Dieser Thread soll eine kleine Hilfestellung sein für diejenigen, die von Zwangsgedanken geplackt sind (und bei denen diese auch eindeutig diagnostiziert sind). Kurz zu meinem Werdegang. Ich litt vor zirka drei Jahren unter einer mittleren Depression kombiniert mit einer generellen Angststörung und Zwangsgedanken, wobei sich letztere im Takt abwechselten. Und ich weiß, in dem Moment ist es einfach die Hölle. Ständig in Angst zu leben, „schlimme Gedanken“ zu haben, schwärzeste Albträume, Panikattacken usw.
Was waren bei mir die grundlegenden Verursacher?
• Negatives Selbstbewusstsein / Negative Glaubenssätze (z.B.: „Ich bin hässlich…“, „Ich bin nichts wert…“, „Ich muss Leistung bringen um ein toller Mensch zu sein…“ etc.)
• Innere Unsicherheit
• Strenges normatives Denken (also häufig Glaubenssätze wie „das muss…“, „das soll…“, „das gehört so…“ usw.)
• Unzufriedenheit
Was hat mir geholfen?
Zuerst begab ich mich zu einem Tiefenpsychologen, bei dem ich reden sollte. Dahinter steckt wohl die Idee durch reden Konflikte aufzulösen. Parallel sollte ich Antidepressiva einnehmen, die auch zirka drei Monate genommen habe. Nachdem ich bemerkte, dass das an der Lage nichts ändert, habe ich einen Verhaltenstherapeuten aufgesucht und die Medikamente Schritt für Schritt selbst abgesetzt (soll keine Aufforderung sein!).
Was haben wir speziell bei den Zwangsgedanken gemacht?
• Zuerst die Zwangsgedanken bearbeitet, das heißt sich den Gedanken aussetzen und zu Ende denken. Ein Zwangsgedanke wird dadurch verstärkt indem man ihn als böse bewertet und ihn nicht denken will. Schon mal versucht an etwas nicht zu denken? Klappt nicht so recht, besonders in dieser Konstellation nicht.
• Danach ging es eine meine Glaubensätze und ich war schon erstaunt in was für einer negativen Welt ich mich doch gedanklich bewegt habe. Dort habe ich gelernt objektiver zu denken und vor allem meinen strengen normativen Rahmen zu entkräften.
Nachdem ich mich mit dem Therapeuten und in Eigenarbeit die Zwangsgedanken bearbeitet haben, kam das eigentliche Problem zum Vorschein: das angeknackste Selbstbewusstsein, denn ein Zwangsgedanke ist nur ein Symptom (oder auch Schutz) für etwas, in meinem Fall das negative Selbstbewusstsein. Nach einem halben Jahr ging es mir wieder prächtig. Depression weg, Angststörung weg und die Zwangsgedanken waren passé. Wobei man streng genommen sagen müsste, diese „schlimmen“ Gedanken hat jeder Mensch, nur der der ein gesundes Selbstbewusstsein hat nimmt sie nur nebenbei oder eben gar nicht wahr (oder lacht drüber). Leute mit eher negativem Selbstbewusstsein nehmen sie eher wahr,
• weil der normative Rahmen sehr eng ist
• der Mensch sich die Gedanken aus dem Gedankenstrom rausfischt, bei denen er denkt sie würden zu ihm passen (unterbewusst)
Innere Unsicherheit verschärft die ganze Lage zusätzlich nach dem Motto: „Würde ich es nicht doch tun…und was wäre wenn….???“ Ich hab es nicht getan. Seht es als Chance euch persönlich weiterzuentwickeln. Ich weiß, das klingt eventuell ungreifbar, aber es ist möglich.
Viele Grüße
Zwangsgedanken? Vielleicht hilft das...
-
Grafdodiko
Thread-EröffnerIn - sporadischer Gast

, 26 - Beiträge: 5
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Hallo Grafdodiko,
vielen Dank für Deinen Beitrag, den ich gerade sehr informativ und aufschlussreich fand. Ich warte momentan auf einen Therapieplatz bei einer Verhaltenstherapeutin. Auch mein Problem ist sehr wenig Selbstbewusstsein und daraus folgende Panik-Gedanken. Ich nenne sie meine "paranoide Stimme".
Mich würde interessieren, wie es sich anfühlt, wenn man diesen Zwangsgedanken nachgibt. Also mir geht es so, dass ich zwar versuche, sie wegzuschieben und zu relativieren, indem ich mich frage, wie realistisch sie sind, aber ich komme fast nicht dagegen an, so dass ich sie zwangsweise immer weiter spinnen muss. Was passiert, wenn ich mir aktiv sage: Okay, na dann her mit dem Kopfkino!
