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nandris
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Post Sun, 31.Aug.03, 0:27      Therapieabbruch mal anders... Reply with quoteBack to top

hallo,
um es möglichst kurz zu machen: ich hatte ein knappes jahr lang sowohl ambulante, als auch stationäre psychotherapie. nach meinem letzten klinikaufenthalt, der im mai 2002 zu ende war, sollte ich voraussichtlich noch einige jahre ambulant weitermachen; seit september '02 nehme ich allerdings keine therapie mehr in anspruch. meine therapeutin hatte in dieser zeit 3 wochen lang urlaub & wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich sie danach anrufe, um einen neuen termin zu vereinbaren. das habe ich jedoch (warum auch immer) unterlassen & obwohl sie meine adresse&telefonnummer hat, kam auch von ihrer seite nichts mehr.
das ist nun zwar schon ein jahr her, aber ich frage mich immer noch, ob so etwas "normal" ist Rolling Eyes . hat jemand von euch ähnliche erfahrungen gemacht?

*ratlos*

anonym
nandris
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Annemarie
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Post Sun, 31.Aug.03, 3:11      Reply with quoteBack to top

Hallo nandris,

was meinst Du mit ähnlichen Erfahrungen?
Meinst Du, ob sich auch die Therapeutin nicht gemeldet hat oder ob man selbst nicht mehr hingegangen ist?

Zweiteres habe ich auch schon gemacht. Nach meiner allerersten Stunde bei einem Gesundheitspsychologen. Das war so eine eigenartige Vorgehensweise und ich hatte vorher überhaupt keine Ahnung, wie Therapie aussieht. Nach dieser Stunde hatte ich mir gar nichts mehr ausgemacht ... schaute nur, daß ich da schnell wegkomm´.
Naja, wie´s so ist, von nix kommt auch nix. Deshalb habe ich ein Jahr später wieder angerufen, weil ich es ohne Hilfe nicht mehr ausgehalten hätte.

Kann es sein, daß es Dir im Moment auch so geht? Auf jeden Fall glaube ich, Du spielst mit den Gedanken, Dir wieder helfen zu lassen. Es wäre bestimmt eine gute Entscheidung. Je eher, umso weniger mußt Du leiden.

Die Therapeutin wird Dich deshalb nicht anrufen, weil der Wunsch nach Hilfe von Dir selbst kommen muß. Nur dann kannst Du so mitarbeiten, daß Dir die Therapie so richtig was bringen kann. Es ist alleine Deine Entscheidung und es ist auch gut so, oder? Unter Druck würde das Ganze nicht funktionieren.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen Schritt in die richtige Richtung.

Liebe Grüße,
Annemarie

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Regenbogengelb
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Post Sun, 31.Aug.03, 13:17      Reply with quoteBack to top

Sonnenstarkes Hallo! Very Happy

Quote:
was meinst Du mit ähnlichen Erfahrungen?
Meinst Du, ob sich auch die Therapeutin nicht gemeldet hat oder ob man selbst nicht mehr hingegangen ist?

Auch diese Frage muss ich dich vorerst fragen...*gg* Smile

Also letzteres habe ich auch schon gemacht. Ich hatte 6 Stunden bei einem Therpeuten, die aber nicht wirklich etwas brachten,...
Als er dann Urlaub hatte, verblieben wir auch so, dass ich mich dann wegen einem neuen Termin bei ihm melden sollte....Was ich allerdings auch nicht getan habe, da er mir nicht sympathisch war und ich war halt auch zu feige es ihm zu sagen, wie es wirklich ist.... Na, ja... Embarassed

Ich denke, dass du ein wenig enttäuscht bist, da sich deine Therapeutin nicht mehr bei dir gemeldet hat, kann das sein? Hast du dich mit ihr ansonsten gut verstanden?
Wenn ich mich jetzt so in diese Situation hineinfühle, so muss ich zugeben, dass ich sehr enttäuscht wäre...

Aber der Grund wird sicherlich der gewesen sein, den Annemarie bereits erwähnt hat...
Quote:
Die Therapeutin wird Dich deshalb nicht anrufen, weil der Wunsch nach Hilfe von Dir selbst kommen muß.


