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jovenilia
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Post Mon, 19.Feb.07, 22:34      Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hi,
mich beschäftigt der Neid. Nein, ich selbst bin nicht neidig (wirklich nicht!!!). Sondern es ist so, daß ich immer wieder beneidet werde!!!! Und das ist äußerst unangenehm - weil ich dadurch Hass und Feindseligkeit auf mich ziehe. Dabei mache ich das gar nicht bewußt. Es läuft nur immer so ab: Eine Aufgabe stellt sich. Alle bekommen das große Zittern und drücken sich davor. Ich sehe mir die Sache an, probiere herum und löse die Aufgabe schließlich allein. Ja klar, ich mache auch Fehler dabei, aber ich mache einfach weiter, bis ich etwas vorzuweisen habe. Damit erarbeite ich mir ein gewisses Ansehen. Wenn das passiert ist, kommen die "Drückeberger" aus ihren Löchern und plötzlich bin ich die Böse, weil ich sie nicht "teilhaben lasse"! Dabei wäre ich oft froh, wenn mir mal wer was abnehmen würde (von der Arbeit, nicht vom Erfolg*g) !
Ich habe mir eben zum Spaß im Internet alles zum Thema Neid angesehen , und mußte richtig lachen. JEDE MENGE Tipps, wie man aufhört andere zu beneiden! Ein einziger ernthafter Beitrag zum Thema "beneidet werden". Und sonst: Beneidet werden ist total positiv besetzt!!!!! Das gibt einem zu denken. Also mir. Vielleicht sonst noch jemanden? Vielleicht gibts ja eine Antwort!
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comus
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Post Wed, 21.Feb.07, 14:33      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hallo bade_ka,

"Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt." dieses gängige Sprichwort sagt schon alles.

Ich finde du gehst einen guten Weg, indem du dich den Aufgaben stellst wo andere zurückschrecken. Der Neid ist quasi deine "Belohnung" für den Erfolg, ist doch gut erfolgreich zu sein, oder?

Vielleicht gelingt es dir auch dieses für dich negativ besetzte Wort aus deinem Sprachschatz komplett zu streichen und es mit einem positiv besetzten Begriff zu ersetzen?

Denk daran wie andere auf dich reagieren, hat weniger mit DIR persönlich zu tun, sondern mit dem Betroffenen selbst. Mach dich nicht kleiner als du bist, wer deinen Erfolg nicht verkraftet ist selbst schuld.

Etwas wichtiges möchte ich noch sagen. Ich hab das lange und gründlich beobachtet den meisten Menschen fehlt die Fähigkeit sich mit anderen freuen zu können. Stattdessen wird genau mit Neid reagiert. Beobachte das mal wieviele Menschen kennst du dich sich ehrlich mit dir freuen können?

LG
comus

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„Wir werden füreinander einzig sein in der Welt“
Antoine de Saint-Exupery
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jovenilia
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Post Wed, 21.Feb.07, 17:32      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hi comus,
danke für deine Antwort!
Quote:
Der Neid ist quasi deine "Belohnung" für den Erfolg, ist doch gut erfolgreich zu sein, oder?
Ja, sehe ich auch so. Aber was ist das für eine "Belohnung", gehasst zu werden? Und ich werde gehasst! Ich habe da noch etwas gefunden - angeblich gehen Männer und Frauen mit Neid anders um: während Männer das Gefühl beneidet zu werden wirklich genießen können, ist es für Frauen mit Angst verbunden. So auch bei mir Embarassed Ich habe richtig Alpträume, in denen sich meine Neider zusammenrotten um mich fertig zu machen. (Real passiert das übrigens auch, wenn auch subtiler: angestänkert werden, spitzige, sehr giftige Bemerkungen - alles sehr unangenehm). Es macht einen das Leben schwer.
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carö
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Post Thu, 22.Feb.07, 11:05      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

liebe bade_ka,

dein beitrag ist mir ins auge gesprungen zwinkernd.. ich habe auch probleme damit, beneidet zuwerden. auch arbeitsbedingt.

ich kann mich comus worten nur anschliessen:
Quote:
Denk daran wie andere auf dich reagieren, hat weniger mit DIR persönlich zu tun, sondern mit dem Betroffenen selbst.


