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Angst vor Dunkelheit

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.
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LaPrincipessa
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Angst vor Dunkelheit

Beitrag Fr., 13.06.2008, 19:19

Es ist allgemein bekannt, dass Kinder Angst vor Dunkelheit haben, aber es kann nicht normal sein mit zwanzig Jahren noch immer darunter zu leiden, oder?! Also was tun?

Grüße

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breath
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Beitrag Fr., 13.06.2008, 19:32

ich bin über 40 und habe immer noch angst im dunkeln...ich glaube nicht dass das altersabhängig ist, sondern an den erfahrungen und erlebnissen liegt, die man irgendwann mal gemacht hat. ich gehe davon aus, dass es bei dir ebenso gründe dafür gibt wie bei mir. und die kanntst du - sollten sie dir nicht bewusst sein - am besten in einer therapie aufarbeiten.

lg, breath

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grün
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Beitrag Fr., 13.06.2008, 21:08

Therapie ist bestimmt das Beste! Als Zwischenlösung rate ich zu einem Nachtlicht: Das steckt man abends in die Steckdose, gibts in versch. Varianten und Formen - und es schaltet sich beim Hellerwerden automatisch ab. Ich fands während meiner schlimmsten Angst-vor-Dunkelheit-Phasen sehr hilfreich.

Alles Gute!

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Beitrag Di., 17.06.2008, 14:06

das problem ist, dass ich nicht genau weiß, wie ich mir hilfe suchen soll. wir haben zwar in linz unsere nervenklinik, aber es ist für mich unvorstellbar da reinzuspazieren und zu sagen: "hey! ich hab angst im dunklen. an wen darf ich mich wenden?"

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grün
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Beitrag Di., 17.06.2008, 14:34

Hallo LaPrincipessa!

Ja, das ist etwas happig. Das würde ich mich auch nicht trauen, einfach in eine Klinik marschieren und sagen, ich habe das und das. Ich habe Jahre gebraucht, um endlich den Mut aufzubringen, zum Therapeuten zu gehen. Letztlich wars mein Hausarzt, der mich nach Jahren der vielen Kränkeleien mal zum Psychiater überwiesen hat. Ohne diesen Wisch stünde ich heute noch ohne Therapie da.

Ob es sinnvoll ist, gleich in eine Klinik zu gehen, kann ich nicht sagen. Und wenn du mal ganz unverbindlich Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufnimmst? Du musst ja nicht gleich zum Hörer greifen, bitte einfach per Mail um ein Erstgespräch. Dann kommt die Sache von allein ins Rollen. Hast du eine Vertrauensperson, die von deinem Problem weiß? Es könnte ein Stütze für dich sein, mit Begleitung in die Klinik zu fahren.

Toi, toi toi! Habe nur Mut, den ersten Schritt zu tun!

Alles Gute

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LaPrincipessa
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Beitrag Di., 17.06.2008, 15:08

hat dich dein hausarzt einfach so überwiesen, oder hast du ihm von deinen problemen erzählt und er hat dir dann eine überweisung geschrieben?

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grün
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Beitrag Di., 17.06.2008, 16:26

Nein, hatte nur erzählt, dass ich ständig müde und schlapp bin, aber nachts nicht schlafen kann. Ich wurde gegen alles Mögliche behandelt, Eisenmangel, zu niedriger Blutdruck etc. Irgendwann hat er mich dann überwiesen.

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Sandra_b
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Beitrag So., 22.06.2008, 09:43

hallo, ich bin 21 und auch ich habe immer noch am im dunkeln. der grund ist einfach das wir menschen das licht gewöhnt sind.(denke ich mal) Meine angst hat aber noch tiefere gründe, da ich als kind sehr viele schlimme dinge erlebt habe und das in der dunkelheit. Ich traue mich auch nicht alleine am abend irgendwo mit der ubahn fahren, oder ne dunkle gasse entlang gehen, weil ich immer diese phobie habe das mir jemand nachläuft und mich verschleppen will oder was anderes.


ninatrina
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Beitrag Di., 05.04.2011, 22:39

Hallo!

