Ständige Übelkeit seit über ## Jahren

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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jab
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Ständige Übelkeit seit über ## Jahren

Beitrag Sa., 21.12.2013, 21:33

Hallo Leute,
hab mich nach längerem Zögern doch dafür entschieden, mich hier anzumelden, um mal die Meinung von ein paar Erfahrenen und Betroffenen zu hören.
Ich (m,##) leide seit knapp # Monaten unter ständiger Übelkeit, die in ihrer Intensität ständig schwankt, aber doch immer präsent ist. Dadurch bin ich sehr stark eingeschränkt, ist ja nicht unbedingt angenehm befürchten zu müssen, sich in der Öffentlichkeit übergeben zu müssen oder zumindest ins Husten/ Würgen zu kommen. Auch Zuhause ist Entspannung schwer, da das Unwohlsein auch dort präsent ist. Der erste Verdacht von Arzt und dann 3 Monaten später auch vom Psychotherapeuten war Globus Hystericus. Das beeinträchtigenste Symptom ist bei mir nämlich ein kloßiges/ schleimiges Gefühl im Hals, als würde dort etwas stecken. Außerdem leide ich unter Mundtrockenheit (was meinen ohnehin sensiblen Zähnen den Rest gibt) und unter gelegentlichem Durchfall oder auch Verstopfungen mit Bauchschmerzen. Da kam dann durch den Hausarzt Sodbrennen (Ösophagusreflux) ins Spiel. Das führt zur ersten und einzigen Untersuchung, einer Magenspiegelung, die außer einer Reizung der Speiseröhre nichts zeigte. Was ziemlich enttäuschend war (da ich immer noch im Dunklen tappte). Ich habe (blöderweise?) angesprochen, dass ich befürchte, dass es in die Richtung Psychosomatik geht, das hat er dann auch bestätigt. Pantoprazol gegen Sodbrennen und MCP-Tropfen brachten nichts. Naja, mein Neurologe hat mich dann an meinen Psychotherapeuten weitervermittelt, bei dem ich seit etwa 5 Monaten in Therapie bin (1 Std/Woche). Außerdem nehme ich Antidepressiva (z.Z. Venlafaxin 150mg, davor auch Mirtazapin).
Die Symptomatik hat sich gebessert, aber vieles kann ich immer noch nicht tun (Kino, mit Freunden ausgehen,...). Mein Rausgehen beschränkt sich auf (kleinere) Einkaufe und ein paar Übungen zur Konfrontation. Ich bin nämlich auch sehr schüchtern und mit dem Erlangen des Abis ist eine wichtige Sozialkomponente weggefallen. Außerdem bin ich seit ich denken kann ein ziemlicher Pessimist, der ein ausgeprägtes Katastrophendenken besitzt. Mein Selbstbewusstsein geht so ziemlich gegen 0. Im September wollte ich mit dem Studium anfangen, was ich einfach nicht geschafft habe. Zur Zeit befürchte ich einfach, dass es nächstes Jahr auch nicht klappt. Dabei freue ich mich eigentlich auf die neue Herausforderung und den Inhalt des Studiums (mit ein paar Zweifeln).
Außerdem hege ich ein paar Zweifel, ob das ganze wirklich zu 100 % psychisch sein soll. Ich dachte da vielleicht an eine Untersuchung abseits der Magenspiegelung, mein Psychotherapeut und mein Neurologe unterstützen eine weitere Untersuchung. Mein Hausarzt lehnte erst mit einem energischen "Nein, nein, nein!" ab, was mich ziemlich heruntergezogen hat. Er hat sich über meinen Neurologen aufgeregt und dann mit ihm telefoniert, mit dem Ergebnis, dass er mir die Nummer eines Gastroenterologen doch gegeben hat. Ich würde mir ziemlich blöd vorkommen, da jetzt anzurufen, aber andererseits, vielleicht kann der mir doch helfen. Ich weiß es nicht?
Ich schwanke zwischen Hoffnung (Zukunftsplanung, Freizeitsgestaltung) und Zweifel (kann ich mich in meinem Zustand schon in eine Sportgruppe begeben, oder siegt die Übelkeit?). Ich habe ehrlich gesagt keine wirkliche Ahnung, was ich mir durch diesen Post erhoffe, aber ich würde mich sehr über eure Erfahrungen, Meinungen und Beiträge freuen. Ich möchte das ganze so schnell wie möglich hinter mich bringen, denn die ganze Situation ist unangenehm und mir ist ziemlich langweilig vom Rumsitzen. Meine Eltern sind auch unglücklich darüber. Sie wollen zwar das Beste für mich, aber immer mal wieder kommen Sprüche wie "Wenns dir nicht gefällt, dann zieh doch aus." oder "Du könntest auch mal dein eigenes Geld verdienen." Das ist immer ein Schlag ins Gesicht, weil ich nicht hier rumsitzen würde, wenn ich es nicht müsste. Ich kann nicht einfach raus und von heute auf morgen einfach so leben, als wäre nichts gewesen. Das wäre schön, geht aber leider nicht...
Genug der (zu) vielen Worte, einen schönen Abend noch!