Ich denke vor allem an die körperlichen Reaktionen. Ich habe dann immer furchtbare Angst oder bin totunglücklich und habe daraus folgend das starke Bedürfnis, irgendwas zu tun, damit die Situation ja nicht so eintritt oder mit der Person, die es betrifft, zu reden und zu klären, ob meine Befürchtungen zutreffen. Bleibt es dann dabei oder verpufft es förmlich?
Meine zweite Frage bezieht sich auf die Glaubenssätze. Ich habe davon schon gelesen, dass man sie hinterfragen und durch neue ersetzen soll, aber mein Problem ist, dass ich nicht mal eben meine 20 (oder was weiß ich wie viele) falschen Glaubenssätze herunterbeten kann, weil sie mir so auf Abruf entweder nicht einfallen oder ich vielleicht auch gar nicht weiß, dass es falsche Glaubenssätze sind. Also wie habt ihr deine falschen Glaubenssätze herausgefunden? Und vor allem natürlich: Wie habt ihr sie ausgemerzt?
Und die letzte Frage bezieht sich auf das unbewusste Herausfischen vermeintlich passender Gedanken. Wie genau meinst du das? Also wie soll das ablaufen und was soll man stattdessen tun? Ignorieren? Sich an Sätze halten, die NICHT passen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, denn ich möchte dringend endlich was dagegen tun, schon vor Beginn der Therapie.
Viele Grüße
vielen Dank für Deinen Beitrag, den ich gerade sehr informativ und aufschlussreich fand. Ich warte momentan auf einen Therapieplatz bei einer Verhaltenstherapeutin. Auch mein Problem ist sehr wenig Selbstbewusstsein und daraus folgende Panik-Gedanken. Ich nenne sie meine "paranoide Stimme".
Mich würde interessieren, wie es sich anfühlt, wenn man diesen Zwangsgedanken nachgibt. Also mir geht es so, dass ich zwar versuche, sie wegzuschieben und zu relativieren, indem ich mich frage, wie realistisch sie sind, aber ich komme fast nicht dagegen an, so dass ich sie zwangsweise immer weiter spinnen muss. Was passiert, wenn ich mir aktiv sage: Okay, na dann her mit dem Kopfkino!
Ich denke vor allem an die körperlichen Reaktionen. Ich habe dann immer furchtbare Angst oder bin totunglücklich und habe daraus folgend das starke Bedürfnis, irgendwas zu tun, damit die Situation ja nicht so eintritt oder mit der Person, die es betrifft, zu reden und zu klären, ob meine Befürchtungen zutreffen. Bleibt es dann dabei oder verpufft es förmlich?
Meine zweite Frage bezieht sich auf die Glaubenssätze. Ich habe davon schon gelesen, dass man sie hinterfragen und durch neue ersetzen soll, aber mein Problem ist, dass ich nicht mal eben meine 20 (oder was weiß ich wie viele) falschen Glaubenssätze herunterbeten kann, weil sie mir so auf Abruf entweder nicht einfallen oder ich vielleicht auch gar nicht weiß, dass es falsche Glaubenssätze sind. Also wie habt ihr deine falschen Glaubenssätze herausgefunden? Und vor allem natürlich: Wie habt ihr sie ausgemerzt?
Und die letzte Frage bezieht sich auf das unbewusste Herausfischen vermeintlich passender Gedanken. Wie genau meinst du das? Also wie soll das ablaufen und was soll man stattdessen tun? Ignorieren? Sich an Sätze halten, die NICHT passen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, denn ich möchte dringend endlich was dagegen tun, schon vor Beginn der Therapie.
Viele Grüße
-
Grafdodiko
Thread-EröffnerIn - sporadischer Gast

, 26 - Beiträge: 5
Hi,
ja die Gednaken zuzulassen ist zuerst eine Herausforderung und geht mit teilweise sehr unangenhemen Gefühlen einher. Bei mir wechselten sich Angst und Zwangsgedanken ab. Wenn das Fenster offen stand, hab ich bspw. geacht: "Ich könnte jetzt aus dem Fenster springen" und hab dann natürlich Angst bekommen. Irgendwann hab ich das Fenster weit geöffnet, mich davor gesetzt und bin zich mal im Kopf durchgegangen was passiert wenn ich rausspringe. Dann waren die Weg, aber es kamen halt immer neue dazu, solange die Angst da war. Erst mein Selbstbewusstsein wieder stabil war, gingen mir die Gedanken am Hintern vorbei. Es sind Gednaken. Berhindern kannst du sie eh nicht und wenn, dann intensivieren sie sich nur.
