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corinne
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Post Sun, 31.Jul.05, 19:36      Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

Hallo,
ich habe da ein schwerwiegendes Problem.Es ist so,ich leide von klein an an einer Mischform von mutismus und sozialer phobie.Das ganze soll auch ganz schwach von autistischen zügen begleitet sein.Hinzu gehört auch die Zahnarztphobie,die mir grosse Probleme bereitet.Ich habe noch alle 4 Weisheitszähne,die müssen momentan nicht zwingend raus,aber laut des Zahnarztes kann ich sie vermutlich nicht mein Leben lang behalten.Der Zahnarzt weiss nichts von meinen Krankheitsgeschichten,er weiss "nur"die zahnarztphobie.Er rät mit zu einer Psychologin,bze.macht es zur Bedingung.Allerdings war ich schon vor 6 Jahren einmal in Therapie bei einem Psychotherapeuten und es hat nichts gebracht,sondern der Typ rief in mir nur schwere Depressionen und Selbstmordgedanken hervor und er meinte,dass ich mich mit meinen Ängsten abfinden muss,dass da gar nix zu machen sei.Ich habe das alles in der Zahnarztpraxis nicht erzählt,weil ich einerseits es gar nicht sagen könnte und andererseits mir die Tränen gekommen wären.
Jetzt könnte man natürlich einfach sagen,dass man in dem Fall die zähne unter vollnarkose entfernen sollte,aber das Problem ist,dass ich das als Trauma erleben würde,also ein schwerwiegendes und würde ewig brauchen bis ich da drüber hinwegkäme und aus der Panik würde ich gar nicht mehr rauskommen,sowohl vor der op als auch danach und alle 4 zähne auf einmal wäre für mich auch eine katastrophe,weil ich auch mit Schmerzen absolut nicht umgehen kann,selbst schon bei einem Schnitt in den Finger drehe ich durch.(ich bin nun 28 und hatte noch nie einen unfall,keine operation,nichts)Der einzige kleine Unfall,den ich mal hatte,war,dass ich mir meinen arm anschlug und danach in ohnmacht fiel.Damit bin ich auch fast nicht fertig geworden,ich hatte nach dem ohnmachtsanfall zwei jahre lang schwere panikattacken.
Einmal musste ich beim zahnarzt vor über 10 Jahren ein Loch flicken,was rund 2 Stunden dauerte.Für mich auch ein absolutes horrorerlebnis und ich habe das Ganze eine Woche lang im Traum immer wieder erlebt.War die Hölle auf Erden!
Aber was würdet ihr mir raten,wegen den weisheitszähnen?Soll ich zu einer Psychologin oder was rät ihr mir?Es ist bei mir so schlimm,dass ich wegen alledem(eventuelle op's in der Zukunft)manchmal selbstmordgedanken habe.Könnt ihr mir helfen?Vielleicht einen Tip geben.

bis später
Gruss
Corinne
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cathy
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Post Mon, 29.Aug.05, 17:24      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

hallo corinne,
ich weiß gar nicht ob du das hier noch lesen wirst oder ob es nicht womöglich schon zu spät ist, aber ich würde dir raten eine therapie zu suchen die dir helfen und mit der es dir besser gehen kann.

lass dich von deiner schlechten erfahrung bei deiner ersten therapie bloß nicht aufhalten, es gibt auch bessere therapeuten, glaub mir.

ich leide auch seit meinem vierten lebensjahr unter selektiven mutismus gemischt mit einer sozialphobie, und seit meiner therapie ist es schon etwas besser geworden. ich habe auch schlechte therapieerfahrungen machen müssen, aber aus dieser erfahrung heraus kann ich sagen das man sich davon nicht unterkriegen lassen darf.

gib also die hoffnung auf keinen fall auf!

meine weißheitszähne müssen auch schon seit einer halben ewigkeit heraus, habe mich leider immer noch nicht aufraffen können.

ich drück dir die daumen und wünsche dir alles liebe
cathy
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corinne
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Post Mon, 29.Aug.05, 20:10      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

