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PoppyRed
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Post Thu, 18.Mar.04, 14:58      Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

Huhu...

mir ist seit kurzer Zeit bewusst geworden, dass mein Leben "seinen eigenen Gang geht".
Wie man auch aus meinen anderen Beiträgen hier ersehen kann hab ich ne Essstörung (früher mal Magersucht, jetzt schon seit 2 Jahren fast täglich Fressanfälle, so Binge-Eating-mäßig, oder wie Bulimie ohne Kotzen -> wurde bei mir auch als atypische Bulimie diagnostiziert)...
Das erstmal vorab.
So, nun zum eigentlichen Problem:
Da sich mein Leben sehr oft und viel ums Essen und um meine Figur dreht, fällt mir in diesem Bereich besonders auf, dass ich zwar alles ändern möchte, aber keine Lust/Kraft/Willen dazu habe. Ich hab das schon soooo oft versucht unter Kontrolle zu bringen mit allenmöglichen Methoden aber es hat nie länger als 3 Wochen geklappt.
In der letzten Zeit sind die Fressanfälle nicht mehr sooo gravierend, aber trotzdem noch Fressanfälle! Ich komm nach haus, stopf mich voll bis mir schlecht ist und dann folgt der Rest des Nachmittags. Das ist immer so! jeden Tag! Manchma fange ich schon in der Schule mit Süßkram an, sodass der FA dann noch ein wenig vorverlegt wird etc..
Das ist eine Seite.
Die andere ist: Schule.
Ich mach dieses Jahr Abi, in dieser und der nächsten Woche waren/sind Vorprüfungen und die Tage dazwischen?! ... geh ich kaum hin...
Mich störts nicht einmal mehr, dass ich fast nie ne schriftl. Entschuldigung habe...
Mir ist einfach nur alles egal.
Ich hätte gern, dass mir alles "zufliegt" und ich mich drüber freuen kann...
Mir is ja klar, dass ich mal was tun muss. Mal wieder AKTIV in MEIN Leben eingreifen muss.
Aber WAS soll ich machen?
Weniger Essen? Strukturierter Essen? Mich zu allem zwingen und dadurch auch nicht glücklicher werden?

*orientierungslos*

PoppyRed
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PoppyRed
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Post Thu, 18.Mar.04, 15:00      Re: Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

-> noch hinzuzufügen:
ich will nich weiter zusehen, wie sich mein Leben von alleine lebt. Aber was soll ich tun, wo soll ich beginnen?
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tanzendes_irrlicht
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Post Thu, 18.Mar.04, 15:41      Re: Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

Liebe PoppyRed,

lass mich Dich mal ironisch lächelnd ansehen und Dich fragen,
ob Du also Deine Schwierigkeiten, aktiv zu leben erneut passiv durch Denken/Reden vermeiden möchtest?

Hey, Handlungen zählen, nicht die darum gerankten Worte!

Wenns Dich nervt, dass Du nicht aktiv lebst - dann geh los und mach das aber hör auf drüber nachzudenken, dass Du nicht aktiv lebst...hm?

Grüße,

Tanzendes_Irrlicht

_________________
Toleranz ist, wenn sich die Menschheit in die Menschlichkeit verliebt. C.M.
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Lollo
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Post Sat, 20.Mar.04, 22:23      Re: Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

Hi,

Ich hatte letztes Jahr auch so eine Zeit, in der alles so vor sich hinfloss, ohne dass ich was tat, ich sah einfach zu,
mampfte in mich hinein, was ich fand (nahm natürlich stetig zu), hatte keine Lust, mir einen Sommerjob zu suchen, was ich auch nicht tat, danach war ich unglücklich dass ich kein Geld hatte,
hatte keine Lust, wieder an die Uni zu gehen und da was zu tun ...
Aber ich hab ewig viel Zeit investiert, daheim mein Verhalten (vor allem das Essen, das auch so anfallsmässig ein/zweimal täglich kam ohne anschliessendes Erbrechen) zu analysieren und wartete darauf, dass sich etwas änderte.
Es tat sich natürlich nichts...
und im Januar, wer weiss warum hab ich beschlossen, zu ändern, aktiv...