Die Glaubenssätze kann man testen. Stell dich bspw. mal vor dem Spiegel. Wenn du dich siehst, was siehst du? Einen hübschen Mann oder eher einen durschnittlichen Versager? Kannst du in den Spiegel schauen und zu dir selbst sagen, das du dich lieb hast oder gut aussiehst? Alle auf einmal zu bearbeiten geht nicht, das braucht viel Zeit, ich selbst habe noch viele in mir verankert. Das wichtige ist ständiges Training. Ich hab mir bspw. zur Aufgabe gemacht mir 10 - 20 mal am Tag zu sagen, dass ich n toller Kerl bin und je öfter ich das machte desto grandioser gings mir. Du kannst sie auch so hinterfragen, indem du deine Gefühle beobachtest. Wenn dich etwas glücklich, traurig, wütend macht, kränkt etc. Dann überleg mal warum das so ist und was dahinter stecken könnte. Auf die Antwort kommst du fast immer alleine. z.B.: Wenn du etwas vermasselt fühlst du dich dann schlecht? Dann steckt in dir evtl. der Glaubensatz "nur durch gute Leistung bist du ein toller Mensch". Das kommt häufig aus der Kindheit wenn Eltern dich nur bei Erfolgen gelobt haben...etc.
Wenn du von dir selbst schlecht denkst, dann fischt du aus den Gedankenstrom in deinem Kopf eher schlechte Gedanken. So meinte ich das. Wenn du eine positive Einstellung zu dir und dem Leben hast, wirst du solche Gedanken eher weniger beachten und ernst nehmen. Der Gedankenstrom kannst du als so eine Art Abfall des Gehrins betrachten. Wenn du diesen Gedankenstrom ignorierst wirst du vom passiven Denker zum aktiven Denker, denn du denkst dann das was du denken willst und bedienst dich nicht aus dem Abfall. Aber da bin ich auch noch lange nicht.
ÜBUNG ÜBUNG ÜBUNG !!!
Viele Grüße
ja die Gednaken zuzulassen ist zuerst eine Herausforderung und geht mit teilweise sehr unangenhemen Gefühlen einher. Bei mir wechselten sich Angst und Zwangsgedanken ab. Wenn das Fenster offen stand, hab ich bspw. geacht: "Ich könnte jetzt aus dem Fenster springen" und hab dann natürlich Angst bekommen. Irgendwann hab ich das Fenster weit geöffnet, mich davor gesetzt und bin zich mal im Kopf durchgegangen was passiert wenn ich rausspringe. Dann waren die Weg, aber es kamen halt immer neue dazu, solange die Angst da war. Erst mein Selbstbewusstsein wieder stabil war, gingen mir die Gedanken am Hintern vorbei. Es sind Gednaken. Berhindern kannst du sie eh nicht und wenn, dann intensivieren sie sich nur.
Die Glaubenssätze kann man testen. Stell dich bspw. mal vor dem Spiegel. Wenn du dich siehst, was siehst du? Einen hübschen Mann oder eher einen durschnittlichen Versager? Kannst du in den Spiegel schauen und zu dir selbst sagen, das du dich lieb hast oder gut aussiehst? Alle auf einmal zu bearbeiten geht nicht, das braucht viel Zeit, ich selbst habe noch viele in mir verankert. Das wichtige ist ständiges Training. Ich hab mir bspw. zur Aufgabe gemacht mir 10 - 20 mal am Tag zu sagen, dass ich n toller Kerl bin und je öfter ich das machte desto grandioser gings mir. Du kannst sie auch so hinterfragen, indem du deine Gefühle beobachtest. Wenn dich etwas glücklich, traurig, wütend macht, kränkt etc. Dann überleg mal warum das so ist und was dahinter stecken könnte. Auf die Antwort kommst du fast immer alleine. z.B.: Wenn du etwas vermasselt fühlst du dich dann schlecht? Dann steckt in dir evtl. der Glaubensatz "nur durch gute Leistung bist du ein toller Mensch". Das kommt häufig aus der Kindheit wenn Eltern dich nur bei Erfolgen gelobt haben...etc.