Ich bin neu hier und bin gerade auf euer Forum gestoßen, weil ich ein Problem habe und ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
Meine Hauptangst, die ich habe, ist die Angst vor der Dunkelheit.
Ich weiß nicht was genau diese Angst ausgelöst hat, aber sie besteht nun schon seit ein paar Jahren.
Es ist nun so schlimm geworden, dass ich mich nicht mehr traue, ohne Licht zu schlafen. Dabei genügt es nicht nur ein kleines Licht anzuhaben, das bereitet mir auch Panik, sondern ich brauche das ganze Licht, so hell wie möglich am besten. Nur dann fühle ich mich sicher und wirklich wohl. Wenn ich in der Dunkelheit bin kriege ich Herzrasen und habe das Gefühl, dass mir etwas passiert. Am meisten kommen mir dabei die Gedanken, dass jemand kommt der mich umbringen will bzw. ich sehe dann eine angsteinflösende Person vor meinem inneren Auge vor mir stehen:kopfschuettel:
Dieses Gefühl habe ich auch öfter mal , wenn ich in der Dusche bin und meine Augen zuhabe.
Früher hatte ich diese Angst nur, wenn ich alleine geschlafen habe, immer öfter kommt es jetzt auch vor, wenn ich bei Freundinnen übernachten oder mein Freund bei mir schläft. Ich versuche mich selbst zu beruhigen, wenn die Panikattacken dann auftreten, nur es bringt dann oftmals nichts mehr und die Angst wird so groß, dass ich das Licht anmachen muss.
Dazu kommt, dass ich IMMER mein Zimmer abschließe, egal zu welcher Tageszeit, aber besonders nachts ist es mir wichtig. Ich habe Angst, dass sonst jemand kommen könnte, der mir etwas antut. Ich kontrolliere dass dann auch ein paar Mal, auch wenn ich weiß, dass die Tür eigentlich abgeschlossen ist.
Was ich noch dazu sagen muss: Ich bin mein Leben lang schon immer ein eher ängstlicher Mensch gewesen, der sich auch schnell und gut in Sachen hineinsteigern kann. Die Angst hat sich jedoch im Laufe der Jahre vergrößert.
Ich hatte aber früher auch schon immer ein paar Ticks, die jetzt größtenteils durch diesen ersetzt wurden, wie zum Beispiel, dass ich immer ein paar Mal den Lichtschalter ausmachen musste und zweimal hintereinander geschluckt habe.
Ich hatte sonst Angst, es würde etwas schlimmes passieren und habe dem lieben Gott quasi versprochen, dass ich das alles so mache, weil sonst etwas schlimmes passieren wird...
Es war sehr schwer für mich das abzustellen und manchmal tritt es vereinzelnt noch auf...
Jetzt hab ich ein paar Fragen an euch:
Kennt das jemand von euch? und wenn ja, wie seit ihr damit umgegangen??
Was soll ich tun? Einen Psychotherapeuten aufsuchen??
Ich will das eigentlich allein in den Griff bekommen...
Und: Was ist dass für eine Art Angststörung? Vlt eine bestimmte Form einer Persönlichkeitsstörung oder Depression? Ich weiß es nicht
Hm...hat denn nicht jeder Mensch so ein paar Ticks und Ängste?? und woran erkennt man eigentlich, dass es krankhaft ist??
Ich hoffe, ich hab das alles verständlich geschrieben und ihr habt vlt ein paar Antworten für mich.
Liebe Grüße

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Empty-Soul
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Beitrag Di., 05.04.2011, 22:52

Hallo!

Sag, wie sieht es denn mit Horrorfilmen aus?
Schaust du sowas?
Was glaubst du, was diese Angst ausgelöst haben mag?

Ich hatte als Kind stark Angst vor der Dunkelheit.
Meine Mutter konnte sich allein keine Horrorfilme anschauen und dachte, mit mir zusammen wäre es weniger gruselig.
Bei den schlimmsten Stellen hat sie mir die Augen zugehalten, aber die Geräusche konnte ich trotzdem noch hören, das war fast schlimmer als es einfach anzusehen.

Ich hatte sehr lange Alpträume - manchmal immernoch.
Und im Dunkeln rausgehen - war nicht so prickelnd nach einem Zombiefilm durch eine leere Stadt zu laufen, während es dunkel wurde...

Ich hab versucht dagegen anzukämpfen und schaffte es ein bisschen. Mit Glühwürmchen.
Ich liebe Glühwürmchen. Und logischerweise sieht man die nur nachts.
Mit Herzrasen ging ich dann nach draußen und setzte mich auf die Wiese. Und sah den süßen Glühwürmchen zu.
Und irgendwie war die Dunkelheit da garnicht soooo schlimm.
Schöner Sternenhimmel, viele kleine Glühwürmchen...

Naja.
Es ging mir besser, je öfter ich das machte.

Dann gab es einen Schüleraustausch, wir reisten nach Holland. Und am vorletzten Abend unseres Besuchs gab es eine Nachtwanderung.
Wir liefen einen Weg entlang der mit Knicklichtern gesäumt war, sodass wir uns nicht verliefen.

