Herzstolpern - Der tägliche Wahnsinn

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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Cobsuna
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Herzstolpern - Der tägliche Wahnsinn

Beitrag So., 11.07.2010, 18:30

Erstmal ein Hallo.

Ich bin 27 Jahre jung/alt/kann man sehen wie man will und leide seit 4 Wochen unter Herzstolpern bzw. Extrasystolen.

Alles fing nach einem sehr stressigen Tag auf der Arbeit an. Habe es zuerst ignoriert, doch dann habe ich mich sehr reingesteigert. Bekam Panikattacken, konnte nicht mehr rausgehen. Bin seit 4 Wochen krank geschrieben und alles zieht an den nerven. Langzeit EKG, Blutbild etc. hab ich alles durch. Ergebnis: Kerngesund.

Aha. Kann ja nicht sein dacht ich mir und denke ich mir immer noch. War dann nach 3 quälenden Wochen ohne Schlaf beim Psychater. Er meinte das die Herzstolperer von den Panikattacken kommen. Naja nur ich habe Sie auch ohne Panikattacken. Irgendwie konnte ich ihm das nicht klarmachen. Anzeichen für ne Psychotherapie sieht er auch nicht. Er gab mir Opipramol und alles war gegessen. Nunja die Opis helfen mir wenigstens einzuschlafen.

Für ca. 1 Woche kam ich auch mal ohne Herzstolperer aus. Dann kamen sie nun bei dem heissen Wetter wieder. Mittlerweile weiß ich nicht mehr was ich machen soll. Habe Angst einfach so tot umzufallen. Wie kann ich meinem Psychater überreden das ich zu ner Therapie will? Irgendwoher muss es kommen.

Edit: Ahso. Klar das tägliche Leben leidet auch drunter. Ebenso meine Freundin/Eltern/Verwandte, weil ich sie jeden Tag nerve. Ne leichte Depression habe ich laut dem Psychater auch. Kann ich mir vorstellen. Nur frage ich mich ob ich die Depression schon länger habe. Wenn nicht sogar schon Monate. Ständig Müde, auf nichts Lust, Hausarbeiten wie putzen, saugen etc. mach ich auch nicht. Komm einfach nicht in schwung.

Gibts eigentlich noch mehr leidensgenossen mit Herzstolpern? :D

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jennyfer
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Beitrag So., 11.07.2010, 19:04

Hallo Cobsuna, ja gibt es. Doch ich leide nicht mehr darunter. Ich habe hin und wieder Extrasystolen, und diese Verstärken sich bei Stress, und bei Nahrung auf dich ich leicht allergisch reagiere. (leicht, da nur in vermehrten Systolen bemerkbar, sonst keine allergischen Reaktionen).

Auch meine Kinder haben diese Extrasystolen, und es zählt dabei einzig und alleine der Umgang damit. Wenn es natürlich medizinisch abgeklärt wurde. Doch unter Kerngesund läuft das nicht. Das läuft bei uns unter nachgewiesene Extrasystolen mit denen wir zu leben haben. Bin da mittlerweile sehr nüchtern eingestellt.

Bei mir reicht es aus Stress zu vermeiden, und die Nahrungsmittel, die die Extrasystolen bei mir verstärken und vermehren (ist bei mir so, was nicht heissen muss, dass das bei anderen auch so ist. Das ist eine Selbstbeobachtung) zu meiden.

Nach der Abklärung vor drei Jahren bekam ich leichte Herztabletten verschrieben, für den Notfall, wenn meine Panik zu groß wird. Habe sie aber nie gebraucht. Mir half damals (als sie noch heftiger waren) aufsitzen, gegenhalten, oberflächlicher atmen, bis sie weg waren. Vor allem sich zusammenreissen, Wasser trinken.

Warum bist du bei einem Psychiater, und nicht in einer Therapie? Wäre für mich wie Pflaster (Tablette) drauf, und hör auf zu jammern.

