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StefanL
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Post Sat, 14.May.05, 10:14      Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top


Liebe Leute,

da ich mich weder mit meinen Eltern noch mit meinen Freunden noch sonstwem über mein Problem austauschen möchte, will ich heute in diesem Rahmen einmal mein Problem von der Seele schreiben.

Ich bin der festen Überzeugung, an Krebs erkrankt zu sein. Diese Gewissheit besteht für mich schon fast 1,5 Jahre.
Bereits zu Anfang dieser "Phase" habe ich jedoch für mich selber beschlossen, mich nicht in Behandlung zu begeben. Aus erster Linie aus Angst vor Diagnose und Behandlung und außerdem deswegen, weil ich der Überzeugung bin, nicht geheilt zu werden. Meine Auffassung ist, lieber die restlichen Monate/Jahre meines Lebens zu genießen, statt mich in eine (schmerzvolle) Behandlung zu begeben, die ohnehin zwecklos sein würde. Das Leben zu genießen, gelingt mir auch weitestgehend; die letzte Zeit meines Lebens empfinde ich als ausgefüllter als jede Lebensphase zuvor (wobei ich erst 22 Jahre alt bin).

Da ich mich über meine Krebserkrankung umfassend im Internet informiert habe, bin ich überzeugt, auch ohne ärztliche Ausbildung "bescheid zu wissen" und für mich selbst die richtige Diagnose getroffen zu haben. Manchmal erscheint es mir jedoch so, als hätte ich zunächst von Symptomen der Krebserkrankung gelesen/erfahren, und sie erst anschließend an mir bemerkt.
Daher war ich zwischenzeitlich am zweifeln, ob ich vielleicht an Hypochondrie leide. Dagegen spricht jedoch, dass ich mich keiner ärztlichen Behandlung auszusetzen traue, wohingegen hypochondrisch veranlagte Menschen häufig die Ärzte geradezu abklappern.

Nun bin ich mitterweile wirklich mit meiner Situation überfordert. Habe ich Krebs? Bilde ich mir das nur ein und bin in Wirklichkeit Hypochonder? Wie kann ich meine Angst vor Ärzten und deren Behandlung abbauen?
Viele Fragen, und (bisher) keine Antworten.

Vielleicht hat jemand einen Rat für mich oder wenigstens ein paar nette Worte Neutral

Liebe Grüße und schöne Pfingsten allerseits!

Euer Stefan


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Annemarie
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Post Sat, 14.May.05, 18:41      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Lieber Stefan,

ich weiß nicht, wie Du auf Deine Diagnose kommst, einen Hirntumor zu haben ... selbst einem Arzt würde es nicht reichen, alleine nach Deinen Symptomen diese zu stellen. Es müßten viele Untersuchungen gemacht werden, um den "Verdacht" auszuschließen und nach anderen Ursachen zu suchen oder ihn eben zu bestätigen.

StefanL wrote:
Meine Auffassung ist, lieber die restlichen Monate/Jahre meines Lebens zu genießen, ...


Bei diesem Satz bin ich versucht, das Positive an Deiner Überzeugung herauszupicken und Dir genußvolle weitere 60, 80 Jahre und mehr zu wünschen Wink

Wenn da nicht ...

StefanL wrote:
Nun bin ich mitterweile wirklich mit meiner Situation überfordert. Habe ich Krebs? Bilde ich mir das nur ein und bin in Wirklichkeit Hypochonder? Wie kann ich meine Angst vor Ärzten und deren Behandlung abbauen?
Viele Fragen, und (bisher) keine Antworten.


... diese wirklich, vielleicht sogar krankmachenden Ängste wären, die Dir das Leben auf die Dauer so richtig schwer machen würden.

Willst Du das wirklich, Stefan ... so ein Leben in völliger Unsicherheit und wahrscheinlich noch völlig unnötig? Nein, daß Du das nicht willst, hast Du ja auch selbst geschrieben. Aber da kann Dir nur eines helfen, Stefan ... der Gang zum Arzt. Nur dieser Schritt kann Dir die Sicherheit wiederbringen ... hab´ den Mut, Stefan ok

StefanL wrote:
Wie kann ich meine Angst vor Ärzten und deren Behandlung abbauen?


