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Jenny Doe
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Post Tue, 29.Aug.06, 18:26      Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Hallo zusammen!

Kennt das vielleicht jemand von Euch und hat einen Weg gefunden, damit umzugehen?

Ich habe das Problem seit ca. zwei Jahren. Früher hatte ich damit keine Probleme. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, sei es mit einem Nachbarn oder der Frau an der Kasse oder mit meiner Therapeutin, dann wird es mir, sobald ich zuhören muss, schwindlig. Ich werde nervös, hample rum, ... und es ist mir natürlich peinlich, weil ich früher ein sehr guter Zuhörer war, mir aber heute schwindlig wird.

Die Ursache ist mir noch nicht bekannt. Deshalb frage ich erst mal nur nach Möglichkeiten, wie ich mich meinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll und ob jemand das kennt und einen Weg weiß, wie man mit dem Schwindelgefühl umgehen kann, eventuell, wie man das Schwindelgefühl reduzieren kann.
Es ist so schlimm, dass ich schon mehrmals zusammengebrochen bin.

Bei meiner Therapeutin ist das natürlich kein Problem. Ihr kann ich sagen "Mir wird schwindlig, wenn sie reden". Klingt witzig, ich weiß, ich muss dann auch selber lachen und sie auch. Heute habe ich zu ihr gesagt: "Jetzt, wo sie aufgehört haben zu reden, geht es mir schon wesentlich besser".
Ist so meine Art die Dinge mit Humor zu nehmen, aber eine Beseitigung des Problems wäre mir natürlich lieber.

Noch als Hinweis: Ich habe keine Sozialphobie oder so. Ich liebe es unter Menschen zu sein. Das kann also nicht der Grund sein.

Gruß
Jenny

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r.l.fellner
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Post Tue, 29.Aug.06, 23:36      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Hallo Jenny Doe,

was meint denn Ihre Therapeutin dazu?

Ich meine dann, wenn Sie sich nicht "drüberwitzeln", sondern es bei ihr ernsthaft, als Ihr Problem ansprechen?

mfg
R.L.Fellner

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Perenea
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Post Wed, 30.Aug.06, 5:42      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

hallo!

ist es denn nur wenn du zuhören mußt oder kommt es eben vom stehen dabei ??

wenn du dich normal mit menschen unterhältst oder wenn die gespräche länger dauern ??

wenn es vom stehen kommt würde ich sagen es ist einfach der kreislauf oder so etwas.

bei mir wurde der sog. gutartige lagerungsschwindel festgestellt. dabei, ich erkläre es dir jetzt einfach mal laienhaft, da schwimmen bestimmte kristallteilchen in deinem labyrinth herum und wenn sich dich irgendwie blöde legen dann kommt es zu dem schwindel.

auslöser war damals bei mir eine embolie im ohr, angeblich. ich denke aber es kommt von der migräne.....

bist du da irgendwie geplagt ??

ich habe den schwindel u.a. durch gezielte lagerungstechnicken beim arzt in den griff bekommen allerdings wenn ich heute mal wieder einen "anfall" habe, weiß ich mir ganz gut zu helfen. früher hab ich mich immer völlig ruhig gehalten, heute mache ich bestimmte schnelle bewegungen und es ist wieder okay.

ausserdem habe ich über monate mein gleichgewicht trainiert. es gibt da ganz bestimmte übungen.

ich würde erstmal abklären ob es sich um eine pysisches problem handelt und dann eben mit der thera drüber reden. ein hno kann dir hier sicherlich helfen !!

vielleicht ist es aber auch ein zeichen deines körpers, etwas was du im unterbewußtsein über längere zeit so gekoppelt hast: reden = schwindlich werden = situation ausgewichen, weißt was ich meine ??
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Jenny Doe
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Post Wed, 30.Aug.06, 5:48      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Lieber Herr Fellner,

