Phasen von Herzrasen, Atemnot, Ängsten, Schwindel,...

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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angsthase_24
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Re: Phasen von Herzrasen, Atemnot, Ängsten, Schwindel,...

Beitrag Fr., 29.04.2016, 21:41

Lockenkopf hat geschrieben:He Angsthase

versuche es doch mal mit Verhaltenstherapie.
Hallo, also Verhaltenstherapie mach ich schon die ganze Zeit! Ich gehe seit 3 Jahren jede Woche zum Psychologen. Auch in der psychosomatischen Klinik wurde versucht viel an meinem Verhalten zu ändern. Es funktioniert allerdings einfach nicht und ich finde keinen Ausweg...Die Symptome beeinträchtigen mich so stark dass es nicht möglich ist eine stabile Hoffnung aufzubauen. Heute war wieder so ein typischer Tag. Aufgestanden und die Atemnot war wie immer da. Ich habe am Vormittag etwas gearbeitet und dann wurde es bis Mittag etwas besser. Zu Mittag gegessen und nach dem Essen kam sie wieder stärker und baute sich auch auf bis sie um 16:00 Uhr den Höhepunkt erreichte. Dann wurde es plötzlich besser so gegen 17:30. Ich habe da nichts anderes gemacht, hatte den ganzen Nachmittag mit meiner Freundin verbracht und in keinster weise Stress gehabt. Um 18:00 Uhr gingen wir gemeinsam joggen und dabei ging es mir auch ok! Wenn ich stehen bleibe ist die Atemnot komischerweise stärker da als beim gemütlichen joggen! Ich spüre wie mein Kopf vibriert weil ich den Herzschlag so stark wahrnehme, und der hals schnürt auch etwas zu, als ob das Blut nicht gut durchgepumpt werden kann und irgendwo hängt/staut. Sobald ich wieder losgehe oder sogar laufe ist das Gefühl wieder besser. Da denkt man natürlich typisch psychisch. Ich habe zufällig aber auch mal mit dem Großvater meiner Freundin darüber geredet weil er mich darauf angesprochen hat und selbst manchmal Atemnot hatte. Bei ihm wurde es auch besser wenn er sich bewegt hat bei ihm war aber wirklich das Herz schuld, er hatte Dehnungen an irgendwelchen Arterien und die waren daran schuld! Er bekam also einen Stent und dann hatte sich das Thema erledigt. Nun lebt er seit 20 Jahren damit und ist recht fit! Ich hab halt total schiss dass sowas bei mir auch ist, weil das sieht man nicht einfach im EKG oder Röntgenbild. Da diese Atemnot immer wieder kommt und nie ganz weg ist befürchte ich total auch sowas bei mir ist und würde natürlich gerne untersuchen lassen ob das der Fall ist! Ich kann allerdings nicht weil ich immer sofort einen Stempel bekomme fass es psychisch ist und ich nicht daran denken soll....

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Lockenkopf
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Beitrag Fr., 29.04.2016, 22:03

Ein Unterversorgung des Herzens mit Sauerstoff tritt besonders bei Belastungen auf, dann bleibt der Pat. stehen oder sitzt das Problem aus.
Wenn es dir unter Belastung gut geht, hat dein Herz definitiv keinen Sauerstoffmangel. Ich kenne das Sauerstoffmangelproblem des Herzens aus beruflicher Sicht und bin zusätzlich persönlich davon betroffen.
Liebe Grüße
Lockenkopf

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angsthase_24
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Beitrag Fr., 29.04.2016, 22:15

