Extreme Einschlafzuckungen seit einem Monat / akute Schlafstörung

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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Lemoni
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Extreme Einschlafzuckungen seit einem Monat / akute Schlafstörung

Beitrag Mi., 22.06.2016, 16:44

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich leide seit 4 Wochen unter extremen Einschlafzuckungen. Jedesmal wenn ich gerade in den Schlaf abdrifte...

mal zuckt der fuß, das bein, der arm, der rücken, der kopf oder es schleudert gleich den ganze körper... danach bin ich immer komplett aufgeregt und brauch wieder eine stunde bis ich langsam wieder wegdöse... dann beginnt das gleiche spiel von vorne...

begonnen hat alles nach einer sportlichen und anstrengenden woche... und ich hoffte es war wegen der Anstrengung.... Ist aber schon 4 Wochen her jetzt. (in denen ich mich nicht mehr sportlich betätigt habe...)

Beruflich hab ich schon ein wenig Stress, fühle es aber nicht als Belastung. Auch im Privatleben passt alles super.

Ich weiß, dass Einschlafzuckungen prinzipiell normal sind und bei fast jedem Menschen hin und wieder vorkommen. Mir rauben sie aber - egal wie todmüde ich schon bin- stundenlang den Schlaf.
Wenn ich es nach Stunden endlich geschafft habe einzuschlafen, schlafe ich dann aber meist auch durch. Trotzdem belastet mich diese Situation ungemein und ich habe schon richtig Panik vorm Schlafengehen. Nachmittagsschläfchen geht auch nicht...


auch tagsüber bemerke ich jetzt leichtes zucken unter der haut, wenn mein körper in einer ruheposition ist... dies stört mich aber nicht weiter, und ich denke es fällt mir jetzt nur auf, weil ich so sehr drauf achte.....

Vor zwei Wochen habe ich eine Gesundenuntersuchung bei meiner Hausärztin gemacht. Blutwerte, Magnesium Werte, Schilddrüse, Harn, EKG, Blutdruck etc.. sind in Ordnung.
Magnesium Tabletten, Baldrian, Passionsblumen Tabletten helfen nicht.

war jetzt auch schon bei einer Neurologin. Passt auch alles. :/ Sie wollte mir dann ein Antiepileptikum verschreiben, welches ich definitiv nicht nehmen will :(


Vor 2 Jahren hatte ich diese Symptome (in einer schwierigen Situationen) schon einmal. Auch damals waren alle Werte ok und mein damaliger Arzt hat mir schlussendlich eine Drittel Trittico verschrieben. Nach 2 Wochen waren die Beschwerden weg und ich habe sie abgesetzt.
Dieses mal möchte ich sie aber nicht nehmen.
Ich habe viel zuviel Angst, dass sie dieses mal nicht helfen könnten und ich komplett ratlos und verzweifelt dastehe.



Ich hab große Angst ab jetzt mein Leben lang darunter zu leiden und nie mehr richtig schlafen zu können.... Diese Situation macht mich jetzt langsam auch psychisch fertig und ich merke dass sie langsam Angstzustände über den Tag verteilt ankündigen....

Ich möchte keine harten Medikamente nehmen müssen... Ich will einfach dass alles wieder so ist wie vor 4 Wochen... :( ich habe gut und gerne geschlafen....
und jetzt könnte ich heulen anfangen umso später es wird...

Eine Kollegin meint, ich solle mir die Schilddrüse von einem Spezialisten anschaun lassen.... was meint ihr? die ärzte raten mir wieder zu trittico.. aber auch das will ich nicht :(

hoffe ihr könnt mir ein bisschen mut machen und helfen...

