Angst und Grübeln nach Polizeikontakt

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.
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Ich24
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Angst und Grübeln nach Polizeikontakt

Beitrag Mi., 03.04.2019, 14:27

Hallo liebe Leute,

ich wende mich hilflos an euch. Ich hatte vor Kurzem eine psychotische Episode. Während dieser Episode wurde die Polizei hinzugezogen und ich wurde mit Handschellen gefesselt. Seitdem kann ich schwer das Haus verlassen und ich fühle mich wie ein Verbrecher und grüble den ganzen Tag darüber nach. Ich weiß, dass die Beamten alles richtig gemacht haben, nur fühle ich mich schlecht. Habt ihr Tipps, wie ich mit dieser Erfahrung besser umgehen kann?

Danke für Eure Hilfe

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von Tristezza am Mi., 03.04.2019, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thread-Titel zum besseren Verständnis präzisiert.

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blade
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 17:52

Verbrechen
definiert sich über freien Willen/Entscheidungsfähigkeit.

Eine Möglichkeit wäre das Gespräch mit den Beamten zu suchen (da wird man eventuell überrascht, wie menschlich die dann doch noch sein können) und die zu fragen, ob sie einen als Verbrecher betrachten. Was ich nicht glaube, weil Du ja noch auf freiem Fuß bist. Psychotische Schübe sind aber kein Verbrechen.

Das nächste Problem wäre dann Sicherheit.
Wer beschützt mich vor mir selbst?!

Ich empfehle hier die Abspaltung (WAS ECHT?...JA)

Die Erkrankung bist nicht Du. Du hast sie. Leider. Die haben ihren Job gemacht. Fühl Dich bitte nicht schlecht, weil Du einen Schub hattest.
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shesmovedon
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 17:55

Ich kann verstehen, dass dich das nachhaltig bewegt, aber schätze es hängt eher noch mit deiner Erkrankung zusammen, dass du dich nun wie ein Verbrecher fühlst.
Machst du eine Therapie nach der Episode oder nimmst du nur Medikamente?

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Ich24
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 18:09

Danke für Eure Antworten, ich bekomme Medikamente und ich mache eine Therapie.

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blade
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 18:14

Hast Du eine Idee was zu dem aktuellen Schub geführt haben könnte?
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Ich24
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 18:45

Also ich hatte den Schub bereits im November letzten Jahres und ich hatte das auch noch nie. Verrückt an der Sache war, dass ich (leide seit Jahren an einer Zwangsstörung) mich vier Tage vorher eg in eine Klinik begeben wollte, wegen meiner Zwänge. Dort wurde ich trotz Einweisung vom Psychiater wieder heimgeschickt. In den darauffolgenden Tagen hatte ich ganz schlimme Panikattacken und bin dann wieder in diese Klinik. Dort kam es dann dazu, dass ich neben mir stand und laut Ärzten war das psychotisch. Wochen zuvor hatte ich enormen Stress wegen meines Staatsexamens.

Liebe Grüße

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blade
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 18:57

Angst also.
Staatsexamen...auch was von Außen..mit viel Druck und Angst.

OK.

Was verbindet Dich mit Dir selbst? (das Staatsexamen tut das nicht, die Angst ein Verbrecher zu sein wohl eher auch nicht)

Wie hat man keine Angst?

Was wird aus dem armen Staatsexamen, wenn Du es nicht machst?
Was würdest Du sein, wenn Du das Staatsexamen nie getroffen hättest?
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Schnuckmuck
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 19:28

Indem du dir klarmachst, dass die Handschellen auch dem Selbstschutz dienen,
Zu einem Verbrecher gehört mehr, als Handschellen,


shesmovedon
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Beitrag Mi., 03.04.2019, 20:54

Ich vermute, dass es sich dabei auch eher um Zwangsgedanken handelt, die am besten mit einem Therapeuten bearbeitet werden.

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Pianolullaby
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Beitrag Do., 04.04.2019, 20:29

Ich hatte eine Kollegin die Probleme aufgrund ihrer Kindheit mit der Polizei hatte.
Sie hat über ihre Therapeutin mit der Polizei Kontakt aufgenommen,
und begonnen mit denen zu sprechen, und zusammen zu arbeiten. Sie haben verschiedene
Situationen begonnen durchzuspielen und da was zu machen.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum

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