(Hinweis Admin: dieser Thread sammelt mehrere Berichte über lang dauernde Phasen wiederkehrender Übelkeit und die entsprechenden Feedbacks/Reaktionen darauf.)

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Red Mosquito
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Beitrag So., 22.12.2013, 09:43

Lieber Jab

Ich litt vor einigen Jahren an ähnlichen Symptomen, und es stellte sich heraus, dass die Ursprungsursache zwar eine körperliche war, die aber in einer ständigen Angst mündete, ich müsste mich in der Öffentlichkeit übergeben. Obwohl das nie passierte, hatte ich deswegen ausgeprägte Panikattacken. Durch diesen Dauerstress verstärkten sich die Beschwerden logischerweise (Stress schlägt auf den Magen). Ich war damals unglaublich froh, als eine körperliche Ursache gefunden wurde, die man behandeln konnte. Es dauerte auch so noch eine ganze Weile, bis ich meine Angst loswurde und keine Panikattacken mehr zu fürchten brauchte, sprich: bis ich wieder regelmässig und entspannt zur Uni gehen konnte, wieder einkaufen, wieder ins Theater, wieder ins Café. Deshalb möchte ich Dir raten, Dich an den Spezialisten zu wenden. Es gibt absolut keinen Grund, Dir deswegen blöd vorzukommen. Und wenn Du Dir doch blöd vorkommst: Lieber sich einen Tag lang blöd vorkommen als das ganze Leben lang zu leiden.

Dass die Medikamente und die Therapie bereits Erfolge gebracht haben, zeigt doch, dass Deine Hoffnungen berechtigt sind. Vielleicht kannst Du versuchen, Deine Aufmerksamkeit mehr darauf zu lenken, was Du bereits geschafft hast, als darauf, was Du alles noch nicht kannst. Ich habe mir damals ständig eingeredet: Wenn ich diese Herausforderung meistere, dann wird mich nie wieder im Leben etwas aus der Bahn werfen können. Dann bin ich ein Held. Dann kann mir nichts mehr passieren. Dieses Denken hat mir sehr geholfen, auch wenn es - im Nachhinein betrachtet - reichlich naiv war (natürlich war ich auch danach nicht unverwundbar. Aber immerhin sind die Panikattacken seither nicht wieder gekommen).

Du schreibst, dass Dich das Rumsitzen langweilt. Verständlich. Könntest Du die Zeit nicht nutzen, um Dir Deine Zukunft auszumalen? Dir zu überlegen, was Dich glücklich machen würde, was Du Dir erträumst? Stell Dir vor, was Du tun würdest, wenn Dich Deine Beschwerden nicht behindern würden. Je nachdem, was es ist, könntest Du bereits damit anfangen: Wenn Du studieren willst, dann lies schon mal Bücher zum Fach Deiner Wahl. Wenn Du einen Handwerksberuf lernen willst, dann recherchiere im Internet, bereite Bewerbungen vor. Wenn Du reisen möchtest, plane Deine Reise.

Ich wünsche Dir alles Gute.
Red Mosquito

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Paprika
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Beitrag So., 22.12.2013, 20:49

Hallo!

Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee, nochmals bei einem Gastroenterologen vorstellig zu werden. Allerdings würde ich ihm nicht von deinem Verdacht (ist es noch einer) sprechen, dass das psychosomatisch sein könnte, denn dann kann es ja passieren, dass er gar nicht mehr genau schaut?
Achte darauf, ob du eine Überweisung hast und was da obensteht.

