Neues Forum! [Info]
Post new topic Reply to topic    Print
Author Message
Invader
Helferlein
Helferlein


Posts 57
Wohnort Deutschland
M, 28


Post Wed, 23.Nov.05, 21:59      Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hallo!

Bin ausgebildeter Fachinformatiker und seit 09.05 arbeitslos. Arbeitete für 3 Jahre in einer Firma wo ich regelrecht versauert bin und meine erlernten Fähigkeiten nicht weiterentwickeln konnte.

Jetzt muss ich mir einen Job suchen, kann aber die Leistung, die in den Profilen der Stellenanzeigen verlangt werden kaum erbringen.

Muss mich ja und will mich ja bewerben, da sonst eine Sperre droht, wenn ich keine Eigeninitiative zeige. Aber ich weiss jetzt schon das es mit Absagen hageln wird, da ich dem Chef ja nix vorweisen kann, ausser dem in der Schule und dem nebenbei selbstbeigebrachten Kenntnissen.

Dazu kommt noch das ich eine Sprachniete bin und keinen Teamgeist besitze auf der Arbeit. Arbeite also am liebsten alleine und gebe Kenntnisse auch nur ungern weiter. Hab sie mir ja auch selbst beibringen müssen. Also eine schlimme Konstelation in einem Job, in dem Englisch wie Muttersprache gekonnt werden soll und Teamgeist oberstes Gebot ist.

Was kann ich nur machen? Kann mich ja nicht selbst nochmal anders erziehen, werd ja 30 nächstes Jahr und denk auch nicht das sich da noch was ändert im Umgang und Verhalten.

Gibts keine Jobs für allein selbständige Mitarbeiter? Früher waren die Informatiker doch wie geschaffen dafür. Bin keiner der gern mit Kunden zu tun hat und der immer den fröhlichen geben kann.

Weiß jemand einen Rat?

Gruß "Der Frustrierte"
Find all posts by Invader
Werbung
Hans-Jörg
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie


Posts 581
Wohnort Süddeutschland
M, 40


Post Thu, 24.Nov.05, 15:41      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hallo "Der Frustrierte",

irgendwie könnte man sagen, dass es mir beruflich ähnlich geht.
Habe mir ein bisschen Programmieren selber beigebracht, aber keinerlei Zertifikate vorzuweisen.
Als Sprachniete gelte ich wohl ebenfalls und Teamgeist – na ja?

Mir hat man des Öfteren geraten Abschlüsse, vielleicht sogar ein Studium nachzuholen. Du bist noch 10 Jahre jünger als ich. Der neuste Stand macht sich bei Bewerbungen deutlich besser.

Doch kenne ich einen „richtig“ ausgebildeten Informatiker, der nun auch schon seit einiger Zeit keinen Job mehr in dieser Richtung findet.

Tja was das Ändern angeht, meine ich, dass es prinzipiell nie zu spät dafür ist – eher die Frage, ob man denkt, es lohnt sich noch.

Was kannst Du so? Schreibst Du eigene Programme?

Oder wie wäre es mit einer Umschulung? Hast Du andere Interessen, Talente, Hobbys?

Man kann sich natürlich auch mit der Arbeitslosigkeit abfinden und arrangieren.

LG Hans-Jörg
Find all posts by Hans-Jörg
Invader
Helferlein
Helferlein


Posts 57
Wohnort Deutschland
M, 28


Post Thu, 24.Nov.05, 18:01      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hallo Hans-Jörg!

Also programmieren kann ich schon, nur halt nicht so flüssig, wie wenn man das halt schon 10 Jahre jeden Tag macht! Brauch halt immer mal nen Blick in die Hilfe, da ich nicht jede Funktion oder Prozedur auswendig weiß.

Das Problem ist auch nicht die Programmierung sondern ich hab keinerlei große Projekterfahrung gesammelt in den vergangenen 3 Jahren.

Und Englisch kann ich auch nur mässig, kann kein anständiges Telefonat, mit ausländischen Kunden, führen. Möchte das auch nicht, da mir das schwer fällt, zuhören und gleichzeitig übersetzen was der nun genau will.

Naja meine Begabungen liegen im musischen Bereich. Ich spiele Gitarre und hab mir grad meinen eigenen Verstärker dafür gebastelt. Also mit Analog und Digitaltechnik kenn ich mich noch aus.