Eine Möglichkeit wäre, einfach die Tel. Nr. von einem entsprechenden Arzt (ev. Hausarzt) rauszusuchen und in einer "mutigen Minute" einfach dort anzurufen, Termin ausmachen ... der Rest läuft dann von selbst...

Wenn es Dir aber so schwer fällt, daß Du es gar nicht alleine schaffst, ev. doch Freunde, Eltern, Vertrauenspersonen in Deine Ängste einzuweihen ... die könnten Dich ja auch in der für Dich schwierigen Situation begleiten.

So wie Du Deine Probelme beschrieben hast, könnte ich mir auch vorstellen, daß es für Dich von Vorteil wäre, wenn Du mit Hilfe einer Therapie Deinen Ängsten (vor Ärzten, Krankheit, ... ) auf den Grund gehen würdest ... wie siehst Du das?

Lieber Stefan, ich hoffe, daß Du Dich überwinden kannst, den für Dich, Deinen Körper und Deiner Seele richtigen Weg einzuschlagen!
Ich jedenfalls drücke Dir dazu ganz fest die Daumen und wünsche Dir alles Gute!

Alles Liebe,
Annemarie

_________________
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Wolflein
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Post Sun, 15.May.05, 16:56      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

hallo
Stefan
bitte sei mir net bös, aber bei dieser erkrankung so leichtfertig daher zureden das kann ich nicht verstehen und ich will es auch gar nicht

ich weiß nicht wie viele krebskranke du kennst , aber selbst diese haben hoffnung und wünschen sich nichts mehr als diese krankheit zu besiegen

ich verstehe solche menschen wie dich absolut nicht.
was bitte, was soll der arzt den machen? wie soll er dich schmerzvoll untersuchen? wie ?
hast du schion einen arzt gesehen? der macht nix anders als das was er gelernt hat

ich habe innerhalb von kurzer zeit sehr liebe menschen verloren. sie starben an krebs, und mich verfolgen diese bilder......
keiner aber hatte jemals auch nur den gedanken verschwendet das er aufhört zu kämpfen, keiner!

werde erwachsen, schau dir einmal einen arzt an , aber von vorne
wirf nicht mit diagnosen umher von denen du nur den namen kennst
lg
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klammeräffchen224
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Post Sun, 15.May.05, 21:04      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

hi!

ich kan
n
mich wolflein nur anschließen! wenn du wirklich einen gehrirntumor hättest wärst du sicherlich schon schlimmer darn. ich kannte eine wo sie es zu spät bemerkten. sie hatte aber schon nach kurzer zeit ziemliche probleme gehabt daher ging sie ja zum arzt. sie hat gekämpft und gekämpft der körper war schon sehr schwach. sie haben sie auch noch operiert aber sie starb trotzdem weil sie schon so geschwächt war nach kurzer zeit. also wenn du seit über einem jahr diese sympthome hast und du noch nichts an schlimmeren sympthomen bemerkt hast, glaube ich ehrlich gesagt net das du einen tumor hast. ein tumor wächst und nach über einem jahr würdest du schon so krank sein das er dein gehirn langsam zerstören würde indem die zellen absterben durch den umfang des tumors. irgendwiene sache die man immer tut zb sprechen oder laufen usw würdest du net mehr richtig oder gar nicht tun können weil dieser teil des gehirns zerstört wäre. es tut mir leid das ich nicht gerade nett zu dir bin aber ich möchte dir nur helfen damit du mal auf andere gedanken kommst. und wenn es dich weiter quält dann geh bitte bitte zum arzt und lass dich bitte untersuchen. egal wieviele untersuchungen. mach eseinfach. die schmerzen bei einem tumor sind größer als die angst und die schmerzen beim arzt. und es wird beim arzt alles andere als schmerzhaft sein

bis dann
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Wolflein
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Post Mon, 16.May.05, 4:09      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

hallo klammeräffchen

ich kann mich deinen worten nur anschließen ......allerdings reagiere ich allergisch auf solche "diagnosen" die man sich "zufällig stellt"

ich war mit vielen krebskranken auf der station und die waren froh das sie nach jahrerlanger "falsch behandlung" endlich einmal eine diagnose hatten
es waren nicht die zähne , die man meiner bekannten alle riss schuld an diesen kopfschmerzen bei denen sie schon fast verrückt wurde
man schickte sie von einem arzt zum anderen ,aber keiner machte ein schädel MRI
erst jahre später , weil sie NICHT aufgab sondern nach jedem strohhalm griffwurde der tumor entdeckt
sie hatte sich so gefreut, .....gefreut auf ein schmerzfreies leben
nach einer 13 stündigen op. war sie am zweiten tag schon wieder fast die alte.
en herzens guter mensch, immer freundlich und nie aufgeben

