'Sperre' in Antrieb, Motorik und Gedächtnis

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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gideon24
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"Sperre" in Antrieb, Motorik und Gedächtnis

Beitrag Do., 28.03.2019, 01:38

Also, ich (m) beschreibe mal die Situation:

- bis ca. 23 "normal" "neurotisch"; leicht depressive Phasen; Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich; Suche nach erfüllten Freundschaften sowie Intimbeziehungen; habe mich begonnen für Psychologie und Spiritualität zu interessieren
- mit 24 ist dann durch Stress mit diversen Frauen, sowie Prüfungsdruck an der Uni, wiederholte grippale Infekte, sowie evtl. zu viel spiritueller Praktiken und 2-3 traumatischen Situationen (die ich hier nicht näher beschreiben möchte) quasi mein Leben plötzlich anders gewesen
- es war ganz viel Energie / Unruhe / Druck in meinem Körper; eine Art "Kopfschmerzen", "Beklemmung" in der Brust usw; außerdem war so ein eine Art Überflutet-werden von Sinneswahrnehmungen und innerem Erleben (Gedanken + Gefühle) da; ich hatte plötzlich sehr große Probleme mit Gedächtnis und Zeitgefühl; sowie Probleme mit Kraftlosigkeit in Armen / Beinen und motorischen Schwierigkeiten; irgendwie eine Art "Sperre" was Antrieb, Motorik und Gedächtnis betrifft; und starkes Dissozieren
- heute, Jahre später, ist - ich hab mir diverse Kompensationsstrategien zurecht gelegt - vieles besser geworden; geblieben sind diese Art "Sperre" was Antrieb, Motorik und Gedächtnis betrifft sowie Schwierigkeiten im Zeitgefühl [da sind Schwierigkeiten da mit dem "Kurzzeitgedächtnis" und dem in Beziehung setzen von dem Gedächtnis im zeitlichen Verlauf]; im Prinzip bin ich nicht mehr arbeitsfähig und mehr oder weniger ausrangiert (= Sozialamt); ich habs wirklich Jahre versucht wieder zu funktionieren

Das wäre ja alles nicht halb so schlimm, wenn mir Psychologen oder Ärzte wenigstens glauben würden. Da wird mir dann gesagt, ob es nicht ADS sei oder Autismus oder mir wird der gute Wille abgesprochen. Ich fühle mich da unverstanden führe die Gespräche nicht weiter. Trost oder Zuversicht suche ich dann in alternativen Ansätzen - Körpertherapie, Yoga usw.

Ich würde gerne mal wissen, was hier Leute zu der Situation sagen.

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Pianolullaby
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Beitrag Do., 28.03.2019, 21:51

Aber wenn gesagt wird, dass es ADS oder Autismus sein könnte, nimmt man Dich eigentlich schon ernst?
Was würdest Du denn genau erwarten?
Wie oft warst Du denn da? Man kann ja nicht nach 1 std. eine Diagnose stellen.
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gideon24
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Beitrag Do., 28.03.2019, 22:31

Das mit Autismus / ADS waren nur die "Extrembeispiele" von inkompetenten "Fachleuten", wo ich jeweils nur ein paar Mal da war. Jegliche Versuche denen zu erklären, dass dem nicht so ist sind gescheitert. Wäre mir auch neu, dass ADS / Autismus das erste mal Anfang 20 an Symptomatik auftritt. Ich kann auch gerne noch andere Beispiele an Therapeuten und auch einer Klinik anführen, aber das führt ja nicht weiter. Ich möchte gerne konstrukiv bleiben. Mich würde halt interessieren, ob das z.B. eine psychotische Negativsymptomatik sein könnte. Ich fühl mich ansonsten weder depressiv noch irgendwie unlebendig. Ich suche halt nach einer Besserung der Symptomatik. Und keine Therapeuten, die mir sagen, dass ich ja einfach nur "wollen" oder "tun" müsste.

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Beitrag Fr., 29.03.2019, 11:24

Also kann mir jemand mal sagen, warum dieses Thema jetzt schon zum zweiten mal verschoben wurde und dieses mal in "Psychosomatische Beschwerden"? Das hat nun wirklich nichts mit "psychosomatisch" zu tun.

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Lilli81
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Beitrag Sa., 30.03.2019, 19:38

Ich habe da ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch ich habe mich zuviel mit Psychologie und Strategien usw beschäftigt. Ich glaube, wir wollen zuviel und zu schnell und unsere Psyche macht da einfach nicht mit. Das mit dem Dissoziieren wie du schon sagst, passt da genau. Man fühlt sich, wenn man es beschreibt wie ein Autist kann man sagen. Ich habe mal einen Test im Internet gemacht und da kam 50/50 Autist raus (also nichts ganzes und nichts halbes). Ich weiß im Grunde genommen auch nicht, wie ich da jetzt rauskomme. Meine Therapie läuft noch. Ich bin erst in der Therapie dareingeschlittert. Ich habe zuviele Kurse besucht. Wollte mir selbst zusätzlich helfen. Das war wohl zuviel. Ich kann dir empfehlen erstmal deine Psyche ruhen zu lassen. Nehme mal Abstand von den ganzen Sachen, die deiner Psyche helfen. Dein Kopf sollte mal zur Ruhe kommen. Was die Dissoziationen angeht, würde ich nochmal einen Therapeuten oder Klinik aufsuchen. Es gibt die Schematherapie. Da erfährt man nochmal genau warum man sich wie verhält. Wenn du diese Muster kennst, kannst du nochmal genau durchschauen, wann genau treten deine Muster evt auch auf. Bei mir ist es auch in Sachen Männern. Diese Dissoziationen sind ein Schutz. Vielleicht möchtest du dich mit mir auch privat austauschen.