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Juke
sporadischer Gast
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Post Mon, 18.Dec.06, 20:42      das was mir Spaß macht, schaff ich in der Theorie nicht Reply with quoteBack to top

Es ist schon hart. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwicklung bin ich jetz im 3. Semester FH-STudium der Ingenieruinformatik. Warum ich damals nach der Ausbildung ein Studium anfing, war die Tatsache, dass mein weiterer beruflicher Werdegang im Bereich Softwaretest/Software-QS, den ich aufgrund meiner bisherigen Ausbildung zum Fachinformatiker sehr interessant finde, unbedingt von einem erfolgreichen Studium abhing.
Es ist so, dass ich zu diesem Thema meine Abschlussarbeit zum Fachinformatiker durchgeführt habe, um mir das riesen Spaß gemacht hat.
Leider rückt dieser "Traum", dieser Tätigkeit weiter nach zu gehen bisher in weite Ferne, denn die theoretoischen Grundlagen des Studiums schaffen mich bisher. Bisher nur 2 von 5 Klausuren bestanden. Dass es eine Fehlentscheidung von mir war, Ingeniuerinformatik im Fachbereich Elektrotechnik zu studieren, habe ich bereits eingesehen. Denn gerade in der Elektrotechnik und in der Mathematik (Analysis) liegen meine Probleme. Allerdings trat ich mein Studium damals aus dem Hintergrund an, weil ich ja die Fachoberschule Elektrotechnik absolviert hatte (noch vor meiner Ausbildung) und ich mir eben zutraute, dass ich gerade deshalb noch genügend Kenntnisse in der El.technik hatte.
Außerdem bin ich während meines Studiums ziemlich einsam, weil ich ca. 2 Stunden Fahrzeit von meiner Heimat entfernt studiere und auch dort eine Wohnung habe. Hobbys wie Fußball (ich bin im Verein) oder auch sonstige treffen mit Freunden etc. kann ich dann gerade mal vergessen. Auch bin ich der Überzeugung, dass ich wesentlich leichter studiere, wenn ich einen Nebenjob haben würde (natürlich wäre mir was in der IT-Branche am liebsten, aber ich würde mich erst auch mal mit was anderem zufrieden geben, z.B. Supermarkt). Denn es war schon immer so (auch in meiner SChulzeit), dass ich immer dann bessere Leistungen abrufen konnte, wenn ich mich neben dem Lernen genügend mit was anderem ablenken/beschäftigen konnte.
Deshalb hab ich mich jetz an einer heimatnahen FH für einen Bachelor-Studiengang der Informatik (angewante Info) beworben und hoffe dass es dann endlich besser wird (wenn es denn klappt). Es ist meine letzte Chance, denn wenn ich dann immer noch nicht meine Mathe-Scheine beisammen bekomme, muss ich mich wohl oder über komplett neu orientieren. Und das fiele mir sehr, sehr schwer (orientierunslosigkeit).
Wenn ich das ganze jetz mal mit anderen Berufen vergleiche, kommen mir immer wieder Gedanken wie: "Ach wärst du damals bloß Schreiner geworden!" oder sowas. Dann wüßtest du genau für das, was du einmal gelernt hast arbeiten können. Und nicht erst nochmal studieren müssen, um beruflich weiter zu kommen.(was handfestes, bei dem ich mich eventuell sogar selbst verwirklichen könnte) und dann bräuchte ich nicht zu studieren. Aber dann denk ich wieder: deine Ausbildung damals hat dir mehr oder weniger Spaß gemacht. Damals konnte ich mich auch selbst verwirklichen. Aber wenn ich mit dem weiter machen will, womit ich damals aufgehört habe (Softwaretest, was mir sehr zugesagt hat), muss ich eben studieren. Es ist so ne Art Zwickmühle.
In meiner Freizeit bin ich oft die erste Adresse wenn es bei Bekannten um "Probleme mit dem PC" geht. Da helfe ich auch immer gerne. Sowas wäre natürlich ein perfekter Nebenjob. Aber vielleicht finde ich ja was, wenn ich mein studium in meiner Heimat fortsetze.
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Post Tue, 19.Dec.06, 12:33      Re: das was mir Spaß macht, schaff ich in der Theorie nicht Reply with quoteBack to top

Inwieweit wirst du die Inhalte der Mathe-Vorlesungen für deinen späteren Beruf wirlich brauchen? QS sagt mir jetzt nichts. Es ist halt so, dass man im Grundstudium auch einige Sachen lernt, die man, je nach späterem Schwerpunkt, sowieso nicht mehr braucht.

Ist es jetzt also so, dass du im Prinzip den Job machen könntest, aber die formale Hürde des Grundstudiums nicht schaffst, oder überfordert dich dein Wunschberuf intelektuell allgemein?

Als Lösungen würden mir im ersten Fall einfach ein guter Nachhilfelehrer einfallen (das ist natürlich teuer bei so einem Stoff). Oder du eignest dir die Inhalte deines Schwerpunkts einfach autodidaktisch an und machst dich später selbstständig. Du wärst nicht der erste Unternehmer, der keinen Abschluss hat.

Im zweiten Fall gibt es doch sicher auch Nischen im IT-Bereich, die ein Fachinformatiker machen kann. Ein Verwandter hat mir erzählt, dass in seinem Verein ein Typ ist, der 10 Jahre lang Chemie studiert hat, abgeschlossen hat, aber von keiner Firma genommen wurde, umgeschult wurde als Netzwerk-irgendwas und jetzt ganz gut verdient.
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