Hallo cathy,
vielen Dank für Deine Antwort.
Bin bereits auf der Suche nach einer geeigneten Therapeutin.Muss da nächste Woche vorbei bei einer,mal sehen....hoffentlich habe ich nicht wieder so ein Riesenpech.
Eine Frage habe ich noch an Dich.Was hast Du in der Therapie gesagt?Hast du erzählt,dass es um mutismus und soziale phobie geht oder hast du nichts gesagt und einfach von deinen Problemen erzählt?
Ich weiss nämlich nicht Recht,ob ich das sagen soll oder nicht.(ich meine mutismus und soziale phobie)
Vor einem halben Jahr war ich wieder bei einer anderen Therapeutin.Als ich dann vom selektiven Mutismus erzählte,hat sie mich komisch angeschaut(als ob ich vom Mond käme,einfach entsetzlich) und schien auch nicht zu wissen,was man da machen könnte.Deswegen bin ich nun verunsichert.Was würdest Du mir raten?Wie hast du es gemacht?Machst Du Verhaltenstherapie?Bei Phobien wurde mir Verhaltenstherapie vorgeschlagen,also nicht etwa psychoanalytisch/systemische Therapie.

alles Gute,
liebe Grüsse
Corinne
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cathy
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Post Thu, 22.Sep.05, 15:55      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

hallo corine,
gibt es schon etwas neues wegen einer therapie?

tut mir leid das ich so spät antworte, bin nicht sehr häufig hier im forum und hatte in den letzten wochen ein wenig schulstress.

warst du bei dieser therapeutin, hat es etwas gebracht?

als ich meine therapie angefangen habe wusste ich ehrlich gesagt noch gar nichts vom mutismus, diese diagnose wurde mir zwar bei einer anderen vorherigen therapie gestellt, aber ich habe erst später darüber gelesen.

von der sozialen phobie wusste ich allerdings schon etwas, hatte mich ein wenig darüber informiert und meiner therapeutin damals auch einen brief geschrieben (am anfang hatte ich große schwierigkeiten mit dem sprechen, daher habe ich öfters briefe an meine therapeutin geschickt, damit sie wenigstens merkt das ich an der therapie interessiert bin). in diesem brief fragte ich sie dann ob ich vielleicht eine soziale phobie hätte, und sie bejahte dies auch später.

ich finde therapeuten sollten einen nicht komisch anschauen wenn man die zwei begriffe nennt, im grunde sollten die sich doch damit auskennen. also meine therapeutin hat nie komisch geschaut, ganz im gegenteil, sie hat immer verständnis aufgebracht und versucht mir zu helfen und mich aufzumuntern.

es gibt heutzutage (und bestimmt auch schon früher) einfach zu viele psychologen die keine ahnung haben, traurig aber wahr!

ich an deiner stelle würde auch eine verhaltenstherapie machen. ich mache eine gesprächstherapie, allerdings habe ich mehrere verschiedene probleme, so dass ich erst mal einiges mit hilfe der gespräche geklärt und in den griff bekommen habe.

denkst du denn das du eine verhaltenstherapie schaffen könntest?
als ich meine gesprächstherapie begonnen habe, hätte ich mir niemals vorstellen können eine verhaltenstherapie zu machen, weil ich einfach zu viele blockaden hatte.

ich denke im grunde musst du selbst herausfinden welche therapie dir am besten zusagt, dir am meisten nützt.

alles liebe an dich von
cathy
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corinne
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Post Tue, 27.Sep.05, 19:05      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

Hallo cathy,
macht nichts,auch wenn es länger gedauert hat.
Bin ziemlich im Stress mit diesen Therapeuten.
Ich bin im Moment schon bei der vierten und die letzten nahmen mich überhaupt nicht ernst,diese Spinner.Das ist also wirklich das letzte.Muss man gleich sagen,dass man sich morgen umbringen will,dass man überhaupt ernst genommen wird?Die eine Tuss meinte zum Zahnarztproblem:"Na und,damit kann man doch leben"Die spielen mir meine gravierenden Ängste einfach runter,zum ko****
Ich war jetzt erst eine Stunde bei der Neuen.Die meinte allerdings auch,dass ich den Zahnarzt einfach vergessen soll,da ich da ja nicht 20 Mal im Jahr hin muss.Vielleicht muss man das wirklich so krass sagen,dass man morgen am liebsten schon tot wäre.
Ich weiss nicht so Recht,was ich sagen soll.Versteht ihr ,was das Theater soll?Ich verstehe die WElt nicht mehr,das ist wirklich das letzte sowas.Wie war das bei Dir?