Liebe grüße, lemoni


Jenny Doe
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 17:23

Hallo Lemoni,

ich würde mich damit trösten und selbst beruhigen, dass Du die Problematik ja schon mal hattest und sie wieder weggegangen ist. Wenn es was Ernsthaftes wäre, dann hättest Du die Medikamente dauerhaft nehmen müssen und die Symptomatik wäre nach Absetzen dieser wieder zurückgekommen.
Wenn organisch alles abgeklärt ist und die Ärzte Entwarnung geben, dann würde ich schauen, was diesmal die Ursache für deine Problematik ist. Damals war eine schwierige Situation, schreibst Du. Und jetzt? Du schreibst, dass Du auch jetzt Stress hast, es aber nicht als Belastung wahrnimmst. Vielleicht sieht das Dein Körper anders? Vielleicht reagiert er, bevor du dir der Probelamtik bewusst wirst? Sind alles nur Spekulationen von mir, die es zu überprüfen gilt.
Mich hat Dein Thread angesprochen, da ich die von dir beschriebene Problematik kenne, mal mehr, mal weniger, mal leicht, mal sehr schmerzhaft. Bei mir steht die Problematik in einem klaren Zusammenhang zu Stress - der mir übrigens vor einem Jahr noch nicht bewusst war. Ich funktionierte so gut, dass ich den Stress gar nicht wahrnahm.
Einen Umgang damit erlerne ich derzeit. Bewährt haben sich für mich bisher Entspannungsübungen, vor allem Fantasiereisen, weil diese meine Aufmerksamkeit von mir und meinen Körperreaktionen abziehen, und das Hören von Hörbüchern vorm Einschlafen.
Versuch mal rauszukriegen, wann deine Problematik schlimmer, wann besser wird. Vielleicht kommst Du so der Ursache auf die Spur und kannst dann was an dieser ändern. Mir hilft das Tagebuchschreiben, weil ich Dank meiner Niederschriften auch rückwirkend rekonstruieren kann, in welchen Situationen ich mich befand. Denn nicht selten treten die Stresssymptome bei mir auf, wenn ich zur Ruhe komme.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas Mut machen und dir die Angst nehmen.

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Lemoni
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 18:41

Hallo Jenny Doe.

Danke für deine rasche Antwort. Du hast diese Einschlafmyoklonien auch?
hörbücher höre ich immer beim einschlafen. Und ich bin dann auch wirklich müde, und möchte schlafen, nur dieses Zucken reißt mich dann immerwieder raus aus der Einschlafphase... :/
Mein Neurologe meinte, dass aus irgendeinem Grund meine Muskeln wahrscheinlich tagsüber so angespannt sind und ich das garnicht mitbekomme... :/
Laut Zahnarzt knirsche ich auch mit den Zähnen.. Also wirds schon Anspannung sein.. Nur... Andere Menschen haben doch auch hin und wieder Stress... Und die zucken nicht wie weiß nicht was im Bett... :(

Ja.. Es ist damals wieder weggegangen... Nach 1 Woche oder so... Deswegen fand ichs am Anfang auch nicht so tragisch... Nur jetzt plagts mich doch schon ein Monat :/ und es ist eine richtige Folter.

Wie lange hast du es schon?
Irgendwelche Tipps um tagsüber entspannter zu sein?
Liebe grüße


Candykills
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 18:50

Hey Lemoni
Ich kenn das auch. Nehme selbst Trittico und habe das darunter gar nicht mehr. Also würde ich dir eigentlich auch empfehlen es nochmal mit Trittico zu versuchen, vor allem wenn das so schnell bei dir anschlug. Trittico ist eigentlich bezüglich Schlaf ein ziemlich gutes Medikament und das einzige Antidepressiva/Schlafmittel, dass ich kennen, was nebenbei kein so hohes Suchtpotential hat. Ich schlafe inzwischen auch manchmal ohne. Und das frei von Zuckungen etc.
Ich glaube auch, dass der Kreislauf eher schlimmer wird, je mehr du dich reinsteigerst. Allein deshalb würde ich es mit einem Medikament durchbrechen.
Zum Entspannen kannst du vielleicht ein paar Übungen machen. Außerdem kann man als Zähneknirscher eine Schutzspange bekommen. Man merkt die gar nicht und effektiv ist es definitiv. Mein Kiefer ist dadurch deutlich entspannter.