allerdings ist/war (?) dieser neid bei mir auch sehr angstbesetzt. es IST einfach nicht schön, wenn man beneidet wird. das mag wirklich bei männern anders sein ? k.A. gruebel das kann ich mir auch nicht schönreden.

du hast ja im grunde schon gesagt, was diese angst auslöst... nämlich, dass die neider einen mit ihrem hass verfolgen. genau davor hatte ich auch ziemlich ängste.. und es herrschte oft eine unterschwellig aggressives klima bei mir im büro, das für mich kaum zu ertragen war, weil ich eigentlich auch so ein "harmoniesuchtl" bin... Rolling Eyes

mir hilft, mich mit MEINEN ängsten und "verfolgungsphantasien" auseinanderzusetzen.. damit wurden sie mit der zeit auch kleiner - und - gleichzeitig mir klarzumachen, wie comus schrieb, dass neid auf eine ziemlich schwäche des neiders hindeutet. aber das ist deren thema. ob sie sich damit auseinandersetzen oder nicht, bleibt ihnen überlassen. mir hat es sehr geholfen, das so zu sehen, denn ich konnte dann irgendwann ein wenig loslassen, diese einen kollegin, um die es bei mir geht, so sehr wichtig zu nehmen und sie so sehr emotional an mich heranzulassen. das ist nämlich mein eigener anteil. irgendetwas in mir ist auch ganz enorm auf sie angesprungen.

ich habe dann auch eine verbündete im büro gewonnen, was es um so vieles leichter macht inzwischen mit dem neid der anderen umzugehen... ich denke, dass dies alles möglich war, weil ich es selbst auch nicht mehr ganz so eng genommen habe.

wünsche dir alles gute!

LG
caroline
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Anastasius
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Post Thu, 22.Feb.07, 13:44      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hallo bade_ka,
Gedanken, die mir zu Deinem posting kamen.

Weiß nicht, von wem das ist: Neid ist die aufrichtigste Form der Bewunderung.

Mir fiel auf, du wärst froh, wenn dir jemand was von der Arbeit abnähme. Und setzt dann noch hinzu, nicht vom Erfolg. Wieso das nicht? Geteilte Arbeit arbeit heißt auch geteilter Erfolg, geteilte Anerkennung.

Sprichst Du die "Drückeberger" vorher an, ermunterst sie vielleicht auch, gemeinsam Probleme zu lösen. D. h. bist du von deiner Intention her kooperativ?

Tja, und mir fiel noch als dein Wohnort "omnipräsent" auf. Könnte es sein, dass du manchmal andere "erdrückst"?

Viele Grüße
Anastasius

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jovenilia
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Post Thu, 22.Feb.07, 18:39      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Liebe caroline,
Quote:
mir hat es sehr geholfen, das so zu sehen, denn ich konnte dann irgendwann ein wenig loslassen, diese einen kollegin, um die es bei mir geht, so sehr wichtig zu nehmen und sie so sehr emotional an mich heranzulassen. das ist nämlich mein eigener anteil. irgendetwas in mir ist auch ganz enorm auf sie angesprungen.

Ja, das mit dem "wichtig nehmen" ist sicher der wesentlich Punkt. Ich nehme das auch wichtig, weil ich eben Angst habe, Opfer von Intrigen (Verleumdung, Mobbing im weitesten Sinne) zu werden. Ich muß dazu vielleicht sagen, daß ich in einem Bereich arbeite, wo der Konkurrenzkampf an sich sehr hart ist, weil es viel zu wenige Stellen gibt.

Letzeres auch als Antwort für Anastasius. Meine Bemerkung, den Erfolg nicht teilen zu wollen, war eigentlich ironisch gemeint. Aber um alle Mißverständnisse auszuräumen: wer gut arbeitet, verdient auch Erfolg. JEDER. Und ich kann anderen den Erfolg durchaus gönnen. Ich sehe nur nicht ein, warum andere den Erfolg einheimsen sollen für MEINE Arbeit Evil or Very Mad . Ich denke, das würde dir auch nicht gefallen, oder? Ein solches Maß an Selbstlosigkeit kann sich wohl keiner leisten.
Auch mein Wohnort Omnipräsent ist als Scherz gemeint (irgendwas muß man ja schreiben und "kukruzpatschen" war mir zu dumm Wink ). Aber mit etwas anderem hats Du vermutlich recht: Ich erdrücke andere sicher ein wenig - oder sagen wir, ich spiele sie an die Wand, weil ich eben besser bin. DAS IST JA DAS PROBLEM. Rätst Du mir im Ernst mich selbst klein zu machen und zurückzunehmen um anderen den Vortritt zu lassen? Ich muß auch leben, weißt du....
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Anastasius
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Post Thu, 22.Feb.07, 20:31      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hallo bade_ka,
gut, dass die Mißverständnisse ausgeräumt sind. Sicher, wenn andere sich mit von mir erworbenen Lorbeeren schmücken wollten, das würde mir auch nicht gefallen. Und Selbstlosigkeit zu propagieren, davon bin ich weit entfernt.