@Stefan, was machst du bei zahnschmerzen? wartest du bis deine zähne verfaulen?
so patienten wären mir gerade recht. du stellst sicher jede diagnose in zweifel da du unbedingt diesen "tumor brauchst"
und selbst wen, die medizin schreitet zum glück voran

rede einmal mit deinem hausarzt, falls du dich zu dem traust
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klammeräffchen224
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Post Mon, 16.May.05, 7:40      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

hallo!


ich denke das man viel im internet finden über sympthome und deren krankheiten, aber denk mal so nicht alles davon ist war. siehe das beispiel. wenn man nur noch daran denkt krank sein zu wollen, wird man auch krank (grippe) es ist auch eine große kopf sache die damit zusammen hängt. ich habe die erfahrung gemacht, wenn man sich etwas so sehr wünscht geht es auch in erfüllung und das darf bei krankheiten nicht der fall sein. in meiner familie hatten sehr sehr viele krbs, eigentlich muss ich jetzt große angst haben das aucheinmal zu bekommen aber ich beschäftige mich damit nicht. ich denke mir so. wenn man etwas will dann schafft man alles. also ich meine wenn man zb an krebs erkrankt ist und weiter leben will dann schafft man das auch. meie oma hatte dreimal brustkrebs in ihrem leben es hat mit 28 bei ihr angefangen dann noch mal mit über 50 und dann mit 70 und sie hatt es drei mal überlebt weil sie leben wollte, sie hatte sich nicht abgeschrieben. sie wollte weiter machen und sie hats auch geschafft. sollchen menschen kann man nur bewunderung zu sprechen weil es ist seelisch wie auch körperlich eine sehr sehr schwere sache. und meine oma hatte nicht so die unterstützung die sie gerne gebraucht hätte. sie hatte viele probleme in ihrem leben und sie wollte leben dait sie es wiedr alles in ordnun bringen kann und dann wieder spass zu haben an ihrer familie und anderen sachen. man kann alt werden auch mit schweren krankheiten. also geh bitte bitte zum arzt um dir gewissheit zu machen.

bis dann
lg
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smart2006
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Post Mon, 16.May.05, 17:40      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Hallo StefanL,

Du hast ja schon einige Ratschläge hier bekommen, daher von mir kein Rat, sondern nur etwas zu Deinem Problem.
(nebenbei: Ich leide ebenfalls unter Angst vor Krankheiten und zwar so das ich kaum noch rausgehen und auch schon KH-Aufentahalte hatte. Bis heute habe ich Problem damit, aber es wird besser )

Also: Ich sage Dir mir 110%er Sicherheit, das Du Dir was Neues einbilden wirst zu haben, wenn Du die Sache mit dem Tumor beim Arzt geklärt hast. Definitiv!

Ich weiss wovon ich spreche. Ich leide unter dem gleichen Problem wie Du. Ich habe 15 Jahre gebraucht bis ich einen AIDS-Test gemacht habe. Du kannst Dir vielleicht vorstellen wie schwer der Gang zu Arzt bei uns Zwaenglern ist. Der Test ging wie, vom Arzt erwartet, gut fuer mich aus.

Im Vorfeld dachte ich, wenn der Test in Ordnung ist, dann beginnt ein neues Leben fuer mich. Es hat genau bis zum naechsten Morgen gedauert, bis ich mir was fuer die naechsten 15 Jahre gesucht habe. Ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Unser Problem liegt woanders und nicht in einem Tumor oder AIDS.
Glaub mir das Bitte !!!!
Das postive daran ist: Wir selbst koennen es aendern. Stell Dir dochmal die Frage: Bin ich mit meinem Leben (jetzt mal ohne die Tumorsache) WIRKLICH zufrieden, vermisse ich SEX, vermisse ich Freund(in), vermisse ich eine komplett andere Arbeit, langweile ich mich nur etc.