Liebe Grüße

ungewiss
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Cobsuna
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Beitrag So., 11.07.2010, 19:15

Hi.

Wow. Wie gehen deine Kinder damit um?

Ich probiere damit zu leben. Geht noch nicht. Diese Aussetzer sind halt immer wieder erschreckend. Hm aber wo ich nun lese aufsitzen, gegenhalten etc...

Letzten Montag hab ich sie einfach ignoriert. Normal weitergeatmet und hatte nun 5 Tage ruhe vor den dingern.

Das mit dem Psychater... Ja so kam es mir auch vor. Er sah halt keine Anzeichen für eine Therapie meinte er, aber ich werd ihn wohl nochmal drauf ansprechen. Nur mit Tabletten ist mir nicht geholfen. Die Angst wird unterdrückt, aber nunja so solls nu nich sein.

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jennyfer
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Beitrag So., 11.07.2010, 19:30

Cobsuna hat geschrieben:
Wow. Wie gehen deine Kinder damit um?
Ganz wichtig war für sie die grüdliche Abklärung beim Internisten. Ein Sohn kommt dann zu mir, und hat Angst. Ich mach dann was mir geholfen hat. Ich sag ihm "ja, das sind Extrasystolen, und sie gehen vorbei". Also ich benenn das, und spreche ihm seine Angst aber nicht ab. Das ist ein Lernprozess, indem ich versuche ihm zu vermitteln, ich bin da, es geschieht dir nichts, und trotzdem darfst du Angst haben...Mit dem Zweck das er sie immer besser akzeptieren kann. Es hat sich auch schon gebessert. Doch er hat noch einen Weg vor sich, bis er sie alleine bewältigen oder ignorieren kann.


Liebe Grüße
ungewiss
Zuletzt geändert von jennyfer am So., 11.07.2010, 19:54, insgesamt 2-mal geändert.
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anarchistin
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Beitrag So., 11.07.2010, 19:33

hy;-))

hab mich iwie total gefreut, deinen beitrag zu lesen, daich aktuell auch wieder sehr stark mit den extraschlägen zu kämpfen hab. ich hab auch alles abklären lassen und bin auch kerngesund. zum glück. oft hab ich zwar schiss, tot umzufallen, aber da ich das schon echt lange habe (mal stärker, mal schwächer) hab ich mich schon dran gewöhnt und bis jetz bin ich immer noch putzmunter ganz am anfang wo diese extraschläge begonnen haben, konnte ich mich nicht damit abfinden "gesund" zu sein, das als "stressbedingt" hinzunehmen. ich dachte wirklich das da mehr dahinter steckt. ich hab immer gesagt:
die ärzte werden dann was finden, wenn ich mal einfach tot umfalle...
daich immernoch am leben bin, hab ich i.-wann dann auch akzeptiert das es ungut, aber nicht lebensbedrohend ist. ich ignoriere es. ich versuch halt so gut es geht stress zu meiden (in der heutigen zeit echt schwer...) und mich nicht aufzuregen über die extraschläge. beim ir spürt man die total stark...wenn ich die hand drauflege, pocht es aóft sowas von feste dagegen *huch* aber es beunrhigt mich nimmer. wenn du alles abgeklärt hast und alles ok ist: belasse es dabei.
eine thera wird da auch nicht viel weiterhelfen...schätz ich mal...
Der Weg der Extreme führt zum Palast der Weisheit!

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Cobsuna
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Beitrag Do., 15.07.2010, 21:53

Wollt schon lange was schreiben. Nu fass ich mich kurz. Die ganze Woche war ruhe. Nach 4 Wochen wieder ma arbeiten gewesen. Heut ist alles wieder mist. Wieder Herzstolpern bekommen. Bin nervlich total durch. Glaub die Depression hat heute völlig zugeschlagen. Heulattacke etc. Meine Eltern verstehen es nicht. Sid irgendwie der meinung ich hätte keine lust zu arbeiten. Super. Nu steh ich alleine da.