Wenn du von dir selbst schlecht denkst, dann fischt du aus den Gedankenstrom in deinem Kopf eher schlechte Gedanken. So meinte ich das. Wenn du eine positive Einstellung zu dir und dem Leben hast, wirst du solche Gedanken eher weniger beachten und ernst nehmen. Der Gedankenstrom kannst du als so eine Art Abfall des Gehrins betrachten. Wenn du diesen Gedankenstrom ignorierst wirst du vom passiven Denker zum aktiven Denker, denn du denkst dann das was du denken willst und bedienst dich nicht aus dem Abfall. Aber da bin ich auch noch lange nicht.
ÜBUNG ÜBUNG ÜBUNG !!!
Viele Grüße
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Grafdodiko
Thread-EröffnerIn - sporadischer Gast

, 26 - Beiträge: 5
Noch was. Zwangsgedanken sind ein Sympthom für etwas. Als ich diese einigermaßen los war, bemerkte ich erst wie schwarz ich die Welt und mich doch gesehen habe, dann kommst du den Kern, der Ursache bspw. negative Glaubenssätze immer näher und kannst sie bearbeiten.
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Hallo nochmal,
also wenn ich in den Spiegel sehe, wäre ich sehr entsetzt, einen hübschen Mann zu sehen, denn ich erwarte zumindest, dass mich eine Frau anblicken wird, da ich eine bin. Aber Spaß beiseite. Schön, dass du dich zu schnell gemeldet hast.
Okay, das mit den Glaubenssätzen ist vielleicht doch nicht schwierig, denn manchmal mache ich sowas tatsächlich, wie du es hier beschreibst. Vielleicht sollte ich sie mir dann gleich aufschreiben, damit ich sie nicht wieder vergesse. Dein Beispiel mit dem Vermasseln erinnert mich nämlich gleich an einen: Wenn ich was falsch mache, hassen mich alle und halten mich für einen totalen Versager.
Oder heute Morgen in der Bahn gab es eine eigentlich belanglose Situation, durch die ich aber das Gefühl hatte, ein Stänkerer zu sein und dass alle mich anstarren und sich fragen, wie ich nur so egoistisch sein kann. Hier lautet mein Glaubenssatz: Ich darf keine Ansprüche stellen.
Aber was mache ich dann damit?
Und wie hast du dein Selbstbewusstsein gesteigert? Nur durch Suggestionen wie "Ich bin ein toller Kerl"?
Aber Zwangsgedanken sind ein Sympthom für Unsicherheit, oder nicht?
also wenn ich in den Spiegel sehe, wäre ich sehr entsetzt, einen hübschen Mann zu sehen, denn ich erwarte zumindest, dass mich eine Frau anblicken wird, da ich eine bin. Aber Spaß beiseite. Schön, dass du dich zu schnell gemeldet hast.
Okay, das mit den Glaubenssätzen ist vielleicht doch nicht schwierig, denn manchmal mache ich sowas tatsächlich, wie du es hier beschreibst. Vielleicht sollte ich sie mir dann gleich aufschreiben, damit ich sie nicht wieder vergesse. Dein Beispiel mit dem Vermasseln erinnert mich nämlich gleich an einen: Wenn ich was falsch mache, hassen mich alle und halten mich für einen totalen Versager.
Oder heute Morgen in der Bahn gab es eine eigentlich belanglose Situation, durch die ich aber das Gefühl hatte, ein Stänkerer zu sein und dass alle mich anstarren und sich fragen, wie ich nur so egoistisch sein kann. Hier lautet mein Glaubenssatz: Ich darf keine Ansprüche stellen.
Aber was mache ich dann damit?
Und wie hast du dein Selbstbewusstsein gesteigert? Nur durch Suggestionen wie "Ich bin ein toller Kerl"?
Aber Zwangsgedanken sind ein Sympthom für Unsicherheit, oder nicht?
-
Grafdodiko
Thread-EröffnerIn - sporadischer Gast

, 26 - Beiträge: 5
Ja siehste, da flutschen sie doch die Glaubensätze. Sie sind eintrainiert, du kannst sie hinterfragen, ob das wirklich so ist und durch neue ersetzen, das erfordert ständiges Training. Denn die alten wurden auch eintrainiert.
In dem ich mir das ständig vor Augen halte und in dem ich mir kleine Aufgaben stelle. Bspw. war ich früher sehr schüchtern, weil ich dachte die Leute wollen nix mit mir zu tun haben, sind mir evtl. feindlich gesonnen, etc. Ich hab mir aber die Aufgabe gestellt einfach fremde Leute anzusprechen, das steigerte mein Selbstbewusstsein und konnte auch Glaubenssätze durch neue Erfahrungen ablösen. --> Also durch Denken und durch neue Erfahrungen.
