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Gitty
Helferlein
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Post Fri, 30.Apr.04, 18:57      Krank von A-Z Reply with quoteBack to top

Tatsächlich von Augen bis zu Zehen. Ich fühle mich doch schon sehr
merkwürdig, wenn ich das hier schreibe. Aber ich hoffe einen Menschen
zu finden, dem es ähnlich geht.
Ich habe oft furchtbare Schmerzen in den Augenlidern,
Migräne mit zeitweiligen Augenflimmern(wenn es denn Migräne ist),
zeitweilig Ohrenklingeln
Schwindel mit dem Gefühl nach rechts umzukippen, meißtens wenn ich
mehr als 1oo m normal gehe,
am Schlimmsten sind die Herzrhythmusstörungen (Ruhe-u.Langzeit-EKG
waren o.k. auch Herzultraschall. Es wurde lediglich wie üblich ein gering-fügiger Mitralklappenprolaps nachgewiesen.
Dazu kommt von Zeit zu Zeit kribbeln im Körper, Einschlafgefühle in
Kopf und zwischen den Schulterblättern,
Magenbeschwerden,
ab und zu ,gerade zur Migräne dazu leichte Krämpfe in den Beinen
Chronische Bronchitis,
Schmerzen oberhalb der Brust links
Ich war schon bei sämtlichen Ärzten. Bis auf Kernspintomographie des
Herzens, Magen-u. Darmspiegelung (traue ich mich nicht), wurde doch
schon vieles untersucht und für unauffällig befunden. Naja, der Kieferorthopäde meinte, es könnten meine Weisheitszähne sein. Weiß nicht so recht, ob ich es glauben soll. Außerdem habe ich auch Angst, ich könnte die Spritze nicht so recht vertragen, mir wurde nämlich schon in
der Vergangenheit einmal sehr schwindelig davon.
Am meißten Angst habe ich vor Zuständen, die mich schwindelig werden lassen oder mich in einen Zustand versetzen, in dem ich die Kontrolle über mich verliere. Ich leide unter sehr vielen Ängsten, seit ich mich nicht mehr gesund fühle. Alleine aus dem Haus traue ich höchstens 2oom
oder mit Begleitung. Dabei war ich mal so richtig gut drauf und manchmal bin ich es auch noch, wenn ich gerade mal ein paar Stunden keine Beschwerden habe. Gerade meine ich auch wieder, mir wird gleich schwarz vor den Augen.
Wahrscheinlich denkt ihr, ich könne mich gleich einbuddeln Very Happy , aber so
fühle ich mich noch nicht.
Ich bin 42 Jahre, habe 2 Kinder (17, 3m) und bin durch meine Ängste
viel alleine. Doch wenn es mir gut geht und ich das Haus verlasse, treffe
ich unheimlich viele Bekannte, was mir dann Kraft gibt. Denn ich war
eigentlich immer eine Frohnatur, bis die Beschwerden zu stark wurden.
Jetzt kommt noch die Erkenntnis dazu, dass ich keinem Mann, mich zumuten könnte. Aber ich wünsche mir wieder einen Partner. Deshalb
tja, muß ich wohl sehen, wie es weitergeht. Ich muß schon sagen, es
würde mich sehr wundern, wenn ich das Glück hätte jemanden zu finden,
der mir helfen könnte oder ähnliches durchmacht. Wahrscheinlich ist es
für einen Außenstehenden totlangweilig das alles zu lesen und trotzdem,
schön das der ein oder andere Mensch vielleicht das liest, danke.
Es grüßt die kranke und dennoch zuversichtliche, humorvolle Gitty

Ps.Ich habe oft das Gefühl, dass die Herzrhythmusstörungen bewegungsabhängig sind (z.B. beim Bücken eher auftreten)
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Kiylia
sporadischer Gast
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Post Fri, 30.Apr.04, 20:42      Re: Krank von A-Z Reply with quoteBack to top

Hallo!
Versuchs mit Kinesiologie oder ESM
LG Bri
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r.l.fellner
Psychotherapeut
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Posts 1589
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M


Post Fri, 30.Apr.04, 21:35      Re: Krank von A-Z Reply with quoteBack to top

Liebe Gitty,

es kann sein, daß ich da nun völlig ins Fettnäpfchen trete, aber ich vermute mal, Sie haben wegen Ihrer Beschwerden noch nie eine Psychotherapie gemacht oder aber eine solche vorzeitig abgebrochen?