Also mach deine Arbeit nach deinen Maßstäben und lass die anderen die anderen sein.

Intrigen kannst du letztlich nicht ganz ausschließen, nur vorbeugen, indem du dich möglichst kollegial verhältst. Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf, das mit dem "an die Wand spielen" ließ bei mir den Eindruck von etwas Überheblichkeit auflkommern. Das allerdings würde, wenn es zu träfe, Intrigen begünstigen.

Viele Grüße
Anastasius

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jovenilia
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Post Thu, 22.Feb.07, 22:36      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hi Anastasius,
das "An die Wand spielen" ist ein überheblicher Ausdruck, gebe ich zu. Irgendwie habe ich ihn bewußt gewählt, weil ich wirklich nicht einsehe, warum ich mich klein machen soll. Das macht mich wütend. Ich scheue mich nicht davor, schwierige Dinge einfach zu versuchen - was automatisch dazu führt, daß ich sie dann besser kann als jene, die sich von anfang an davor drücken. Und wie gesagt, ich mache auch Fehler, ich trage das Risiko - vor allem jenes, mich zu blamieren, sollte ich scheitern.
Kollegial verhalten! JAAAAA! Weißt Du wie oft ich das versucht habe? Gefragt habe, machst Du mit bei der und der Sache? Hilfe und Mitarbeit angeboten habe? Alles was ich bekam war hochnäsige Zurückweisung. Und falsche Anschuldigungen, das kommt dazu.
Ja, ich mache mein Ding einfach - das ist keine Frage. Aber der Preis den ich dafür zahle ist verdammt hoch. Aber vermutlich geht das gar nicht anders. Und es liegt daran, daß ich nicht die nötige Nervenstärke habe um das wirklich auszuhalten...
Und darum wundert es mich immer, daß beneidet werden so positiv besetzt ist kopfwand Question
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indira
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Post Fri, 23.Feb.07, 14:52      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

ich finde auch nicht dass beneidet werden etwas positives ist.

zumindest habe ich es meist als sehr negativ erlebt. so dass begonnen hab mich in der gegenwart von neidern klein zu machen.. und das hat ausmasse angenommen die mich krank gemacht haben.damit ist jetzt aber schluss. ich stehe drüber. endlich! es ist mir egal ob andere leute mit ihrer eifferucht klar kommen oder nicht. das ist denen ihr eigenes problem.
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Anastasius
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Post Fri, 23.Feb.07, 21:54      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Hallo bade-ka,
wenn ich`s mir recht überlege, fällt mir zum Beneidet-Werden eigentlich nichts Positives ein. Und wenn`s mit Mißgunst verbunden ist, schon gar nicht. Kann sogar ziemlich einsam machen.

Außerdem, was habe ich davon, dass andere, die mit sich selbst unzufrieden sind (das ist ein Nährboden für Neid), mich in irgendeiner Hinsicht für bessser, glücklicher oder was weiß ich was halten. Ist das mein Maßstab?