Das tut mir sehr leid für dich! ich weis manchmal kommt es mir vor wie wenn ich komplett umsonst jamerre weil es menschen wie dich gibt die wirklich ein problem damit haben. Das Symptom geht leider trotzdem nicht weg. Ich hoffe du wirst dabei nicht wütend wenn jemand so Zeilen wie ich oben schreibt. Mir gehts beim leichten joggen gut, teilweise sogar besser als in ruhe... sobald ich schneller laufe oder es bergauf geht bin ich aber sehr viel weniger fit als ich es vor 2 jahren war und dann fall ich auch in diesen zustand dass ich krank bin weil ich sofort die erschöpfung spüre, atemnot und druck auf der brust....Es ist wie wenn dieser Zustand dann eine Depression auslöst und leicht dinge wie autoreifen aus dem keller tragen sind für mich ein riesige herausforderung. 1h laufen ist aber möglich und mache ich dann soagr lieber!?...Ich habe laut der Tagesklinik eine leichte-mittelschwere depression und nehme dagegen trittico seit 6 monaten. Die Symptome wurden vom Trittico aber nicht besser. Ich war letztes Jahr im Ausland einige Zeit und hatte da für den Notfall Xanor mit. Hatte es 3mal probiert, ich war nur komplett müde davon und habe geschlafen, beruhigt hat es mich nicht wirklich ...

Möglicherweise wäre es sinnvoll mal ein adneres antidepressiva auszuprobieren, was meint ihr?

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Lockenkopf
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Beitrag Fr., 29.04.2016, 22:23

Was sagt denn dein Psychiater zum AD Wechsel?
Liebe Grüße
Lockenkopf

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Beitrag Fr., 29.04.2016, 22:56

Lockenkopf hat geschrieben:Was sagt denn dein Psychiater zum AD Wechsel?
Laut ihm sollte ich damit noch warten, das Trittico hilft zwar schon etwas mir gehts damit auf jeden Fall etwas besser als im November bevor ich damit begonnen hatte. Er möchte aber auch nicht die dosis erhöhen, wenn dann käme Wellbutrin in Frage.

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vision
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Beitrag So., 08.05.2016, 18:24

angsthase_24 hat geschrieben:
vision hat geschrieben:Hast du schon deinen Kalziumgehalt im Blut überprüfen lassen? (Eventuell auch Parathormon überprüfen lassen.)
Kalzium wurde mal gemessen war im Normbereich! Parathormon hab ich noch nie ehört, hat aber laut wikipedia mit Kalzium zu tun...
Gut, war nur so eine Idee. Aber wenn es ohnehin in Ordnung ist, so hast du eine Sorge weniger.
Burnout ist ein gesundes Signal auf eine ungesunde Lebenssituation. (Rotraud A. Perner)

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Sperlingfan
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Beitrag Do., 12.03.2020, 09:34

Dieser längere Erfahrungsbericht betrifft alle die, die das Gefühl haben nicht ausreichend Luft zu bekommen (Atemnot/Dyspnoe). Speziell beim tief Luft holen kein Sättigungsgefühl zu bekommen und was mir geholfen hat bzw. wie ich heute davon befreit bin.

Es fing alles ganz harmlos und schleichend an und ich habe wirklich nicht im Entferntesten daran gedacht, dass soetwas mich treffen könnte und dass es psychischer Herkunft ist.

