PC-Spielsucht meines Mannes

Sogenannte "nicht substanzbezogene" Süchte wie Internetsucht, Computersucht, Fernsehsucht, Kaufsucht u.dgl. können hier diskutiert werden.
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haluro
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Re: PC-Spielsucht meines Mannes

Beitrag Mi., 12.12.2018, 17:23

Hallo, Ikaru!

Es ist halt so, daß in manchen „threads“ niemand mehr schreibt und ein Neuer da ansetzt.

Ich hab da mal geschrieben und die Benachrichtigung bekommen, daß Du geschrieben hast. Deswegen antworte ich.

Unsere Neigungen – bzw. die Neigungen Deines Partners – gehen wohl auseinander. Ich stehe auf Sid Meier (Civilization, Colonize etc, die wohl out sind). Für mich geht es dabei um das „Fertigmachen“ der Computerspieler, und das bewirkt, daß ich mich „wohler“ fühle. Einen wesentlichen Unterschied zwischen der Anzahl der getöten Monster und der gekillten Zivilisationen kann ich nicht erkennen. Tatsache ist, daß ich im Alltagsleben durch das Spielen, in meinem Fall das Ausleben sadistischer Neigungen, wesentlich umgänglicher geworden bin. Naja, vielleicht gibt´s da noch mehr.

Mein Rat: Nicht mehr mit ihm spielen. Wenn er sich nicht ändert (im nächsten halben Jahr), dann kick ihn. Und das Wesentlichste: die Beschäftigung mit Dir selbst. Warum bist Du so, wie Du bist. Wer hat Schuld daran, daß Du so bist?

Leider dauert das alles eine gewisse Zeit, schnelle Lösungen gibt´s da nicht.

Mit freundlichen Grüßen
haluro

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Sinarellas
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Beitrag Mi., 12.12.2018, 17:27

Vielleicht mal eine Playerpause machen? Nichts zusammen spielen, sondern jeder mal für sich?
Ich finde es schön, wenn man ein gemeinsames Hobby hat, und mehr ist das ja nicht. Als würdet ihr 5x die woche bouldern und er will aber immer schneller werden und sagt dir du sollst sport machen damit du besser wirst.
Ich sehe da eigentlich keine Spielsucht, er macht andere Dinge auch. Er nimmt sein Hobby eben ernst. Ist okay, aber wenn das nicht dein Ding ist musst du ganz klar sagen: NEIN so will ich nicht spielen.
Warum gehst du ständig über deine Grenzen? Ich seh das Problem auf beiden seiten.
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Blade85
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Beitrag Mi., 27.03.2019, 21:32

Fast jede Familie hat heutzutage das gleiche Problem. Meistens mit den Kindern. Viele Menschen haben vergessen, wie man sich unterhält und wie man die Zeit zusammen verbringt. Schade, dass die Computer und Handys auch einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft gemacht haben.

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Sinarellas
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Beitrag Do., 28.03.2019, 09:49

ach pappalapap. Immer die gleichen verallgemeinernden Aussagen von Leuten die keine Ahnung von der Materie haben.
Da werden Zusammenhänge gebildet die eigentlich nix miteinander zu tun haben.
Der negative Einfluß kommt nicht von den Technologien sondern von den Menschen im Umfeld, weil jene nicht ins eigene gesellschaftlich anerkannte Schema passen.
Ich habe als Kind sehr viel Zeit an Computern und Co. verbracht, hab die Wende zum Internet mitgemacht und das als Hobby für mich entdeckt. Freunden und Kollegen gings ganz genauso und keiner hat durch die vermeindlichen "Suchtmedien" wie Spielen oder Medien das miteinander sprechen verlernt oder hat keine Zeit zusammen verbracht.
Natürlich gibt es Menschen die ihr Hobby (UND MEHR IST ES NICHT) ausufernd betreiben und dadurch der Alltag leidet. Das kann aber jedes verfluchte Hobby sein. Der Mensch der für sein Hobby sein Umfeld komplett aufgibt und seinen Alltag nach dem Hobby richtet hat ganz andere Probleme und das Hobby selbst ist nur ein Katalysator.
Mich macht es wütend, dass hier immer diese komischen verblendeten mediengebildeten Zusammenhänge gezogen werden.
Wenn jemand mit seinen Mitmenschen Probleme hat und daher keinen realen Kontakt hat (was für dich scheinbar die einzige sinnvolle Zeit zusammen mit den Mitmenschen ist) dann hat das ganz andere Gründe. Wenn dann die Technologien ein Weg zur Kommunikation sind ist das doch Prima, immernoch kommunikative als die ganzen Menschen vor der Zeit die in ihren Kellern alleine für sich den tausendsten Gartenzwerg bemalt haben. Die sind dann wieder in Ordnung, schließlich sind sie ja nicht "süchtig" nach Medien oder Computerspielen. Lächerlich diese argumentation und nervig.
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maddogx34
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Beitrag Do., 05.09.2019, 17:31