Möchte halt nicht den ganzen Tag Datenbanken programmieren müssen, find das grausam und solche werden dauernd gesucht! Hab Access und SQL während der Ausbildung immer gehaßt. Kann mich da nicht länger wie halbe Stunde mit beschäftigen danach kotz ich vor langeweile.

Gruß "Frustrated Person"
Find all posts by Invader
Hans-Jörg
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie


Posts 581
Wohnort Süddeutschland
M, 40


Post Thu, 24.Nov.05, 20:08      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hallo "Frustrated Person",

geht doch noch with your fu***** english.

Oh ja, Datenbanken programmieren ..... Langeweile.
Spaß sollte der Job schon machen, wenigstens hin und wieder.
Ich versuche mich ja gelegentlich an kleinen Spielen (Mühlecomputer das wär mal was).
Na ja verkaufen konnte ich noch nix davon.

Warum hast Du bei Deiner Firma aufgehört (Zusammenhang mit langer Weile)?

Gitarre spielen, ein bisschen basteln, hört sich doch irgendwie ganz lustig an.
Wenn man nur nicht aufs Geld angewiesen wäre.

So ein Telefontechniker hier bei uns hat sich selbstständig gemacht, aber reich wird er wohl nicht so schnell werden.

Ne, einen guten Rat habe ich auch nicht auf Lager.

Gruß „resigned person“
Find all posts by Hans-Jörg
Werbung
Invader
Helferlein
Helferlein


Posts 57
Wohnort Deutschland
M, 28


Post Thu, 24.Nov.05, 22:36      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hi!

Ja, wusste doch bin ein hoffnungsloser Fall! Laughing

Nein, mal im Ernst. Wurde arbeitslos wegen schwieriger Auftragslage. War aber nicht alleine, zwei mußten noch mitgehen.

Jetzt sitz ich daheim und grübel mit Pistole auf der Brust, Bewerbungen schreiben egal an welche Firma oder gesperrt werden, obwohl ich noch nicht mal einen Cent gesehen hab vom Arbeitsamt. Evil or Very Mad
Und die Bewerbungen kommen eh zurück, nehmen eh keinen ohne vorweisende Projekterfahrungen!!! Ende wohl als Verpacker bei Quelle oder steh irgendwo am Band und muß mir mit Alk das Gehirn wegdröhnen, um das "shit Life" auszuhalten.

Ja, solch ähnliche Sachen hab ich auch programmiert, aber reich werden wirst damit nicht. Selbst mit Computerspielen proggen wirst du nicht mehr vermögend, höchstens noch ansehen ernten! Aber davon kann man sich auch nix kaufen Rolling Eyes

Was solls, kann man nichts ändern dran!


Gruß "Arbeitssklave auf Zeit" Laughing
Find all posts by Invader
Hans-Jörg
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie


Posts 581
Wohnort Süddeutschland
M, 40


Post Fri, 25.Nov.05, 6:17      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hi,

hoffnungslose Fälle sind wir wohl alle, die vom Amt erst recht! Laughing

Wie haben die es denn geschafft, Dir 6 Monate lang kein Geld bezahlen zu müssen?

Ich mache das Theater mit den unqualifizierten oder orientierungslosen Bewerbungen ja auch schon eine ganze Zeit lang mit. Bislang konnte ich wenigstens dem Verpacker stets noch vom Band springen. Very Happy
Wenn Du hin und wieder durchblicken lässt, nicht total verblödet zu sein, haben sie doch einige Skrupel, Dir einen Hilfsarbeiterjob aufzuerlegen – nach meiner langjährigen Erfahrung.

Na ja, es gibt Schlimmeres.
Wie heißt es: mache stets das Beste daraus – sprich die Vorteile (z.B. die viele Freizeit) genießen, die Nachteile akzeptieren.
Oder Du versuchst noch mal etwas an Deiner Situation zu ändern. Wenn ich bedenke, dass Du erst seit einem halben Jahr ohne Stelle bist, wäre vielleicht doch das eine oder andere noch drin. Schnell zählst Du zu den Langzeitarbeitslosen und mit solchen Referenzen sinken die Chancen auf einen halbwegs vernünftigen Job erst recht. Rolling Eyes

Und sonst bleibt Dir ja noch die Jagd nach dem Ansehen, wenn schon nicht nach dem Reichtum. Zunge zeigend..