Denn nur so ist eine Psychotherapie auch effektiv! Wink

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute!
Und schicke dir einen gaaanz großen Sonnenstrahl! Cool
Cool Cool

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Viel Sonne im Herzen und Harmonie in der Seele!
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nandris
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Post Sun, 31.Aug.03, 23:46      Reply with quoteBack to top

hallo, ela&annemarie!

erst mal vielen dank für eure antworten & sorry wegen meiner schwammigen ausdrucksweise. meine frage könnt ihr aber so&so verstehen, d.h. mich interessieren hier abbrüche genauso wie therapeuten, die sich nicht mehr melden.

annemarie,
mir ist natürlich klar, dass ich als patientin aktiv auf die therapeutin zugehen muss, schließlich brauche ich ja hilfe, allerdings kannten wir uns immerhin fast 1 jahr & sie wusste auch dass ich mich, gerade, wenn es mir am schlechtesten geht, am wenigsten traue, auf einen menschen zuzugehen & ihn um hilfe zu bitten, daher hat es mich schon ein wenig überrascht, dass tatsächlich kein anruf mehr kam...
allerdings habe ich auch nicht darauf gewartet, so nach dem motto "wenn ich mich mal nicht traue, dann wird die frau doktor schon machen". mir ist schon klar, bei wem die verantwortung liegt Rolling Eyes ...
zu deiner frage, ela:
ein wenig "enttäuscht" war ich vielleicht schon, sicherlich aber ziemlich verwundert. wir hatten in der tat ein sehr gutes verhältnis, nachdem ihre vorgängerin ein regelrechter schlag ins gesicht für mich war & der klinikaufenthalt unter den "fittichen" anderer therapeuten auch bei weitem nicht dasselbe war wie die ambulante therapie bei ihr...

ich hoffe, eure fragen sind soweit beantwortet & wünsch' euch was,

anonym
nandris
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Annemarie
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Post Tue, 02.Sep.03, 0:22      Reply with quoteBack to top

Hallo nandris,

glaub´ mir, ich kann Dich sehr gut verstehen. Wie oft hätte ich mir gewunschen, einfach mal an der Hand genommen und auf den richtigen Weg geführt zu werden. Leider passiert sowas nicht Sad , vielleicht, weil alleine schon das nicht der richtige Weg wäre.
Trotzdem wäre es manchmal schön, .... träumen darf man ja Wink

Was wirst Du jetzt machen, nandris? Am besten wäre es, wenn Du Deine Thera anrufen würdest und genau das mit ihr besprichst. Ich kann mir vorstellen, daß Dir sehr viele Gedanken durch den Kopf gehen, warum sie nicht angerufen hat. Vieles davon wird nicht so sein.
Ich glaube aber auch, daß sich Deine Thera auch schon gefragt hat, warum Du nicht weitermachst. Ein Anruf würde glaube ich, auch sie freuen.

Ich wünsche Dir alles Gute und den Mut, den Du noch brauchst (ist glaube ich gar nicht mehr soooo viel?) um einen weiteren Schritt zu machen, damit es Dir auf Dauer wieder besser geht.

Liebe Grüße,
Annemarie

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Post Tue, 02.Sep.03, 9:30      Reply with quoteBack to top

Hallo nandris,

nun, aus meiner Sicht ist die Lage klar: Sie beide haben vereinbart, daß Sie anrufen (also den Kontakt wieder aufnehmen) - und das haben Sie (jedenfalls bisher) nicht getan! Ihre Therapeutin hat sich nur an die gemeinsame Vereinbarung gehalten - nämlich, daß ein Neukontakt von Ihrer Seite erfolgen sollte.

Ob das "normal" ist? Nun, so normal eine Vereinbarung zwischen 2 Menschen sein kann. Wink Sie hätte natürlich auch anders lauten können, für eine Therapie ist sie aber eine durchaus übliche Vorgangsweise (der Klient/Patient soll sich melden, wenn er etwas benötigt und vor allem: wenn er bereit ist, etwas zu tun, nicht der Therapeut).