das ist eine berechtigte Frage.
Ich überlege schon den ganzen Morgen, welche Antwort ich Ihnen darauf geben könnte. Klar, die Antwort wäre eigentlich ganz einfach, ich sage Ihnen einfach, was meine Therapeutin dazu sagt.
Aber ich glaube, dass genau darin mein Problem liegt, es ist Verwirrtheit, die daraus resultiert, dass jeder (jeder Arzt, denn ich in den letzten zwei Jahren aufgesucht habe, inklusive meine Therapeutin) was anderes sagen. Kompetenzen können mich in Bezug auf dieses Thema nur noch schwer erreichen, ich mache da dicht, weil, tja, warum? Weil mir jeder was anderes sagt und ich, ganz ehrlich gesagt, so verwirrt bin, dass ich Kompetenzen nicht mehr zuhören kann, nicht mehr zuhören mag, ich das Gefühl habe, so verwirrt zu sein, dass ich nicht packen und greifen kann, was wirklich mit mir los ist.
Ich bin jetzt an einem Punkt bin, wo ich sage, „ich will es selber raus finden, versuchen bei mir nachzuspüren“. Ich habe für mich in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass mir bei solchen Themen, wo ich nicht weiter komme, auch in der Therapie nicht, der Austausch mit anderen in den Foren gut tut, mit Menschen, denen es ähnlich geht wie mir, oder auch nicht. Durch das Antworten, wie jetzt Ihnen, bin ich aufgefordert nachzuspüren, Worte zu finden, Worte für das zu finden, was ich noch nicht zu packen kriege, wofür ich bis jetzt noch keine Worte habe,…, was mir dann oft dabei hilft, aus dieser Stagnation, in der ich festsitze, raus zu kommen.
Aus dieser Intention heraus habe ich diesen Thread eröffnet.

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, mein Problem verständlich rüberzubringen und ob ich Ihnen damit ihre Frage beantwortet habe?

Gruß
Jenny

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Jenny Doe
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Post Wed, 30.Aug.06, 6:15      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Halo Perenea!

Danke für Deine Antwort.

Quote:
ist es denn nur wenn du zuhören mußt oder kommt es eben vom stehen dabei ??

wenn du dich normal mit menschen unterhältst oder wenn die gespräche länger dauern ??


Ob ich sitze oder stehe macht keinen Unterschied.
Das Problem tritt nicht bei kurzen Gesprächen auf, sondern nur dann, wenn mein Gegenüber lange redet, ich lange zuhören muss und besonders dann, wenn mich etwas eigentlich gar nicht so sonderlich interessiert. Es lässt nach, wenn ich meine Aufmerksamkeit von meinem redenden Gegenüber abziehe und z.B. aus dem Fenster gucke oder mich mit mir beschäftige, also z.B. mich bewege, um das Schwindelgefühl wieder wegzukriegen.

Quote:
ich würde erstmal abklären ob es sich um eine pysisches problem handelt und dann eben mit der thera drüber reden.


Das ist die berühmte Frage, die mich so verunsichert.
Es kann beides sein, sowohl psychisch als auch physisch.
Meine Frauenärztin sagt, das käme von den Wechseljahren. Mein Internist sagst, das kommt vom Herzen. Meine Neurologin sagt, dass wären Stressreaktionen (muss dazu sagen, hatte fünf Jahre Hyperstress), ...
Gleichgewicht ist okay, ebenso wie EEG. Der eine sagt, ich soll mit dem Rauchen aufhören, der andere sagt, ich soll Sojaprodukte zu mich nehmen, die Dritte sagt, ich soll Antidepressiva schlucken, ...

Quote:
vielleicht ist es aber auch ein zeichen deines körpers, etwas was du im unterbewußtsein über längere zeit so gekoppelt hast: reden = schwindlich werden = situation ausgewichen, weißt was ich meine ??


Auch das ist als Ursache durchaus möglich. Denn in den 5 Jahre Dauerstress kam es zu endlos vielen Missverständnisse in einer Beziehung, wo es dann letztendlich nur noch darum ging, dass sich jeder nur noch am rechtfertigen war und vom anderen erwartet wurde, dass er zuhört. Ich konnte nicht mehr zuhören, es überstieg meine Kräfte.

Quote:
früher hab ich mich immer völlig ruhig gehalten, heute mache ich bestimmte schnelle bewegungen und es ist wieder okay.