Die hatten einige fiese Tricks drauf, uns die Wanderung spannend zu machen.
nasse Bindfäden, die uns durch Gesicht striffen... sogar ein Motorroller, der hupend im Gebüsch aufleuchtete, als wir dran vorbei liefen.
Es war echt beängstigend, weils richtig stockduster war in diesem Wald.
Ich nehme mal an, die Holländer wussten ungefähr was kommen würde, denn keiner wollte weiterlaufen.

Ich dacht, ich bin kein Feigling und lief weiter.
Und ruckzuck sprangen drei Kerle mit schwarzen Umhängen aus dem Dickicht und brüllten mich an.
Ich hatte die Luft angehalten, während ich weitergelaufen war, und so schrie ich nicht sondern prustete.
Wurde aber schnell in den Arm genommen und alles war gut.
Die Belohnung für mutig sein war, dass ich so schnell keine Angst mehr hatte, denn nach diesem Schreck müsste schon was Schlimmeres kommen.

Mittlerweile mag ich die Nacht. Und wenn ich meine Freundin besuch, und heim lauf, hab ich auch keine Angst mehr allein zu gehen, auch nicht durch einen abgelegenen halbwaldweg am Wasser entlang.

Ich hoffe, diese Erfahrung konnte dir ein bisschen helfen...
Wenn du nicht gehst wenn du willst, bist du schon weg, bevor du endlich gegangen bist!

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vindur
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Beitrag So., 06.11.2011, 12:22

die dunkelheit ist auch nicht gerade mein bester freund...

hab auch schon seit vielen jahren..eig. seitdem ich das erste mal im eigenen bett geschlafen habe, angst vor der dunkelheit. hatte gemeinsam mit meiner schwester ein zimmer, das mit einem türbogen verbunden war. gleich daneben hatten meine eltern ihr zimmer.

mein bett befand sich genau gegenüber der tür welche so lichtdurchlässiges glas eingebaut hat. ich konnte nie einschlafen, ohne dass das licht im gang an war und die tür ganz offen war obwohl meine ältere schwester gleich nebenan war. ihr ging das natürlich auf die nerven, da sie bei dem licht nicht einschlafen konnte. als ich dann irgendwann eingeschlafen bin hat natürlich irgendwer das licht abggedreht und die türe zugemacht. was hab ich gemacht?: aufwachen, merken dass ich nichts sehe, angst bekommen, zu mama und papa gehen. am schlimmsten war es, wenn ich von einem gewitter geweckt wurde (vor denen hatte ich auch am tag fast panische angst).
dieses muster hat sich so eingeprägt dass ich das echt seeeeehr lange gemacht habe.

jz schlafe ich natürlich schon seit vielen jahren im eigenen bett und zimmer. einschlafen geht aber heute noch immer nur mit a) fernseher oder b)licht (oder sehr selten mit unendlicher müdigkeit)
bekomme noch immer totales herzklopfen und zittrige hände wenn ich nachts wach werde und überall nur finsternis herrscht. dann kommen noch so super-lässige (zwangs)gedanken dazu, dass ich bei jedem geräusch zusammenzucke weil es ja ein einbrecher oder iiirgendwas in der art sein könnte. einfach schrecklich zu dem zeitpunkt. sobald der fernseher od. das licht an ist, beruhige ich mich langsam wieder. doch sobald ich fast einschlafe, und ein knacken zB vom fenster höre, bin ich sofort wieder wach und mein herz rast ohne ende

..so hätt ich mein "leiden" auch gepostet..zum glück bin ich nicht alleine und kann hier alles erzählen

lg vindur

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karasu
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Beitrag Mo., 07.11.2011, 08:21

Habe ich auch. Also nicht nur Angst in der Dunkelheit, sondern auch und ganz besonders dann, wenn ich nachts alleine bin. Aber bei mir hat das wohl auch die Ursache, dass ich panisch werde, wenn ich Horrorfilme schaue und wir haben vor längerer Zeit einen gesehen, der mich nicht mehr loslässt.
Ich würde also gerne sagen, dass das normal ist, aber ich weiß es leider nicht genau. Bin 24 Jahre und sogar mein Freund meinte schon, ich würde übertreiben, ich sei doch kein Kind mehr. Aber ich verstehe dich gut, man kann dagegen irgendwie nichts tun. :(
When she was just a girl She expected the world
But it flew away from her reach so
She ran away in her sleep and dreamed of
Para-para-paradise, Para-para-paradise, Para-para-paradise
Every time she closed her eyes

Coldplay - Paradise