Wir saßen bei Freunden an Bierchen zischen und Fußball gucken. Da habe ich das erste Mal das Gefühl gehabt, dass die Luft schlecht ist oder einfach ich nicht genug Luft bekomme - begleitend mit leichtem trocknem Husten. Da habe ich natürlich daran gedacht, dass sich eine Erkältung anbahnt (war auch Winter und ich war schon Ewigkeiten nicht mehr krank). Bin aber ganz normal weiter Arbeiten gegangen und nach etwa 3 Wochen saßen wir mit den Freunden wieder gemeinsam, diesmal im Kino. Da habe ich wieder davon erzählt, dass ich irgendwie nicht genug Luft bekomme. Da meinten die Kollegen das erste Mal: Junge du nervst damit schon seit 3 Wochen, geh mal zum Arzt.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, vor allem dann, wenn ich zu Ruhe gekommen bin. Nachts habe ich dann schon angefangen schlecht zu schlafen trotz Müdigkeit und bin auch regelmäßig schweißgebadet aufgestanden. Lustigerweise war das kalte schwitzen unter der Decke ganz angenehm und irgendwie befreiend.
Es hat nicht lange gedauert und ich bin dann eines Nachts wieder ganz normal aufgestanden um zu pinkeln. Auf dem Klo habe ich dann die erste und schlimmste Panikattacke meines Lebens bekommen. Ich bin aufgeschrocken und habe ganz tief Luft geholt. Ich hatte das Gefühl die Welt geht unter. Ein unbeschreiblich unangenehmes Gefühl mit ganz schlimmer Panik hat mich überflogen. Ich bin sofort raus und habe dann das gemacht, was mir immer geholfen hat, wenn ich einen Anflug von Atemnot hatte: Ich habe versucht mich abzulenken. An diesem Abend bin ich eine Stunde um den Block spazieren gewesen (Lustig ist auch, dass ich mich ganz genau an alle Details von dieser Nacht erinnern kann; es war richtig angenehmes Wetter und Windstille) und bin dann zu einem Ort wo ich mich sicher gefühlt habe (meinen Bruder wachgeklingelt). Er hat es tatsächlich geschafft mich zu beruhigen, indem er sein Senf dazugegeben hat (erst aggressiv gewesen, weil ich ihn nachts geweckt habe, bis er gecheckt hat, dass die Angelegenheit sehr ernst ist und er dann extrem beruhigend eingelenkt hat), eine Nackenmassage, Meditationsmusik und lustige Youtube Videos angemacht hat (besoffene Russen/fails). Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Ab dieser Nacht war ich offiziell „krank“.

Ich war dann 2x in verschiedenen Ortschaften in der Notaufnahme um mich abzuchecken. (Hausarzt hat eine Überweisung gemacht).
Das erste Mal war ich auch ganz klar hypoventiliert. Die Sauerstoff Sättigung im Blut ergab: 104%. Der Arzt erklärte so: Wie beim Schrauben drehen; nach Fest kommt ab. Zu viel Sauerstoff ist auch nicht gut, ich bin ganz sicher hypoventiliert. Er gab mir eine Papptüte zum rein und ausatmen, damit ich wieder auf 100% komme (Hintergrund: man atmet verbrauchte Kohlendioxid aus, welche man wieder einatmen, damit man eben nicht soviel Sauerstoff mehr mit aufnimmt). Dieses hat auch sofort geholfen und ich fühlte mich gleich viel besser. Ich weiß noch wo ich da war, dass ich gesagt habe: Egal was es kostet ich brauche eine Sauerstoffmaske/gerät und zwar ganz schnell. Ich war FEST davon überzeugt nicht ausreichend Luft zu bekommen. Ich habe ständig daran gedacht, dass es was mit der Lunge oder Ähnlichem ist). Er schickte mich natürlich zu allen möglichen Untersuchungen wie Herz/Röntgen-Lunge, Blut etc etc. alles immer ohne Befund. Kein Wunder, denn ich bin seit dem 20 Lebensjahr Sportler (Fitness/Bodybuilding; jetzt 32 Jahre alt). Lungenvolumen von 120%, Herz wie beim Marathonläufer und gute Blutwerte Diagnose war dann: Psyche. Man hat mir noch eine Tavor auf den Weg gegeben. Dieses Zeugs ist VERDAMMT gut. Umgangssprachlich: sch***. Ich habe einen Freund, der Epileptiker ist, welcher mir von vornerein davon abgeraten hat. Ich habe seinen Rat befolgt und nur 1 Tablette genommen um wirklich auszuschließen, dass es nix körperliches, sondern psychisches ist. Ich habe bis heute keine weitere genommen aber trage IMMER welche mit mir, sodass ich im Falle einer Panikattacke/Luftnotattacke ein Notmittel zur Hand habe. Ihr müsst wissen: Man fühlt sich danach richtig gut und erleichtert. Es ist das einzige was wirklich sofort hilft, aber unglaublich abhängig macht. Der Entzug ist so hart, dass ihr sogar ans Bett gefesselt werdet. Es ist eben eine Droge, vergleichbar wie LSD oder ähnlichem, nur eben ohne Rausch, sondern einer Art „leere/ruhe“.