Ich denke sehr wohl, dass auch ein Psychosomatiker ganz "normale" körperliche Beschwerden haben kann. So denke ich, dass unbedingt abgeklärt gehört, ob du unter irgendeiner oder sogar mehrerer Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidest!
Denn, und das ist für dich das Wichtige: ich tue es, mir war auch monatelang immer wieder übel oder flau im Magen, ich wurde -zig Mal gefragt, ob ich nicht schwanger sei und die Ärzte tappten im Dunkeln. Bis ich selbst auf die Idee kam, mich auf Fruchtzuckerunverträglichkeit zu testen. (Und zwar deshalb, weil es kurz zuvor bei meiner Mutter diagnostiziert wurde). Und siehe da: Bingo! Mehrere Unverträglichkeiten. Zuerst strenge Diät unter Ernährungsberatung, dann so nach nd nach probiert, was wieder geht und wie viel davon.
Hast du schon mal ein Ernährungsprotokoll gemacht?

Ich wünsche dir alles Gute und sei hartnäckig! Mag ja sein, dass auch eine psychische Komponente ist, aber die erklärt womöglich nicht alles!

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jab
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Beitrag Mo., 23.12.2013, 19:19

Hallo Red Mosquito und Paprika,
vielen Dank für eure aufmunternden Antworten. Es ist gut zu wissen, dass man nicht der Einzige mit Problemen dieser Art ist und dass es doch noch besser werden kann. Ich werde mich dann demnächst (quasi als Vorsatz fürs neue Jahr) in die Hände eines Experten (Gastroenterologen begeben), der wird sich ja wohl mit allem auskennen, was da so zwischen Ösophagus und Enddarm schiefgehen kann. Und wenn nicht gefunden wird, muss ich das wohl akzeptieren. Ich find's nur erschreckend, wie stark uns die Psyche einen Strich durch die Rechnung machen kann.
Sich eine Beschäftigung zu suchen, die ich in meiner Verfassung nachgehen ist ziemlich kompliziert, aber ich versuche mich ein bisschen aufs Studium vorzubereiten, hab mir ein paar Bücher gekauft. Und ich plane schon für die "Zeit nach der Krankheit". Wobei das auch ein bisschen blöd ist, weil ich's vor mich herschiebe.
Paprika, der Tipp mit dem Ernährungsprotokoll klingt ganz gut, ich werds mal probieren und das ganze dann zum Termin mitnehmen. Hoffe, dass ich damit nicht wie ein "Ärztehopper" aussehe, der sich seine Diagnosen im Internet sucht und von Arzt zu Arzt hüpft. Naja, kann mir im Moment eigentlich auch egal sein, hauptsache ich kann wieder meinem Leben nachgehen. Werde wahrscheinlich erst bis zu meiner nächsten Therapiestunde warten und das dann nochmal ansprechen und dann nach dem Termin fragen.
Ich wünsche euch auf jeden Fall frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, werde mich melden, wenn sich was neues ergibt!

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Cnan
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Beitrag So., 24.02.2019, 12:26

Hallo, mein Name ist Cnan und ich bin 20 Jahre alt.

Ich habe seit knapp 2 Jahren ein Problem mit ständiger Übelkeit, woher sie kommt weiß ich bis heute nicht genau...

Wie es angefangen hat weiß ich leider nicht genau, alles was ich weiß ist das mir beim essen mal extrem übel wurde aber ich mich nicht übergeben habe. *also ständig dieser Reiz sich zu übergeben*

Generell wenn die Übelkeit eintritt übergebe ich mich vielleicht 1x in 3 Monaten,

Dazu kommen noch :

ständige Gedanken an die Übelkeit, egal was ich mache ich denke immer an diese Übelkeit, z.b was passieren könnte wenn ich etwas Unternehme usw.

Panikattacken

Starke Kopfschmerzen

Starke Depression (welche ich selber einigermaßen beheben konnte)

Schwindel

Alles kommt meistens gleichzeitig.

Was es bewirkt hat:

Ich hatte eine Zeit lang das Problem nicht rausgehen zu können (knapp 1 Jahr nur rausgegangen wenn nötig z.B Arzt Termin)
Hab extrem wenig gegessen
Starke Depression, welche sich vermindert hat.
Abbruch der Schule
Angst arbeiten zu gehen, hab z.B demnächst einen Arbeitsplatz aber ich weiß nicht wie ich es schaffen soll, weil ich einfach Angst habe.

