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Post Sat, 14.Apr.07, 15:00      Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Gehirndoping - Denken auf Rezept
Was versprechen und was leisten Medikamente zur Leistungssteigerung des Gehirns? Eine Annäherung

Spätestens als George Bush 1990 die "Decade Of The Brain" ausrief, wurde auch dem bis dahin unbeleckten Beobachter klar, dass eine neue Ära angebrochen war. Und tatsächlich festigten über die folgenden Jahre Wissenschaftler und Medien den Ruf des Gehirns als oberstes und wichtigstes Organ. Immer tiefer wühlen sich seither die Forscher in die Synapsen hinein, lokalisieren Funktionszonen für jedwede menschliche Regung und spüren den chemischen Botenstoffen nach. Eine enorme Selbsterkenntnis auf materieller Basis wird vorangetrieben, kritisch begleitet von den Philosophen, die sich fragen, ob da denn nun tatsächlich der ganze Mensch in der Gesamtheit seines Wesens beschrieben wird.

Zum Artikel auf Telepolis

Ein geplanter zweiter Teil der Serie beschäftigt sich mit den neurologischen Grundlagen der pharmakologischen Einflussnahme auf den Menschen - demnächst in diesem Thread.

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Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel. (Bertrand Russel)
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Post Tue, 01.May.07, 8:54      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Gedächtnisproteine und Medikamente für besseres Lernen
Die immer wieder neu entdeckte Komplexität des Nervensystems erschwert den pharmakologischen Zugriff auf das lernende Gehirn

Kommunizierbares Wissen ist ein wichtiges Schmiermittel menschlicher Relationen, sei es auf persönlicher, sei es auf ökonomischer Ebene. Der Wunsch, die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns zu verbessern, um die Inhalte dieses Wissens zu bestimmen, ist alt. Der Vorgang wird "Lernen" genannt. Was sind die zugrunde liegenden neuronalen Bedingungen, um ihn zu optimieren? Die Wissenschaft sucht den Zentralschalter für die Vollbildung.

Zum Artikel auf Telepolis

Der dritte Teil der Serie über "Gehirndoping" behandelt Synapsen, Neurotransmitter und die neu entdeckten Funktionen der Glia.

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Post Sat, 02.Jun.07, 9:22      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Briefträger, Botenstoffe und der unterschätzte Klebstoff
Gliazellen sind für die Signalübertragung im Gehirn weitaus wichtiger als bisher angenommen

Bislang gilt Denken als Vorgang der Signalübertragung zwischen Neuronen mittels Neurotransmitter. Wissenschaftler-Teams weisen nun darauf hin, daß dieses Modell um eine weitere Ebene erweitert werden muss. Zwei Studien zeigen unabhängig voneinander die Relevanz der Gliazellen. Nicht nur die bekannten Neuronen und Synapsen, sondern auch die Glia scheint eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung zu spielen. Wie Maria Kukley und ihre Kollegen von der Universität Bonn zeigen konnten, schütten Axone im sogenannten "Balken", der wichtigsten quer verlaufende Verbindung zwischen den beiden Hemisphären des Großhirns, den Neurotransmitter Glutamat nicht nur in den synaptischen Spalt, sondern auch in die bislang immer nur als Klebstoff oder Trägermaterial identifizierte Glia aus.

Zum Artikel auf Telepolis

Der vierte Teil der Serie über "Gehirndoping" behandelt Ursachenforschung und Therapieversuche der Alzheimer Demenz.

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Post Tue, 26.Jun.07, 19:21      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Vom Vergessen lernen
Die Therapieversuche zur Alzheimer-Krankheit zeigen, wie schwierig gezielte pharmakologische Eingriffe in das Gehirn sind

Der Stand der Erkenntnisse über das Lernen und Vergessen lässt sich gut an den Problemen und Aufgaben der Alzheimer-Forschung festmachen. Keine andere Hirnkrankheit ist so tief erkundet und verstanden, weltweit spüren über 3000 Wissenschaftler dieser Demenzform nach. Aber trotzdem die Krankheit zellbiologisch und genetisch bis auf die molekulare Ebene hinab studiert ist, liegt die Ursache auch über 100 Jahre nach ihrer Entdeckung weiterhin im Dunklen und eine Therapie in weiter Ferne. An den Versuchen, die Gehirne der Patienten auf pharmakologischem Wege auf Normalleistung zu bringen, zeigt sich, wie heikel Eingriffe in die Chemie des Denkorgans sind.