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BlackRose83
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Beitrag Mi., 21.07.2010, 10:48

Hallo, also ich leide jetzt auch schon ungefähr 2 Jahre an Herzstolpern. Mittlerweile versuche ich mich auch nicht mehr von den Extrasystolen beeinflussen zu lassen. Versuche zu ignorieren und mich bloß nicht reinzusteigern in meine Angst. Klappt leider aber auch nicht immer.
Ich mußte feststellen, daß Streß (in welcher Form auch immer) Auslöser dafür sind. Auch wenn ich viel trinke oder Esse (also wenn mein Magen gut gefüllt ist) habe ich vermehrt damit zu kämpfen.
@Cobsuna
das ist ja nicht so schön das Du ziemlich fertig bist. Wie geht es Dir denn momentan? Sehe erade das es schon ein paar Tage her ist nachdem Du geschrieben hast. Ich kann absolut verstehen das Du beunruhigt bist. Hast Du mal überlegt was denn ein möglicher Auslöser sein könnte? Also bevor es das erste mal Auftrat? Ich glaube ich kann das bei mir ganz klar an bestimmten Situationen festmachen.
Außerdem frage ich mich warum Du Dir nicht einfach "auf eigene Faust" nen Therapieplatz suchst? Du brauchst doch keine "Erlaubnis" von Deinem Psychater. Wenn Du der Meinung bist es könnte Dir helfen, dann mache das. Ich denke es würde Dir insofern was bringen, daß Du bestimmte Techniken erlernen könntest wie Du in Akutsituationen mit Deiner Angst umgehen kannst. Meld Dich mal wieder

Liebe Grüße BlackRose

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Cobsuna
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Beitrag Mi., 21.07.2010, 11:45

Huhu.

Also...wollte ja schon lange schreiben :D

Donnerstag abend kamen sie nach der Arbeit direkt wieder. Also Stress. War wie schon geschrieben ziemlich hinüber. Freitags auf der arbeit ging überhaupt nichts. Stolperer waren weg, allerdings war meine Stimmung ziemlich runter. Naja sollte dann nach Hause gehen. Bin dann zum Psychater und er verschrieb mir erstmal wieder andere Tabletten. Wirken besser als die alten das muss ich ja sagen.

4 Tage war ruhe und seit Montag hab ich wieder Stolperer, dabei bin ich die Woche nicht arbeiten. Halten jedenfalls noch an. Keine Ahnung wo sie her kommen.

Jepp ich kümmere mich selbst um ein Therapieplatz. Besser ist das. Donnerstag muss ich nochmal zum Cardiologen bzw. endlich mal nach 6 Wochen hmpf. Letzte Woche hat er mir abgesagt. Ich glaub ich bin nur von seltsamen Ärzten umgeben hier. Sollte ma ne Stadt weiter fahren.

Belastend find ich die Stolperer beim Fahrrad fahren. Denk immer ich kipp gleich um und bin hinüber, aber ich leb immer noch :D Hab mir ja extra nen Fahrrad gekauft. Möchte zuhause nicht nur rumgammeln sonst verblöde ich total. Naja ma schauen wies weitergeht. Denke mal ich muss einfach damit leben. Beta-Blocker will ich nicht. Damit brauch mir der Cardiologe gar nich ankommen. Mir reichen schon die AD´s.

Grüße Cobsuna

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BlackRose83
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Beitrag Mi., 21.07.2010, 13:50

hallo,
na das ist doch schon mal gut das Du die Sache selbst in die Hand nimmst und Dir jetzt einen Therapieplatz suchst.
Ich drücke Dir alle Daumen das Dein Arzttermin am Donnerstag gut verläuft. Wollte Dir denn Dein Hausarzt Beta-Blocker verschreiben? Oder wie kommst Du darauf? Was bekommst Du denn für AD´s?
Also ich nehme jetzt auch schon fast 2 Jahre (Beta Blocker) welche und muß sagen ich fahre damit sehr gut. Die Stoperer und mein Herzrasen sind deutlich weniger geworden. Also ich komme gut damit klar. Aber warte erstmal ab was Dir der Kardiologe rät.

