Sind das Zwangsgedanken?

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.
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Kaktusfeige
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Sind das Zwangsgedanken?

Beitrag Di., 08.01.2008, 17:07

Ich war heute mutig und hab in der Therapie was angesprochen - einerseits

andererseits habe ich nun das vِllige Durcheinander und das Gefühl mich
total blamiert zu haben, da nicht mehr hinzukِnnen.

Hatte mir vorgenommen was anzusprechen. Ich? Nِِ ich sicher nicht

Ein mutiger Teil von mir wollte das, ich nicht. Auf dem Weg zur Therapie
war ich total damit beschنftigt. Von innen kam dass ich es ansprechen soll,
dass ich ja nur immer den Deckel draufhalte und dann die Therapie nichts
bringt, dass ich das sein lassen muss, sondern es rauslassen muss. Ich
hocke oft in der Therapie und in mir denkts und ich will was sagen und
wills doch nicht und schweige....

Nun gut.

Zuerst vom Umzug erzنhlt und so und da waren wir dann auch an nem Thema
aber von innen wurde ich immer erinnert dass ich da ja noch was sagen wollte...
und nun ja die Therapeutin fragte irgendwann was ist, weil sie ja schon
merkt wenn ich nicht voll da bin... Hab ihr gesagt, dass ich mit was beschنftigt
bin weil ich heute was ansprechen wollte.

So Kopf leer, weg

konzentrier................

.....
hmh wie war das? Ach ja gut dann soll ich halt sagen was mich beschنftigt
und ich loswerden will. Ich "Ich wills ja gar nicht ansprechen"
"aber ich habs versprochen"
Wem? Na mir.

Nach Kampf mit mir hab ich dann gesagt, dass ich grad wieder ِfters diese
nervigen unsinnigen gleichen Gedanken / Sنtze im Kopf hنtte. Was das denn
für Sنtze wنren.


erneuter Kampf.
Nun ja über mich in der 3ten Person meist, manchmal auch ich und immer
das Gleiche und halt mein Vorname in abgewandelten Formen

Susanne ist schwanger
Sie hat mit ihm geschlafen

......
kanns nicht glauben dass ich es erzنhlt habe
boh peinlich
verrückt

dass es mich sehr belastet, نngstigt hat sie schnell kapiert, auch dass
ich Angst habe vِllig verrückt zu sein.

Sie hنlt mich nicht für vِllig verrückt, ob ich ihr das glauben kِnne.
Naja....

Sie wollte dann einiges wissen was ich gar nicht beantworten konnte
und im Prinzip wollte ich nur im Erdboden verschwinden.
Soll mir überlegen ob ich wirklich dran arbeiten will, dann muss ich hingucken,
dahinter gucken. Mach ich ja nicht. Ich finds nur bescheuert und es soll
aufhِren.
So ein Quatsch
hab ich schon mindestens 11 Jahre. Als ich schwanger war konnte ich dann
wenigstens denken "jetzt stimmts ja"

Ich bin total durch den Wind, hibbelig und zappelig und wills nur vergessen.
Ich hab dort nie was drüber gesagt, hab ich nicht - nee

Aber ich muss ja nicht dran arbeiten hat sie gesagt, ich hنtte es ja schon
seit Jahren und hab gelernt damit zu leben..

nun ja aber es nervt und es ist vِllig bescheuert
als ob mein Kopf mich نrgern will kam auf dem Heimweg dann der Name meiner
Tochter und ist schwanger, sie ist jetzt 10.

Ich bin so doof im Kopf, ich denke zu viel, wenn ich das mal ausschalten
kِnnte, immer denk denk und deswegen oft nie ganz bei der Sache....

Ich lebe nur im Kopf hab ich zu Beginn meines "Krankwerdens" 2004 gesagt.
Ja weil ich denke und denke und der Kِrper der ist halt irgendwie auch
da.

Beende jetzt mein verrücktes Geschwafel, oder kennt das hier etwa jemand?

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Es kann finster werden, aber wenn es in einem Tunnel finster wird, wirft man nicht die Fahrkarte weg und versucht, aus dem Zug zu springen; man vertraut dem Zugführer. Corrie ten Boom

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richie
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Beitrag Di., 08.01.2008, 23:53

hallo Kaktusfeige !

hast du eine ahnung was hinter dem "ich bin schwanger" stecken könnte?

klingt mir irgendwie nach etwas dass aufschreien will, weil es von dir verdrängt / weggesperrt wurde.

kann das sein?

hast du schon mal versucht diese sätze die du hörst aufzuschreiben?
vielleicht wirds ja dann etwas klarer...

bitte erzähl mehr wenn du magst.

lg, richie

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Kaktusfeige
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Beitrag Mi., 09.01.2008, 07:47

Hat sicher mit meiner Vergangenheit (sex Missbrauch) zu tun.
In meiner vorherigen Therapie hätte ich das nie erzählt, habs aber mal schriftlich hergegeben und die Therapeutin meinte dann das ist wohl die Angst des inneren Kindes, dem Mädchen von damals. Fand ich logisch.

