das schlicht: aggressive Inanspruchnahmen, Grenzüberschreitungen der Mutter gegenüber dem Kind, gegen welche sich das Kind nicht wehr en kann, ausgeliefert ist. Die klassische Introjektionslage.
Diese Gedankengänge sind nicht zuende gedacht, unfertig - und natürlich: sehr subjektiv.
Gruß
Möbius
Ja aber nur, wenn man tatsächlich einen freien Willen zugrunde legt. Das ist ja auch irgendwie unklar. Kennst du das Buch "Das egoistische Gen", demnach sind wir alle Sklaven unsere Gene, die nur ein Ziel haben, sich zu Reproduzieren.@ redred: man kann doch weiter Kinder zeugen und zugeben, dass es ein selbstsüchtiger Grund ist
Zu Punkt freien Willen: Man bedenke, auch Tiere zeugen Nachwuchs. Ist das Selbstsüchtig von ihnen? Haben sie denn eine Wahl? Und Jungen in der freien Wildnis zu haben, das ist nun wirklich kein Spaß!
Dennoch können sie sich wohl nicht dagegen entscheiden....
Zuletzt geändert von redred am Sa., 26.12.2015, 23:57, insgesamt 1-mal geändert.
Ob Dir eine Katze, die Dir über den Weg läuft, Unglück bringt oder nicht, hängt davon ab, ob du ein Mensch bist oder eine Maus!
Hallo Möbius,
Freuds "Penisthese" stehe ich wie Du weisst ausgesprochen kritisch gegenüber, ein Überbleibsel aus "paternalistischen Zeiten"...zu der Zeit meiner Mutter mag das vielleicht sogar noch ein Stück weit hingekommen sein, aber heutzutage für meine Begriffe in unserer Gesellschaft definitiv ein veraltetes Model.
Lieben Gruss,
mio
genau so ist es, sagt meine Mutter auch ganz ehrlich. Ich sollte bekommen - und wollen - was sie nicht bekommen hatte als Kind, sich aber immer sehnsüchtigst gewünscht hat. Dumm war eben, dass ich ganz andere Dinge wollte. Manches von diesem "soll es mal besser haben" kam mir schon auch zu Gute, so ich den Vergleich anstelle zwischen der Kindheit meiner Mutter und meiner Kindheit. Nur dieser "Objektcharakter" ist ne echt miese Geschichte. Da reagiere ich in Teilen bis heute höchst allergisch darauf, andere Teile haben leider ihre Probleme damit in manchen Situationen und lassen sich da nach wie vor "benutzen" ohne mit der Wimper zu zucken. Wobei ich vielleicht eher "liesen sich benutzen" so ich sie noch lassen würde sagen muss.Möbius hat geschrieben: Ich habe aber manchmal so den Verdacht, daß da noch mehr dahinter stecken könnte, als diese Kompensation. Das geht so in die Richtung des "deligierten Kindes", dem die unerfüllten Wünsche und Sehnsüchte der Eltern aufokroiert werden. "Unser Kind soll es einmal besser haben!" - bekannt aus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration.
Freuds "Penisthese" stehe ich wie Du weisst ausgesprochen kritisch gegenüber, ein Überbleibsel aus "paternalistischen Zeiten"...zu der Zeit meiner Mutter mag das vielleicht sogar noch ein Stück weit hingekommen sein, aber heutzutage für meine Begriffe in unserer Gesellschaft definitiv ein veraltetes Model.
Lieben Gruss,
mio
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