Ich versuche derzeit zu lernen, ruhig zu werden. Aber es gelingt mir nicht. Denn durch schnelle Bewegungen kriege ich das Schwindelgefühl beseitigt, aber mein ewiges Rumgehample und die ständigen Bewegungen, machen mich dann wieder nervös und mir wird wieder schwindlig.
Aber es stimmt, wenn ich ruhiger bin, dann habe ich weniger Probleme mit dem Schwindelgefühl. Aber Zuhören ist wie Stress. Ich muss meine Aufmerksamkeit von mir abziehen. Sobald ich wieder bei mir sein kann, gehts wieder besser.
Wenn ich in der Therapie von mir erzähle, dann habe ich keine Probleme meine Therapeutin dabei anzugucken. Doch wenn sie redet, dann macht mich das nervös, sie angucken zu müssen und ihr auch noch zuhören zu müssen, obwohl das, was sie sagt, sehr interessant ist.

Gruß
Jenny

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Post Wed, 30.Aug.06, 7:19      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Liebe Jenny,

was mir spontan zu deiner Problematik eingefallen ist: Vielleicht hast du dein Leben lang (angefangen bei deinen Eltern) immer zuhören müssen bzw. dich immer dazu verpflichtet gefühlt und "kannst" jetzt einfach nicht mehr. Du schreibst, dass du früher immer eine gute Zuhörerin warst - vielleicht gegen deinen Willen? Und nun "rebellierst" du über dieses körperliche Symptom Schwindel. Kannst du dich selbst denn immer genügend bei Gesprächen einbringen oder kommst du dabei zu kurz?

Ich habe mich von Kindheit an immer von allen Menschen zutexten lassen. Das hat mir offenbar schon meine Mutter "beigebracht". Inzwischen bin ich dazu aber nicht mehr bereit und gehe Menschen aus dem Weg, die sich systematisch zu viel Raum im Gespräch nehmen. Was mich betrifft, so reagiere ich nicht mit Schwindel, sondern mit Wut und innerlichem Rückzug, auch schon mal mit Kopfschmerzen, wenn ich bei bestimmten Menschen nicht zum Zug komme. Wobei ich natürlich auch selbst Schuld habe, wenn ich nicht zu Wort komme. Ich versuche seit längerem, das zu ändern, es ist nicht leicht, aber es gibt nach und nach Fortschritte...

Soweit meine Spekulationen in Bezug auf deinen Schwindel. Vielleicht steckt ja auch was ganz anderes dahinter.
Auf jeden Fall alles Gute!

Dependent
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Jenny Doe
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Post Wed, 30.Aug.06, 7:57      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Guten Morgen Dependent!

Auch Dir danke für Deine Antwort.

Mein erster Impuls auf Deine Antwort war, "ne hat nichts mit meiner Kindheit zu tun, sondern mit den fünf Jahren Dauerstress". Der Stress hatte zur Folge, dass ich Gedächtnisstörungen bekam und noch bis heute unter Erinnerungslücken leide, d.h., mich nicht mehr an alles, was in den fünf Jahren passiert ist, erinnern kann. Viele Erinnerungen kehrten erst im letzten Jahr zu mir zurück.
Mein zweiter Gedanke war jedoch, dass ich da doch mal zusammen mit meiner Therapeutin genauer hingucken sollte. Denn vieles, was in den funf Jahren passiert ist, war so, als würde sich meine Kindheit wiederholen.
Ich muss darüber mal nachdenken. Ich komme heute nicht mehr zu kurz, weder in der Therapie, noch bei meinen Freunden. Ich habe genug Zeit um selber zu reden. Aber in den 5 Stressjahren und auch in meiner Kindheit, blieb ich auf all meinen Gefühlen sitzen, hörte man mir nicht zu.

Danke für Deine Rückmeldung. An meiner Nervösität, die jetzt gerade beim Antworten und bei dem Gedanken an diese 5 Jahre in mir aufstieg, merke ich, dass ich da wohl noch mal genauer hingucken muss.