Ich sollte mich wohl echt damit beschäftigen, hingucken, hinhören. Aber da ist soviel Angst.

Im Moment bin ich echt durch den Wind, die Zeit bis nächster Woche wird hart und dann das Wiederhingehen, reingehen.
Einerseits bin ich ja froh diesen Schritt geschafft zu haben, andererseits könnte ich mich dafür vierteilen den Quatsch rausgelassen zu haben.
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richie
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Beitrag Mi., 09.01.2008, 13:34

hallo!

es wäre sicher gut wenn du dich damit beschäftigst.
nur so kannst du die vergangenheit hinter dir lassen und ein unbeschwerteres leben führen als jetzt.
Aber da ist soviel Angst.
das ist normal.
angst soll aber in erster linie deine sinne schärfen, dich wach machen. von daher ist angst nicht negativ zu sehen.

es ist kein quatsch den du rausgelassen hast.
denn es sind gedanken die du hast.
ich fände es quatsch wenn du dich weiter still damit quälst!!!!

willst über deine vergangenheit reden?
per PN?

lg, richie

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Kaktusfeige
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Beitrag Do., 10.01.2008, 09:16

Ich schreibe lieber hier, bin ja anonym
PN ist mir viel zu nah, mein zweiter Vorname ist nämlich Angsthase

Ich hab gestern mal während der Hausarbeit Block und Stift liegen gehabt und aufgeschrieben. Das mit dem schwanger hab ich ja schon ca 11 jahre, ob viel länger weiss ich nicht. Aber ich hatte es schon vor dem 1ten Kind, ich weiss dass ich dann über dieses Zeug in der ersten Schwangerschaft gedacht habe "jetzt stimmts wenigstens". Die letzten Jahre hab ichs nun immer wieder. Mein Zusammenbruch / Krank werden war so 2003 / 2004. Davor hatte ich mich so durchgehangelt. Hatte 1996 schon mal ne schwere Zeit mit Panikattacken und Depression.

Was ich nun seit dem Tod meines Vaters noch habe sind folgende endlos Schleifen , mit denen kann ich aber umgehen. Die stören mich weniger. Weil der Inhalt für mich stimmig ist. Da könnte ich auch die Fragen der Therapeutin beantworten nach Stimmlage und etc. Da kommts von nem Kind und ganz traurig "Ich hab keinen Papa mehr" Oder auch "Ohne meinen Papa mag ich nicht mehr leben".

Vielleicht könnte ich darüber dann nächste Stunde reden. Das andere geht in den Bereich Sexualität und das bringt nur Panik und Angst mit sich.

Ich glaub dass ich es auch nun endlich beim nächsten Psychiatertermin erwähnen kann. Ich hatte das mal versucht. So nach dem Motto ich hab immer so in Endlausschleifen die gleichen Sätze im Kopf, aber als er wissen wollte was, da konnt ich nicht

Bin gespannt ob hier mal jemand antwortet der so was von sich kennt.
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richie
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Beitrag Do., 10.01.2008, 10:45

hallo hase

woher kommt der wunsch / gedanke dass du ständig schwanger bist?

oder was fühlst du genau?
blick da noch nicht so ganz durch
Das andere geht in den Bereich Sexualität und das bringt nur Panik und Angst mit sich.
sollte man nicht versuchen daran so zu arbeiten, dass es keine panik mehr bringt?
dass die negativen gefühle von damals gelindert werden.
dass statt panik nur mehr bauchweh kommt.
und mit der zeit das bauchweh weicht gegen nur ein kleines zwicken im bauch...

Endlausschleifen die gleichen Sätze im Kopf, aber als er wissen wollte was, da konnt ich nicht
darum aufschreiben.
ich denke aufschreiben (auf nen zettel oder hier) dürfte viel leichter sein als das einem real anwesenden menschen zu sagen. oder nicht?


lg.