Zum Artikel auf Telepolis

Der nächste Teil der Serie über "Gehirndoping" geht auf Impfung und Prävention bei Alzheimer ein.

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Post Sun, 29.Jul.07, 8:54      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Immun gegen das Vergessen
Das Risiko für den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit lässt sich minimieren, eine Impfung aber liegt in weiter Ferne

Mit dem Anwachsen der "Generation 60+" wird auch die Gruppe derjenigen größer werden, die an Alzheimer erkranken. Unterbelichtet in der Forschung bleiben bislang die individuellen psychischen Begleitumstände, die das Entstehen der Alzheimer-Krankheit (AD) begünstigen. Dabei wäre von hier aus der Übergang zu den präventiven Maßnahmen kurz.

Zum Artikel auf Telepolis

In der nächsten Folge der Serie über Gehirndoping geht es um das in den USA eingeführten Krankheitsbild der MCI ("mild cognitive impairment")*.

* Das „mild cognitive impairment“ (MCI) ist ein geringer Funktionsverlust von höheren Hirnleistungen, vor allem der Gedächtnisfunktionen, ohne dass die Patienten jedoch die Kriterien einer Demenz aufweisen.

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Post Mon, 30.Jul.07, 21:02      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Wenn ich die Ärztelobby oder Pharmaindustrie beraten würde, würde ich ihnen empfehlen, eine Art abgestuften „Katalog der Verblödung“ zu erfinden und zu jeder Stufe ein passendes Präparat verabreichen, eins zur Vorbeugung, eins „begleitend“ und eins damit „der Patient mit der Verblödung leben“ kann.. Jeweils Vorbeugeuntersuchungen und Anti-Degenerationsseminare anbieten und Nahrunsergänzungsmittel. Mein Ziel wäre die lebenslange medikamentöse und ärztlich überwachte „Behandlung“.

Wenn ich dem, der mir nicht glaubt, dass er die von mir erfundene Krankheit hat, bescheinigen kann, dass er bereits Gehirndefizite hat, hätte ich eine Art Perpetuum-Mobile geschaffen, was Geld erzeugt. Man fragt sich manchmal, woher der Schmierstoff in diesen Forschungsbereichen kommt.

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Post Fri, 17.Aug.07, 9:39      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

In den Kontext dieses Threads paßt auch folgende Meldung:

Droge löscht Ratten-Erinnerung aus

Wissenschaftlern ist es gelungen, das Gedächtnis von Ratten zu löschen wie eine Festplatte. Noch Wochen nachdem die Tiere eine schlechte Erfahrung gemacht hatten, ließ sich die Erinnerung daran vollständig ausradieren. Nun hoffen die Forscher auf einen chemischen Weg zum Supergedächtnis.

Zum Artikel auf Spiegel online

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Post Mon, 03.Sep.07, 7:05      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Ein Volk von Verblödeten
Mit dem Krankheitsbild der "mild cognitive impairment" drohen ganze Bevölkerungsteile zu therapiebedürftigen Trotteln erklärt zu werden

Jahrtausende lang lebte der Mensch im Durchschnitt 20 oder 30 Jahre lang, erst in den letzten drei Jahrhunderten hat sich die Lebenserwartung drastisch erhöht. In Deutschland bei Frauen von 44 auf heute über 80 Jahren, bei Männern von rund 40 auf 76 Jahre. Selbst relativ gesehen gab es noch nie so viele Betagte wie heute, das Phänomen wird in der Diskussion um die "überalterte Gesellschaft" abgearbeitet. Das Statistische Bundesamt rechnet bis 2050 mit einem Rückgang der Gesamtbevölkerung von rund zehn Prozent, dabei schrumpft vor allem die Anzahl der 20- bis 60-Jährigen. Bei den über 65-Jährigen wird dagegen eine Zunahme um 54 Prozent, bei den über 80-Jährigen um sogar 174 Prozent erwartet. Die Prognose sieht für die meisten anderen Staaten der EU ähnlich aus.

Zum Artikel auf Telepolis

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Post Sat, 06.Oct.07, 19:14      Re: Gehirndoping - Denken auf Rezept (Artikelserie) Reply with quoteBack to top

Stress verstärkt die Erinnerung

Schreckliche oder schöne Erinnerungen prägen sich einem viel stärker ein als neutrale. In Experimenten an Mäusen haben Wissenschaftler herausgefunden, welche Mechanismen dafür sorgen, wie unter Stress Ereignisse besser im Gedächtnis haften bleiben.

Zum Artikel auf Spiegel online

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