Ich kenne aber auch solche Situationen (wie bei Dir mit dem Fahrradfahren) das ich echt Angst habe einfach umzukippen etc. Beruhigend für mich ist es aber, wenn ich mir vor Augen halte, daß ich ja schon eine Weile damit kämpfe und ich noch immer lebe bzw. noch nicht umgefallen bin. So hole ich mich in akuten Momenten wieder runter. Oder ich versuche mich abzulenken und meistens verschwindet das Stolpern nach einiger Zeit von ganz alleine. Ich habe die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben, daß vielleicht irgendwann einmal das Stolpern ganz weg geht. Bin auch in therapeutischer Behandlung und denke wenn ich mit mir und den ganzen drumherum besser klarkomme wird sich auch dieses Problem legen (hoffentlich)

Liebe Grüße BlackRose

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Cobsuna
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Beitrag Mi., 21.07.2010, 15:36

Huhu.

Joa der Hausarzt wollte mir Beta Blocker aufschreiben. Die Herzstolperer kommen und gehen immom aber immer. Mal ein paar Tage nichts. Dann ein paar Tage wieder. Denke mal so nötig hab ich sie dann nicht. Herzultraschall war okay. Hatte ich die Woche auf der Arbeit nachschauen lassen von nem Oberarzt (arbeite im KH). Der sagte alles okay. Nur ich sollte Sport machen. Deswegen hab ich mir schomma nen Fahrrad gekauft. Hihi. Wenns nur nich so wärm wäre.... Denke nicht das man beim Belastungs EKG mehr sieht, bzw. irgendwas schlimmes. Höchstens die Stolperer, falls sie morgen noch da sind.

Als AD nehme ich Mirtazapin. Vorher bekam ich Opipramol. Das zeug sollte mich eigentlich Abends müde machen. Habe ich abends genommen und war Tagsüber nur müde anstatt abends. Höhö. Das Mirta macht mich abends müde und Tagsüber bin ich eigentlich munter. Weiß nichtmal ob sich das mit Beta Blockern vertragen würde. Sonst hab ich halt noch Tromcardin Complex. Mehr son Magnesium etc. Präparat. Hilft aber nich. Nehms aber erstmal weiter zumindest bis mir der Cardiologe was anderes sagt.


charlotte_
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Beitrag Mi., 29.02.2012, 02:05

Hallo

ich leide seit einiger Zeit an Panikattacken und Ängsten. Mit Konfrontation ist es aber schon besser. Leider habe ich noch keinen Therapieplatz, aber sicher bald. Mein eigentliches Problem ist die Angst vor meinem Herzstolpern dass ich schon Jahre habe. Ich befürchte dadurch hat sich dann auch meine ANgststörung entwickelt. Ich bin körperlich gesund, bekomme aber bei Stress oder so Herzstolpern. Der Kardio sagt ich muss damit leben. Betablocker helfen mir nicht. Aber immer wenn ich Herzstolpern merke dreh ich am Rad. Ich hab so wahnsinnige Panki. Ich verkrampfe mich den ganzen Tag habe fürchterlich Unruhe weil ich denke mein Herz stolpert vielleicht lieber. Total krank!
Hat jemand ähnliche Angst`? Konnte jemand lernen damit umzugehn? Ich bin verzweifelt, alles dreht sich nur noch darum.

