Anna-Luisa hat geschrieben: Sa., 09.01.2021, 19:33
Wenn du eine berufliche Tätigkeit angibst, wird man sich wundern, dass du keine Zeugnisse vorlegen kannst.
Wenn du verheiratet bist und Kinder hast, könntest du auch angeben, dass du ganz für sie da sein wolltest. Eine Bekannte von mir hat einen Auslandsaufenthalt, zum Erlernen einer Fremdsprache angegeben. (Dass sie keinen Sprachkurs besuchte, hat niemanden interessiert.)
Es wäre möglich ein Zeugnis von meinen Eltern als Chefs unterschreiben zu lassen, ist aber sehr Grauzone, gefällt mir nicht. Wobei ich tatsächlich etwa ein halbes Jahr da mal in der Zeit ausgeholfen hab, das kann ich auf jeden Fall reinnehmen und etwas ausbauen.
Selbst Familie habe ich keine.
Auslandsaufenthalt für 5 Jahre... ist bissl lang, zumal ich tatsächlich schon echte Auslandsaufenthalte drin stehen habe. Aber vielleicht noch 6 Monate/ 1 Jahr ginge evtl.
Bluemoon123 hat geschrieben: Sa., 09.01.2021, 19:40
"Arbeit bei Familienangehörigen" macht generell stutzig.
Yep da sagst du es Bluemoon...
Malia hat geschrieben: Sa., 09.01.2021, 19:44
Wichtig ist, dass man voll zu dem, was man macht, stehen kann - egal, ob "Lüge" oder Wahrheit.
Hm... Malia da muss ich echt nochmal drüber nachdenken, zu was ich da stehen will und kann bei mir.
Ich schäme mich sehr dafür, nicht richtig ins Berufsleben gekommen zu sein, und ehrlich gesagt habe ich als ich mal in den Trott mit Therapien, Kliniken gekommen war, dann auch vermieden, mich dem Berufsthema zu stellen, weil ich Angst vor dem Arbeitsleben, Bewerben hatte. Das ist kein Ruhmesblatt, aber so ist's. Meinen letzer Job war ein Segen, dadurch kam ich da wenigstens etwas raus.
Malia hat geschrieben: Sa., 09.01.2021, 19:44
Mir blieb meistens nichts anderes übrig, als die Wahrheit zu schreiben (also keine Diagnosen!) und sie so auszudrücken, dass auch diese Lücken etwas positives hatten (das geht) und mehr Gewicht auf meine Stärken zu legen.
Das fühlt sich für mich gut an, so wie du das schreibst kommt das sehr stimmig rüber. Wie macht man das, die Lücken positiv zu färben? Ich war ja in Kliniken, Therapie, oder einfach zu Hause und konnte nicht arbeiten... Das war eine Zeit in der ich mich richtig kaputt gemacht habe geistig, ich für mich kann dem nicht viel Positives abgewinnen jetzt im Nachhinein.
Das würde mich echt interessieren, also wenn du ein Beispiel sagen könntest, wie du das formuliert hast, fände ich das toll, aber wenn dir das zu persönlich wird dann natürlich nicht.
Auf jeden Fall Danke an alle für die Tipps!
Ich denke jetzt dass ich die Zeit vielleicht splitten sollte, in "Job bei Eltern", arbeitslos, krank, Ausland... einfach um diese 5 Jahre weg zu bekommen....