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shrike
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Post Tue, 28.Feb.06, 1:14      Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

Hallo liebes Forum!

Ich und besonders meine Stationsleitung haben ein sehr schwerwiegendes Problem mit einer Mitarbeitern. Es würde mich sehr freuen wenn sich jemand, der sich ein bisschen mit Mitarbeiterführung, oder allgemein mit Psychlogie auskennt, sich den wahrscheinlich recht lang werdenden Text durchliest. Es ist mir sehr wichtig, es bahnt sich an, das sich unsere Station in zwei Lager spaltet, was katastrophale Folgen für die Qualität und Motivation hätte.

Ok zur Vorgeschichte:
Unser Heim gibt es erst seit ca. 8 Monaten, die schwierige Mitarbeiterin ist seit fast Anfang an dabei und die alte Stationsleitung, die versetzt wurde, ist ihr Freundin. Die alte Stationsleitung wurde aber nicht aus Inkompetenzgründen versetzt.
Vor kurzem bekamen wir eine neue Stationsleitung, die noch recht jung ist (23), zwar sehr intelligent und akkurat, aber leider nicht sehr selbstbewusst und sie wurde auch später eingestellt als die problematische Person.
Nun zum Problemfall Rolling Eyes Sie ist einer dieser Personen die IMMER Recht hat, NIE schuld ist, sehr schlagfertig ist, sich sofort angegriffen fühlt, keine Skrupel hat andere in die Pfanne zu hauen und es auf sehr geschickte Art und Weise schafft, besonders die Hilfskräfte und labile Personen auf ihre Seite zu ziehen. Sie erkennt die Entscheidungen unserer Stationsleitung so gut wie nie an, (ist auch 6 Jahre älter) diskutiert mit ihr Ewigkeiten, versucht permanent mit extremsten Mitteln ihren Einflusskreis zu erweitern und kommt sich da sie fast von Anfang an dabei war sehr wichtig vor. (oder versucht ihren alten Status zu halten, als ihre Freundin noch Stationsleitung war)
Das große Problem ist, das Sie eben ca die Hälfte der Mitarbeiter so einigermassen auf Ihrer Seite hat (ist zu denen natürlich supernett und redet ihnen permanent ein, wie dumm die andere Seite ist...das übliche gedisse eben...) Sobald unsere Leitung den kleinsten Fehler macht, wissen es ALLE
Unser Chef kennt das Problem, nimmt es aber nicht so recht ernst, nennt sie nur "den Feldwebel" aber er scheint noch nicht ganz verstanden zu haben, das das Arbeitsklima und damit irgendwann auch die Arbeitsqualität leidet. Sie ist sich sehr wichtig und denkt das ohne sie nichts läuft (was nicht stimmt). Die Situation ist zum verzweifeln, aufgrund der zwei Lager ist das Vertrauen teilweise gegen null gesunken. Im Prinzip ist sie der Anführer des einen Lagers, und unsere Stationsleitung der Anführer des anderen Lagers. Die eine ist extremst dominant, schlagfertig, wortgewandt und stur. Die andere steht in der Hierachie weiter oben.
Folgende Lösungen sind bereits diskutiert worden: (teilweise mit Chef, aber ohne sie)
1. Versetzung auf eine der beiden anderen Stationen. Ergebnis: niemand will sie, weil alle Angst vor ihr haben.
2. Kündigung (hat noch Probezeit ein paar Wochen), Ergebnis: nur als letzte Extremlösung, wenn gar nichts anderes funktioniert
3. Sie arbeitet viel Nacht, ist sozusagen "ausgeschlossen" vom Tagdienst und 90% der anderen Mitarbeiter. Wenn sie ihre Rolle als Anführer net mehr spielen könnte, dann würde auf jeden Fall das andere Lager zerfallen, bin ich mir sicher.
Das eigentliche Problem ist damit nicht gelöst denke ich, weil SIE muss sich ändern, aber wie macht man einen so uneinsichtigen von sich überzeugten Mitarbeiter kompromissbereiter und sozialer??? Niemand weiss eine richtige Lösung.
Bitte gebt uns ein paar Tipps, ich denke solche Typen von Mensch gibt es doch in fast jeden Betrieb oder??