LG
Candy
"Aber ich wusste von Anfang an, dass die Arbeit mit Schizophrenen bedeutete, das Rätsel zu studieren, ein Mensch zu sein und seinen Verstand verlieren zu können". (Christopher Bollas)

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Lemoni
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 18:59

Hallo Candy. Danke für deine Antwort. Wie haben sich dir Zuckungen bei dir geäußert? Sind sie auch auf einmal gekommen? Nimmst du unteranderem auch deswegen Trittico?
Ich habs damals genommen wie Ferien waren... Ich trau mich fast nicht, weil ich nun um halb sechs aufstehen muss... Komm ich dann überhaupt auf in der früh? :/
Und ich hab so Angst, dass es diesmal nicht hilft oder ich das ab jetzt immer nehmen muss... :/
Liebe grüße


Candykills
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 19:05

Hey

Nein ich nehme es generell wegen meinen Schlafstörungen, aber meine Zuckungen gingen damit eben auch weg.
Ich hab die Erfahrung mit Trittico gemacht, dass es keinen Überhang gibt, ganz im Gegenteil. Ich nehme 100 mg und bin damit morgens um 6 top fit (leider). Ich geh allerdings auch ziemlich früh ins Bett, meist zwischen 8 und 9 Uhr.
Wenn du davon nur 25-50 mg nimmst, solltest du morgens auf keinen Fall Probleme haben, vor allem müsstest du es wahrscheinlich nicht mal länger nehmen, wenn es damals auch so schnell gewirkt hat.
Und es ist eine wirklich geringe Dosis. Wenn ich's jetzt mal weglasse, habe ich auch keine Zuckungen! Allerdings nehme ich auch noch nen Haufen anderer Medis, ich weiß nicht inwieweit die da nicht auch noch mit herein wirken.
Ich würd's an deiner Stelle auf jeden Fall probieren!

LG
Candy
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Lockenkopf
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 19:30

Liebe Lemon,

nicht einigen Menschen haben diese Einschlafzuckungen, sondern jeder Mensch hat sie. Und Du hattest Sie auch schon dein Leben lang, hast dem nur nie Bedeutung zu gemessen.

Du willst sie los werden? Geht nicht. Du wirst so lange Du lebst Einschlafzuckungen haben, so wie jeder andere auch.
Also nimm es als das was es ist, etwas vollkommen normales.
Liebe Grüße
Lockenkopf

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Beitrag Mi., 22.06.2016, 20:00

Hallo lockenkopf
Ich weiß, nur nicht in diesem Ausmaß und in dieser Intensität normalerweise merkt man sie ja kaum...
Und mein Freund neben mir zuckt auch.. Nur wacht er davon nicht auf... Ich sitz danach aber im Bett :(
Sicherlich fallen mir jetzt auch die kleinsten Zuckungen schon auf... Aber mir geht's primär um die Zuckungen wenn es meinen kompletten Körper durchfährt :(
Und die hatte ich definitiv nicht schon immer.... :(
Lg


