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r.l.fellner
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Post Sun, 26.Nov.06, 13:29      Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

Liebe ForumsbesucherInnen,

in Vorbereitung einer Arbeit über die voraussichtliche Entwicklung der Psychotherapie im Verlauf der nächsten Jahrzehnte kam mir die Idee, Sie zu Ihren Gedanken bezüglich dieses Themas zu befragen, da sich ja sicherlich jeder von Ihnen schon mal Gedanken über die Psychotherapie als solche gemacht hat (aufgrund eigener Erfahrungen oder der Hemmschwelle, die manche immer noch bezüglich Psychotherapie haben, sie also offenbar ebenfalls auf eine ganz bestimmte Weise wahrnehmen).

- was wird Ihrer Meinung nach die PT der Zukunft auszeichnen?

- welche Perspektiven sehen Sie als ÖsterreicherIn bezüglich der "bunten Wiese" der Schulen - meinen Sie, daß sich hier Änderungen ergeben werden (noch zusätzliche Methoden anerkannt oder andere zusammengefaßt)? Was würden Sie sich wünschen?

- welche Perspektiven sehen Sie als Deutsche(r) bezüglich der "Steppenlandschaft" der Schulen in D - meinen Sie, daß sich hier Änderungen ergeben werden (die dzt. 2 1/2 anerkannten Methoden z.B. im Sinne einer "Allgemeinen Psychotherapie" zusammengefaßt oder zusätzlich andere Methoden anerkannt)? Was würden Sie sich wünschen?

- mit welchen Entwicklungen rechnen Sie bezüglich der Methoden-Anerkennung in der Schweiz?

- inwieweit werden aktuelle Forschungen rund um Genetik, Hirnforschung, Neurochirurgie, neue Psychopharmaka etc. die PTh beeinflussen? Könnten diese die PT Ihrer Meinung nach vielleicht sogar einmal völlig ablösen? (falls ja: wäre dies aus Ihrer Sicht wünschenswert?)

- inwieweit rechnen Sie mit neuen Strömungen oder Quereinflüssen in der PT, z.B. Einflüsse durch philosophische Beratung, Gender-Aspekte, Kunst, Ernährung, (..), alternative Heilmethoden, Beratung/Coaching,..

- Experten stellen derzeit in Ö und D eine zunehmende Spaltung in "1.Klassen-PT", "Kassen-PT" und "Discount-PT" fest - meinen Sie, wird diese Entwicklung anhalten und in Zukunft womöglich noch verschärft? Wie wird sich dieser Trend - Psychotherapie im ökonomischen Dynamiken unterworfenen Gesundheitsmarkt - auswirken?

- wie sehen Sie die Situation des Datenschutzes rund um Psychotherapie - meinen Sie, daß in Zukunft die Sicherheit von Patientendaten (bezüglich früheren Psychotherapien, sofern diese über die Krankenkassen abgerechnet wurden) noch gewährleistet sein wird? Im Ausland zeichnet sich diesbezüglich derzeit ein Trend ab, der vor einigen Jahren noch undenkbar schien (siehe News-Bereich der Website)

Freundlichen Gruß
Richard L. Fellner

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Jenny Doe
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Post Sun, 26.Nov.06, 18:29      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

Lieber Herr Fellner!

Ich denke auch, dass sich einiges ändern wird, in vieler Hinsicht.

Dank bildgebender Verfahren bekommt man einen ganz neuen/anderen Eindruck in die Probleme des Klienten. Vieles, was bisher als "rein psyschich" abgetan wurde, hat "plötzlich" neurologische/physiologische Korrelate.
Man kommt also meiner Auffassung nach nicht umhin, die Trennung zwischen Angwandter Psychologie und Forschung aufzuheben, was für Psychotherapeuten bedeutet, dass sie aufgefordert sind, sich den Ergebnissen der Forschung zuzuwenden und veraltete Theorien loszulassen.
Das wird meiner Auffassung nach einige tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen, z.B. für die Psychoanalyse, die die "Notwendigkeit" der Wissenschaftsresistenz betont.
Wünchen würde ich mir in diesem Zusammenhang, dass nur noch Verfahren erlaubt sind, die wissenschaftlich fundiert und begründet sind und z.B. esoterische Verfahren verboten werden.

Die Einführung des Qualitätsmanagement bringt, meiner Auffassung nach, für den Klienten eine Verbesserung der Behandlung mit sich. Ich befürworte es sehr, dass zukünftig auch Therapeuten, wie Ärzte, einer Kontrolle unterliegen. Es mag zwar für den Therapeuten mehr Arbeit bedeuten, doch es wird die Qualität der Psychotherapie verbessern.