Gruss
Corinne
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Post Thu, 29.Sep.05, 13:11      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

hallo corinne! Smile

wow, ich habe wirklich großen respekt davor das du mittlerweile schon beim vierten therapeuten bist, ich glaube so großes durchhaltevermögen hätte ich nicht. Embarassed

nur schade das sie dich gar nicht ernst nehmen, das ist natürlich ziemlich enttäuschend. ich hatte auch schon oft das gefühl das man schwere selbstmordgedanken haben muss, um endlich mal zu einem therapeuten durchzukommen.

ich hatte damals diesen eindruck, als ich in eine klinik wollte. ich musste mehr als drei monate auf meinen aufnahmetermin warten, dabei steckte ich zu der zeit wirklich in einer krise. bloß...ich hatte noch keinen selbstmordversuch hinter mir, also musste ich warten. Rolling Eyes

im moment stecke ich auch wieder in einer ähnlichen, wenn auch weniger schlimmen situationen: ich bin auf der suche nach einem psychiater der mir medikamente verschreiben kann. hätte nicht gedacht das sich das so zum problem entwickelt!
entweder man erreicht niemanden, oder es wird gesagt das ich einen rückruf erwarten kann, dann kommt aber nichts, oder aber der termin ist in so weiter entfernung, dass mir das alles gar nichts nützt.

aber sag mal - was genau erzählst du denn bei den therapeuten? erzählst du von all deinen ängsten, oder 'nur' speziell von deiner zahnarztangst?

ich wünsche dir auf jeden fall noch ganz viel glück, würde mich freuen wenn du mich auf dem laufenden hälts, und vor allem die hoffnung nicht aufgibst. Smile

cathy
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Post Thu, 29.Sep.05, 19:22      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

Hallo cathy,
das problem ist glaub ich,dass ich meine Probleme viel zu wenig farbig schildere,deswegen werde ich nicht ernst genommen.
Ich erzähle schon von vielen diversen ängsten,aber wenn ich dazu nicht von meinen gefühlen erzählen kann,wird es gar nicht ernst genommen!Jetzt bin ich bei der vierten(und im moment ist die jetzt zwei wochen in den Ferien).Sie hat mir auch angeboten briefe zu schreiben und das werde ich jetzt tun.Mal sehen,ob sie mich dann ernst nimmt,sollte sie dann eigentlich fast und wenn nicht,kann ich sie auf den Mond schiessen.
Ich halte Dich auf dem Laufenden und werde mich in 2 WOchen wieder melden und DIr sagen,obs nun geklappt hat.

Gruss
Corinne
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Post Thu, 29.Sep.05, 19:31      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

hallo corinne!

ah, jetzt verstehe ich.
das problem hatte ich auch bei meiner therapie, ich konnte meine gefühle nicht mal ansatzweise beschreiben, aber damit muss ein therapeut auch umgehen können. *find*

ich habe in meiner jetzigen therapie ungelogen (!!!) acht monate gebraucht um die ersten wahre gefühle zu beschreiben und darüber zu reden, da musste meine therapeutin auch sehr geduldig sein.

ich denke das mit dem briefe schreiben ist eine sehr gute lösung, so habe ich es auch oft getan und es hat sehr geholfen. probier es einfach mal aus, kann ja nicht schaden. Smile

ich freue mich mal wieder von dir zu lesen!
cathy
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Post Mon, 07.Nov.05, 19:39      Re: Mutismus und Zahnarztphobie Reply with quoteBack to top

Hi cathy,
beim zweiten Mal hat mich die Therapeutin heimgeschickt,(als sie meine Probleme in Briefform las)sie meinte sie sei mit mir überfordert und wisse nicht mehr weiter..naja,toll....was soll man da noch tun?Jetzt werde ich wieder zu einer anderen überwiesen.....
ich verzweifle langsam an der Situation....
was sagst du dazu?

Gruss
corinne
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