Zwangsgedanken sind ein Sympthom für vielerlei. Bei mir würd ich es folgendermaßen beschrieben: negatives Selbstbewusstein führt zu übermäßiger Angst und Unsicherheit.
In dem ich mir das ständig vor Augen halte und in dem ich mir kleine Aufgaben stelle. Bspw. war ich früher sehr schüchtern, weil ich dachte die Leute wollen nix mit mir zu tun haben, sind mir evtl. feindlich gesonnen, etc. Ich hab mir aber die Aufgabe gestellt einfach fremde Leute anzusprechen, das steigerte mein Selbstbewusstsein und konnte auch Glaubenssätze durch neue Erfahrungen ablösen. --> Also durch Denken und durch neue Erfahrungen.
Zwangsgedanken sind ein Sympthom für vielerlei. Bei mir würd ich es folgendermaßen beschrieben: negatives Selbstbewusstein führt zu übermäßiger Angst und Unsicherheit.
Hab grad in der Mittagspause mal einige meiner Glaubenssätze aufgeschrieben. Dass sie nicht wirklich wahr sind, weiß ich mittlerweile, aber diese Erkenntnis will sich nicht so recht festsetzen. Das ist leider häufig ein Problem bei mir. Die Vernunft sagt mir die Wahrheit, aber die "paranoide Stimme" behält die Oberhand.
Und denkst du dir deine Aufgaben selbst aus oder machst du das zusammen mit der Therapeutin?
Und denkst du dir deine Aufgaben selbst aus oder machst du das zusammen mit der Therapeutin?
-
Grafdodiko
Thread-EröffnerIn - sporadischer Gast

, 26 - Beiträge: 5
Hi,
Glaubenssätze aufschreiben und sofort auflösen geht nicht, das kann sicher längere Zeit in Anspruch nehmen durch aktives Training. Die Stimme wird mit der Zeit leiser.
Ne, ich befand mich vor 2.5 Jahren in einer Therapie, die Aufgaben denke ich mir selbst aus. Ist halt persönliche Weiterentwicklung.
Glaubenssätze aufschreiben und sofort auflösen geht nicht, das kann sicher längere Zeit in Anspruch nehmen durch aktives Training. Die Stimme wird mit der Zeit leiser.
Ne, ich befand mich vor 2.5 Jahren in einer Therapie, die Aufgaben denke ich mir selbst aus. Ist halt persönliche Weiterentwicklung.
Ich meinte nicht, dass sich die Glaubenssätze von allein auflösen, nur durch das Aufschreiben. Ich bin mir ihrer ja seit langem bewusst (Monate, Jahre) und dass sie falsch sind. Aber, wie gesagt, ich kann mich selbst nich davon überzeugen, sie fallen zu lassen.
-
Karlinchen
- Helferlein

, 21 - Beiträge: 35
Hallo Grafdodiko,
ich leide seit 3 Jahren an Zwangsgedanken, nehme eigentlich auch Medikamente dagegen, aber im Moment darf ich das nicht, weil ich schwanger bin. Ich bin in der 36. Ssw und mir geht es gar nicht gut...Ich muss dazu sagen, ich habe momentan auch private Probleme, weswegen die ZGs wieder so stark sind...
Du sagst, man soll den Gedanken zu Ende denken. Wie soll ich das machen? Bei mir sind es nicht solche Gedanken, dass ich Angst habe aus dem Fenster zu springen (ich wünschte mir, dass es solche wären, die mich selbst betreffen...) Ich habe leider Bilder im Kopf, wie ich geliebten Menschen etwas antue. Ich kann mir nicht vorstellen, diese Gedanken zu Ende zu denken, die machen mir einfach nur Angst...
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Lg Karlinchen
ich leide seit 3 Jahren an Zwangsgedanken, nehme eigentlich auch Medikamente dagegen, aber im Moment darf ich das nicht, weil ich schwanger bin. Ich bin in der 36. Ssw und mir geht es gar nicht gut...Ich muss dazu sagen, ich habe momentan auch private Probleme, weswegen die ZGs wieder so stark sind...
Du sagst, man soll den Gedanken zu Ende denken. Wie soll ich das machen? Bei mir sind es nicht solche Gedanken, dass ich Angst habe aus dem Fenster zu springen (ich wünschte mir, dass es solche wären, die mich selbst betreffen...) Ich habe leider Bilder im Kopf, wie ich geliebten Menschen etwas antue. Ich kann mir nicht vorstellen, diese Gedanken zu Ende zu denken, die machen mir einfach nur Angst...
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Lg Karlinchen
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