Was ich bisher alles gemacht habe:

- alles in Richtung Magen abgeklärt, es wurde nichts gefunden, bin völlig gesund.
- ich war bei einem Psychotherapeuten aber dieser hat mir nicht sehr geholfen.
- mit einem Neurologen gesprochen, demnächst MrT Termin.

Was ich wieder "erlernt habe" :

Konnte z.b 1 Jahr lang kein Bus/Bahn fahren, kann ich mittlerweile wieder, aber nicht ZU lange Strecken.
Einigermaßen essen, es fällt mir nur schwer zu essen wenn ich in der Öffentlichkeit bin oder unter Menschen.
Rausgehen.


*ich habe nie diesbezüglich irgendwelche Medikamente zu mir genommen*

Ich würde sehr gerne von euch wissen, was ich machen kann, mit wem ich reden kann um das ganze zu lindern bzw. Ganz zu heilen, weil das ganze schränkt mich sehr ein und quält mich.
Lebe halt auf der last meiner Mutter und möchte ihr das ungern länger antun und mir auch nicht.

Ich möchte endlich arbeiten gehen können und Auto fahren oder Sonstiges.

Mit freundlichen Grüßen,
Cnan.

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blade
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Beitrag So., 24.02.2019, 12:50

Übelkeit immer nach dem Essen?

Wenn ja. Schlag mal "Dumping-Syndrom" nach. Davon gibt es mehrere Formen und es kann auch funktionell auftreten, das heisst ohne Magenoperation in der Vorgeschichte.

Wenn schon alles abgeklärt wurde (Magen- und Zwölffingerdarm gespiegelt, Nahrungsmittelunverträglichkeiten zB Lactoseintoleranz, Fructoseintoleranz; und sowie Neurologe ...MRT geplant?...um zerebrale Ursachen für Übelkeit auszuschließen)
bleiben eigentlich nur funktionelle Ursachen (zB überschießender Flüssigkeitseinstrom in den Darm nach dem Essen oder zu starker reaktiver Blutzuckerabfall nach dem Essen)
oder psychosomatische Ursachen übrig.

Helfen denn zB Medikamente (zB Ondasetron; Metoclopramid würde ich eher NOCH nicht verwenden)?

Tritt Hitzewallung ein, oder starke Hautrötung?

Steht die Übelkeit im Vordergrund? Wie oft ist denn die? Wird sie mehr oder stärker?
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Cnan
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Beitrag So., 24.02.2019, 12:58

blade hat geschrieben:
So., 24.02.2019, 12:50
Übelkeit immer nach dem Essen?
Habe mich vielleicht falsch ausgedrückt aber die Übelkeit kommt unabhängig vom essen, sie kommt einfach aus dem nichts. Ohne einen Grund.

Vom Magen ist alles abgeklärt, bin körperlich völlig gesund.
Habe bisher keinerlei Medikamente zu mir genommen, außer in der depressiven Phase hab ich pflanzliche Beruhigungsmittel genommen.

Keine Hitzewallung oder starke Hautrötung

Die Übelkeit steht auf jeden Fall im Vordergrund, es hat mit ihr angefangen und im Laufe der Zeit kamen starke Kopfschmerzen dazu, Schwindel und ja.

Eine Zeit lang war sie jeden Tag fast ununterbrochen, mittlerweile jeden zweiten Tag vielleicht 1x am Tag, aber wenn es dann kommt, dann ist es fast unerträglich.

Es wird weniger wenn ich es Vergleiche mit vor 1 Jahr, aber die stärke ist gleich, der Reiz sich zu übergeben, aber man übergibt sich nicht.
Zuletzt geändert von Pauline am So., 24.02.2019, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fullquoten sind zu vermeiden. Bitte an die Netiquette halten.

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Beitrag So., 24.02.2019, 13:05

Hi

Vorsicht mit Ganztextzitaten hier.

Also wann ist denn das MRT (vom Kopf nehme ich an)?
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Cnan
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Beitrag So., 24.02.2019, 13:12

Der MRT Termin ist am 1 April eigentlich, aber war am Freitag im Krankenhaus wegen meinen Beschwerden und habe vom Krankenhaus empfohlen bekommen einen stationären Aufenthalt mit mRT usw. zu machen.