Gruß
Jenny

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Stöpsel2
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Post Mon, 04.Sep.06, 0:25      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Hallo Jenny Doe,

hast Du mal versucht, den verscheidenen Leuten die etwas zu Deinem Problem sagen, zu sagen, daß andere personen was ganz anderes sagen als sie selbst und daß Dich das verwirrt? Vielleicht kommst Du auf die Weise ja doch zu einem runderen Bild, kannst besser abschätzen, was los ist bei Dir. Vielleicht gibts unterschiedliche mögliche Perspektiven auf das Problem, dann könnte man nachfolgend immer noch klären, wie man vorgeht.
Da es mich auch immer verwirrt, wenn mir unterschiedliche Leute unterschiedliche Dinge sagen und ich nicht weiß, wie ich die Kompetenzen der einzelnen genau einzuschätzen habe, hilft mir sowas immer.
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Jenny Doe
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Post Mon, 04.Sep.06, 12:29      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Quote:
hast Du mal versucht, den verscheidenen Leuten die etwas zu Deinem Problem sagen, zu sagen, daß andere personen was ganz anderes sagen als sie selbst und daß Dich das verwirrt?


Hallo Stöpsel!

Hmm. Gute Frage. Mit meiner Therapeutin habe ich über meine Verwirrtheit gesprochen, ja. Aber mit den Ärzten nicht, das stimmt.
Denn, wenn ich bei ihnen bin und die sagen mir z.B. "Ihnen ist schwindelig, weil sie Nackenverspannungen haben", dann klingt das erst Mal einleuchtend, vor allem dann, wenn sich vorher eine andere Diagnose als falsch erwiesen hat, wie z.B. meine HNO-Arzt sagte, meine Schilddrüse sei vergrößert, was ich ihm glaubte, doch das Radiologische Institut konnte die Diagnose dann doch nicht bestätigen. Dann glaube ich das erst Mal, wenn mir ein anderer Arzt dann was anderes sagt.
So geht das jetzt schon seit über zwei Jahren. Einmal soll ich ein Bilderbuch-EKG haben, zwei Monate später soll ich plötzlich Herztabletten schlucken, weil mein EKG plötzlich nicht okay sein soll.
Und wenn dann noch meine Therapeutin ankommt und sagt: "Könnte ja auch psychisch sein, stressbedingt sein" (womit sie natürlich Recht haben könnte), dann gehen bei mir nur noch die Vorhänge runter.

Ein ewiges Hin und Her, das mich verwirrt. Aber Du hast Recht, ich sollte das wirklich mal klar sagen. Inzwischen bin ich so weit, dass ich weder zum Arzt gehe, noch irgendwelche Medikamente einnehme. Ich werfe alle Rezepte nur noch in den Müll und schaue, wenn meine Therapeutin was zu dem Thema sagt, aus dem Fenster. Ist ja auch nicht gerade das goldene vom Ei.

Gruß
Jenny

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Post Tue, 05.Sep.06, 0:31      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Hallo Jenny,

na ja, das Schwierige ist, manche Leute sind kompetent, andere nicht. Oder manche sind nur auf einem bestimmten Gebiet kompetent, ohne daß man vorher so genau weiß, auf welchem. Wie soll man wissen, wem man in welcher Hinsicht glauben darf?
Ich hab in der Hinsicht selber so meine Erfahrungen gemacht, auch immer wieder dazwischen schwankend, ob die Lösung für das Problem eher in medizinischer oder in psychologischer Hinsicht zu suchen ist. Im Endeffekt hab ich mir schon einiges an Wissen angeeignet (v.a medizinischer Art) und stelle da weitergehende Fragen. Dadurch verraten sich die Leute manchmal , wie wenig Ahnung sie haben. Das funktioniert natürlich nicht 100% (im Sinne von: ich tue da vielleicht auch jemandem unrecht), da ich ja nicht Medizin bzw. Psychologie studiert habe, aber zumindest kann man so die schwärzesten Schafe aussortieren (das Beste ist dann immer, wenn ich anderen Ärzten von meinen Erfahrungen berichte und sie sich dann ihrerseits negativ über die Kollegen äußern - ist mir schon öfter passiert).