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kelton
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Beitrag Mi., 29.02.2012, 12:49

Hallo Charlotte,
also ich habe auch schon seit mehreren Jahren Angstattacken, während dieser Attacke bekomme ich Herzrasen,
mein Puls ist am rasen und ich habe das Gefühl, das es mit mir zu Ende geht.
Dann wird mir heiß, denn wieder kalt und ich bin völlig unruhig.
Und jedesmal wenn ich diese Attacken habe, geht es mir danach und einen Tag später total komisch.
Ich bin momentan mehr oder weniger in Behandlung. Meine Therapeutin ist im Mutterschutz und wir telefonieren sporadisch. Ich bin der Meinung und habe es auch immer wieder am eigenen Körper bemerkt, so mehr man den
Angstattacken Aufmerksamkeit gibt um so schlimmer wird es. Lasse diese zu nur dann haben sie keine Chance
und lösen sich. Ich muss es auch immer wieder lernen. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei, wenn ich merke das unruhig werde fange ich an Blutdruck zu messen. Ist doch klar, das dieser denn hoch ist. Und wenn ich den
erhöhten Wert sehe um so schlechter geht es mir dann.
Ich leide unter Bluthochdruck und nehme jeden Tag dagegen Tabletten und messe schon mal des öfteren. Aber ich bin immer beunruhigt wenn er schon etwas zu hoch ist und glaube immer gleich an was schlimmes.


charlotte_
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Beitrag Mi., 29.02.2012, 13:00

Hallo

die Angst selbst ist nicht mein Thema, sondern das Herzstolpern auf das ich täglich warte. Ich kann diesen Kreislauf von Erwartungsangst-Herzstolpern einfach nicht durchbrechen. Ich habe keine Ahnung warum ich das Herzstolpern so sehr fürchte.

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jolly32
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Beitrag Di., 20.03.2012, 09:14

Hallo Charlotte,

ich hatte diese Herzstolpern auch. Ja, es ist unangenhem, aber mehr auch nicht. Das haben sogar sehr viele. Man hat übrigens festgestellt, das Beta-Blocker in diesem Fall sogar eher kontraproduktiv sind. Ohne Beta-Blocker lebt man mitunter sogar länger.

Du bist gesund und diese Herzstolpern hat keine Auswirkungen auf deine Gesundheit. Akzeptiere es, wenn dein Herz wieder stolpert. Irgendwann wirst du es nicht mehr bemerken!

Was mir übrigens hilft, ist eine "zwischenatmung" wenn ich bemerke, dass mein Herz wieder zu stolpern beginnt. Kann das leider nicht genau beschreiben.

Progressive Muskelentspannung oder Autognes Training sind sicherlich auch hilfreich.


easyemma
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 20:56

charlotte_ hat geschrieben:Hallo

ich leide seit einiger Zeit an Panikattacken und Ängsten. Mit Konfrontation ist es aber schon besser. Leider habe ich noch keinen Therapieplatz, aber sicher bald. Mein eigentliches Problem ist die Angst vor meinem Herzstolpern dass ich schon Jahre habe. Ich befürchte dadurch hat sich dann auch meine ANgststörung entwickelt. Ich bin körperlich gesund, bekomme aber bei Stress oder so Herzstolpern. Der Kardio sagt ich muss damit leben. Betablocker helfen mir nicht. Aber immer wenn ich Herzstolpern merke dreh ich am Rad. Ich hab so wahnsinnige Panki. Ich verkrampfe mich den ganzen Tag habe fürchterlich Unruhe weil ich denke mein Herz stolpert vielleicht lieber. Total krank!
Hat jemand ähnliche Angst`? Konnte jemand lernen damit umzugehn? Ich bin verzweifelt, alles dreht sich nur noch darum.
Und ich habe immer gedacht, wäre alleine mit diesem Problem. Habe mich 1:1 in deinem Beitrag wiedergefunden, könnte auch am Rad drehen beim Herzstolpern...Angst, irgendwann dazuliegen. Mein ganzes Leben dreht sich auch nur noch um dieses Thema. Bislang konnte mir niemand helfen. Liebe Grüße easyemma