Denn die von Ihnen beschriebenen komplexen Symptome sind, soweit sich das aus der Ferne beurteilen läßt, in dieser Kombination typische Anzeichen einer tieferliegenden psychischen Problematik. Leider zusätzlich verstärkt durch jahrelange Chronifizierung und wohl auch Selbstversuchen mit diversen, irgendwo gelesenen oder gehörten "Tipps und Tricks", die einige Symptome wohl bekämpfen konnten, aber letztlich nur eine komplexe Symptomverschiebung zur Folge hatten.

Die Problematik, so wie sie sich hier zeigt, werden Sie vermutlich nur durch eine konsequente Arbeit an den zugrundeliegenden Problemen, unterstützt von einem(r) Psychotherapeuten(in), dem(der) Sie vertrauen, und natürlich in einigen Bereichen auch ärztlicher Unterstützung, dauerhaft in den Griff bekommen können.

Freundliche Grüße und die nötige Portion Mut für die nötigen Schritte
Richard L. Fellner

p.s.: deutlich widersprechen möchte ich Kiylia - vergessen Sie Kinesiologie und ESM (zumindest dann, wenn sich nicht innerhalb von ein paar Wochen Erleichterung abzeichnet). Ich kenne beides, es hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine Prolongierung Ihrer Probleme zur Folge.

_________________
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Gitty
Helferlein
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Wohnort Nürnberg
W, 42


Post Sat, 08.May.04, 8:08      Re: Krank von A-Z Reply with quoteBack to top

Hallo Herr Fellner,

ich danke für ihre Antwort. Ich war schon mehrfach in Psychotherapie.
Das erste Mal vor 2O Jahren für 3 Jahre. Habe ich damals selbst bezahlt, da es ein Soz.-Päd. mit Zusatzausbildung war. Ich fand es eigentlich ganz gut was er da machte, auch mit dem Schamanismus. Zweimal erlebte ich sogar totalen inneren Frieden, Ruhe und Gelassenheit, wie ich sie sonst nie mehr erlebte. Doch leider wurde ich dann schwanger und sitzengelassen vom Vater des Kindes. Ich war damals 24 Jahre und mittellos, so musste ich die Therapie abbrechen. Ich versuchte es noch mit etwa 5 anderen, von der Kasse bezahlten Therapeuten, brach aber, wie sie schon richtig vermuteten immer wieder die Therapie ab. Wissen sie Herr Fellner, ich habe bis heute nicht den richtigen Therapeuten gefunden. Immernoch trage ich ein Geheimnis mit mir herum, dass ich vom Gefühl her niemanden anvertrauen kann. Es ist nichts sehr schlimmes. Es ist lediglich für mich so belastend. Manchmal fühle ich michwie ein Phänomen, da ich wirklich fast alle Krankheiten habe, die ich in den diversen Foren zu lesen bekomme. Dann denke ich, das gibt es doch nicht, bin ich unnormal ? Jeder schleppt so irgendein Problem mit sich herum auf welcher Ebene auch immer, und ich muß mich mit allem auseinandersetzen. Einen Vorteil hat es natürlich, ich kann die Menschen an sich wirklich sehr gut verstehen.
Ich habe noch eine Frage an sie. Vor einer Woche habe ich die Therapie bei einer Psychologin abgebrochen, war ein paar Monate da gewesen, hat mich nicht wirklich weitergebracht. Die Phobie vorm Blutnehmen habe ich selbst überwunden. Als meine Therapeutin dabei war hatte ich das Gefühl ich kann mir erst recht kein Blut nehmen lassen. Nur ein Beispiel am Rande. Ich frage mich, ob ich nicht alles nur durch mich schaffen kann, ob nicht nur durch eigene Kraft? Außerdem weiß ich auch nicht, ob mir die Krankenkasse nochmal eine Therapie zahlt, wenn ich schon so oft abgebrochen habe? Ich habe fast nicht mehr den Mut nachzufragen, was meinen sie, soll ich?
Viele Grüße von Gitty

PS. Eine Antwort von ihnen ist mir sehr wichtig, danke.
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