Spannend finde ich Ihre Anmerkung, "warum auch immer" Sie damals doch nicht wieder angerufen haben ... da steckt wohl auch der Grund drin, warum Sie auch jetzt nicht einfach anrufen (wonach Ihnen meinem Gefühl nach ja wäre), sondern überlegen .. überlegen .. überlegen .. hier im Forum eine theoretische Frage dazu stellen, .. weiter überlegen .. Wink

Freundliche Grüße und alles Gute!
Richard L. Fellner

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nandris
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Post Tue, 02.Sep.03, 12:05      Reply with quoteBack to top

hallo annemarie & herr fellner,
danke für die antworten!

Quote:
Was wirst Du jetzt machen, nandris?


tja, ich werde das kapitel wohl abschließen, denn meine vielen überlegungen werden mich wohl auch nicht sehr viel weiter bringen & wie du schon sagtest, werden viele von den phantasien in meinem kopf nicht wirklich der realität entsprechen. um das zu prüfen, müsste ich die therapeutin anrufen, aber das widerstrebt mir unheimlich.
überhaupt frage ich mich, ob die therapie jetzt als "abgebrochen" gilt, oder ob die therapeutin offiziell immer noch auf meinen anruf wartet zwinkernd..... "um das zu prüfen, müsste ich die therapeutin anrufen" (und so weiter).
sehr viel mut bräuchte ich dazu übrigens gar nicht; diesmal ist es noch nicht einmal die feigheit, die mich hindert...

herr fellner, mit ihrer antwort kann ich einiges anfangen; manchmal mache ich als patient eben den fehler, vereinbarungen nicht als deal zwischen 2 menschen, sondern zwischen arzt&patient zu sehen. gehalten habe ich mich bisher trotzdem an alle abmachungen, egal, wie unangenehm sie für mich waren, bis auf diese eine, & damit geht's mir gar nicht so gut, auch wenn ich damit letzten endes, wenn überhaupt, dann nur mir selber schade.
beim letzten absatz musste ich etwas schmunzeln... ich denke, wenn mich ein mensch, der mich auch nur ansatzweise kennt, mit 3 worten beschreiben sollte, so würde er wohl sagen:

Quote:
überlegen .. überlegen .. überlegen


zwinkernd..
über das "was auch immer" denke ich zur zeit übrigens auch nach (wie über so vieles)...

danke nochmal für die hinweise;
der rest liegt wohl bei mir Rolling Eyes ...

liebe grüße,

anonym
nandris
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r.l.fellner
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Post Tue, 02.Sep.03, 13:05      Reply with quoteBack to top

vieleicht liegt darin ja auch ein "Knackpunkt":
nandris wrote:
manchmal mache ich als patient eben den fehler, vereinbarungen nicht als deal zwischen 2 menschen, sondern zwischen arzt&patient zu sehen.

Ärzte und Therapeuten sind aber auch Menschen!! Wink

Wieso sollte ein Psychotherapeut, mit dem Sie etwas vereinbaren, diese Vereinbarung einseitig abändern - nur weil er Therapeut ist oder Sie Patientin sind? Es geht doch genau darum: in der sicheren Atmosphäre der Therapie das stückchenweise zu erlernen, was uns im Alltag oft schwerfällt. Das Einhalten der Rahmenbedingungen der Therapie (z.B. das Einhalten von Terminen, Verläßlichkeit in Bezug auf Vereinbarungen, Selbstverantwortung in Bezug auf das Ansprechen wichtiger Themen usw.) stellt dafür die Basis dar.

Ihre Therapeutin hat mit dieser Vereinbarung indirekt signalisiert, daß Sie Ihnen zutraut, daß Sie sich melden, sobald Sie etwas benötigen - wenn Sie sie von sich aus angerufen hätte, hätte sie Ihnen ja gewissermaßen zu verstehen gegeben, daß das nur eine Pseudo-Vereinbarung war, und Sie in Wahrheit doch noch eine 'Mama' benötigen, die Sie an der Hand nimmt... deshalb finde ich es schön, daß Sie diesen Schritt, nämlich sich wieder die Unterstützung zu holen, die Sie im Moment benötigen, offenbar wieder im Begriff sind, zu tun. Nach dem Überlegen, ich weiß schon. Wink

Herzliche Grüße
Richard L. Fellner

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Schnuppe
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Post Tue, 02.Sep.03, 13:45      Reply with quoteBack to top

r.l.fellner wrote:

Wieso sollte ein Psychotherapeut, mit dem Sie etwas vereinbaren, diese Vereinbarung einseitig abändern

Ihre Therapeutin hat mit dieser Vereinbarung indirekt signalisiert, daß Sie Ihnen zutraut, daß Sie sich melden, sobald Sie etwas benötigen - wenn Sie sie von sich aus angerufen hätte, hätte sie Ihnen ja gewissermaßen zu verstehen gegeben, daß das nur eine Pseudo-Vereinbarung war, und Sie in Wahrheit doch noch eine 'Mama' benötigen, die Sie an der Hand nimmt...