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Sperlingfan
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Beitrag Do., 12.03.2020, 09:41

Das zweite Mal war ich bei einer anderen Notaufnahme, da ich es einfach nicht wahr haben wollte, dass ich was psychischen habe (und sowieso sollte man sich immer eine Zweitmeinung einholen). Die Wahrscheinlichkeit, dass mich sowas trifft ist einfach gegen 0, dachte ich. Ich hätte mich eher über solche Leute lustig gemacht. Im Endeffekt war ich dann selber davon betroffen und habe Homöopathische Mittel probiert, bin zum Heilpraktiker, zu Massagen, Meditation etc etc, eben alles versucht zu machen, damit die Atemnot weggeht. Das Ganze hat nun ganze ~ 7 Monate angehalten. Atemnot bzw. beim Luft holen kein Sättigungsgefühl zu haben immer Begleitet mit: Kloß im Hals, schwer beschreibbares unwohles Gefühl/Unwohlsein/Angst, teilweise ganz schlimmen trockenen Husten, zeitweiße kalter Nachtschweiß, zittern, ne Art Angst vor der Angst sowie (für mich persönlich das schlimmste gewesen, da psychosomatische Entwicklung) in den letzten 2 Monaten: ziehen im hinteren mittleren/unteren rechten Rücken und das Gefühl von einen Steinchen/Körnchen im linken Auge. Diese beiden Symptome sind zum Glück von heute auf morgen im 7 Monat weggewesen.

Ich war so am Ende, dass ich mir für 4 Wochen Urlaub genommen habe und diese Zeit mit reinen „chillen“ und nix tun verbracht habe. Normalerweise wäre ich wieder nach Thailand oder Bali. Da ich aber Angst hatte keinen Arzt auf die schnelle zu bekommen und auch momentan der Corona Virus seine Runden im asiatischen Raum macht, habe ich mich entschlossen, eben das Beste zu Hause zu machen. Wer weiß, vllt habe ich tatsächlich was aus der Ecke mitgeschleppt (war im selben Jahr im Januar da; auch in diversen Höllen wo Fledermäuse fliegen und deren Kot auf den Boden lag -> Habe erfahren, dass dieses für viele Krankheiten verantwortlich ist), welches sich aber erst ca. 8 Monate später bemerkbar gemacht hat. Hab schon an alle möglichen Ursachen gesucht und geforscht.

Ich schreibe das ganze gerade „mal eben so“, aber ich kann euch garantieren, in der Zeit wo ich damit konfrontiert war, war es alles andere als einfach. Ich habe mich schon von den Eltern verabschiedet und habe mit dem schlimmsten gerechnet. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht was nun der ausschlaggebende Grund dafür ist. Eine kurze Zeit bevor das ganze stattgefunden hat, war meine Oma schwer krank. Meine Oma ist für mich die wichtigste Person im Leben und ich habe natürlich viel „mitgefiebert“. Ich war jeden Tag bei ihr und habe versucht zu helfen. 2x mussten wir den Notarzt rufen und wahrscheinlich hat das alles eine Rolle gespielt. Seitdem ich nun Sirenen höre, ist es negativbehaftet bei mir. Zudem ist zeitgleich ein Arbeitskollege plötzlich an einer Lungenembolie gestorben. Er konnte noch den Notwagen rufen, seine Lungen sind insich gefallen und er ist dann erstickt, bevor der Arzt vor Ort war. Auch das hat sich sicher bei mir so eingebrannt, dass ich dann ständig gedacht habe, dass ich was mit der Lunge habe (wir arbeiteten schließlich zusammen und vllt haben wir irgendwas komischen eingeatmet etc).
Ansonsten habe ich eigentlich ein sehr gutes Leben, ich würde sogar eher sagen ein vorbildliches und besonders erfülltes Leben. Mir macht die Arbeit Spaß, welche aber sehr sehr stressig ist. Ich liebe aber sogar den Stress, denn dann bin ich gefordert und es ist nicht langweilig. Freunde beschreiben, dass ich eher hibbelig bin und nicht ruhig sitzen kann. Ich höre beispielsweise Podcast in doppelter Geschwindigkeit, mache manchmal zwei Sachen parallel, bin auch schon paar Mal alleine in anderen Ländern als Backpacker unterwegs gewesen, Onewayticket Thailand etc.
Beim Sport tobe ich mich fast täglich aus, sodass ich sehr müde werde und meist schon um 20:30Uhr schlafen gehe. Ich merke, dass Sport mich eher Kraft kostet, aber ich habe immer das verlangen was zu machen, sonst fühle ich mich unproduktiv wenn ich z.B. mal kein Muskelkater habe.
Was mir auch geholfen hat waren Sitzungen beim „Psychiater“, also genauer gesagt bei einem Freund, welcher Systematischer Therapeut ist. Beim Psychiater bekommt man einfach keinen freien Platz, die haben Wartezeiten von 6 Monaten und länger.
Was auch gut geholfen hat: Durch die Nase atmen. Wenn ich durch den Mund atme habe ich häufig das Gefühl einmal tief Luft holen zu müssen. Und genau da kommt eben manchmal kein Sättigungsgefühl. Wenn ich aber flach durch die Nase atme, habe ich seltener das Gefühl tief durchatmen zu müssen.
Ich bin immer noch nicht davon befreit und man ist häufig damit beschäftig sich auf die Atmung zu konzentrieren. Das ist ein Fehler und leichter gesagt sich nicht drauf zu konzentrieren, als getan.
Das beste nach Tavor war das gähnen. Durch das gähnen hatte man jedesmal das Gefühl richtig geil mit Sauerstoff versorgt zu sein. Ich kann mich noch erinnern, wo ich garnicht einschlafen wollte, denn ich wollte nur diese Sauerstoffsättigung.