Viele Grüße
Anastasius

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jovenilia
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Post Fri, 16.Mar.07, 1:37      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

ich melde mich nochmal zu dem Thema, weil inzwischen eine Eskalation stattgefunden hat und ich völlig fassungslos bin und nicht weiß, wie ich mich verhalten soll.
Also. Ich werde beneidet. Von 2 Arbeitskolleginnen mit denen ich notgedrungen eng zusammenarbeiten muß, weil wir an einem Projekt sitzen. Die eine ist gewissenhaft und fleissig aber unfähig sich durchzusetzen und sehr entscheidungsschwach. Wenn es ein Problem gibt, läuft sie immer zu anderen (auch zu mir) damit es für sie gelöst wird. Die andere kann man nur als Psychopathin bezeichnen, was sich vor allem darin zeigt, daß sie keinerlei Aggressionshemmung hat. Sie schimpft wüst, wird beleidigend, lügt, ist unzuverlässig.
Mit solchen Leuten ein Projekt durchzuziehen ist an sich schon eine Belastung. Wenn das bisher halbwegs gut geklappt hat, war das mein Verdienst. Ich habe die Probleme gelöst. Natürlich bekamen das alle in der Fa mit und ich wurde von allen als "Teamleiterin" behandelt, obwohl ich das formell gar nicht bin.
Und damit begann natürlich der Neid der anderen.
Heute haben sie mir einen "Forderungskatalog" um die Ohren gefetzt: Ich dürfe bei Besprechungen mit Vorgesetzen nichts mehr sagen, weil ich mich dadurch in den Vordergrund drängen würde. Einen Bericht, den ich zu schreiben beauftragt wurde, boykottieren sie offen, indem sie mir notwendige Infos vorenthalten. Weil, sie möchten auch Berichten schreiben dürfen, nicht immer nur ich.
Ich bin jetzt in der Situation, wo ich unserem Chef mitteilen muß, daß ich seine Aufträge nicht mehr erfüllen kann, weil meine Kolleginnen es mir verbieten Exclamation . Das auf diesen Sachverhalt der Rauswurf folgen wird, ist klar. Entweder er hält mich für verblödet oder sie oder uns alle.
Ich bin mittlerweile so zermürbt, daß ich mit dem Gedanken spiele alles hinzuschmeissen, obwohl ich weiß, daß ich in meinem Alter keinen Job mehr finden werde. Aber lieber arm sein als psychisch terrorisiert werden. Ich kann nicht mehr.
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carö
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Post Fri, 16.Mar.07, 12:00      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Quote:
Ich bin jetzt in der Situation, wo ich unserem Chef mitteilen muß, daß ich seine Aufträge nicht mehr erfüllen kann, weil meine Kolleginnen es mir verbieten . Das auf diesen Sachverhalt der Rauswurf folgen wird, ist klar.


hallo bade_ka,

wieso ist klar, dass der rauswurf erfolgen wird? es gäbe sicher auch noch andere möglichkeiten vorher.

hast du in erwägung gezogen, deinem chef ganz sachlich die situation zu schildern - auch deine schwierigkeiten mit den anderen - und ihn zu bitten, eine gemeinsame klärung herbeizuführen ? traust du ihm ? was hältst du von ihm ?

er ist dein vorgesetzter und hat demzufolge auch führungsaufgaben zu übernehmen. dazu gehört auch, dass konflikte thematisiert und gelöst werden.

du hast geschrieben, dass deine leistungen gesehen und geschätzt werden - oder habe ich das falsch verstanden ? gute mitarbeiter lässt man nicht ohne weiteres ziehen - nicht, ohne zumindest zu versuchen, einen schlichtung herbeizuführen.

wünsche dir alles gute für diese verfahrene situation.

LG
caroline
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thorn
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Post Fri, 16.Mar.07, 12:25      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

bade_ka wrote:
Wenn es ein Problem gibt, läuft sie immer zu anderen (auch zu mir) damit es für sie gelöst wird.
(...)
Mit solchen Leuten ein Projekt durchzuziehen ist an sich schon eine Belastung. Wenn das bisher halbwegs gut geklappt hat, war das mein Verdienst. Ich habe die Probleme gelöst.


