Bulimie loswerden

Bulimie, Anorexie, Adipositas, EDNOS (mehr zur Unterscheidung finden Sie in meinen themenbezogenen Artikeln im Archiv, darüber hinaus finden Sie auf der Website auch Selbsttests zum Thema)

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RaupeNimmersatt
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Bulimie loswerden

Beitrag Sa., 14.12.2019, 15:30

Hallo ihr Lieben!

Ich habe seid einigen Jahren Bulimie!
Wie lange habt ihr gebraucht um sie zu besiegen?

Ich plane selten große Fressanfälle, bekomme während dem normalen Essen aber Ekelgefühle und denke daran mich zu übergeben. Dies rum löst aus, dass ich ja eh noch nachstopfen kann (zb Süßigkeiten) weil ich dann eh aufs Klo gehe! Das mache ich ca. 1 bis 4x pro Tag! Manchmal lasse ich einen Tag aus!

Ich mache das nicht nur zuhause, sondern eigentlich überall wenn ich gerade das Gefühl habe dass es nicht mehr geht
Ich ärgere mich immer sehr, wenn ich vom übergeben schon Kopf und Halsschmerzen habe, dann sage ich mir IMMER "Morgen höre ich damit auf" aber ich schaffe es nicht.

Seid einem Jahr habe ich auch noch eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert bekommen, da war ich dann aus lauter ANgst mich noch mehr kaputt zu machen 3 Monate Brechfrei. Bin aber in ein Loch gerutscht und habe viel geweint und dadurch auch 5kg abgenommen, die ich mittlerweile wieder oben habe!

Seid der körperlichen Diagnose leide ich auch an Heulattacken bzw starken Stimmungsschwankungen, ich nehme aber noch keine ANtidepressiva, weil ich ja weiß woher die Traurigkeit kommt!
Ich habe auch mein theoretisches Problem der Bulimie verstanden, mich würde halt interessieren wie lange ihr gebraucht habt!
Ich kann ein Jahr in Therapie bleiben und frage mich eben auch ob sich das alles ausgeht ! :)
Danke und schönen Tag

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Pianolullaby
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Beitrag Sa., 14.12.2019, 16:25

Ob das passt mit einem Jahr, wird Dir niemand sagen können, das ist bei jedem unterschiedlich. Manche kommen auch gar nicht raus. Schlussendlich musst Du etwas finden, was Dir wichtiger ist als das k......, und nur Du allein kannst es beenden. Thera ist nur Hilfe zur Selbsthilfe, es muss Dein Wunsch sein da rauszukommen. Stehst du da nicht 100% hinter, wird es auch mit Thera kaum gelingen.
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Lady Nightmare
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Beitrag Di., 17.12.2019, 20:54

Der letzte Satz von Pianolullaby ist der wichtigste. Dein Leidensdruck muss so groß sein, dass du unbedingt damit aufhören möchtest. Es bringt auch nicht viel, wenn dir andere hier schreiben, wie viel Zeit sie gebraucht haben, um die Bulimie zu überwinden, denn die Antworten können ja nur sehr individuell ausfallen.

Obwohl ich alles andere als eine Freundin von stationären Aufenthalten bin, möchte ich erwähnen, dass ich einen stationären Aufenthalt in einer entsprechenden Fachklinik gerade im Kampf gegen eine Essstörung für sehr sinnvoll erachte. Gerade wenn du schon jahrelang drinsteckst, wäre das vielleicht ein Option. Dazu musst du es aber wirklich wollen. Mir hat das vor drei Jahrzehnten geholfen, das Kapitel Bulimie ein für allemal zu beenden.


Candykills
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Beitrag Di., 17.12.2019, 20:58

Ich würde dir bei einer so manifestierten Krankheit auch einen stationären Aufenthalt nahelegen.
Eine ambulante Therapie kann sehr aufwühlend sein und die Essstörung sogar vorübergehend dadurch verstärken.
Bei einem stationären Aufenthalt bist du erstmal aus dem Alltag draußen und kannst dich quasi ohne Essstörung erproben und Konzepte lernen, wie du dich dann nach dem Aufenthalten auch im Alltag vor der Essstörung schützen können wirst.
Ein Leben ohne Katze ist möglich...aber sinnlos.


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RaupeNimmersatt
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Beitrag Sa., 21.12.2019, 20:48

Hallo ihr lieben!
Danke für eure Antworten! Eine stationäre Aufnahme ist leider gar nicht möglich, da ich Kinder habe!
Meine Motivation ist sehr groß, vor allem wegen der Familie und in erster Linie natürlich wegen mir selbst!
Ich mache ja seid 1 Jahr eine Therapie habe mich aber erst jetzt geöffnet und jetzt wird mir mein Problem so richtig bewusst :( das macht mir auch ziemlich Angst!