Was mir Sorge bereitet ist der finanzielle Aspekt. Es wird zukünftig, das befürchte ich, schwerer werden, eine Therapie bewilligt zu bekommen, was zur Folge haben wird, dass Klienten in den Händen irgendwelcher Psychogurus landen werden, die preisgünstigere Angeboten machen, als studierte Psychotherapeuten.

Eine Zusammenlegung der drei anerkannten Therapiemethoden lehne ich strikt ab. Für mich, als Klientin, ist es wichtig zu wissen, welcher Methode sich meine Therapeutin bedient. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir der analytische Ansatz massiv schadet. Schlussfolgernd werde ich mich zukünftig auch nicht mehr in analytische Behandlung begeben. Doch um weitere Therapieschäden zu vermeiden, ist es für mich wichtig zu wissen, welcher Methode sich meine Therapeutin bedient.
Wünschen würde ich mir jedoch, dass dieses Ungleichgewicht "Analytiker kriegen 300 Stunden, tiefenpsychologisch fundierte und VT nur 80" mal aufgehoben wird.
Wünschen würde ich mir des Weiteren, dass vor Therapiebeginn geprüft wird, welches Verfahren im Einzelfall notwendig ist.

Esoterische Strömungen werden, meiner Meinung nach, zunehmen, wenn die anerkannten Therapieverfahren nicht mal grundlegend saniert werden und dem aktuellen Stand der Forschung angepasst werden.
Therapeuten sollten verpfilchtet werden, regelmäßig an vorgeschriebenen Fortbildungen teilzunehmen.
Positiv bewerte ich, dass inzwischen immer mehr Universitäten sehr viel Wert auf die Forschung legen, so dass zu erwarten ist, dass die nachfolgenden "Therapeutengeneration" nicht nur nach Theorien arbeitet.

Gruß
Jenny

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grundbacher
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Post Wed, 29.Nov.06, 12:26      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

Hallo,

Herr Fellner fragt u.a. : "welche Perspektiven sehen Sie als Deutsche(r) bezüglich der "Steppenlandschaft" der Schulen in D - meinen Sie, daß sich hier Änderungen ergeben werden (die dzt. 2 1/2 anerkannten Methoden z.B. im Sinne einer "Allgemeinen Psychotherapie" zusammengefaßt oder zusätzlich andere Methoden anerkannt)? Was würden Sie sich wünschen?"

In diesem Zusammenhang ist in Deutschland eine frische Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss gemäß § 91 Abs. 5 Satz 2 SGB V, Fragen der psychotherapeutischen Versorgung, ganz interessant.
Danach wird nun die Gesprächspsychotherapie künftig nicht als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt.
Ich erlaube mir einen Link zu der entsprechenden Pressemitteilung des Bundesausschusses zu setzen:

www.gwg-ev.org/docs/G-BA-Beschluss-21-11-06.pdf

Weiterhin sollen nun auch die tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie
nach wissenschaftlichen Kriterien überprüft werden.
Ich bin gespannt, wie die Entscheidungen des Bundesausschusses dazu ausfallen werden. Insgesamt scheint sich die "Versteppung" in Deutschland für die Patienten der Gesetzlichen Kassen dann wohl auszuweiten.

Eine Wahlfreiheit zur Psychotherapie, zu einem bestimmten Verfahren, werden dann nur noch privat Versicherte (je nach Versicherung) und "Selbstzahler" ausserhalb der Solidargemeinschaft der Versicherten haben. Damit ist die Entwicklung der psychotherapeutischen Versorgung für sozial besser gestellte Menschen mehr oder weniger durch den Mechanismus "Angebot und Nachfrage" geregelt. Ich glaube, das ist auch so gewollt.

Zu befürchten ist, dass für Menschen ohne die entsprechenden finanziellen Mittel zukünftig wohl als Schwerpunkt der Behandlung die Pillen bleiben. Deren Nutzenbeleg wird ja auch ständig durch millonenschwere Studien der Pharmaindustrie in Zusammenarbeit mit den Universitäten, die ja auch aus finanziellen Gründen die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft vermehrt suchen, erbracht.

Psychotherapie erfordert viel Geduld und Zeit. So etwas scheint einfach auch unbezahlbar geworden zu sein, weil es das angeblich neu entdeckte Wirtschaftwunder gefährdet. Keine guten Aussichten in Deutschland für Menschen mit seelischer Not, leider.