Tja Herr fellner und da kann ich Ihnen nun teilweise nicht zustimmen, ein Abbruch hat nunmal auf beiden seiten seine Ursachen.

Warum der Therapeut die Vereinbarung ändern sollte?
weil es auch in einer Therapie keine starren Regeln geben sollte, sondern Ausnahmen die diese Regeln bestätigen.

Und :Ihre Therapeutin hat mit dieser Vereinbarung indirekt signalisiert, daß Sie Ihnen zutraut, daß Sie sich melden, sobald Sie etwas benötigen
Tja nach 3-4 Wochen sollte der Therapeutin doch aufgegangen sein, das Sie die Situation nicht unbedingt richtig eingeschätzt hat und Nandris dazu scheinbar nicht in der Lage war.
also auch auf Ihrer Seite ein Fehler lag? in der Überschätzung der Fähigkeiten der Patientin?
Vieleicht hätte Nandris nun mal eine "Mama" gebraucht?
Oder einen "Menschen" der nach so langer Zeit der Zusammenarbeit einfach mal nachfragt warum sie sich nicht gemeldet hat, obwohl es doch abgesprochen war , den das verstehe ich unter menschlich!

Dürfen Therapeuten denn NIE handeln, mal so`n Anschub geben wenn er gerade mal benötigt würde?
Machen Sie, sind ja auch nur Menschen, nicht auch Fehler?

Liebe Grüsse
Schnuppe
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nandris
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Post Tue, 02.Sep.03, 13:45      Reply with quoteBack to top

hallo, herr fellner grinsend,

Quote:
Wieso sollte ein Psychotherapeut, mit dem Sie etwas vereinbaren, diese Vereinbarung einseitig abändern - nur weil er Therapeut ist oder Sie Patientin sind?


tja, besonders nach meiner speziellen therapiekarriere fühlte ich mich
halt offenbar dazu geneigt, nach dem motto "die therapeutin wird's schon
richten, wenn ich mal wieder versumpfe" vorzugehen;
ich selber war ja schließlich lange genug das arme bummerl, dem
man, wenn's gar nicht mehr anders geht, alles abgenommen hat.
mit betonung auf war... es hat halt jede zeit ihre vorteile zwinkernd.....
kaum merken die leut', dass man *ei-gent-lich* keine hilfe mehr braucht
(zumindest nicht mehr bei anrufen & ähnlichem),
muss man schon wieder alles selber machen zwinkernd...

Quote:
Was wirst Du jetzt machen, nandris?

Quote:
überlegen .. überlegen .. überlegen.


und dann schau'mer mal.

liebe grüße & danke für die denkanstöße,

anonym
nandris
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Annemarie
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Post Tue, 02.Sep.03, 16:10      Reply with quoteBack to top

Hallo nandris,

jetzt möchte ich Dir einen Tipp geben, der bei mir schon oft "Wunder" gewirkt hat. Eigentlich ist es doch völlig egal, was war ... in der Vergangenheit kannst Du nichts verändern. Wichtig und entscheidend ist es doch, was Du JETZT möchtest.

Vergiß mal alles, was in der Vergangenheit geschehen ist .. da wo Du stehst, da stehst Du JETZT. Und genau von hier aus kannst und sollst Du handeln.
Überlege mal von diesem Punkt aus, was Du möchtest. Du möchtest Hilfe. Und genau diese Hilfe darfst und sollst Du auch bekommen. Es gibt nichts, was Dein Leben daran hindern sollte, diese auch zu erhalten.

Ist eingentlich ganz einfach, oder?