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Last edited by shrike on Tue, 28.Feb.06, 11:08; edited 1 time in total
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mmmmh
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Post Tue, 28.Feb.06, 4:23      Re: Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

hi,

ich habe eine sich ähnlich verhaltende kollegin gehabt...
auch sie wurde 'feldwebel' genannt Rolling Eyes

zu psychologie und MA-führung kann ich nicht viel beisteuern, aber zumindest das, dass sie einen kollegen 'rausgemobt' hat und mir dann ebenfalls den job versaut hat, weil sie jede kleinigkeit weitergetragen hat.

letztendlich würde ich die methode zwangsversetzung oder kündigung wählen.

beides verschiebt das 'problem' zwar nur in einen anderen, mehr oder wneiger weit entfernten bereich, aber mehr kann man doch eh kaum machen.

es kommt zwar immer auf den menschen selbst an, aber 'umerziehung' ist seehr schwierig und bei vielen auch einfach nicht drin....

das beste wäre m.E., der 'chef' würde sie vor die wahl stellen, sich eine der 3 möglichkeiten auszuwählen...
"wollen sie gehen, in eine andere abteilung oder nachtarbeit? aber in diesem team funtioniert das so nicht weiter..."
aber ich kenn ja auch den chef nicht ^^
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r.l.fellner
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Post Tue, 28.Feb.06, 5:25      Re: Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

Lieber shrike,

aufgrund der Komplexitaet derartiger Themen gerade im Sozialbereich bzw. jenem der Gesundheitseinrichtungen mag ich Ihnen dringendst naheliegen, das Thema in der naechsten Supervision Ihrer Einrichtung anzusprechen, und Ihre Hoffnung nicht auf 'treffende' Antworten aus einem Internet-Forum zu setzen.

Sollte an Ihrem Heim noch keine Supervision angeboten werden, sollte Ihre Stationsleitung im eigenen Interesse baldmoeglichst eine solche anbieten ... derartiges gehoert nicht ohne Grund heutzutage eigentlich zum Standard einer professionell gefuehrten Einrichtung.

Freundlichen Gruss und alles Gute,
R.L.Fellner

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shrike
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Post Tue, 28.Feb.06, 11:05      Re: Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

Danke für die Antworten bisher. Ja Supervisionen hatten wir schon, aber das Problem ist erst in letzter Zeit richtig eskaliert, es wird halt immer schlimmer und ich weiss wirklich nicht, was passiert wenn wir bei einer Teamsitzung wenn beide "Parteien" anwesend sind das Problem angesprechen. Ich glaube es gibt nur einen Riesenstreit mit gegenseitigen Schuldzuweisungen usw. Kann mir ehrlich gesagt net vorstellen das das ausser einer noch größeren Verhärtung der Fronten etwas bringt

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r.l.fellner
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Post Tue, 28.Feb.06, 18:13      Re: Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

Lieber shrike,

das sind ganz typische und normale Befuerchtungen in einer solch angespannten Krisensituation, aber es ist ja gerade der Sinn des Einbringens eines solchen Problems in die Supervision (und deren Leitung durch eine aussenstehende Person), dass eine Eskalation oder weitere Verhaertung der Fronten nach Moeglichkeit vermieden wird.

Insofern - alles Gute fuer das noetige Quentchen Mut und letztlich auch Ihr Team!
Fellner

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Post Tue, 28.Mar.06, 18:10      Re: Verzweifelt, Riesenproblem mit einer Mitarbeiterin! Reply with quoteBack to top

Bin erst jetzt auf den Beitrag gestossen... Habe auch so ein arges Problem: Mitarbeiterin die intrigiert, lügt, verleumdet, aggressiv ausrastet, beleidigend wird. Vor etwa einen Monat leistete sie sich ganz schlimmes Ding: belog unter anderem den Chef! Es kam zunächst zum Eklat (leider in ihrer Abwesenheit). Chef versprach Maßnahmen - Eingreifen, gruppendynamische Maßnahmen, blabla - und ging dann 2 Wochen auf Urlaub. Seither versprach er von Woche zu Woche etwas zu unternehmen, tat aber nichts. Heute stellten wir ihn und forderten Maßnahmen. Worauf wir zu hören bekamen, er wäre nicht unser Pychiater.
Es ist leider so, daß die miesen Leute glatt durchkommen und alle anderen ihnen nur aus dem Weg gehen können - oder sich bei ihnen einschleimen (auch solche Fälle gibts).
Ich bin dabei wegen der Sache ein Magengeschwür zu entwickeln. Am besten wäre es zu gehen, aber kurzfristig einen ähnlichen Job zu kriegen ist unmöglich.
Bin verzweifelt.
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