zunächst mal ehrt es Dich, dass Du es besser machen möchtest, als Deine Mutter und Dich auch u Deine psychische Gesundheit kümmerst.
Mein Zitat unten wähle ich nicht, um mich auf Dich persönlich zu beziehen, sondern als Beispiel für einen -wie ich glaube- häufigen Fehler, den viele Menschen voller Liebe und in bester Absicht machen.
Solage hat geschrieben: Das totale Gegenteil. Alles was mir weh tat, das wollte ich so niemals weitergeben.
Doch, es ist mir wohl gelungen.
In dem zitierten Satz liegt: Ich habe es anders gemacht, als es MICH gequält hat. Ich habe meinen Kindern versucht, DAS zu geben, was ICH gebraucht hätte. Ich bin das Gegenteil meiner Eltern geworden.
Sicher hast Du damit einige wirklich schädliche Dinge unterlassen.
Aber es schwingt, auf einer tieferen Ebene, noch etwas anderes mit: der Blick auf Dich selbst.
Ich glaube, dass sehr viele Menschen, auch die, die es gut mit ihren Kindern meinen (und das werden fast alle sein!!) und sie auch lieben (so wie wahrscheinlich auch Widows Mutte auchr), daran scheitern, ihre Kindern als eigenständige Menschen mit ganz eigenen Bedürfnissen und Wünschen, wahrzunehmen.
Du hast unterlassen, was Dich gequält hat. Weißt Du denn auch wirklich zutiefst, was Deine Kinder, als eigenständige Persönlichkeiten, brauchen und wollen?
Menschen geben voller Liebe und gutem Willen ihren Kindern das, was sie persönlich für das Beste halten.
Das muss aber nicht das Beste sein.
Kinder neigen wiederum dazu, das, was ihre Eltern tun, automatisch für gut zu halten (anders kann man manchmal gar nicht überleben).
Ich denke, das Wichtigste ist, Kinder als ganz eigenständige Wesen mit ganz eigenständigen Bedürfnissen wahrzunehmen.
Diese Bedürfnisse können völlig andere sein, als die, die man selbst hat.
(Es ist kein Wert an sich, alles zu unterlassen, was einen selbst gequält hat.)
Ich glaube, an dieser Aufgabe scheitern auch psychisch weitgehend gesunde Menschen öfters.
Ich habe letzt eine psychisch sehr belastete junge Kollegin sagen hören, dass sie sich endlich Kinder wünsche. Da habe sie dann endlich eine exklusive Beziehung, in der sie voll und ganz liebe und voll und ganz geliebt werde und nicht -wie bisher immer in ihrem Leben- verlassen werden könne.
Ich bin mir sicher, dass diese Kollegin eine ganz, ganz Liebe ist und ihre zukünftigen Kinder mit (vermeintlicher) Liebe überschütten wird. So, wie ich sie einschätze wird sie ihre Kinder weder vernachlässigen, noch misshandeln, noch eines ihrer Kinder bevorzugen.
Und doch glaube ich, dass es bei ihrem Kinderwunsch vor allem um ihr eigenes Bedürfnis nach einer Beziehung, in der sie vorbehaltlos geliebt wird und in der sie "nicht verlassen werden kann", geht.
Eine, wie ich finde, Katastrophe für jedes Kind.
Man stelle sich vor: eine Mutter, die auf die Liebe ihres Kindes als erste Beziehung in ihrem Leben, in dem sie "vorbehaltlos" geliebt wird, angewiesen ist und die ernsthaft denkt, es ist die Aufgabe des Kindes, sie nie zu verlassen (= für sie da zu sein)
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