Und mir ist bei diesen Überlegungen bewußt geworden, wie wenig man über die biologischen Zusammenhänge weiß. Und daß es, wenn man keine Standardwehwehchen hat, gut möglich ist, daß man lange nichts findet (und wenn es tatsächlich eher psychosomatisch ist, wird es sich wahrscheinlich spätestens dann von selbst erledigen, wenn es der Psyche gut geht). Nichtsdestotrotz versuch ich am Ball zu bleiben, mir selber GEdanken zu machen, was es sein kann und dabei alles nicht mehr so wichtig zu nehmen. Es muß ja auch nicht EINE Ursache geben, es können ja auch mehrere Sachen zusammenkommen. Also so, daß jedes für sich alleine nicht so schlimm wäre, aber die Kombination mehrerer Faktoren...

Mit dem, was Du bisher schriebst, denk ich (Laie) mir ja schon, daß da eine psychische/neurologische Komponente dabei sein muß. Denn ob Du den Schwindel kriegst, hat ja schon etwas damit zu tun, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest. Und Aufmerksamkeit/Konzentration ist ja etwas, was in den Bereich Psychologie/Neurologie fällt. Und so wie Du von den 5 Jahren schreibst, kann ich mir das auch sehr gut vorstellen, hört sich für mich ziemlich plausibel an.
Aber was spricht dagegen, mit dem Rauchen aufzuhören, Sojaprodukte zu Dir zu nehmen UND die Lösung auf psychischer Seite zu suchen? Ist doch alles gesund Wink
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Alex303
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Post Tue, 05.Sep.06, 1:23      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

@Perenea:
Also, das mit den Schwebeteilchen im Ohr interessiert mich jetzt aber!
Ich habe auch öfters Probleme mit dem Gleichgewicht (was durch meine Tabletten leider noch verstärkt wird), und ich habe auch öfters Migräne.
Wie geht denn das mit den Lagerungstechniken?

@Jenny Doe:
Beim Hören ist es bei mir so, daß ich öfters sehr gut hören kann, besser als viele andere Leute, aber dafür klappt´s dann bei Gesprächen irgendwann auch nicht mehr.

Wie ist das denn bei Dir?
Hörst du vielleicht auch allgemein "zu gut" und/oder hast Du Migräne?

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Post Tue, 05.Sep.06, 3:50      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Guten Morgen Stöpsel!

Quote:
Und mir ist bei diesen Überlegungen bewußt geworden, wie wenig man über die biologischen Zusammenhänge weiß.


Das ist wahr. Selten wird versucht Psyche und Physisches in seiner ganzes Komplexität zu erfassen.
Darüber denke ich natürlich auch nach. Stess kann ja all die Probleme zur Folge haben, die ich habe. Stress kann zu Herz-Kreislaufprobleme führen, frühzeitig die Wechseljahre auslösen, zu Verspannungen führen, ... die ganze Palette an Symptomen, die ich habe.
Es kann natürlich auch umgekehrt sein. Wechseljahre können ein Schwindelgefühl verursachen, das sich dann auf die Psyche niederschlägt. Verpannungen können Schwindel auslösen, ...

Quote:
Aber was spricht dagegen, mit dem Rauchen aufzuhören, Sojaprodukte zu Dir zu nehmen UND die Lösung auf psychischer Seite zu suchen? Ist doch alles gesund


*Grins*
Ich habe meine Ernährung umgestellt und esse jetzt viel Soja. Soja hilft in der Tat bei einigen Problemen, die die Wechseljahre so mit sich bringen. Doch auf mein Schwindelgefühl hat es keinen Einfluss.
Das mit dem Rauchen aufhören, tja. Ich schaffe es nicht. Jeder Versuch scheitert. Es ist wie ein weiterer Stressfaktor, den ich überhaupt nicht gebrauchen kann. Ich bin sowieso schon so nervös und angespannt und das Aufhören macht noch nervöser. Aber ich bleibe dran, versuche es immer wieder aufs Neue.


Quote:
Denn ob Du den Schwindel kriegst, hat ja schon etwas damit zu tun, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest.


