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putzl
neu an Bord!


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innsbruck W, 42
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Wed, 28.Dec.05, 9:54 ständige Angst die Arbeit nicht zu bewältigen |
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Ich bin froh dieses Forum entdeckt zu haben. Seit einiger zeit schon habe ich das problem, dass ich in der früh schon wenn ich aufwache einen sehr erhöhten Puls habe (ca. 110) da ich mir denke ich schaffe die Anforderungen die mir gestellt sind einfach nicht.
Ich muss dazu sagen, dass ich schon einige Erfahrung mit meiner Psyche habe, da ich schon stationäre Aufenthalte hinter mir habe - ist allerdings schon sehr lange her. Nehme auch keine Medikamente - ausser pflanzliche Sachen und chinesische Produkte. habe ziemlich lange Ruhe gehabt.
Es gibt auch keinen ersichtlichen Grund für meine jetzige Situation - aber vielleicht kann mir jemand einen Rat geben - der so was ähnliches verspürt - wie man mit der Putzsucht und Aufräumsucht usw. fertig wird.
Ich habe ständig das Gefühl putzen zu müssen und alles wegzuräumen. Ich gehe aber 40 Stunden arbeiten, habe ein grosses Haus und durch diese Putzwut absolut keine Zeit mehr zum Leben. Mein partner, mein Kater und meine Tochter samt Schwiegersohn leiden darunter - am allermeisten aber ich.
Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben.
Danke für Eure Hilfe
LG
Putzl
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Hans-Jörg
Forums-Gruftie


581
Süddeutschland M, 40
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Wed, 28.Dec.05, 11:48 Re: ständige Angst die Arbeit nicht zu bewältigen |
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Hallo Putzl,
also den Puls bekommt man durch regelmäßigen Ausdauersport ganz gut runter.
Selbst wenn Du Dich in Stress, Hetze oder auch Angst hereinsteigerst und das schon zur Gewohnheit geworden ist. 3 – 4 mal die Woche eine halbe Stunde joggen oder Rad fahren senkt den Durchschnittspuls im allgemeinen deutlich ab. Ist auch als Ausgleich gerade bei Stress und Anspannungen (wie bei Putz- u. Aufräumsucht) sehr zu empfehlen.
Was bringt Dich zum putzen?
Nervosität, das Gefühl etwas „Sinnvolles“ zu tun, Angst vor Blamage bei Besuch, dass es dreckig sein könnte, Angst, dass sonst etwas (unbestimmtes) Schlimmes passiert?
Putzt Du an arbeitsfreien Tagen (Wochenende, Urlaub) mehr oder wenn Du sowieso schon kaum Zeit übrig hast?
Was wäre so schlimm, wenn Du mal einen Tag oder gar eine Woche lang überhaupt nicht putzen würdest?
Und noch eine Frage: Wenn Du aufräumst, haben dann alle Dinge einen festen Platz, an dem sie stehen sollen/müssen oder geht es Dir eher darum, dass nichts im Weg herumliegt, es ordentlich aussieht?
Grüße Dich
Hans-Jörg
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putzl
neu an Bord!


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innsbruck W, 42
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Wed, 28.Dec.05, 14:49 Re: ständige Angst die Arbeit nicht zu bewältigen |
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Hallo Hans Jörg !
Erstmal danke für Deine Antwort.Also ich putze nicht aus langeweile.
Ich putze eigentlich immer das Gleiche und immer dann wenn ich unter Zeitdruck stehe. Wenn ich frei habe (am Wochenende) dann putze ich auch, aber noch extremer. Eigentlich ist es eher das Gefühl - ich putze täglich dann habe ich nie soviel zum Reinigen.
Aber es stört mich jetzt schon selber ganz wahnsinnig. Habe ja nicht mal mehr Zeit für meine Interessen (basteln,spazieren gehen ) Das habe ich schon seit ewigen zeiten nicht mehr getan.
LG
Putzl
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nele
Forums-Gruftie


672
im Urlaub :-) W
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Wed, 28.Dec.05, 16:01 Re: ständige Angst die Arbeit nicht zu bewältigen |
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Hallo putzl,
ich kenne das auch..
Was mich interessieren würde, geht die Rechnung denn bei dir auf:
| Quote: | | Eigentlich ist es eher das Gefühl - ich putze täglich dann habe ich nie soviel zum Reinigen. |
Meine eigene Erfahrung ist, dass ich durch ein quasi "auf Vorrat putzen"
ehr noch mehr in das Hamsterrad gerate und dadurch noch mehr Zeit fürs "Putzen" aufwende - und es noch weniger lassen kann..
Ich habe früher alle 1-2 Wochen einen gründlichen "Hausputz" (wir wohnen auch in einem Haus und haben entsprechend viel Arbeit..) gemacht und dazwischen den langsam anfallenden Dreck ignoriert.
Mittlerweile wische ich alle vier Tage, weil ich es ab da "furchtbar nötig" finde - und das ist einfach viel zu viel Zeitaufwand.
| Quote: | | Mein partner, mein Kater und meine Tochter samt Schwiegersohn leiden darunter |
Dürfen die dir denn helfen?
Ich weiß, die machen das erfahrungsgemäß nicht so gründlich, wie man selbst, was Ecken angeht etc. und manchmal muss man sie furchtbar lange bitten, bis sie sich überhaupt erst mal in Bewegung setzen.. , aber auf Dauer, kannst du von ihnen lernen,
dass man auch mit dem Ergebnis eines "mal eben schnell sauber gemacht" zufrieden sein kann
und sie können dir zuliebe vielleicht etwas mehr und gründlicher putzen und mithelfen, so dass du mehr Zeit hättest - die du dann aber auch mit irgendwas wirklich Schönem für dich (spazieren gehen, basteln - mache ich übrigens auch gerne ) nutzen könntest?
Manchmal geht es allerdings auch nicht ums Putzen bzw. die Sauberkeit und Ordnung und man kriegt so eine Art "verzerrte Wahrnehmung", was den Zustand im Haus angeht.
Dagegen hilft dann Therapie.
Andererseits, denke ich, dass, wenn du 40 Stunden die Woche arbeitest und den gesamten Haushalt, womöglich noch mit kochen, einkaufen und Wäsche, neben dem putzen, alleine machst - dass das wirklich einfach viel zu viel Arbeit für einen alleine ist und dass es kein Wunder ist, wenn du Angst hast, dieses realistische zu viel an Arbeit (!) nicht zu schaffen.
Von "Zeit für sich" und kreative Hobbies mal ganz zu schweigen -
die hat man dann einfach nicht mehr.
solidarische Grüße
Nele
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