Ernährung umgestellt (und bis jetzt gut durchgehalten), Nebenjob gesucht und gefunden, Geld verdient, mich wieder gut kleiden, mir selber Sorge tragen, Praktikum gemacht, hat mich sehr motiviert, wieder für die Uni was zu tun...


Langer Rede, kurzer Sinn, tanzendes_irrlicht hat recht...
Ohne gross Nachzudenken, einfach mal irgendwo anfangen, etwas zu ändern, muss ja nicht alles auf einmal sein, aber wenn Du mal begonnen hast, kommt der Rest viel leichter..

Einfach anfangen... hört sich einfach an, und wenn man wieder stundenlang drüber nachdenkt, was alles schiefgehen oder so könnte, gehts vielleicht auch...

Bei mir hats auf jedenfall geklappt... bis jetzt... aber auch kleine Misserfolge zwischendrin gehören zum Lern- und Entwicklungsprozess dazu.

Extraterrestrische Grüsse


Alien
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PoppyRed
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Post Sun, 21.Mar.04, 13:02      Re: Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

Dank dir Alien grinsend!

Mir gehts seit einigen Tagen auch wieder besser bzgl. dem angesprochenen.
Liegt vllt. auch daran, dass mich mein Freund ma wieder "zurechtgerückt" hat, was Essen angeht. Ich neige nämlich dazu, dass WENN ich was ändern will ich es "richtig" machen will. Also auf sehr extreme und kaum durchhaltbare Art und Weise. Er aber hat normales Essverhalten und da ich bei ihm auch "normal" essen kann, hat er mir Vorschläge gegeben dafür, wie ich in den nächsten Tagen essen sollte.
Wichtig ist vorallem, bewusst zu sein und zu leben. Denke ich!

Ich wünsch dir wirklich von ganzem Herzen, dass du weiterhin so gut klarkommst mit dem, was du nun erreicht hast grinsend!
Gibt eben immer Auf und Ab's...

Liebe Grüße
PoppyRed
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Lollo
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Post Sun, 21.Mar.04, 18:03      Re: Leben "fließt" von alleine!? Reply with quoteBack to top

Hi PoppyRed,

Das mit diesen Ansprüchen und Anforderungen, die kaum einzuhalten sind, kenne ich auch.
Ich hab wohl über 10 Jahre versucht, mit extremsten Weisen abzunehmen oder auch sonst Dinge in meinem Leben zu ändern, die zwangsweise immer schon recht früh nach Beginn scheiterten.
Immer radikal, immer 180° Grad anders, als es bisher war, habe mir damit auch immer einen immensen Druck aufgebaut, es muss ja klappen, so gut wie meine Essenspläne sind und war dann enttäuscht, wenn ich nicht durchgehalten habe und habe mich im Frust wieder mit Bergen von Essen getröstet, war noch frustrierter, noch mehr Essanfälle usw.
Ein Teufelskreis halt.

Bewusst zu Sein und zu Leben ist auf jedenfall etwas vom wichtigsten.
Was mir erst vor kurzem bewusst geworden ist, dass mein Körper doch eigentlich was Gutes ist, nicht mein Feind, den es zu quälen und zu hassen gilt. Und ich kann ihm etwas Gutes tun, wenn ich mich gesund ernähre und (langsam zwar) damit einige Kilo abnehme, mich mehr bewege und vielleicht irgendwann auch noch aufhöre zu rauchen...

Ich denke, wichtig ist bei der Ernährungsumstellung, dass es trotzdem noch schmeckt, dass es einigermassen satt macht, dass es gesund ist und dass man nicht gleich wieder alles verloren sieht, weil man einem Stückchen Schokolade nicht wiederstehen konnte oder die Waage mal ein bisschen stagniert...

Ich hab mir als Essanfall-Prophylaxe eine Mahlzeit in der Woche eingeräumt, die einfach schön ungesund und sündig sein darf (Pizza, Falafel, Burito oder ähnliches).

So, jetzt hab ich schon wieder so viel geschrieben, sorry...


ET-greets

Alien
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