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Sperlingfan
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Beitrag Do., 12.03.2020, 09:59

Ich habe zudem gemerkt, dass ich immer nach einem Kaffee nervöser war und nach mehr Luft gerinnt habe. Ich habe Kaffee für die Zeit wo ich damit der Atemnot zu kämpfen hatte komplett rausgeworfen und nurnoch Fenchel und Pfefferminztee getrunken. Kaffee sorgt nämlich dafür, dass die pumpe und alles hochgehen, welches wir bei einer allgemein hohen Anspannung nicht noch weiter erhöhen wollen.

Ich selber würde diese Atemnot auch als atypische bilaterale Pneumonie bezeichnen. Anscheinend ähnlich wie beim Corona Virus aktuell. Ich bin wirklich hart im Nehmen, war aber mehr als an meinen Grenzen, eher mehrmals darüber. Wer sowas psychisch ohne Schäden übersteht, hat mein größten Respekt verdient. Wenn nun tatsächlich die Bevölkerung solche ähnlichen Symptome verspüren sollte, dann Prost Mahlzeit.

Ein anderer Freund hat mir mal folgenden Tipp gegeben:
Du musst dir vorstellen, Angst und die Attacken sind dein Feind, wollen dich quälen. Wenn du denen aber keine Aufmerksamkeit mehr schenkst, dann verlieren sie die Lust dich zu quälen und lassen dich irgendwann in Ruhe.
Auch wichtig zu wissen: Angstzustände oder Nervositäten gehen IMMER vorbei. Das regelt das vegetative Nervensystem. Wenn man das weiß, verlieren die Attacken an Wirkung.
Alles im Leben passiert nicht gegen, sondern für Dich. Frag dich, was dein Körper/Geist dir mit der Atemnot sagen will? Lebst du hier und jetzt sogut wie es nur geht? Lebst du nur aus Kompromissen?
Mach dir weniger Sorgen, am Ende kommen wir hier alle nicht lebendig raus. Auch materielle Güter/ das Streben nach Erfolg bei der Arbeit sind nicht für immer. Wenn sich eine Tür schließt, gehen woanders zwei neue auf!!


Wer momentan auch in so einer Lage steckt und Hilfe benötigt, kann mich gerne [...] kontaktieren.
Zuletzt geändert von Tristezza am Do., 12.03.2020, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Telefonnummer entfernt.