In mehreren Dokumentationen habe ich gesehen, dass die PC Spielsucht meistens die Männer trifft. Ich habe Anzeichen von PC Spielsucht ebenfalls bei mir beobachtet und zwar immer dann, wenn die Situation auf der Arbeit "unangenehm" für mich war, und ich ein unangenehmes Gefühl "verdrängen" wollte, eine Zeitlang habe ich viel und lange am PC gespielt. Und von einer Woche auf die andere hörte es dann plötzlich ganz auf.

Schwer zu sagen warum? Es gibt z.B. auch die Suchtverlagerung, die Frage die ich mir stelle ist:

Sind Männer gegenüber süchten mehr gefährdet als Frauen, weil Männer tendenziell weniger sozial eingebunden sind wie Frauen durch: (Freunde, Partnerschaft usw.) . D.h. Wenn das soziale Netz fehlt, flieht der Mann in die "Virtuelle" Lebt und schafft sich dort neue "online" Freunde an.

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maddogx34
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Beitrag Do., 05.09.2019, 17:33

Sinarellas hat geschrieben:
Do., 28.03.2019, 09:49
ach pappalapap. Immer die gleichen verallgemeinernden Aussagen von Leuten die keine Ahnung von der Materie haben.
Da werden Zusammenhänge gebildet die eigentlich nix miteinander zu tun haben.
Der negative Einfluß kommt nicht von den Technologien sondern von den Menschen im Umfeld, weil jene nicht ins eigene gesellschaftlich anerkannte Schema passen.
Ich habe als Kind sehr viel Zeit an Computern und Co. verbracht, hab die Wende zum Internet mitgemacht und das als Hobby für mich entdeckt. Freunden und Kollegen gings ganz genauso und keiner hat durch die vermeindlichen "Suchtmedien" wie Spielen oder Medien das miteinander sprechen verlernt oder hat keine Zeit zusammen verbracht.
Natürlich gibt es Menschen die ihr Hobby (UND MEHR IST ES NICHT) ausufernd betreiben und dadurch der Alltag leidet. Das kann aber jedes verfluchte Hobby sein. Der Mensch der für sein Hobby sein Umfeld komplett aufgibt und seinen Alltag nach dem Hobby richtet hat ganz andere Probleme und das Hobby selbst ist nur ein Katalysator.
Mich macht es wütend, dass hier immer diese komischen verblendeten mediengebildeten Zusammenhänge gezogen werden.
Wenn jemand mit seinen Mitmenschen Probleme hat und daher keinen realen Kontakt hat (was für dich scheinbar die einzige sinnvolle Zeit zusammen mit den Mitmenschen ist) dann hat das ganz andere Gründe. Wenn dann die Technologien ein Weg zur Kommunikation sind ist das doch Prima, immernoch kommunikative als die ganzen Menschen vor der Zeit die in ihren Kellern alleine für sich den tausendsten Gartenzwerg bemalt haben. Die sind dann wieder in Ordnung, schließlich sind sie ja nicht "süchtig" nach Medien oder Computerspielen. Lächerlich diese argumentation und nervig.
PC Spiele sind nicht das Problem, sondern das Umfeld, wenn Dich Freunde Kollegen Partner im Stich lassen, kannst du in eine Online Welt fliehen, in der Dich jeder versteht und man für ein Ziel kämpft dies steht im Gegensatz zur immer mehr werdenden Egoistisch besetzten Jobwelt und Privatwelt, Stress in Beziehung, Ärger mit Freunden, da ist es ganz leicht sich einem Clan gleichgesinnter in einem Online Wettkampf beizutreten, und sich mit ihnen zu vereinen. (Zusammengehörigkeitsgefühl).