Ist vielleicht ne doofe Frage, aber wieso machst du denn das überhaupt? Wieso löst du die Probleme der anderen? Klar, wahrscheinlich kommt es bei dem Projekt letzten Endes nur drauf an, dass es überhaupt fertig wird - egal, wer was wo wie gemacht hat. Aber könntest du nicht trotzdem mal versuchen, nur dein Zeug (soweit das klar abgegrenzt ist) zu machen und die anderen ggf. auflaufen zu lassen? Dich nicht wie ein Teamleiter, der du ja nach eigenen Worten auch gar nicht bist, zu verhalten, sondern wie ein ganz normales Teammitglied? Also statt deren Kram zu übernehmen, nur weil du es eh kannst, einfach mal fordern, dass sie es selbst erledigen. Oder den anderen helfen - nicht in dem Sinne, dass du die Arbeit übernimmst, sondern Tipps gibst und Vorschläge machst, wie es zu schaffen wäre, und sie es dann selber tun lässt.
Sag ihnen also z.B., dass sie den Bericht selbst schreiben können, gib ihnen dein Material und bedank dich vielleicht sogar dafür, dass sie das übernehmen wollen Wink. Wär das ne Möglichkeit?
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jovenilia
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Post Fri, 16.Mar.07, 15:53      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Danke für eure Antworten!
ich habe die letzte Nacht komplett schlaflos verbracht und hatte morgens einen Magränanfall. Habe mich dann für heute krank gemeldet. War beim Arzt und habe mir Beruhigungsmittel verschreiben lassen.
@caroline
Der Weg zum Chef klappt nicht. Habe ich bereits versucht und erhielt eine komplette Abfuhr, so in der Art, wenn ich die Probleme nicht selbst lösen könne, könne ich gleich gehen - er wäre schließlich kein Psychiater.
@thorn
Deinen Rat erhielt ich gleichfalls von einem Freund, mit dem ich gestern noch darüber gesprochen habe. Und ich finde ihn gut und ziehe in Erwägung genau das zu tun. Nur sehe ich ein paar Probleme:
1) Eine totale Abgrenzung ist einfach sachbedingt nicht möglich. In manchen Bereichen geht das schon, und da habe ich das auch gemacht - und das wurde mir gestern ebenfalls vorgeworfen: ich würde hinter dem Rücken der anderen agieren, die anderen nicht miteinbeziehen, blablabla
2) Für die Bereiche, die sich nicht trennen lassen und das gesamte Team betrreffen, bekam ich die Verantwortung von Chefseite übertragen. zwar inoffiziell, aber dezidiert. Nehme ich diese nicht wahr, fällt das alleine auf mich zurück (ich bin nicht fähig, die mir übertragenen Aufgaben zu lösen)
3) Und was mich dabei wirklich stört: Warum soll ich mich absichtlich zurücknehmen, meine Fähigkeiten verstecken, riskieren, daß das Projekt (an dem ich ja beteiligt bin,unter dem auch mein Name steht) schlecht gemacht wird - mir selbst also schaden, nur um dem Neid dieser Frauen nachzugeben? Soll man mit terroristen verhandeln? soll man die andere Wange hinhalten? Soll ich mich selbst schlecht dastellen, nur damit diese beiden gut dastehen? WIE BLÖD BIN ICH DENN?????

Die Frage, wieso ich die Probleme der anderen löse, ist für mich fundamental. Antwort: weil ich es kann und weil ich es immer machen musste. Immer kamen die Leute zu mir wenn sie hilfe brauchten, solange ich denken kann. Aber wenn ich darüber nachdenke - gebracht hat es mir nie was. Ich wurde dafür immer nur gehasst. Zuerst ausgenutzt und dann gehasst. Eben beneidet. Beneidet werden ist schrecklich. Ich kann so nicht weitermachen.
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Miralynn
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Post Sat, 17.Mar.07, 19:53      Re: Beneidet werden - etwas positives? Reply with quoteBack to top

Ich identifiziere mich gänzlich mit dem Beitrag von comus und dieser Weisheit:
Quote:
Neid ist die aufrichtigste Form der Bewunderung.
Very Happy

Mir wäre es nie eingefallen, mich aufgrund des Neids, den andere mir entgegenbringen, unwohl zu fühlen. Zwar ist Neid die vermutlich schlimmste Variante von Feindseligkeit, nichts vergiftet den Menschen so sehr. Aber das ist Schuld und Problem des Neidischen, nicht des Opfers oder "Zielobjekts". Ich würde mich nie selbst abwerten oder absichtlich schlechte Leistungen bringen, nur um ja nicht den Neid irgendeiner schwachen Persönlichkeit zu provozieren. Was wäre das denn? Shocked Ich fasse es als Kompliment auf, beneidet zu werden, und gehe einfach meinen Weg. Und so solltest auch du deinen Kollginnen die Zähne zeigen und im Sinne deiner Karriere handeln, anstatt dich aus dem Job mobben zu lassen, so wie es den neidgeplagten Damen offenbar gefiele.
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