Jenny Doe
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 20:13

Hallo Lemoni,
Du hast diese Einschlafmyoklonien auch?
Nicht nur beim Einschlafen, zeitweise auch während des Schlafes. Ich werde durch die heftigen Zuckungen wach.
Mein Neurologe meinte, dass aus irgendeinem Grund meine Muskeln wahrscheinlich tagsüber so angespannt sind und ich das garnicht mitbekomme... :/
Diese Beobachtung habe ich bei mir selber auch machen können. Meist, wenn Zuckungen auftreten, sei es nun Nachts, vorm Einschlafen oder tagsüber (z.B. Augenzucken), dann fällt mir auf, dass meine Muskeln sehr angespannt sind. Wenn ich dann versuche z.B. die Gesichtsmuskeln locker zu lassen und zu entspannen, dann verschwinden die Zuckungen wieder. Sie verschwinden auch, wenn ich abgelenkt werde, d.h., dass die Aufmerksamkeit auf die Zuckungen, diese aufrechterhalten und verstärken.
Nur... Andere Menschen haben doch auch hin und wieder Stress... Und die zucken nicht wie weiß nicht was im Bett... :(
Jeder reagiert anders, der eine kriegt ein Magengeschwür, der andere Durchfall, ... und manche Menschen zucken.
Wie lange hast du es schon?
Keine Ahnung. Es gibt Zeiten, in denen ich keine Probleme habe, und dann gibt es wieder Zeiten, in denen ich diese Probleme monatelang habe.
Irgendwelche Tipps um tagsüber entspannter zu sein?
Ich bin grad dabei diese in meiner Therapie zu erlernen. Was ich derzeit schon kann ist: eine Fantasiereise machen, mir einen Ort vorstellen, an dem ich entspannt war, Atemübungen (die zu meiner Überraschung Verspannungen lösen), Gleichgewichtsübungen (auch sie führen zu Entspannung), bewusst ganz langsam gehen, mich hinsetzen und den vögel lauschen oder den Wolken hinterhersehen, ... Mir fällt grad auf, dass ich ja doch schon einiges gefunden habe, was hilft.

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Lockenkopf
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 20:50

Liebe Lemoni,

du hast Angst und Panik wenn Du deine Zuckungen bemerkst. Völlig unbegründete Angst.
Würdest Du deine Zuckungen als normal einordnen, wäre sie nicht so wichtig, sie würden dich nicht ängstigen, Du bekämst kein Herzrasen und keine Schweißausbrüche und könnest ruhig und entspannt bleiben und in den Schlaf hinüber dämmern.
Liebe Grüße
Lockenkopf


sine.nomine
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Beitrag Mi., 22.06.2016, 23:46

Einschlafzuckungen sind meiner Meinung nach nicht gesundheitlich normal. Ich hatte oder habe auch - mittlerweile eher selten - solche Zuckungen(v.a. der Beine) vor dem Einschlafen, dazu kribbelnde Beine, Füße und Finger(Restless Legs Syndrom gibt es da). Stress und Überlastung sind da normalerweise der Auslöser lt. Wikipedia. Allerdings müsste es zum RLS auch andere Anzeichen geben, wie z.bsp das Nachgeben der Füße/Beine bei längerem Stehen oder beim Stiegensteigen.
Was ich mir als zusätzliche Indikatoren vorstellen könnte wären Aufputschmittel, zuviel Sport, zu wenig Erholung, schnelle, fordernde Tätigkeiten(vielleicht PC spielen) oder einfach nur psychische und körperliche Anspannung.
Wahrscheinlich kommst du nicht in den Schlafzustand, also wo sich die Atmung reguliert und sich der Körper beruhigt und erholt. Das ging mir letzte Nacht auch so, dass ich nicht zur Ruhe gekommen bin, dabei wusste ich mir nicht zu helfen. Übrigens, auch ich "knirsche" manchmal aus Gewohnheit leicht mit den Zähnen, wenn ich unter Stress bin. Solange durch dieses Knirschen die Zähne nicht zu sehr abgerieben werden, ist es nicht bedenklich.

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saffiatou
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Beitrag Do., 23.06.2016, 12:38

ich habe auch gleich an RLS gedacht, mochte das aber nicht äußern, da ich keine Ferndiagnose geben mag...

Es ist extrem belastend, weil der Schlaf sich nicht einstellen will und ich verstehe Deine Probleme damit sehr gut.

RLS kann eine Neurologin und nur sie diagostizieren und dann auch mit Medikamenten helfen. Dieses Syndrom ist recht häufig, aber unterschiedlich in seiner Intensität, manchmal stört es kaum und dann wieder extrem belastend, es greift bei mir auch auf die Arme über.