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Nelly79
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Beitrag Di., 29.04.2008, 16:28

Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen oder viell gibt es jemanden der das kennt. Was ich zwar nicht glaube, fühle mich echt allein mit meinem problem.
ich verbinde gegenstände mit wörtern, zb seh ich mein handy und denk an tod. oder ich sehe geld und muss an tod denken usw. das gleiche kommt auch vor wenn ich mit jemanden rede, wenn ich ein "falsches" wort höre, fällt mir zb auch tod ein oder teufel usw.
auch wenn ihr das nicht kennt, viell kann mir ja jemand einen tipp geben wie ich damit umgehn soll?
würd mich über antworten freuen, danke lg nelly79

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Luna84
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Beitrag Di., 29.04.2008, 16:39

Hallo Nelly,

Eine kurze Nachfrage: Hast du nur diese negativen Assoziationen oder auch positive oder neutrale?

Wie empfindest du in diesen Momenten?

Wann hat das begonnen?

Hast du schon mal versucht, negative Assoziationen zu hinterfragen, was da eventuell dahinter stecken könnte? Z.B. dass jemand einen Unfall hatte, als er im Auto mit dem Handy telefonierte, etc.

LG Luna

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Fear21
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Beitrag Di., 29.04.2008, 16:44

Hallo Nelly!

Sind das Gegenstände du die irgendwann mal in Zusammenhang mit dem Tod erlebt hast?

Ich habe das auch, kenne aber den Grund dafür. Bestimmte Dinge bringe ich in Zusammenhang mit einem belastenden Erlebnis, wobei sich das mit der Zeit auf immer mehr Gegenstände ausgedehnt hat. Viele davon haben auch wirklich so gut wie gar nichts mehr mit dem eigentlichen Erlebnis zu tun, ich habe mir die Ähnlichkeit quasi selber eingeredet und werde das nicht mehr los. Neben Gegenständen und Wörtern betrifft das bei mir auch Farben, Orte und Zahlen.

Wenn das so ist könnte es, nachdem das ich bisher darüber gelesen habe, eines PTBS sein.

lg,
Fear

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Nelly79
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Beitrag Di., 29.04.2008, 16:52

Danke für eure antworten!

Ich habe eigentlich nur negative Assoziationen und keine Ahnung woher sie kommen. begonnen hat das ganze vor ca einem jahr.

ich mache auch eine therapie und muss diese negativen wörter umwandeln in positive aber das ganze kann sehr anstrengend werden.

ich fühle mich in diesen momenten schlecht, weil ichs net haben möchte. mich macht das oft ganz schön fertig, weil ich mit nix anderes mehr beschäftigt bin als mit diesen doofen gedanken.

kennt ihr das?

fear21, was ist ein ptbs? hab noch nie davon gehört!

wie gehst du mit diesen gedanken um?

lg nelly

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Georgine
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Beitrag Di., 29.04.2008, 16:55

hallo nelly,

ich kenne mich mit soetwas überhaupt nicht aus.
das einzige was mir noch einfällt:
-hast du schonmal/früher Drogen genommen?
-hattest du mal kontakt zur gothik-szene, bzw. gläserrückzirkel, kartenlegen, hexenbeschwörung etc.

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Fear21
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Beitrag Di., 29.04.2008, 17:04

Nelly79 hat geschrieben:was ist ein ptbs? hab noch nie davon gehört!
Eine Posttraumatische Belastungsstörung. Typisch dafür wären z.B. Alpträume, Flashbacks, Panikattacken und dergleichen nach einem schlimmen Erlebnis. Und dann eben auch Assoziationen von bestimmten Gegenständen, Wörtern, Orten, usw. mit dem Erlebnis. Aber wenn du nicht weißt woher die Gedanken kommen wird es wohl keine sein denke ich.

Wie ich mit den Gedanken am besten umgehe kann ich derzeit auch noch nicht sagen. Ich mache momentan eine Therapie, aber wirklich geholfen hat sie eigentlich noch nicht.

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Beitrag Di., 29.04.2008, 17:08

hallo fear21,
aus neugierde würde mich interessieren, was das für ein negatives erlebnis war, mit dem du diese worte verbindest.
wenn du magst, schreib es doch.
@nelly
hat denn die therapie noch keinen hinweis gegeben?

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Nelly79
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Beitrag Di., 29.04.2008, 17:16

nein ich habe nie drogen genommen und gehöre auch nicht einer sekte an oder so. ich weiss selber nicht woher das ganze kommt.
mache zwar therapie um damit leichter klarzukommen aber woher es kommt konnten wir auch auch nicht klären!
habt ihr keine tipps wie man damit umgehn könnte?

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Georgine
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Beitrag Di., 29.04.2008, 17:42

vielleicht könntest du nochmal zu einem spezialisten wechseln, der sich damit auskennt.