Schönen Gruß
Hans-Jörg
Find all posts by Hans-Jörg
Werbung
Invader
Helferlein
Helferlein


Posts 57
Wohnort Deutschland
M, 28


Post Fri, 25.Nov.05, 14:02      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hi!

Nein, bin erst seit 3 Monaten arbeitslos! War aber vor meiner letzten Stelle schon mal fast 1 Jahr arbeitslos, damals nach Beendigung der Ausbildung!
Ist schwierig was zu finden, besonders wenn die Routine fehlt für den Job.

Ja und ob das noch was wird mit dem ansehen in diesem Jahrzehnt? Laughing

Nein und verblödet bin ich noch nicht, aber etwas ungeschickt im Umgang mit Mitarbeitern! Hab eine andere Denkweise und die ist nicht kompatibel mit den meisten. Kann nur allein gut arbeiten, solange jemand in der Nähe ist kommen die linken Hände meines Unterbewußtseins hervor. Keine Ahnung was das ist! Confused Wenn die Vorgesetzten mir was sagen, versteh ich die Aufgabenstellung nicht, obwohl ich das vielleicht schon so zigmal gemacht hab, aber so wie ich mir das halt so vorstelle und nicht wie die das wollen! Sind halt unterbewußte Ängste etwas falsch zu machen, die da zum Vorschein kommen.

Aber ansonsten kann ich mich nicht beklagen, könnte alles noch schlimmer sein!

Gruß "Der, der nie zufrieden mit sich ist"
Find all posts by Invader
Hans-Jörg
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie


Posts 581
Wohnort Süddeutschland
M, 40


Post Fri, 25.Nov.05, 18:29      Re: Kaum Hoffnung auf eine Stelle? Reply with quoteBack to top

Hi,

ja, wenn man sich beobachtet fühlt, steigt die Fehlerquote oft rapide an – kenne ich ebenfalls.

Quote:
Hab eine andere Denkweise und die ist nicht kompatibel mit den meisten.

Das geht mir wohl genauso!
Wenn ich mal einen Kurs machte oder auch früher in der Schule hatte ich stets andere Ideen, Fragen, Vorstellungen im Kopf als gerade behandelt wurden. Das führte meistens dazu, dass ich dachte: das interessiert mich nicht und „zu“ gemacht habe. Einige Monate später wäre ich vielleicht für dieses Thema bzw. jene Sichtweise „offen“ gewesen.
Am besten geht es wohl, wenn man unbefangen ohne spezielle Erwartungen an neue Sachen herangeht.
Wenn es hingegen ein „alter Hut“ ist, was sich beim Job schlecht vermeiden lässt, kommen alte Erfahrungen, frühere eigene Lösungswege etc. dazu. Je eingefahrener man ist, desto schwieriger wird es, den anderen zu verstehen, seine Vorschläge oder Anweisungen anzunehmen. Oft spielt dabei auch Sturheit eine Rolle. Wenn der Chef meint so und so, denkt man: ne, das mach ich lieber anders.

In der Grundschule beim Matheunterricht als wir schriftliches Multiplizieren und Dividieren lernen sollten, habe ich mir bereits andere eigene Lösungswege ausgedacht, die durchaus zum korrekten Ergebnis führten und habe stets an ihnen festgehalten, sie verteidigt, obwohl sie nicht selten umständlicher waren. Ich sträubte mich einfach dagegen anzunehmen was „normal“ war und mir aufgezwungen werden sollte.

Na ja, das mag auch unbewusst funktionieren oder man denkt zu anders und versteht wirklich nicht, was oder wie es gemeint war. Ist halt nur blöd, wenn man zur Hörigkeit genötigt wird – wie und warum auch immer.

Zufriedenheit. Ich glaube, das ist eher eine Sache der Mentalität, vielleicht der Kindheitsprägung als eine Frage wie weit man gekommen ist, was man alles erreicht hat.
Manche behaupten ja keinen Neid zu kennen. Ich jedenfalls denke stets dieses oder jenes will ich noch schaffen. Und hab ich es dann, so verliert es schnell an Bedeutung. Doch von Zufriedenheit keine Spur.

LG .....
Find all posts by Hans-Jörg
Display posts from previous:      
Post new topic Reply to topic