Gruesse
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GrünAuge
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Post Sun, 22.May.05, 16:49      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Hallo Stefan!

Ich kann deine Ängste schon verstehen, aber ich hätte eine Frage: Wenn du glaubst an einem Hirntumor zu leiden und du dich auch ausgiebig darüber informiert hast,wieso hast du dann Angst vor der Diagnose? Dann wäre es doch eigentlich nichts überraschendes für dich oder? Und wenn es doch nicht das wäre, dann wäre es doch eine Erleichterung oder? Oder hast du vielleicht Angst davor von deinem Glauben daran eine Gehirntumor zu haben loszulassen?

Es kann sein, dass du ein Hypochonder bist, aber glaub mir auch das ist heilbar.

Lg
Tine

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Midnightsun
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Post Wed, 07.Dec.05, 18:49      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Lieber Stefan,

ich habe mir SEHR lange eingebildet, ich hätte Brustkrebs. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie schreckliche Angst ich hatte. Vor allem habe ich auch mit niemandem geredet. Am Ende war dann alles nur Einbildung... Ich habe mich ziemlich blöd gefühlt und habe sehr für meine Angst geschämt. Vor kurzem habe ich eine Psychotherapie angefangen und kann das erste Mal darüber sprechen. Das fällt mir ziemlich schwer, aber ich merke auch, wie wichtig es ist, mich mit meiner Angst bzw meinem Körpergefühl auseinander zu setzen.

Ich wünsche Dir, dass Du kerngesund bist ! Du solltest dann aber versuchen zu verstehen, was Dir Deine Angst sagen will.

Liebe Grüße
Alexandra
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sanna
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Post Wed, 07.Dec.05, 22:00      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

das ist ein sehr schwieriges thema.
als erstes möchte ich sagen, dass wir als laien (was die meisten ja schliesslich sind) niemals eine selbstdiagnose machen sollten, wir sind einfach keine ärzte und deshalb wage ich es auch gar nicht das zu beurteilen.
beurteilen kann ich allerhöchstens angst unter der ich selbst (wie auch unter hypochondrie) leide.
ganz typisch ist es von symptomen zu hören und sie sich dann einzubilden. auch auf dauer. solche ängste sind meist die angst zu sterben. deine angst (wenn es nur eine ist) will dir sagen das du angst vor dem tot hast. sollte das tatsächlich so sein, dann ist es doch klar, dass du nicht zum arzt gehen magst, da du ja dann deiner angst ins auge sehen müsstest (was du ja fürchtest) und wer tut das schon gerne ?!

ein arztbesuch wäre sichrelich gut, aber du solltest aufpassen, dass das nicht zum teufelskreis wird. lasse dich als erstes körperlich untersuchen und falls dort nichts zu finden ist kann ich dir nur dringlichst raten dir professionelle hilfe zu suchen, einen therapeuten.
ich wünsche dir von herzen alles gute
sanna
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paikea
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Post Wed, 07.Dec.05, 22:24      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Hallo,

ich schwanke etwas hin und her, wenn ich deinen Beitrag lese. Auf der einen Seite habe ich eine vorstellung davon, was so Zwangsgedanken (und nichts anderes sind das für mich, denn diese Diagnose kann man ohne bildgebende Verfahren niemals stellen) für eine Qual darstellen können. Auf der anderen Seite möchte ich dir am liebsten ins Gesicht schreien, daß ich zur Zeit ein 5-jähriges Kind mit einem Hirntumor kenne, was sicher alles tun würde, um da durch zu kommen. Meinem Onkel ist vor einigen Jahren die Schläfe aufgeplatzt, weil ein Tumor im Kopf zu groß wurde und sein Gehirn kam heraus.
Von daher ist es emotional gerade alles andere als einfach für mich, bei deinem Beitrag ruhig zu bleiben.
Also, da du die Gewissheit für dich schon lange hattest, daß du sterben wirst, kann dich das Ergebnis eines Arztes ja schlimmstenfalls in deiner Annahme bestätigen. Verlieren hast du also rein gar nichts, was du dir nicth schon seit Jahren selbst genommen hast.
Und sollte dir ein Arzt das Ergebnis mittels Computertomographie oder Magnetresonanztomographie bestätigen, mußt du in eine Behandlung auch nicht einwilligen.
Somit ist also deine Angst vor dem Ergebnis und den Behandlungen absolut nicht haltbar.
Und so eine Tomographie, egal welcher Art, tut nun wirklich kein bißchen weh.
Sorry, aber da wirst du wohl entweder weiter mit deiner Unsicherheit und den Ängsten rumlaufen müssen, oder einfach in den sauren Apfel beißen und ein einziges mal eine Untersuchung über dich ergehen lassen müssen, die viele zig-tausende Kinder schon unzählige Male machen lassen mußten, weil deren Leben erwiesenermaßen am seidenen Faden hängt.