Liebe Grüße,
Annemarie

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Post Tue, 02.Sep.03, 23:54      Reply with quoteBack to top

Schnuppe wrote:
Tja Herr fellner und da kann ich Ihnen nun teilweise nicht zustimmen, ein Abbruch hat nunmal auf beiden seiten seine Ursachen.

das ist mir schon klar, Schnuppe Wink

Schnuppe wrote:
Warum der Therapeut die Vereinbarung ändern sollte?
weil es auch in einer Therapie keine starren Regeln geben sollte, sondern Ausnahmen die diese Regeln bestätigen.

es gibt verschiedene Formen, Vereinbarungen zu treffen.
Ich habe nandris' Vereinbarung (für mich) so interpretiert, daß es dabei um Selbstverantwortung ging - dann würde ich die Vorgangsweise der Therapeutin für gut und konsequent halten.

Aber: wie hätte sich nandris verhalten, wenn die Therapeutin von sich aus angerufen und gefragt hätte, ob sie mit der Therapie fortfahren möchte? Hätte sie "ja" gesagt? Dann wäre etwas falsch gelaufen - und zwar schon bei dieser Vereinbarung, wohlgemerkt...
Wenn aber nicht, dann ..

Schnuppe wrote:
Tja nach 3-4 Wochen sollte der Therapeutin doch aufgegangen sein, das Sie die Situation nicht unbedingt richtig eingeschätzt hat und Nandris dazu scheinbar nicht in der Lage war.
also auch auf Ihrer Seite ein Fehler lag? in der Überschätzung der Fähigkeiten der Patientin?

das könnte theoretisch sein: daß sie die Situation von vornherein falsch eingeschätzt hat. Irgendwo aber muß ich mich als Therapeut auch darauf verlassen können, daß mir KlientInnen wenigstens in bestimmten Situationen sagen, wenn ihnen etwas zu weit geht oder sie etwas nicht schaffen können. Ich wehre mich ein wenig gegen das fallweise vorhandene Bild, daß Therapeuten immer alles erahnen..hellsehen..erfühlen.. müssen. Gespür und Einfühlungsvermögen sind absolut wichtig, aber manchmal leider auch begrenzt (speziell bei bestimmten Problemen wie zB. Borderline, schizoiden Störungen usw.), da ist dann verbales Feedback dringend nötig. Meist sehe ich es ohnehin als meine Aufgabe, dieses einzuholen, und nachzufragen, ob diese oder jene Vereinbarung/Vorschlag/Vorgangsweise/Thematik/.. für meine KlientInnen "paßt".
Persönlich kann ich sagen, daß all das im allgemeinen auch gut funktioniert - meist funktioniert es nur dann nicht, wenn schon vorher ein "blinder Fleck", ein Problem in der Beziehung zwischen Therapeut und Klient bestand.

Schnuppe wrote:
(..) Oder einen "Menschen" der nach so langer Zeit der Zusammenarbeit einfach mal nachfragt warum sie sich nicht gemeldet hat, obwohl es doch abgesprochen war , den das verstehe ich unter menschlich!

da haben Sie vollkommen recht - erst jetzt las ich nandris Beitrag so, daß sie diese Therapeutin offenbar schon die ganzen Jahre hindurch hatte. Davor las ich ihn so, warum auch immer, daß sie nur die ambulante Therapie begleitet hat.
Schnuppe wrote:
Machen Sie, sind ja auch nur Menschen, nicht auch Fehler?

nee, auf gar keinen Fall, nie!! zwinkernd..

Schönen Abend noch
Richard L. Fellner

p.s.: da sich unser Dialog von nandris' eigentlicher Frage wegbewegt, schlage ich vor, ihn entweder auf PM oder in die Plauderecke zu verlegen, sollten Sie noch weitere Dinge anmerken wollen.

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Post Fri, 05.Sep.03, 21:04      Therapieabbruch? Reply with quoteBack to top

Ganz unabhängig von der Diskussion, wer denn nun anrufen soll, zur Frage, ob die Therapie nun abgebrochen ist: Wenn du in Deutschland wohnst, gilt soviel ich weiß eine Therapie dann als abgebrochen, wenn du für mindestens ein halbes Jahr nicht mehr hingegangen bist.

Kann aber natürlich je nach Kasse verschieden sein. Ich habe wegen dem Thema mal gefragt und von meiner Kasse diese Antwort bekommen, am besten, du rufst die mal an (kannst denen ja erzählen, dass du aus beruflichen Gründen keine Zeit hattest).
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