Bei mir ist das Syndrom auch tagsüber, wenn ich zur Ruhe kommen will oder eben die psychischen Anspannungen stärker werden. Alles Entspannungsübungen verstärken das ganze auch und das ist das ganz gemeine!
Lockenkopf hat geschrieben: nicht einigen Menschen haben diese Einschlafzuckungen, sondern jeder Mensch hat sie. Und Du hattest Sie auch schon dein Leben lang, hast dem nur nie Bedeutung zu gemessen.

Du willst sie los werden? Geht nicht. Du wirst so lange Du lebst Einschlafzuckungen haben, so wie jeder andere auch.
Also nimm es als das was es ist, etwas vollkommen normales.
Lockenkopf, das ist nicht nur falsch sondern auch extrem unempathisch und bagatellisierend!

Saffia
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Jenny Doe
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Beitrag Do., 23.06.2016, 13:04

Lockenkopf, das ist nicht nur falsch sondern auch extrem unempathisch und bagatellisierend!
Das hat schon jeder Mensch, aber es kommt auf das Ausmaß, die Häufigkeit und Intensität an. Und dieses kann nur jeder selbst beurteilen. Nur man selber kennt den Vergleich zwischen "normal" und "nicht normal".
Wenn mir den ganzen Tag das Auge zuckt, dann ist das genausowenig normal wie wenn ich im Bett liege und mein Bein im Sekundentakt nach oben springt. Da ich diese Probelamtik sonst nicht in diesem Ausmaß, in dieser Häufigkeit und in dieser Intensität habe, sondern "nur" in Stresssituationen, kann ich durchaus selber beurteilen, was normal ist und was nicht.
Ich halte nicht sonderlich viel davon, wenn User aus der Ferne übers Internet glauben beurteilen zu können, was bei anderen normal ist. Auch wenn etwas jeder Mensch hat, heißt das noch lange nicht, dass das auch im Einzelfall normal ist.
Man sollte es nicht dramatsieren, aber auch nicht bagatellisieren. Denn die Reaktionen des Körpers können einem wichtige Hinweise darauf liefern, dass etwas körperlich oder psychisch nicht stimmt.

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stern
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Beitrag Do., 23.06.2016, 13:12

Warum zuckt man manchmal beim Einschlafen?
Rund 70 Prozent aller Menschen erleben hin und wieder ungewollte Bewegungen und Schwindelgefühle im Dämmerschlaf. Unzählige Onlinebeiträge zeugen davon, dass diese Erfahrung viele Betroffene enorm beschäftigt. Doch trotz des großen Interesses ist die Ursache des abendlichen Zuckens noch immer nicht genau geklärt.
http://www.spektrum.de/frage/warum-zuck ... en/1011988
Wenn es bei allen wäre, wäre ich unnormal... Ich merke nämlich -fast immer- davon nichts... vielleicht ein paar Mal im Laufe der Zeit. Aber das ist dann ja nicht wirklich nennenswert.

Bei RLS habe ich mal eine Doku gesehen, dass Eisenmangel ein Grund sein kann... wird aber mehrere Ursachen geben. Insofern kann evtl. ein ärztlicher Check nicht schaden... bzw. überhaupt von einem Arzt unterscheiden zu lassen, ob RLS vorliegt oder Zuckungen beim Einschlafen (z.B. weil Spannung abfällt).
Liebe Grüsse
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»Wenn man eigene unbewusste Tendenzen den anderen ansieht, nennt man das eine Projektion«
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Beitrag Do., 23.06.2016, 13:28

Hallo, ich hatte das auch u. als es so stark war, dass ich nicht schlafen konnte, habe ich Medikamente bekommen. Du kannst auch was niedrig dosiertes Abends nehmen. Ein anderes Medikament wie Tridicco wird es wohl geben. Lass Dich von deinem Neurologen beraten u. wenn das nicht geht, dann geh zu einem anderem. Ausprobieren! Ich finds nicht schlimm Medikamente zu nehmen.