Viele Grüsse,
Paikea
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prince
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Post Sat, 10.Dec.05, 15:48      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

StefanL wrote:

Da ich mich über meine Krebserkrankung umfassend im Internet informiert habe, bin ich überzeugt, auch ohne ärztliche Ausbildung "bescheid zu wissen" und für mich selbst die richtige Diagnose getroffen zu haben. Manchmal erscheint es mir jedoch so, als hätte ich zunächst von Symptomen der Krebserkrankung gelesen/erfahren, und sie erst anschließend an mir bemerkt.



Hi Stefan
Den Effekt kenn ich selber sehr gut, bei mir selber hatte ich etwa in dieser Reihenfolge Hodenkrebs, Tripper, grauen Star, ein Magengeschwür und Lungenkrebs diagnostiziert (von der Aidssache gar nicht zu sprechen )


Das kling jetzt lustig, wars aber in dem Moment gar nicht.
Ich hatte mich da auch reingesteigert und mir die Symptome ganz nach Bedarf zurechtgebogen.

Kopfschmerzen ? -- Ganz klar, ein Tumor
Durchfall ? -- ich habe Morbus Crohn !
Immer son Durst ?-- Ich bin Zuckerkrank !!!!

Als der Arzt dann sagte " Das ist ein Furunkel und keine Metastase" dachte ich irgendwann es wäre schon so schlimm mit mir das er mir einfach die Wahrheit nicht sagen will.

Von daher, geh zum Arzt deines Vertrauens und lass dich durchchecken.

Wichtig dabei, es muss ein Arzt sein dem du wirklich vertraust.
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Nick Shadow
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Post Thu, 15.Dec.05, 15:06      Re: Hirntumor?? Angst vor Arztbesuch / Diagnose! Reply with quoteBack to top

Ich kenne diese Angst vor Krebs auch sehr gut. Ich glaube, es ist eine Art
von Phobie/Zwangsvorstellung. Drum finde ich es nicht gut, dass einige
hier den Originalposter relativ aggressiv deswegen angehen. Denn er macht das ja nicht zum Spaß, oder um tatsächlich Erkrankte zu verunglimpfen.

Ich selbst habe mir auch schon einige Krebsarten so fest eingebildet, dass
ich überzeugt war, daran sterben zu müssen. Und jedesmal schienen die
Symptome 100%ig zuzutreffen. Unter anderem war es Darmkrebs (in Wirklichkeit ist es ein Reizdarm), Mundkrebs (Auslöser war ein kleiner Knoten am Mundboden, der in Wirklichkeit ein harmloser Blutschwamm oder sowas in der Art ist), Hautkrebs (ausgelöst durch "verdächtige" Muttermale).

Ich habe jedesmal sehr darunter gelitten, in der Stadtbibliothek sämtliche Fachliteratur über die jeweilige Erkrankung gelesen und mich daraufhin schon mehr oder weniger vom Leben verabschiedet.

Und wenn ich dann endlich doch zum Arzt gegangen war und man mir dann versichert hatte, dass ich nicht krank war, dann war die Beruhigung nur kurz, und die nächste eingebildete Krankheit schlich sich in meine Gedanken ein.

Inzwischen bin ich glücklicherweise darüber hinweg. Ich ignoriere schlichtweg diese Gedanken, wenn sie mal wieder auftauchen.

Gruß,
Martin
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