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suzannn
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Post Wed, 18.Jul.07, 21:06      Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

Bin völlig ratlos und zerrissen und mag mich gar nicht für meine zweifelnden Gedanken, aber.....
Ich bin mit meinem Freund knapp 2 Jahre zusammen, wie leben nicht zusammen, sehen uns aber oft genug. Wir lieben uns, er ist ein toller und einfühlsamer Partner, sehr ehrlich, sehr reflektiert, sehr liebevoll. Sexuell war es in der Anfangszeit prima, ich war glücklich. Für mich hätte es ewig so weitergehen können. Nun stellen sich die Unterschiede heraus: Ich bin eigentlich sehr direkt, unmittelbar, leidenschaftlich, möchte experimentieren und mich ausprobieren, Neues wagen, oft Sex haben. Mein Freund aber hat schon Probleme damit, wenn ich beim Sex anfange. Dann gibt es meistens keinen. Wir haben etwa 2 x die Woche ganz normalen Sex, keine Experimente, kein Neuland, ich hab aber meistens die Lust und die Liebe dazu. Er macht es sich (in meiner Abwesenheit) lieber selbst und denkt dabei an seine Ex-Freundinnen (hab ich hier im Forum schon geschrieben). Ich hab ihm - vorsichtig - von meinen Wünschen und Zweifeln erzählt, aber er findet, es ist alles ok. Er sagt, er begehrt mich doch, und fertig. Ich spüre,daß er sich von mir bedrängt fühlt, mit bleibt nur die Alternative, mich zurückzustellen und einen Teil von mir, der mir sehr wichtig war, auszublenden. Ich fühle mich abgelehnt und verletzt und hab mich darauf eingestellt, daß Sex nicht so wichtig sein darf.Aber ich würde gerne viel entspannter damit umgehen können. Aus Liebe sollte ich doch dazu in der Lage sein, oder? Sex ist doch nicht so wichtig, wenn alles andere stimmt, oder? Bin ich maßlos und egoistisch? Wie seht Ihr das? Danke für Euren Rat!
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Hans Wurst
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Post Thu, 19.Jul.07, 0:17      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

die frage beschäftigt mich auch zur zeit. was tun, wenn der partner zu wenig oder zu viel sex will? ich hab noch keine gute antwort darauf gefunden, es scheint eher so, dass man weder seine eigenen bedürfnisse, noch die des partners ändern kann. und deshalb wird man wohl nur wirklich zufrieden sein, wenn man einen partner findet, mit dem man sexuell auf einer wellenlänge ist.

nächtlichen gruß vom hans
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heinrich23
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Post Thu, 19.Jul.07, 11:15      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

Hallo suzannn!

Meine Frau und ich hatte manchmal ein ähnliches Problem, allerdings war/ist es so, dass ich phasenweise physisch ausgelaugt und müde war und dann auch keinen Sex wollte.

Früher fühlte ich mich von ihr bedrängt, wenn sie die Initiative ergriff
und habe mich zurückweisend verhalten und sie so ziemlich verletzt.
Durch Gegenseitiges Verstehen und Eingehen ist das jetzt anders geworden - wir haben allerdings noch immer manchmal unterschiedliche Bedürfnisse.

Ich würde mit deinem Freund mal offen (z.B. bei einem Spaziergang) darüber reden, wenn ihr beide relaxed, klar im Kopf, ehrlich und reflektiert seid.

suzannn wrote:
Mein Freund aber hat schon Probleme damit, wenn ich beim Sex anfange.


Generell und immer?

suzannn wrote:
... mir bleibt nur die Alternative, mich zurückzustellen und einen Teil von mir, der mir sehr wichtig war, auszublenden.
Ich fühle mich abgelehnt und verletzt und hab mich darauf eingestellt, dass Sex nicht so wichtig sein darf.


So wie das klingt, unterdrückst nur du deine Bedürfnisse und kommst ihm entgegen.
Falls dem so ist, frag deinen Freund, ob er das fair findet?

suzannn wrote:
Sex ist doch nicht so wichtig, wenn alles andere stimmt, oder? Bin ich maßlos und egoistisch?


Sex ist glaub ich individuell jedem unterschiedlich wichtig.
Du wirkst für mich mehr verzichtend und nachgebend als egoistisch.

Ausgewogenen Egoismus und Kompromissbereitschaft von beiden Seiten ist sicher ganz gut.

Liebe Grüße,
heinrich23.
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suzannn
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Post Thu, 19.Jul.07, 18:39      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

Danke für Eure Antworten!
@heinrich23:
Du hast mich auf jeden Fall ermutigt, ein offenes und ruhiges Gespräch zu führen... wenn ich mich ganz klar fühle. Im Moment komme ich mir eher vor, wie jemand, der bedrängt, zu viel will, zu wenig Selbstwertgefühl hat....
Probleme wenn ich anfange? Ja, immer. Er sagt, das findet er 'billig' - mich findet er nicht billig, er meint, das wär halt ein Problem seinerseits.
lg suzannn
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hallodri
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Post Thu, 19.Jul.07, 18:56      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

Das ist auch ein Problem seinerseits, ich wäre froh, wenn meine Frau mal öfters anfangen würde.... Sad

_________________
Gruß

Hallodri
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Hans Wurst
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Post Thu, 19.Jul.07, 19:41      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

sorry wenn ich jetzt mal ein paar illusionen zerstören muss, das oft gepriesene "reden" ist leider kein allheilmittel, sondern ist (in diesem fall) der verzweifelte versuch etwas zu ändern, ganz egal ob mit dem reden etwas erreicht wird oder nicht. dann kann man sich wenigstens selbst beruhigen á la "ich hab ja versucht mit ihm zu reden, aber es half alles nichts".
was willst du ihm denn mitteilen? was willst du von ihm wissen? er wird wohl wissen, dass du unzufrieden mit der situation bist. und du weißt doch auch schon, dass er halt wenig lust hat. da könnt ihr lang und breit drüber reden, dadurch bekommt er nicht mehr lust, und du bist auch nicht weniger unzufrieden.
einzige mögliche lösung wär, wenn einer von euch beiden irgendeinen psychischen schaden hat. den könnte man dann nämlich beheben. aber wenn es einfach eure art so ist, sex zu wollen oder nicht, dann kann man auch nix dran ändern. geht doch einfach mal zusammen zu nem sexualtherapeuten, oder wer auch immer dafür spezialist ist. da weißt du dann wenigstens sofort, ob sich an eurer situation überhaupt was ändern KANN, oder ob jetzt schon alles "normal" ist (auch wenn du mit diesem "normal" nicht leben kannst).
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heinrich23
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Post Sat, 21.Jul.07, 8:17      Re: Sexuelles Ungleichgewicht - uraltes Thema Reply with quoteBack to top

Hallo Hans Wurst!

Hans Wurst wrote:
sorry wenn ich jetzt mal ein paar illusionen zerstören muss,


Zerstörte Illusionen sind doch was feines, wieso dann "sorry"?

Hans Wurst wrote:
aber wenn es einfach eure art so ist, sex zu wollen oder nicht, dann kann man auch nix dran ändern.


Wenn das so ist, geb ich dir Recht, wenn das jedem seiner Art ist, die er so leben will, ändert ein Gespräch daran nichts.
Allerdings können auch äußere und innere Faktoren die Sexualiät verändern, wie stress, medikamente, innerliche Probleme, etc.
Durch ein direktes Gespräch kann man/frau sich zumindest Klarheit schaffen, was einer selbst und der andere will.
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