Mein Schiwndelgefühl ist ein Dauerzustand. Es ist besser, wenn ich innerlich ruhig bin. Und es verstäkt und verschlimmert sich bis zum Umfallen, wenn ich ich Zuhören muss, zu viele Reize auf mich einströmen, ...
Ich kriege es durch Aufmerksamkeitsstuerung kontrolliert, also z.B. dadurch, dass ich mich, wenn zu viele Reize auf mich einströmen, meine Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand in meiner Umwelt lenke und sie auf diesen fixiere.
Aber das Zuhören ist ein Kapitel für sich, weil es da unhöflich ist, wenn man sein Gegenüber nicht anguckt, aus dem Fenster guckt. Ich denke, dass diese Erwartung, mein Gegenüber anzugucken, ihm zuzuhören, ... in mir Druck auslöst. Ist eine Situation, aus der ich nicht rauskomme, die Erwartungen Anzugucken, zu Antworten, ... machen es mir unmöglich, da rauszukommen. Bei meiner Thera ist das okay, wenn ich aus dem Fenster gucke. Ich sage ihr dann auch meist, "sorry, mir wird grad schwindlig, ich muss meine Aufmerksamkeit von Ihnen abziehen". Das ist okay bei ihr. Nur wenn mir z.B. mein Nachbar begegnet, dann bin ich froh, wenn das Gespräch - obwohl es interessant - ist, ein Ende findet. Sobald es ein Ende gefunden hat, lässt das extreme Schwindelgefühl nach und mir ist nur noch "normal" schwindlig, also so schwindlig, wie es zu meinem Alltag gehört.

Ich werde gleich noch mal mit meiner Thera darüber reden und mich noch mal den fünf Jahren Extremdauerstress zuwenden, mir da noch mal so ein paar Dinge angucken.
Schwierig ist für mich, dass ich massive Probleme habe, Gefühle zuzulassen. Meine Thera sagt (und das wäre die Antwort auf Ihre Eingangsfrage, Herr Fellner), dass sich das Schwindelgefühl vielleicht legen würde, wenn ich Gefühle mal rauslassen und zulassen würde.

Gruß
Jenny

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Post Tue, 05.Sep.06, 4:03      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Hallo Alex!

Quote:
Hörst du vielleicht auch allgemein "zu gut" und/oder hast Du Migräne?


Es ist bei mir in der Tat auch so, dass ich, wenn ich mich unter Druck, nervös, gestresst fühle, ... schlechter höre und auch sehe. Organisch ist aber alles okay, das wurde mehrmals untersucht.
Meine Augenärtzin sagte, dass meine Sehschärfeneinbußungen daher kommen, dass ich meinen Augenmuskel sehr verspannen würde. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich die gelockert kriege, was auch geholfen hat.

Also, wenn ich euch hier so antworte denke ich, es könnte echt Stress sein bzw. Stressfolgeschäden. Spricht vieles dafür. Dann sollte ich meiner Thera doch mal versuchen zuzuhören.

Danke euch allen fürs Antworten.

Gruß
Jenny

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Alex303
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Post Tue, 05.Sep.06, 4:28      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Achso, ich hab´noch vergessen:

Mir hilfts auch auch manchmal, wenn mir schwindlig wird, wenn ich dann die Dinge langsamer mache. Dann kann ich sie "bewußter" machen.
KAnn man natürlich nicht immer und überall machen.

Wie lockert man denn die Augenmuskeln?

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Post Tue, 05.Sep.06, 5:58      Re: Schwindelgefühl beim Zuhören Reply with quoteBack to top

Quote:
Wie lockert man denn die Augenmuskeln?


Hi Alex!

Dadurch, dass man z.B. langsam seinen Blick von nahe liegenden Objekten in die Ferne schweifen lässt oder umgekehrt, in die Ferne guckt und dann langsam auf in der Nähe liegende Objekte schweifen lässt.
Mir hilft es besonders, wenn ich in die Ferne gucke, etwas, was ich im Alltag nur selten mache. Wenn ich z.B. vor dem Compi sitze und arbeite, dann sehe ich nur nah oder wenn ich mit dem Rad umherfahre, dann sehe ich nur so fern, bis mein Blick gegen den nächsten Betonklotz knallt (das Leid eines jedes Großstädtlers *Grins*).
Ich fahre jeden Tag raus in die Natur, wo ich weit in die Ferne gucken kann. Das enstpannt meine Augenmuskeln.

Gruß
Jenny

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