Austausch DIS/DDNOS - Betroffene (Teil 3)

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie, Bipolaren Störungen ('Manisch-Depressives Krankheitsbild'), Wahrnehmungsstörungen wie zB. Dissoziationen, MPS, Grenzbereichen wie Borderline, etc.
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Martha-L.
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Re: Austausch DIS/DDNOS - Betroffene (Teil 3)

Beitrag Di., 01.09.2020, 09:20

Tut gut verstanden zu werden....danke

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Martha-L.
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Beitrag Do., 03.09.2020, 17:49

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Sinarellas
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Beitrag Do., 03.09.2020, 18:59

Du solltest über diese Art der "Verwirrung" mit deinem Therapeuten besprechen und nicht hier in einem öffentlichen Psychotherapieforum, das hilft dir nicht weiter und stiftet in dir nur noch mehr Unruhe.
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Martha-L.
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Beitrag Do., 03.09.2020, 19:09

Oh, ok ...

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Montana
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Beitrag Do., 03.09.2020, 21:22

Ich schreibe mir so Zeug privat auf. In einer Form, die etwas leichter nachzuvollziehen ist als wenn es hier im Forum steckt. Es ist ja schon wichtig, dass du deine Fundstücke zur Kenntnis nehmen, sammeln und falls du das möchtest mit in die Therapie nehmen kannst.

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Martha-L.
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Beitrag Fr., 04.09.2020, 11:01

Danke.
In der Therapie ansprechen geht (noch) nicht.

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Sintje
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Beitrag Sa., 21.11.2020, 15:46

Können euch Außenstehende (beim Einkaufen o.ä.) anmerken, wenn ihr in einen kindlichen Anteil wechselt?
Habt ihr Angst, dass ihr euch dann blamiert? Wenn ja, wie geht ihr damit um?


Ich habe keine DIS-Diagnose, bin aber allgemein ziemlich dissoziativ unterwegs und kenne Wechsel in andere Anteile/Zustände. Ich dachte, ich bekäme trotzdem noch mit, was ich tue, alles seien nur Gedanken und niemand merkt das.. Aber Rückmeldungen von Freundinnen sagen doch ein bisschen was anderes und vor langer Zeit habe ich mich schonmal in einem Kindzustand vor Mitschülern blamiert. Mittlerweile weiß ich nicht mehr, ob ich wirklich alles unter Kontrolle habe und wie viel nach Außen sichtbar ist. Ich erlebe mich anders bewegend und höre mich kindlich sprechen, erschrecke mich und weiß nicht, ob ich es wirklich gesagt habe und wenn ja, wie laut. Was passiert mir alles peinliches, was andere mitkriegen können und was ist nur in meiner Wahrnehmung so?
Mich vereinnahmt diese Angst gerade immer mehr, von fremden Menschen in diesen Zuständen erwischt zu werden.

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Pianolullaby
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Beitrag Sa., 21.11.2020, 15:53

Hmm, bei mir sind Wechsel sehr versteckt, weil es mehrere ANP's gibt, die sich abwechseln, und die recht funktional sind,
und die die meisten Dinge gut tun können, so dass vieles nicht so auffällig ist.
Selbst meine Thera hat lange gebraucht bis die Switches wirklich gut wahrnehmen konnte.
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Candykills
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Beitrag Sa., 21.11.2020, 16:05

Nein, ich merke die Wechsel normal nicht. Das ist aber auch typisch für DIS, dass man es nicht merkt und mitkriegt.

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Montana
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Beitrag So., 22.11.2020, 12:38

Ich merke das ebenfalls nicht, habe aber dazu eine wirklich erschreckende Erzählung meines Vaters gehört. Das erfuhr ich natürlich erst als Erwachsene, denn zuvor hatte er keine Ahnung, dass ich irgendetwas von meinem Tun nicht erinnern könnte. Als Teenager hatte ich mal in einem Kaufhaus schreiend und weinend am Boden gelegen, weil ich mit der Aufgabe, Kleidung auszusuchen absolut überfordert war. Ich konnte es nicht. Mein Verhalten entsprach dem, was meine eigene Tochter mit eineinhalb Jahren gemacht hat. Ich glaube ihm das, denn er hat ja keinen Grund, sich so etwas absurdes auszudenken. Erinnern kann ich mich daran nicht. Trotzdem habe ich keine Angst, dass das immer wieder passieren könnte, denn genau so wird die Situation nie wieder auftauchen. Kleidung kaufe ich allein oder online. Und so gibt es viele Schwierigkeiten, die ich umschiffen kann. Falls nicht, dann erfahre ich es sowieso entweder nie oder viel später.

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Pianolullaby
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Beitrag So., 22.11.2020, 17:39

Ja es ist typisch für DIS, aber nicht zu vergessen, es kann auch Co-Bewusstsein geben.
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Sintje
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Beitrag Mo., 23.11.2020, 22:41

Danke für eure Berichte.
Da lese ich jetzt erstmal Sicherheit raus, weil die Wechsel nicht sichtbar sind bzw. Gleichgültigkeit, weil es sowieso nicht änderbar ist. Zweiteres ist ein Ansatz, mit dem ich vielleicht arbeiten kann. Also überprüfen, was im Schlimmsten Fall passieren würde - wahrscheinlich "nur" Blicke und Tuscheleien.

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parisblues
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Beitrag Di., 24.11.2020, 15:28

Hallo! Erstmal bin ich sehr dankbar, euren Erfahrungsaustausch mitlesen zu dürfen. Eine Frage: Ich bin total am Zweifeln weil ich mir immer denke, dass das was ich erlebt habe nicht "schlimmm genug" war um eine dissoziative Störung auszulösen. Ich meine speziell die Spaltung der Persönlichkeit. Was muss passieren um solch eine Störung auszulösen? Man hört ja doch immer von ganz extremen Erfahrungen, die solch einen Zustand erzeugen. Ich verstehe schon, dass keiner ins Detail gehen möchte, aber kann es sein, dass eine erhöhte Sensibilität und mittelschwere traumatische Erfahrungen auch Auslöser sein können? Danke schon mal!


Candykills
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Beitrag Di., 24.11.2020, 15:34

Ich denke, dass je nach Resilienz verschiedene Traumata eine DIS auslösen können. Aber sie müssen wohl vor dem 5./6. Lebensjahr passiert sein, weil danach eine DIS nicht mehr ausgebildet wird.
Und naja, es ist häufig so, dass man sein eigenes Trauma als nicht so schwer sieht, aber die objektive Meinung da eine andere ist.

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Montana
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Beitrag Di., 24.11.2020, 18:58

Das kann ich heute noch beobachten bei mir. Passiert jemandem etwas, z.B. eine schwere OP muss gemacht werden, dann finde ich die Sache total schlimm. Passiert mir dann das gleiche, ist es plötzlich nicht mehr schlimm und mein eigenes Empfinden dazu stufe ich als Anstellerei ein.