Habe eine Überweisung bekommen so das, wenn ich Glück habe nicht unbedingt 1 Monat warten muss. Am Montag ruf ich bei diversen Krankenhäusern an und frage dort nach.

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Beitrag So., 24.02.2019, 13:19

Hallo Cnan

Würde ich auch befürworten, das zügig anzugehen. Hat Dir eigentlich schon mal jemand den Augenhintergrund gespiegelt? Der Neurologe vielleicht?
Hätten die das MRT vielleicht stationär sofort machen können?

Wie geht es Dir jetzt?

mfg
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Cnan
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Beitrag So., 24.02.2019, 13:26

Den Augenhintergrund? Nein, wofür ist das denn? Kann ich ja dann nochmal ansprechen wenn ich im Krankenhaus bin.
Stationär Sofort wäre möglich gewesen, wenn das Krankenhaus nicht überfüllt wäre. Wohne in Berlin
Derzeit geht es mir Ansich gut, das einzige was mich wirklich extrem stört abgesehn von der Übelkeit ist der ständige Gedanke, ich kann an nichts anderes denken als an diese Übelkeit und meine Zukunft mit dem Problem.

Habe am 1 März eigentlich mein ersten Arbeitstag aber in meinem jetzigen Zustand kann ich es mir schwer vorstellen.
Und weiß nicht wie es erklären soll. (Arbeitgeber/Familie)
*meine Familie weiß über das Problem Bescheid aber das jetzt wieder diese Übelkeit so stark zurück schlägt kann ich mir ja selber schwer erklären.

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Beitrag So., 24.02.2019, 13:42

Hi Cnan
Ich würde schauen nächste Woche noch eine MRT zu kriegen.
Eventuell noch mal in dem Krankenhaus nachfragen.
Man kann auch bei niedergelassenen Radiologen anfragen, die haben manchmal auch MRT.
Adressen könntest Du Dir ja heute schon mal raussuchen und eine Telefonliste erstellen.
Dann kannst Du morgen gleich starten.

mfg
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Beitrag So., 24.02.2019, 14:10

Hey Cnan,

Erstmal tuts mur leid, dass es dir so schlecht geht. Da du geschrieben hast, dass du Angst hast so nicht arbeiten gehen zu können: wie war's denn bei der psychotherapeutin und warum konnte sie dir nicht helfen? Gibts abgesehen von deinen Beschwerden irgendwas in deinem Leben was dir "auf den Magen schlägt" / dich belastet?

Alles gute, lg
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Cnan
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Beitrag So., 24.02.2019, 15:46

Naja, er (es war ein Herr) hat eigentlich nichts gemacht außer mich gefragt, wie es mir geht, was ich gemacht habe und das war's eigentlich.
Keinerlei Übungen oder Hilfreiche Informationen,
nach 10 Sitzungen meinte er dann ich solle das ganze in so einer Art "kur" machen, also stationär denke ich mal

Auf den Magen schlägt mir die Arbeit eigentlich eher weniger,
eher meine Zukunft generell, weil ich kein normales Leben führen kann bisher und auch nicht weiß, wann oder ob es wieder möglich ist, nach den ganzen Absagen der Ärzte (also, die Aussage, "Wir finden nichts, sie sind soweit gesund")
Mit dazu kommt der Stress mit der Arbeit jetzt und dass ich meinen Eltern nicht mehr zur Last fallen möchte,

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Philosophia
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Beitrag So., 24.02.2019, 16:05

Ich hatte das zu dieser Lebensphase auch extrem... hab deswegen kaum noch gegessen und getrunken und konnte nach der Abschluss deswegen nicht gleich studieren, sondern musste noch zu Hause wohnen bleiben. Ich hatte psychosomatische Vergiftungserscheinungen auf mein Umfeld... das leider nicht wollte, dass ich fortgehe. Es ging mir nach dem Auszug echt besser. Zuhause gabs aber auch emotionalen Missbrauch vom feinsten. Für mich war jeder Tag zu Hause Gift. Darum die Übelkeit. Aber das hab ich nicht gemerkt, als ich dort wohnte. Gibt es vielleicht etwas, was dir von der Seele her schwer im Magen liegt?
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." - Albert Schweitzer