Grüße

Grundbacher

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carö
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Post Thu, 30.Nov.06, 15:53      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

hallo,

ich schliese mich grundbachers posting an.

was meines erachtens noch hinzukommt...
Quote:
Psychotherapie erfordert viel Geduld und Zeit. So etwas scheint einfach auch unbezahlbar geworden zu sein, weil es das angeblich neu entdeckte Wirtschaftwunder gefährdet.


nicht nur der aspekt, dass kürzere verfahren oder medikamente billiger sind, schlägt negativ für intensivere und zeitaufwendigere verfahren zu buche, sondern auch die tatsache, dass sich viele menschen lieber schnellere erfolge/veränderungen erhoffen. das ist zwar verständlich, ofmals reicht die kurzfristige verbesserung nicht über eine best. zeit hinaus. die probleme/rückfälle kommen promt oder auch später und müssen dann oft nochmal angegangen werden oder letztlich über andere träger mitgetrage/-finanziert werden... s. arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer einschränkung. und so lebt bzw. stirbt das system in folge einer organisierten und institutionalisierten unverantwortlichkeit.

wenn die "gesundheits"kassen die kosten nicht tragen wollen/können, werden sie irgendwann von der sog. solidargemeinschaft mitfinanziert werden müssen.. nur das sieht man nicht so deutlich und das tut dann nicht so weh. verdrängung ist ein menschliches und demnach auch gesellschafliches thema. auf der strecke bleibt aber der einzelne, der nicht aus eigener tasche für sich die bestmögliche behandlung finanzieren kann.
traurig, aber wahr!

caroline

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Post Thu, 30.Nov.06, 18:55      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

Hallo!

Alles vermag ich nicht zu beantworten, aber hier das was ich mir rausgesucht habe.

Quote:
inwieweit werden aktuelle Forschungen rund um Genetik, Hirnforschung, Neurochirurgie, neue Psychopharmaka etc. die PTh beeinflussen? Könnten diese die PT Ihrer Meinung nach vielleicht sogar einmal völlig ablösen? (falls ja: wäre dies aus Ihrer Sicht wünschenswert?)


Nein. Erstmal steckt die Forschung noch immer in den Kinderschuhen. Es wird also niemals oder jedenfalls nicht in absehbarer Zeit eine Wunderpille geben, die eine Psychotherapie nicht mehr notwendig macht. Wünschenswert ist natürlich ein Präparat, das gut und schnell wirkt ohne Nebenwirkungen in Kombination mit Psychotherapie.

Quote:
- Experten stellen derzeit in Ö und D eine zunehmende Spaltung in "1.Klassen-PT", "Kassen-PT" und "Discount-PT" fest -?

Was ist denn eine "Discount-Psy."??? Nicht kassenzugelassener Therapeut? Geistheiler oder wie?

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Liebe Grüsse candle!
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Post Sat, 02.Dec.06, 21:18      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

spannende diskussion... hier mal ein beitrag aus wien:

- welche Perspektiven sehen Sie als ÖsterreicherIn bezüglich der "bunten Wiese" der Schulen - meinen Sie, daß sich hier Änderungen ergeben werden (noch zusätzliche Methoden anerkannt oder andere zusammengefaßt)? Was würden Sie sich wünschen?

also erst mal zur schulen-landschaft: ich finde es echt toll, wie groß die auswahl in österreich ist. verglichen mit deutschland habe ich das gefühl, hier viel bessere möglichkeiten zu haben. die therapierichtung, die mir die meisten erfahrungen ermöglichte (kbt), ist in d z.b. gar nicht anerkannt. auf verhaltenstherapie sprach ich wiederum überhaupt nicht an - und so bliebe in d schon kaum mehr eine wahlmöglichkeit.
ich hoffe stark, dass sich das angebot in österreich nicht verringert. sollten neue schulen entstehen, die ihre wirksamkeit bestätigen können, fände ich es gut, diese auch anzuerkennen.

irgendwo im hinterkopf ist aber schon die angst, dass die schulen-landschaft sich verringern könnte. nicht, dass sie nicht mehr zugelassen sein würden. eher dahingehend, dass die kassen nur mehr für wenige richtungen zahlen. der trend dahingehend ist meiner meinung nach schon zu erkennen: auf formularen der krankenkassa findet sich ...ihre therapie, die schnellen erfolg verspricht... naja, soweit...

punkto psychopharmaka: ich hoffe schon, dass dort die entwicklung noch um einiges weiter geht! ich denke, dass die chemie für personen mit psychischen krankheiten viele hilfen zu bieten hat. meiner meinung nach ermöglicht sie allerdings nicht heilung an sich, sondern nur eine besserung und stabilisierung, die dann die eigentliche psychotherapeutische arbeit ermöglicht bzw. verbessert oder erleichtert.
ich nehme mittlerweile medikamente, die es vor einigen jahren, als ich zum ersten mal einen psychiater besuchte, noch gar nicht gab. möglicherweise wäre mir eine doch eher lange zeit des probierens und herausfindens, welches medikament das für mich beste sei, ersparen geblieben.
wenn ich so vor mich hinträum wär daher ein großer wunsch, dass - sobald jemand zum psychiater geht, der mit hilfe irgendwelcher tests - sei es nun eeg, mri, pet oder was auch immer - kenn mich da net so aus - rausfindet, welches medikament am schnellsten und besten hilft.
... bilderbuch, ich weiß Smile
auf der anderen seite würde dieses vorgehen auch die gefahr in sich bergen, generelle lösungsmöglichkeiten zu bieten, statt individuell vorzugehen. naja, ich weiß selbst nicht so genau, wie ich dazu stehe... ich denke nur, dass es wichtig wäre, die zeit bis zur tatsächlichen besserung durch psychopharmaka zu verkürzen.

