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Do., 24.02.2011, 21:42
@klang2: 1.teil
...daß ein Kind sein Einverständnis geben könnte. - da hast Du absolut recht! meinte eher: wenn es offensichtlich was dagegen hätte! diese aussage bezieht sich natürlich nicht nur auf junge mädchen - ist ja keine altersfrage!
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finde schon, daß man stolz darauf sein kann, sich korrekt zu verhalten
um in diesem punkt meiner meinung zu sein, sollte man sich mit den aktuellen ergebnissen der neuropsychiatrie beschäftigt haben. diese kommen eindeutig zu dem ergebnis, dass unser hirn entscheidungen nicht anders trifft, als ein elektronischer rechner. man kann sogar messen, wie lange vor der tatsächlichen (bewussten) entscheidung, das hirn zu der entscheidung kam. während wir noch immer glauben, wir hätten die freie wahl hat unser hirn schon längst seine entscheidung getroffen!
somit ist das empfinden der freien wahlmöglichkeit nichts, als das trügerische gefühl, das wir empfinden, wenn unser gehirn sich bereits im entscheidungsprozess befindet und andauert, bis es zu einer entscheidung gefunden hat!
die weichen, werden im laufe des lebens gestellt - in form von erfahrungen, moralischer und etischer wertvorstellungen, büchern, die man gelesen hat, filmen, die man gesehen hat, gesprächen, die man geführt hat, vorbildern, die einen geprägt haben...
wir laufen täglich mit gestellten weichen herum - fast alle sind täglich gleich gestellt - nur alle paar tage - vielleicht wochen oder monate - ändert sich die stellung auch nur einer einzigen weiche! in frühen jahren sicher öfter - ab einem gewissen alter aber nur sehr selten und/oder, wenn etwas einschneidendes passiert, was dazu führt, dass man sein leben grundsätzlich verändert oder überdenkt!
während alle weichen täglich gleich gestellt sind entscheidet nur das tägliche leben, wann ein zug von wo wohin fährt und die stellung der gleise auf dem jeweiligen streckenabschnitt führt zum jeweiligen ergebnis bzw zum sichtbaren ergebnis!
radikal neue ansichten - ist mir klar - aber in der seriösen hirnforschung schon seit jahren unumstritten. mittlerweile kann man sogar die zeit messen, die zwischen der entscheidungsfindung und dem bewussten (überprüfbaren) entschluss vergeht. es handelt sich um mehrere zehntelsekunden, also um ein vielfaches mehr, als (nur) die neuronale reizleitung beansprucht!
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„stärkere bedürfnisse oder können diese einfach nicht kontrollieren.“ -- feige Ausrede, um Verantwortung für eigenes Handeln von sich zu weisen! Wenn sich Sexualstraftäter nicht kontrollieren könnten, könnten sie sie nicht auf günstige Situationen beschränken oder von einer Tat absehen, wenn plötzlich ein Polizist auftaucht
eines vorerst: niemand kann - egal, wie entscheidungen vom hirn getroffen werden, die verantwortung für sein handeln abschieben! - dies ist aber mehr eine definitionsfrage - weil es sonst sehr schwer wäre (insbesondere im strafollzug), die konsequenzen dieses wissens im reellen leben umzusetzen. dies bedeutet aber nicht, dass trotzdem immer unser gehirn die entscheidungen fällt und es immer einen grund dafür gibt, warum sich jemand wie entscheidet! wäre dies nicht so bräuchten wir uns nicht soviele gedanken machen um den guten umgang unserer kinder,um wissensvermittlung, um erziehung, um schlechte erfahrungen und schlimmen dingen, die unseren kindern passieren können...
klar formte uns das leben, unsere erfahrungen, erlebnisse... und es ist auch klar, dass wir den schlechten umgang unserer kinder deshalb nicht haben wollen, weil wir wissen, dass dieser die wahrscheinlichkeit, dass diese auf die schiefe bahn kommen, extrem erhöht! es ist ja auch kein zufall, dass der großteil der delikte von menschen der untersten milieuschicht verübt werden.
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müßte man den freien Willen an sich wegphilosophieren und jeden Straftäter als Opfer... tut man in der hirnforschung und seltener auch im strafrecht! es ist nur schwer, die neuesten erkenntnisse ins strafrecht einfließen zu lassen, weil man das auftreten "schwieriger präzedenzfälle" verhindern will! ein wichtiges thema auf diesem sachgebiet ist es aber schon lange - bereits seit jahren)!
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Ein sexuell Normaler kann genauso leiden, wenn er eine Abfuhr bekommt...
das ist richtig, das sagt aber nicht, dass er deshalb die entscheidungsfindung beeinflussen konnte! weiters ist mir fraglich, was Du mit einem sexuell normelen meinst! wer definiert die norm? was ist normal? und was abnormal/unnatürlich/abartig? und warum?
ich kann diese fragen auch nicht beantworten! wichtig ist für mich aber nur eine frage: hat der damit jemanden verletzt? mir ist vollkommen egal, ob 2 schwule sex haben oder ob jemand nackt auf der straße rumläuft! das ist sein leben und er kann machen, was er will - solang er niemand anderen damit verletzt! wenn ich mich aber verletzt, beschämt oder sonstwas fühle, nur, weil jemand nackt auf der straße rumläuft, dann hab ich selber einen knacks und brauch dringend einen therapeuten - deswegen darf ich aber nicht die freiheit der anderen einschränken!