zu den quereinflüssen: ich finde es immer wieder spannend, wenn ich erfahre, was klienten schon alles probiert haben, bevor sie den weg zum therapeuten oder psychiater wagen. ich denke, dass die zeit des leidens dadurch unnötig verlängert wird. auch wird es für diese personen immer schwieriger, da ihre hoffnung und das vertrauen auf hilfe immer niedriger wird.
und - da im eingangspost angesprochen - die philosophische beratung: da denk ich nur an ein neues buch von yalom... das zeigt recht gut die gefahren...

mehr-klassen-therapie: ich empfinde das genauso. viele meiner bekannten und freunden würden intensiv(er)e therapie benötigen - dies scheitert aber am finanziellen aspekt. 22¤ zuzahlung zu einer regulären stunde ist einfach wirklich wenig. bei vielen würd mit-dem-leben-zurückschalten gar net gehen - sie könnten gar nicht mehr leben, wenn sie die therapie voll bezahlen müssten. ich denke, dass hier die zahl der kassenplätze noch weiter ausgebaut werden müsste. wichtig wäre aber auch, diese nur personen zu überlassen, die diese unterstützung tatsächlich benötigen.
und klar: wenn schon die kk die kosten übernimmt, dann möchte sie größten erfolg zum billigsten preis. d.h: wenig stunden > nur symptom bekämpfen. fraglich bleibt nur, ob es tatsächlich langfristig der richtige weg ist - hält die änderung langfristig an?
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snuffi
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Post Sat, 02.Dec.06, 21:22      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

womit ich direkt bei der qualität angelangt wäre:
wer gibt vor, was qualität ist? woran soll diese qualität gemessen werden? ich finde dies einen ganz spannenden punkt, der sicher noch langer diskussion bedarf. viele der fragebögen, die therapeutische qualität zu erfassen versuchen, streifen das wichtige nur am rande... lassen sich der therapeutische prozess und erfolg wirklich mithilfe eines fragebogens erfassen?

ich hätte da noch einige ideen... dazu aber ein andres mal!

Hinweis Admin: dieses Thema wird hier diskutiert -> http://www.psychotherapiepraxis.at/forum/viewtopic.php?t=31284
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münchnerkindl
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Post Sat, 02.Dec.06, 21:49      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

ich würde mir wünschen daß hier in Deutschland alle Verfahren die bei einer stationären Psychotherapie in einer Klinik nachweislich erfolgreich zur Anwendung kommen auch ambulant bei den Kassen abrechnungsfähig sein müssten.

Das ist eigentlich alles was ich zu dem Thema zu sagen habe.

Liebe Grüsse,

Petra
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Post Sun, 03.Dec.06, 23:24      Re: Diskussionsrunde: Die Zukunft der Psychotherapie Reply with quoteBack to top

- was wird Ihrer Meinung nach die PT der Zukunft auszeichnen?

steigender gesellschaftlicher Druck aufgrund aktueller Probleme (Arbeitslosigkeit, Druck in Arbeitsplätzen, Mobbing, Eltern haben weniger Zeit fuer ihre Kinder)

- inwieweit werden aktuelle Forschungen rund um Genetik, Hirnforschung, Neurochirurgie, neue Psychopharmaka etc. die PTh beeinflussen? Könnten diese die PT Ihrer Meinung nach vielleicht sogar einmal völlig ablösen? (falls ja: wäre dies aus Ihrer Sicht wünschenswert?)

Ich denke nicht. Möglicherweise können bessere Antidepressiva bzw. genetische Methoden zur Beeinflussung des Transmittergehaltes im Gehirn eingesetzt werden. Eine aufgehellte Stimmung alleine wird jedoch nicht mit allen Problemen fertig.

- inwieweit rechnen Sie mit neuen Strömungen oder Quereinflüssen in der PT, z.B. Einflüsse durch philosophische Beratung, Gender-Aspekte, Kunst, Ernährung, (..), alternative Heilmethoden, Beratung/Coaching,..

Vieles kann vermutlich als Unterstuetzung eingesetzt werden. In der Reha wird ja heute schon Kunst etc. eingesetzt.

Gruss, Nachtvogel
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